Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 74 (1933)
- Issue
- Heft 47 (23.11.1933)
- Date
- 1933-11-23
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 8 Nr. 47 23. November 1933 Der Israelit für die Jugend zu gründen. Anmeldungen auf dem Turnboden. kleiderdepol. Die Jüdische Frauenvereinigung bittet dringend, ihrem Kleiderdepot noch gut erhaltene warme Wintersachen, hauptsächlich Unterwäsche, Strümpfe und auch Kleider gütigst überlassen zu wollen. Auf Wunsch werden die Sachen abgeholt. Tel. 42135 zwischen 8—10 Uhr. Nathan der Weise im Heuen Theater. Keine „Teschuwo" in unserem Sinne, aber immerhin etwas wie Rückkehr bedeuteten die tausend jüdischen Menschen, die am Mittwoch Abend alle Bänke, Logen und Galerien des Neuen Theaters bis auf den letzten Platz füllten, um eine Aufführung des Lefsing'fchen „Nathan" durch jüdische Künstler zu genießen. Es handelt sich um ein Gastspiel des Kulturbundes Deutscher Juden, Berlin, dem das Neue Theater seine schönen Räume zrrr Verfügung gestellt hat. Man Härte mit Andacht das von Nathan (Kurt Katsch) mit der Fabel der Drei Ringe in wirksamsten Tönen hinausgefungene Hohelied der Toleranz: dankbar, heute noch solche Worte hören zu können, ohne sich damit im übrigen zu dieser gar zu einfachen, mehr negativen Lösung des Glaubensproblems zu bekennen. