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Der Israelit · 1934-03-01 · Heft 9 (1.3.1934) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
75 (1934)
Issue
Heft 9 (1.3.1934)
Date
1934-03-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
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Seite 14 Nr. 9 D i t 1. März 1934 Vorstandsmitgliedes Herrn Max Stern s. A.( zu des sen Ehren die Versammelten sich erheben. An Stelle dse Verstorbenen wurde Herr Fritz Stern in den Vor stand gewählt. Der Mitgliederbeitrag wurde wieder auf RM. 9.— festgesetzt. Bei dar Verlosung von zwei Aussteuern 1. Klasse aus den Erträgnissen von 1933 von je RM. 3000.— wurden die Nummern 43 und 167 gezogen. Den Mit gliedern, die eine dieser Beteiligungsnummern be sitzen, steht das Recht zu, den genannten Betrag als Mitgift einem Mädchen zuzuweisen, das den satzungsgemäßen Bedingungen entspricht. Ferner hat der Vorstand in seiner auch am 20 d. M. stattgefundenen Sitzung beschlossen, acht Aus steuern II. Klasse von je RM. 400.— am 24. April d. J. zur Vergebung zu bringen. Zur Bewerbung um diese Aussteuern II. Klasse ist jedes jüdische Mäd chen, das den Bedingungen der Satzung genügt, ohne irgend eine Zahlung zugelassen. Anmeldungen haben von den Bewerberinnen bezw. ihren Eltern oder Vor mündern bis zum 23. März d. J. bei Herrn Wolfgang Auerbach, Gervinusstraße 10, vorm. 8—9 Uhr, zu erfolgen. Der Verein lädt auch hiermit zur Erneuerung bezw. Erwerbung der Mitgliedschaft ein und bittet, ihm den Jahresbeitrag von RM. 9.— auf sein Postscheckkonto Nr, 503 36 zu überweisen, Jedes Mitglied erhält mit der Quittung über den Jahresbeitrag seine Beteiligungsnummer für die Verlosung der Aussteuer I. Kl. aus 1934, die in der ordentlichen Mitgliederversammlung des nächsten Jahres erfolgen wird. Die Verlosung der Aussteuer I. Klasse bietet den Mitgliedern eine ganz besondere Chance. Während nämlich bei jeder anderen Verlosung nur ein Teil der eingezahlten Beträge verlost wird, übersteigt der Betrag für Aussteuern I. Klasse wesentlich die Summe der Mitgliederbeiträge, da der Verein einen bedeu tenden Betrag aus den Zinsen seines Vermögens hinzufügt. Freilich erhält das gewinnende Mitglied nicht den Betrag der Aussteuer für sich selbst, sondern nur das Recht, ihn einem minderbemittelten Mädchen, das auch seine Tochter oder eine Verwandte sein darf, als Mitgift zu überweisen. Den Vorstand bilden zur Zeit die Herren Alfred Schwarzschild, Vors., Wolfgang Auerbach, Ludwig Groedel, Abraham Horovitz, Dr. Ernst Kirchheim, Dr. Julius Sichel, Fritz Stern. Exemplare der Satzung werden auf Anfordern (Anschrift: Gervinusstr. 10) zugesandt. Vortrag des Oberrabbiners Dr. Joseph Carlebach. Oberrabbiner Dr. Joseph Carlebach, Altona spricht auf Veranlassung der Agudas Jisroel-Orts-, Frauen- und Jugendgruppen am Mittwoch, den 7. März, 20.15 Uhr in der Frankfurt-Loge, Eschersheimer Landstraße 27, über „Die Geburtsstunde der Judenheit". Eine Sederbetrachtung. Gäste herzlichst willkommen! Künstlerischer Abend der Samson Raphael Hirsch-Schule. Es wird nochmals auf den am Montag, den 5. März, abends 8 Uhr in der Frankfurt-Loge (Eschersheimer landstr.) stattfindenden Künstlerischen Abend hingewiesen. Es gelangt im ersten Teil Fritz Werners Märchenspiel „Es war einmal", Musik von C. Altenhofer, von 140 Schülern