Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 74 (1933)
- Issue
- Heft 45 (9.11.1933)
- Date
- 1933-11-09
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 45 Seite 3 Wesen, ge Aus- 2eht ein mm der role für bau öcs Prinzip, sitzenden S schuffes. deut - n, um ng vor :llenverfür die werden e scheint )wierighätten offt der n Zielan die rrtugal, rt, mit ftentum 'chwebt. ^P^re- Otamm bemerkme die bisher Hause :gik um herause christ- ' chriftne den t)aß es lonaten d Ansicht an rrbande isitiven Deutlen aben n. ag im scharfe K«ßkNnatiot zwar ergehen s nicht fühlen. Station ' solche ora ist, in wir chleben, r dann rm bas in der en Jizigt das reiches e; nicht es um ng bet eines e Fortwerden richtige solches >er Bewollte. -lgt.) m 1' ciirin rf hinbfchnitt atieren wurde, 9. November 1933 die Juden nicht im eigentlichen Sinne. Aber von zwei entgegengesetzten Seiten her wird dort das Iudenrecht mit Gewalt in die enge Jacke der Minderheltspoütik hineingezwängt: von den Rationald e m o l r,a len, die die drei Millionen Juden Polens in ihrer Stellung und in ihrem Rechte dadurch möglichst m i n d e r n möchten, und dann auch von einem Teil der Zionisten, die unter Führung G r ü n b a u m s es lange Zeit verstanden, die jüdischen Interessen in den Dienst der anderen nationalen Minderheiten zu stellen und, wenn nötig, auch zu opfern. So mußte es denn kommen, daß bei einer Minderhcitsdcbaite auch über'die Juden debattiert' wurde, daß nach langer Zeit im polnischen parlamente wieder einmal der Iudenpunkt die Geister in Erregung setzte. Der nationaldernokratische Sprecher warf der Regierung z-u großes Entgegenkommen gegenüber der jüdischen Minderheit vor, wodurch das polnische Volkstum in seiner Kultur- Pflege und seinen Wirtschaftsinteressen zu kurz komme. Zur Ehre der Wahrheit sei betont, daß die Rationaldemokraten jüngsthin die Parole ausgaben: „Keine Mißachtung und Diffamierung der jüdischen Raffe und des jüdischen Wesens, sondern nur Rücksichten völkischer Selbsthilfe." Diesem Grundsätze blieb auch der nationaldemokratische Redner im Sejm treu. Diesem gegenüber trat der Führer der oppositionellen Bauernpartei für v o I l e Gleichberechtigung der Juden ein, ' Man darf erwarten, daß von Seiten der Drthodoxen Fraktion zur Klarstellung ausgesprochen wird, daß das polnische Judentum den Anspruch auf sein Recht, und zwar sein volles ungeschmälertes Recht nicht aus dem Minderheitsprinzipe beziehe, sondern aus der Tatsache, daß die jüdischen Bürger Polens treu an allen Lasten des Staates tragen und zum Aufstiege des neuen Polens nicht wenig beigetragen haben und noch anhaltend beitragen; daß nicht zuletzt die Rücksichten der „völkischen Selbsthilfe" die volle Gleichberechtigung der Juden erheischen. Hilfe und Aufbau. Der Ze n t r a l a u s s ch u ß der deutschen Juden für Hilfe und A u f b a u hat im (Oktober 1953 eine Broschüre herausgegeben, die die Frage beantworten soll: „was leistet der Aentrülausschuß?" Die zusammenfassende Darstellung will der Popularisierung der Arbeiten des Zentralausschusses dienen. Unbeschadet der gedanklichen Unterschiede innerhalb der verschiedenen Richtungen des deutschen Judentums hat der Zentralausschuß sich die Förderung s ä m t l i ch e r Hilfs- und