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Der Israelit · 1934-01-25 · Heft 4 (25.1.1934) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
75 (1934)
Issue
Heft 4 (25.1.1934)
Date
1934-01-25
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
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Seite 12 Nr. 4 Der Israelit 25. Januar 1934 Stern in allen, besonders auch in Börsenkreisen, genoß, in der großen Beteiligung und innigen Teilnahme wider. Unser Raw, Herr Rabb. J. Horowitz, führte in einer tiefempfundenen Rede uns noch einmal die Gestalt des Heimgegangenen vor Augen und |Jab der Trauer beredten Ausdruck. Im Namen des Gemeinderates dankte mit kurzen Worten Herr R,-A. Dr. S. Goldschmidt. Zuletzt wurde noch der Dank der Hermann Cohen-Loge ausgesprochen. Frau Martha Hof mann rv'y. Nach kurzer Krankheit verstarb im Alter von annähernd 70 Jahren Frau Martha H o f m a n n , die Frau des bekannten Begründers der jüdischen Buchhandlung A. I. Hofmann, Abraham Hofmann ^"rr. Sie war eine Frau von altem Schlage, die mit aufgeschlossenem Sinne für alle Erscheinungen des Tages und nicht zuletzt als wackere treue Helferin ihres Mannes in seinem Geschäfte (wie hatte sie doch das twiriN -Geschäft mit so viel Liebe und Sachkenntnis versehen) all die idealen Aufgaben löste, wie sie König Salomo zur Charakteristik des jüdischen Biederweibes aufzählt. Der bekannten Familie Lehmann in Stettin entstammend, (ihr Vater war Bruder von Hermann Lehmann V'sr), verpflanzte sie die Traditionen ihres Elternhauses in ihre eigene Familie und führte an der Seite ihres frommen, streng thoratreuen Gatten ein harmonisches Leben in stiller G'ttesfurcht und hingebender Liebe zur Thora, in Betätigung edler Menschenliebe. Sie hatte mit ihrem vor acht Jahren lieimgegangenen Gatten das Glück, Kinder in die Sphären der Thora hinaufwachsen zu sehen. Einer ihrer Söhne, Herr Dr. Willy Hofmann, entfaltet zur Zeit in Jerusalem seine jüdische und ärztliche Tätigkeit. In den Häusern des hier wohnenden Sohnes und der Tochter lebt der Geist der Mutter in der strengen strikten religiösen Pflichterfüllung und in der Mizwohfreude. Schmerz und Enttäuschung blieben den Eltern nicht erspart, mußte sie doch noch ganz kurz vor Kriegsende ihr Edelopfer mit einem prächtigen Sohne hergeben. Auch dieses Leid trug die Mutter, deren mehrjähriges Witwerudasein von der Liebe und Vreehrunrf der Kinder verschönt war, mit dem G'ttv ertrauen einer Frommen. Mö^e ihr" J113T all den Ihren beistehen. rrasjn- Ein vierzigjähriges Arbeitsjubiläum. Herr N. A. S a f f r a steht, wie hier schon einmal kurz berichtet, volle vierzig Jahre als Schochet im Dienste der Synagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschaft und im Dienste des heiligen Handwerkes. Aus diesem Anlaß versammelten sich am letzten Samstag Vormittag Rabbinat, Vorstand, Gemeinderat, Vertreter der Kaschruthkommission, ebenso Familienangehörige und Freunde des Jubilars in der Wohnung, um dem verdienten Manne den Tribut ihrer Verehrung und Dankbarkeit zu zollen. Als erster hielt unser Gemeinderabbiner eine geistvolle Ansprache über den Satz in der laufenden Sidra'ms lertsi 'W mybnpbs, um Herrn Saffra als idealen Vertreter seines heiligen Berufes mit ehrenden Worten zu schildern. Darauf überbrachte Herr Philipp Posen, als Vorsitzender des Vorstandes der Israelitischen Religionsgesellschaft, in einer kurzen herzlichen Ansprache den Dank und die Glückwünsche der Gemeinde an den Jubilar und seine Familie. Mit weiteren Glückwünschen schloß sich Herr R.