und Schülerinnen unter Leitung von Max Neumann zur Erstaufführung in Frankfurt. Der zweite Teil bringt dramatisierte Bilder aus „Daniel" in hebräischer Sprache von Dir. Elias; Regie Nathan Jeidel. Palästina-Reise der Agudas Jisroel. Die Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel veranstaltet zu Pessach eine Gesellschaftsreise nach Erez Jisroel mit dem beliebten Luxusdampfer „Vulkania", die am 21, März ab Neapel beginnt und einen-gemeinsamen Landaufenthalt von 16 Tagen umschließt und weiterhin nach Wunsch des Reisenden eine Woche zur freien Verfügung läßt. Die Rückfahrt erfolgt wiederum auf einem Luxusdampfer „Roma" (33 000 Tonnen schwer). Wer aber auf diesen Dampfer nicht reflektiert, kann am 11, April mit dem Dampfer des Lloyd Triestino zurückfahren, Interessenten wollen sich an die Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, Frankfurt a. M., Schwanenstraße 12, wenden. Eillinie von Triest nach Palästina. Am 14. und am 28. März wird an Stelle des Dampfers „Martha Washington" der bisher im Indien- Dienst stehende Dampfer „Cracovia" (über 8000 Tons) in der Palästina-Eillinie eingestellt werden. Das Schiff verfügt über 75 Plätze in der I. Klasse und 355 Plätze in der Touristenklasse. In der Touristenklasse stehen den Passagieren größtenteils zwei- und vierbettige Kabinen zur Verfügung. Es sind nur wenige Kabinen mit 6 Betten vorhanden. Alle Kabinen sind außenseitig gelegen. Näheres Inserat. Jüdisches Lehrhaus Frankfurt a. M. Vom Jüdischen Lehrhause wird uns geschrieben; Die jeweils ersten Vorlesungen von Herrn Prof, Dr, I s a a c über „Konstitution und Vererbung" und Dr, Guido Schönberger über „Die Illustration der Bibel" fallen aus. Prof, Isaac beginnen am Mittwoch, den 7. März, Dr, Schönberger am Donnerstag, den 15. März. Wegen des Purimfestes blieb das Lehrhaus am Mittwoch, den 28. Februar und Donnerstag, den 1. März geschlossen, Konzert Alter. Wie schon kurz berichtet, ist es gelungen, Oberkantor Alter, der jetzt von einer großen Auslandstournee zurückgekehrt ist, für ein einmaliges Gastkonzert zu gewinnen. Dieses Konzert findet Sonntag, den 11, März in der Frankfurt-Loge 'statt. Im ersten Teil des Programms singt Alter unter Mitwirkung eines unter Leitung von Max Neumann stehenden gemischten Chores (Knaben und Herren) ausschließlich synagogale Gesänge; der zweite Teil des Programmes ist dem jüdischen Volkslied gewidmet, und zwar wird Alter ein vollkommen neues Programm bringen. Weitere Mitwirkende: Hans Assenheim, Heinrich Bornstein, Theo R a t n e r (Violine), Dr. Willy S a 1 o m o n. Jüdischer Turnerbund e. V. Am kommenden Sonntag, den 4. März findet in unserem Heim Königswarterstr. 26, abends 8.30 Uhr, für unsere Mitglieder eine Purimf eier statt, wozu Gäste auch herzl. willkommen sind. Für Unterhaltung und Bewirtung ist bestens gesorgt. Am Sonntag, den 11. März, abends 8 Uhr, findet unsere diesjährige Generalversammlung statt; Einladungen über die Tagesordnung sind bereits direkt an die Mitglieder versandt worden; wir bitten um recht zahlreiches Erscheinen. Unsere Fußballschülermannschaft wird am kommenden Sonntag nachm. 3 Uhr auf unserem Sie sichern sich beste und prompte Erledigung Ihrer Inserataufträge wenn Sie dem wirklichen Fachmann diese übergeben Außer der Generalvertretung des „Israelit" für Frankf. Geschäftsanzeigen übernehme auch Aufträge für die Frankfurter Zeitung und allen anderen Tages« und Wochenzeitungen zu Originalpreisen. ANNONCEN-BÜRO JULIUS SCHMIOT FRANKFURT-M., OSTENDSTRASSE 83 TELEFON 45866. Platz (Riederwaldwiese) gegen den I. I, B. Hanau (Schüler) spielen und verspricht das Treffen wegen des guten Könnens der beiden Mannschaften einen interessanten Verlauf, — Die zweite Fußballschülermannschaft hat diese Woche bereits das Training aufgenommen und bitten wir evtl. Interessenten, sich sofort zu melden. — Unsere sieben Turnabteilungen erfreuen sich besonders in letzter Zeit regen Besuchs. Am Donnerstag mittag (2—4 Uhr) trifft sich unsere Schwimmsportabteilung im Städt, Schwimmbad. »Wir deutschen Juden im Wandel der Zeiten". Ueber dieses Thema spricht im Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Herr Rechtsanwalt Dr Bruno Weil, Berlin am Samstag, den 3. März, abends 8.30 Uhr in der Aula des Philantropins, Frankfurt a. M,, Hebelstraße 15, Vor dem Vortrag hält Herr Justizrat Dr. Julius Brodnitz, Berlin eine Ansprache. Sonkin und der Haupttreffer. Der Jüdische Kulurbund Rhein-Ruhr gastierte im Neuen Theater mit „Sonkin und der Haupttreffer", Tragikomödie von Semen Juschkewitzsch. Inhalt des Stückes ist kurz folgender: Der arme Angestellte Sonkin hat ein Los und spricht mit seiner Frau Monischka andauernd darüber, was sie beginnen wollen, falls sie gewinnen würden. Und in der Tat, Sonkin gewinnt das große Los und in seiner Freude gibt er, hier kommt das jüdische Herz zu seinem vollen Recht, fast Alles an die Armen. Regie führte Willibald Fraenkel Froon, der für einen guten Start der Komödie sorgte.. Von den Schauspielern, sei nur gesagt, daß sie eine gute Ensembleleistung boten. A. K. „In jener Nacht". In einer Feierstunde, die zu den „Purimtagen in dieser Zeit" hinführen sollte, las Karl Darmstädter, Mannheim in einem kleinen Kreise eine dramatische Dichtung „In jener Nacht". Sie weicht ab von dem, was uns an Purimspielen aus früherer Zeit bekannt ist, — Purimspiele, die auch in keiner Weise mehr unserer Gegenwart etwas geben könnten und unserer Zeit angemessen wären. Was wir hörten, rückte die Ereignisse einer früheren Vergangenheit unseres Volkes in den nahesten Bereich unserer Gegenwart. Die Worte von Megillath Esther „In jener Nacht floh der Schlaf die Augen des Königs" bilden den Kern der Dichtung. In 6 Szenen drängen sich dichterisch frei gestaltet die Geschehnisse zusammen. Von der Erschütterung "und Trauer der Juden schreitet die Handlung zum Höhepunkt, wo in wunderbarer Fügung die Trauer zur Freude wird. Ist es eine für alle Zeiten bestehende Freude? Nein! Die Gedanken der Königin Esther vor allem gehen in die Zukunft und der Verfasser läßt die letzte Szene ausklingen in ein wunderbar geschautes Bild: „Heimkehr nach Erez Jisroel, dem Land der Ewigkeiten" ... Abgesehen von dem Zeitnahen der Dichtung wirkte diz sprachliche Gestaltung und dramatische Spannung nachhaltig und eindrucksvoll. Es bleibt zu wünschen, daß die Dichtung, die noch nicht im Druck erschienen ist, bald einem größeren Kreise von Lesern zugänglich gemacht werdan kann. J. D. Beschaffung billiger 31azzoth. Die Ortsgruppe der „Achduth" ist in der Lage, für Pessach an minderbemittelte Privatpersonen, die in Frankfurt a. M. wohnen, Mazzen und Mehl zu folgenden Preisen ab Mazzenbäckerei Heidestr. 79 hier zu liefern. a) Mazzen in 5 Pfd.- und 10 Pfd.-Rollen a 40 Pfg. per Pfd. h) Mazzenmehl abgewogen in Paketen a 46 Pfgper Pfd. Bei Lieferung frei ins Haus beträgt der Mazzenpreis 43 Pfg. per Pfd. Bedingung für die Lieferung ist, daß mindestens 5 Pfd. Mazzoth bezogen werden. Näheres Inserat. Arbeitsnachweis, Die Berufsberatung Frankfurt a. M. erläßt <*inen Aufruf an alle jüdischen Arbeitgeber, Lehrstellen für die Ostern 1934 zur Entlassung kommenden Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. Gesetzliche Bestimmungen, die die Einstellung jüdischer Lehrlinge verbieten, gibt es nach dem Erlaß des Herrn Reichsarbeitsministers vom 24. November 1933, der dem sAufruf beiliegt, nicht. Besonders erwünscht sind Ausbildungsstätten landwirtschaftlicher und handwerklicher Art und Ausbildung als Spezialarbeiter, sowie kaufmännische Lehrstellen. Es wird hierbei herzlich gebeten, auch allen denen entgegenzukommen, die aus ihrem jüdischen Gewissen heraus nur sabbatfreie Stellen annehmen können. Jede Arbeit kommt in Frage, wenn mit ihr eine geregelte Ausbildung verbunden ist. Wo eine Lehrstelle nicht möglich ist, sollte zumindest an die Anstellung eines anzulernenden Arbeiters gedacht werden. An sorgfältig ausgewählten Lehrlingen, die nach Charakter, Schulbildung und Eignung Gutes versprechen, ist in diesem Jahr ein besonders großes Angebot. Sie alle müssen von Beschäftigungs- und Berufslosigkeit bewahrt werden. Meldungen von Stellen für männliche Lehrlinge werden erbeten: an die Geschäftsstelle des Vereins Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V., Frankfurt a, M., Hans Handwerkstraße 30, pt, Tel, 26 162 und weibliche Lehrlinge: an die Geschäftsstelle des Unentgeltlichen Arbeitsnachweises der weiblichen Fürsorge für jüdische Frauen und Mädchen, Frankfurt a. M., Hans Handwerkstraße 3, Tel, 25 462. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Schlußvortrag Herr Red. S- Schachnowitz. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A, Dr. E. Posen — nachmittags 3/4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal Tehillim, Herr Rabbiner H. Meyer — 4 U"hr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr J. Soffer. — abends 8,15 Uhr im Vereinslokale, ">W>. Herr Dr. M. Lange. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, dik "n, Herr S- Schachnowitz. Sonntag 9 Uhr im Vereinslokal : omaa pa, Herr R.-A. Dr. Schlesinger. — nachm. 6 Uhr Vortrag des Herrn R.-A. Dr. Schlesinger. „Einiges über den jüdisches! Kalender" (Fortsetzung). Auch für Damen. Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- Mitgliederlernen, abends 7 Uhr im Vereinslokal (auch Mittwoch) Gemoro Herr Ch. Jakobowitz. Dienstag (auch Donnerstag) abends 7 Uhr Gemorip, Herr R.-A- Dr. E. Posen. V Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. HerrV R.-A. Dr- E- Posen. ~ abends V20- Uhr im Vereins/- lokal, Gemoro, Herr J- Soffer, ) Jahrzeitsstiftangen. ) Schabbos, 3. März: Heinrich J. Hanau-Stiftung. j Schabbos. 3. März: Marianne Wallach-Stiftung Sonntag, 4. März: Theodor Mayer-Stiftung. / Montag. 5. März : Johanna Eliason geb. Weil-Stiftung./ Montag, 5. März: Lina Stern geb. Stern-Stiftung. | Freitag, 9- März: Moses Loeb Rosenbaum-Stiftung, \ Freitag, 9. März: Marcus Hirsch-Stiftung.

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