Aufbauarbeiten zur Aufweil Jonathan ben UM in diesem Verse die Zeit der Ankunft des wvv andeutete. (Siehe Zeitschrift „Nite- Bachurim", 3665, 2. Jahrg. Nr. 1, S. 67). Aus dem gleichen Grunde dürfte m. E. auch hier die Streichung von der Zensur vorgenommen worden sein. Im fraglichen Verse irm bim ps rwx izm sind die nvabö stik angedeutet. (Siehe analog «an nsns 'aaun vixH', Stichwort ’as aairr Seite 105; auch Sohar zum Abschnitt nbv'i, S. 167 und Abschn. pba, Stichwort qik 1» "ui pi>a unn, wie auch Talmud Sanhedrin, S. 105; Tanchuma und Jalkut daselbst.) Wenn man nun den hier in Frage kommenden Vers ->mi ivni py um in seiner ganzen Tiefe erfaßt und die einschlägigen nvn man -nso gesehen hat, so ist die vermißte Üebersetzung des Jonathan, der oft irnnoa nVan und nicht bloß Üebersetzer ist, wohl begreiflich. Jacob Testier, Nürnberg. -k- * Die Anfrage in voriger Nummer betr. einer Unvoll- Itändigkeit im sog. Targ. Jonathan erinnert mich an Zwei noch auffälligere Stellen desselben Targumnätnlich Deut. 16, 3 sowie Deut. 26, 12—13, auf die mein Vater 'm, vor kurzem aufmerksam gemacht hatte. Herr Oberrabb. einer. Dr. Ritter 'uhatte die Güte, darauf hinzuweisen, daß die Neueren die Echtheit bieses Targum anzweifeln, daß aber auch R. Elasar Fleckeles naivn na?W3lII 63 d seine Bedenken gegen seine Unversehrtheit hätte. Es geht aus diesen Stellen hervor, daß der uns heutzutage vorliegende y"avi nicht Werk eines solchen Fhabenen Weisen wie I. b. Us. sein kann, sondern von Sektierern überarbeitet scheint, mm ia wbv— Mir scheint aus Deut. 16, 3 eine Hinneigung zu boethossäischer Auffassung des rann ninQv heroorzugehen, während 26, 12 verdächtig un halachifche Irrungen des Jubiläenbuchs erinnert, welches (nach Ahlbeck) einer Sekte für sich an¬ D e r I s r a e l i t gäbe gesetzt, die von allen Gruppen gemeinsam als notwendig betrachtet werden. Die Aufgaben der jüdischen Wohls ad rtspflege, die in der „Zcntralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden" zusammengefaßt wird, sind durch die Ereignisse größer denn je geworden. Bei der zunehmenden Verarmung der deutschen Juden mußte in der letzlen Zeit ein immer g r ö ß c r c r T c >i l der jüdischen Bevölkerung wohlfabrtsmäßig betreut werden. Eine besondere Behandlung müssen diejenigen Hilfsbedürftigen erfahren, die durch -bic wirtschaftlichen Ereignisse der letzten Zeit ihre Existenz ganz ober teilweise verloren haben, ohne daß vorläufig Maßnahmen für ihre wirtschaftliche wiederaufrichtung getroffen werden können. Hierbei wird besonders zu berücksichtigen fein, daß viele dieser Mcüschcn bis vor kurzem einen verhältnismäßig hohen Lebensstandard gehabt haben. Die Wohlfahrtspflege wird also für sie eine Aebergangsregelung bis zu ihrer wiedereinovdnung in den Wirtschaftsprozeß finden müssen. Die jüdischen w o b l f a h r t s a n st a l t e n können auf staatliche Unterstützung nicht mehr rechnen. Die Jugend- und Altersheime, besonders die Krankenhäuser, leiden Rot infolge der Streichung der Pflegegelder durch die öffentlichen Fürsorgeverbände, durch den Rückgang der Einnahmen, vor allem auch durch die geschwächte finanzielle Leistungsfähigkeit der unterhaltspflichtigen Angehörigen. Manches Krankenhaus, das bisher praktisch einen interkonsesstonellen Charakter trug, da es wegen des Rufes feiner Aerzte auch von vielen nichtjüdifchen Patienten besucht wurde, muß jetzt an eine einschneidende Einschränkung seiner Cinrichtungen denken. Die Versorgung der Hilfsbedürftigen vieler jüdischer Gemeinden im Reich, in denen weder Wohlfahrtsämter noch wirtschaftsstellen noch Rabbiner vorhanden sind, begegnet immer größeren Schwierigkeiten. Die p c o v.i n z i alstellen für 6 i e j ü - d i s ch e Wohlfahrtspflege, die nur zum Teil mit hauptberuflichen Kräften besetzt'sind, reichen nicht mehr aus, um die gerade jetzt immer dringender werdende Versorgung der Bevölkerung der mittleren und kleineren Gemeinden durchzuführen. wenn sich auch die plötzliche Veränderung der wirtschaftlichen Basis der jüdischen Bevölkerung in den einzelnen Gebieten Deutschlands mit verschiedener Stärke vollzieht, im allgemeinen hat es sich als erforderlich gezeigt, die provlnzialstellen stärker auszubauen, um sie den größeren wohlsahrtsausgaben in der Provinz und in den kleineren Gemeinden besser anzupassen. Für verschiedene Gemeinden sollen außerdem G e m e i n d e f ü rsorger bestellt werden, denen die Aufgaben der Wohlfahrtspflege, der Wirtschaftshilfe, der Rechtshilfe, der Beratung in Auswanöerungs- und Berufsfragen übertragen werden sollen. gehört. Ein anderer Fehler, zur Akeda, im hat Berdyczewski Anlaß zu einer nicht wiederzugebenden Mißdeutung gegeben. B. Cohen. Kleines Feuilleton. Ein hebräisches Taschenwörterbuch. Aus der Fülle der neuerschienenen hebräischen Wörterbücher sei hier eines genannt, dessen Verfasser die Ausgabe, die er sich gesetzt, in vorzüglicher Weise gelöst hat.*) Er will den deutschen Juden, die nach dem Heiligen Lande kommen, denen jedoch im günstigsten Falle zwar die Worte der hebräischen Gebetssprache einigermaßen bekannt, die des täglichen Lebens aber fremd sind, die Möglichkeit geben, die Wörter zu finden, die sie im Hause, aus der Straße, im Geschäft benötigen, und will sie befähigen, wo immer sie sich der hebräischen Sprache bedienen wollen oder müssen, die Ausdrücke schnell bei der Hand zu haben. Es ist eine durchaus glückliche Auswahl, die er getroffen hat, um die für die Sprache des täglichen Lebens unentbehrlichen Vokabeln zu bieten. Er hat den rechten Weg eingeschlagen, um ein geeigentes sprachliches Hilfsmittel zu schaffen, das zwischen den bereits vorhandenen, durch die Fülle ihres Inhalts über den Wortbedarf der Umgangssprache hin- *) Taschenwörterbuch, Deutsch-Hebräisch. Von Georg Kedem. Berlin-Charlottenburg 1933. R e i s e f ü r s o r g e r i n n e n sollen die verschiedensten Gegenden aufsuchen, um insbesondere in den kleineren Gemeinden an (Ort und Stelle Ratschläge zu erteilen, Hilfsgesuche zu prüfen und schließlich auch um Vertrauensleute für die wohlfahrtsarbeit zu finden und zu schulen. Mil dem Beginn der wirtschaftlichen k atästrophe, die über die deutschen Juden hereinbrach, zeigte es sich sehr bald, daß man dem Problem mit den gewöhnllchen Mitteln der Wohlfahrtspflege nicht mehr beikommen konnte. Infolgedessen wurde durch den preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden eine Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe in Berlin errichtet. Das Beispiel Berlins hat inzwischen