-A. Dr. S. Goldschmidt im Namen des Gemeinderates an. Im Auftrage der weiteren Familie sprach darauf Herr Redakteur S. Schachnowitz den Dank an den Vorstand für die Ehrung, die die ganze Familie auch für sich in Anspruch nimmt, zugleich aber auch die Glückwünsche und den Dank an den Jubilar selbst. Den Abschluß bildete der Dank des Jubilars selbst in der Form einer tiefschürfenden halachischen Abhandlung aus dem Gebiete der Schechita. Es war eine schöne Feier, wie man sich sie zur Ehrung eines treuen Beamten und hervorragenden Talmid Chochom nicht würdiger und herzlicher denken kann. Auch wir rufen Herrn Saffra mit Hinblick auf seine Absicht, die Ruhejahre mit Familie in fiK zu verleben, ein herzliches p'ä» "J zu. Agudistische Siedler. Von der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, Frankfurt ä. M., Hanauerlandstr. 15, wird uns geschrieben: Agudistische Siedler, welche an einer Mittelstandssiedlung Interesse haben und über ein Kapital von mindestens Lst. 1000.— verfügen, werden gebeten, uns ihre Adressen mitzuteilen. Wir werden dann nähere Informationen erteilen. ^~ Geschäftsjubiläum. Am 24. Januar sind es 25 Jahre, daß Herr Philipp Heinrich mit dem Eintritt in die Firma von Flora Sachs Wwe., Mainstraße, diesem bekannten ■■ unter Aufsicht der Religionsgesellschaft stehenden Lebensmittelgeschäfte vorsteht, so daß er zusammen mit der „Silbernen Hochzeit" auch sein 25jähriges Geschäftsjubiläum feiern kann.ö Das Geschäft „Flora Sachs Nachfolger (Emray Heinrich)" liefert alle Lebensmittel zu den billigsten Tagespreisen frei ins Haus. Sijumfeier. Rabbinische Lehranstalt „Jeschiwa" und Talmud Thora-Verein veranstalten am Sonntag, den 28. Januar, nachm. ' 5 Uhr, im Hörsaal der Synagoge am Börneplatz eine Sijumfeier. Im Rahmen des Talmud- Thora-Vereins wurde in einem unter Leitung Herrn Rabbiner Dr. Hoffmann stehender Schiur eine rooa beendet. Aus diesem Anlaß laden die Verwaltung der Jeschiwa und des Talmud Thora-Vereins alle Freunde des Thora-Lernens ein, an einem Feste teilzunehmen, das der Freude an der Thora dienen und zu vertieftem und emsigen Thorastudium aneifern soll. Wenn auch die äußere Aufmachung eine bescheidene sein wird, so ist doch zu erwarten, daß die Feier einen schönen Verlauf nehmen wird. Die Interessenten werden gebeten, ihre Anmeldung an das Sekretariat der Jeschiwa und Talmud Thora- Vereins, Theobaldstraße 6 rechtzeitig einzureichen. Frankfurter Vereinskalender. Verein -Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikrovortrag. Herr Louis Kahn- Sonntag 9 Uhr im Vereinslokal: DrrOR nn, Herr R.-A- Dr. Schlesinger. — nachm. 6 Uhr fällt der Vortrag wegen des Vortrages des Herrn Rabbiner in der Aula der S. R. H. Sccule aus. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E. Posen — nachmittags 3'4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal Tehillim. Herr Rabbiner H- Meyer — 4 LThr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr J. Soffer. — abends 8.15 Uhr im Vereinslokale, '■>rrw>, Herr Dr. M. Lange. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, dir "n, Herr S- Schachnowitz. Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- MitgliederJernen, abends 7 Uhr im Vereinslokal (auch Mittwoch) Gemoro Herr Ch. Jakobowitz. Dienstag (auch Donnerstag) abends 7 Uhr Gemoro, Herr R.-A- Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R.-A Dr. E. Posen- - - abends Uhr im Vereinslokal, Gemoro. Herr Dr J. Soffer. ■_ Jahrzeitsstiftungen. Schabbos, 27. Januar: Anna Eschwege.-geb. Schlesinger-Stiftung. Montag, 29. Januar: Elise Heß geb. Schloß-Stiftung. Montag, 29. Januar: Berta Löwenstein-Stiftung, Mittwoch, 31. Januar : Lina Sänger geb. Sänger-Stiftung. Mittwoch, 31- Januar : Professor Michael Altmann- Stiftüng. Donnerstag, 1. Februar: Isaac Blnmenthal-Stiftung. Freitag, 2- Februar: Frau Berta Rosenthal-Stifsung. Liwjath Chen. Samstag 4 Uhr nachm. präzis findet der Vortrag im Hause von Frau M. Hofmann fry, Rückertstr. 48 statt. Schomre Mizwoh. Das Lernen der Schomre Mizwoh findet diese Woche im Hause des Herrn Hugo Hofmann, Rückertstraße 48 statt. Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Daf Jaumi Sonntags, 11—12 Uhr, Montag bis Freitag 12—1 Uhr, Samstag W/4 Uhr. Herr Sofer, im Vereinslokale des Mekor Chajim, Langestr. Agudas Jisroel-Jugetndgruppe. Hilchaus Erez Jisroel: Der Schiur findet in der Wohnung des Herrn Rabb. J Horovitz statt. Jeweils Mauzoe Schabbos eine Stunde nach Nacht. Am Sonntag, den 28. Januar, um 20.30 Uhr im Heim spricht Herr Studienrat Max Münk über „Das WeltzieL" Gäste willkommen. Stellenvermittlung: Montag 20—21 Uhr. Mittwoch 11—13 Uhr; im Heim. Stenographiekurs: (unentgeltlich) Montag 19 Uhr. Leitung Herr Lehrer Adler. Hebräischer Sprachkurs : I. für Anfänger Mittwoch 20.30 Uhr, II. für Fortgeschrittene Donnerstag 20.30 Uhr. Leitung Herr Wollmann. Tischtennis: Dienstag, 20,30 Uhr. (Alles andere wie üblich.) Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Wir erinnern nochmals dringend an die Chamischo Osor Obstbestellung zu Gunsten der Paläst. Zentrale. Das Obst wird zu Tagespreisen frei Haus geliefert. Nähere Auskunft durch Frau Meta Posen-Prinz, Fichtestraße 8. Tel. 45969. Jüdischer Turnerbund e, V. Unser Frauenkurs beginnt wieder unter der bewährten Leitung unserer Turnlehrerin und Vorstandsmitgliedes Frl. Sitta Golde. Wir bitten Neuanmeldungen an Frl. Golde, Oscar v. Millerstr. 16 oder Telefon Nr. 73413 (H. Hermann) zu richten. — Der Bericht unser. Mitgliedes Herrn Berth. Stern über seine Palästinareise fand allgemeinen Beifall; seine Schilderungen gaben ein anschauliches Bild des neuen Palästina. — Es ist beabsichtigt die Vortragsabende in dieser Art fortzusetzen und werden Einzelheiten demnächst an dieser Stelle bekanntgegeben, Der Jüdische Turnerbund Frankfurt a. M. unterhält neben seinen Abteilungen für Damen und Herren gut geleitete Kinderkurse für Knaben und Mädchen im schulpflichtigen Alter. Gebetzeiten. nVwn 's Freitag abend 4.45 Samstag nnscn 7.00 Samstag morg. 8.00, Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Samstag abend 6.00 Wochengottesdienst: Morgens 6 55 Nachmittags 5.0fj Tefillinlegen am Morgen ".05 Sabbat-Anfang und Ausgang nbw 's niv 0 r t Anfang Uhr | Min. Datum Aus Uhr gano Min. Frankfurt am Main 4 j 45 27. 6 00 Berlin . 4 40 Jan. 5 27 München 5 00 1934 5 48 Köln 5 00 6 00 Stuttgart 5 ' 00 lt. 6 00 Breslau 4 45 onw 5 18 Nürnberg . 4 50 V'xnn 5 47 Hamburg 4 40 5 43 Würzburg 4 '45 5 55 masö S. HOLLÄNDER FRANKFURT AM MAIN ECKENH.-LDSTR. 127 TEL. ZEPP. 52014 Großes Lager fertiger Grabmäler Versand nach allen Plätzen ZISELEUR u.BILDHAUER LEO HOROVITZ Sanitäre Anlagen Installation für Gas und Wasser Bauspen&lerei JOHANN HEIL HANAUERLANDSTR. 64 — TELEFON45637 Sie kauten doch in der SCHNEEMANN? Schillerslr. 2 I Telefon 22273 I HERMON DRUCKEREI SCHÜTZENSTRASSE 12. DRUCKT ALLES Sofer M. Beer Hinter der Schönen Aussicht 14,2 e n^p f i e h 11 besonders billig Tefillin von Mk. 6.- u. 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Inserate 20 Pfg. für den einspaltigen (23 mm breiten) Millimeter. Abonnenten zahlen bei Stellengesuchen und Familienanzeigen nur 16 Pfg. pro Millimeter,, Die 77 mm breite Reklamezcile RM. 1.— pro Millimeter. Chiffregebühren in Höhe eines doppelten Briefportos. Rabatt nach Tarif. Inseratenannahme durch den Verlag des Israelit und Hermon G. m. b. H„, Frankfurt a. M., RechneigrabenstraBe 7, felefon 21084, sowie durch sämtliche Annoncen-Expedition, n des In- und Auslandes. Alleinige Inseratenannahme für Frankfurter Ge>chäftsanzeigcn: Julius Schmidt, Frankfurt a. M., Ostendstr. 83, Tel. 45°66. Platzvorschrilten ohne Verbindlichkeit

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