bei den einzelnen Gemeinden im Reich oder den provinzial- und Landesverbänden Nachahmung gefunden. Die Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe umfaßt nach ihrem Arbeitsgebiet verschiedene Abteilungen. Zu ihr gehören die B e r a t u n g s st e l I e n für Kaufleutc, Gewerbetreibende, Dozenten, Rechtsanwälte, Beamte, Aerzte, Künstler, Ingenieure und Chemiker, ferner eine Abteilung für die Wirtschaftsberatung und Wirtschaftsplanung, die gleichzeitig einen vermittlungsdicnst eingerichtet hat und schließlich die besonders wichtige Abteilung für die t'-cussumschichtung. Bei der Berliner „Zentralstelle"' haben seit ihrem Bestehen Tausende von Menschen, Männer und Frauen, vorgesprochen. Durch die verschiedensten Maßnahmen ist es gelungen, viele Existenzen zu retten. Durch Gewährung von Darlehen oder die Vermittlung von Krediten hat man so besonders Kaufleutm und Handwerkern eine neue Dafeinsqrunölaqe gegeben. Im.Rahmen der Maßnahmen zur wirtschaftlichen Hilfe liegt deshalb die Gründung von neuen und der Ausbau bestehender Darlehnskassen. Um eine Vereinheitlichung des Darlchnskassenwesens durchzuführcn, wurde die Zentralstelle f ü r j ü d i f ch e D ü r l e bnskaffen gegründet. Ihr stehen jetzt Kredttnüttel der A m e r i c a n Joint Reconstruction F o u n d a t i o n zur Verfügung, wenn auch das Retz der Darlehnskaffen in Deutschland noch lange nicht lückenlos ist, — zur Zeit bestehen 45 jüdische Darlehnskassen, von denen 22 Kaffen jetzt mit Hilfe der Zentralstelle erweitert werden konnten, — macht sich die Tätigkeit dieser Institute doch segensreich bemerkbar. Ein weiteres 2lrbcitsgebiet der Wirtschaftshilfe ist die Arbeitsvermittlung. Der jüdische Arbeitsnachweis steht vor ganz neuen und ungeheuer erweiterten Aufgaben. Infolgedessen muß die behördlich genehmigte Organlsation des 2lrbeltsnachweises stark nusgebaut werden. Dieser Ausbau des jüdischen Arbeitsnachweises erhält auch im Hinblick auf die ausgehenden deutsch-hebräischen Wörterbüchern und den hinter den Bedürfnissen des Lebens zurückbleibenden Glossarien der Lehrbücher -die glückliche Mitte hält, i^nd was ein besonderer Vorzug ist: Das vorliegende Taschenwörterbuch geht erstmalig den neuen praktischen Weg, jedem deutschen Begriff statt einer den unkundigen Benutzer oft verwirrenden Vielheit von Uebersetzungen, nur ein einziges hebräisches Wort gegenüber zu stellen, das so gewählt ist, daß es die entsprechende Nuance des deutschen Begriffs bestmöglich deckt. Der Verfasser war dabei bestrebt, um die Einprägung zu erleichtern, nach Möglichkeit solche Worte zu wählen, die dem Benutzer aus der Sprache des Gebetbuches vielleicht in Erinnerung sein könnten. Das Buch, dem der rührige Verlag Kedem eine vorzügliche Ausstattung gegeben hat, ist ein treffliches Hilfsmittel für die sprachliche Eingliederung in das Leben von Erez Jisroel und kann, zumal es sich durch Wohlfeilheit aubszeichnet, auf das beste empfohlen werden. Kaatz-Hindenburg, O.-S. Wochenkalender. vom 11. - 18. Äov. IMS 23.-28. Markheschwan 6884 22 niaina Samstag 11 np mw "n Sonnrag 12 23 op Montag Nov 13 24 Dienstag 14 Vupmn 25 K'j? Mittwoch 15 26 a’P Donnerstag 16 27 d’iija Freitag 17 28 ä Wm raian rmhn Samstag 18 29 i Mauled: Freitag ab. 8 Uhr 3°,,8 Mtn.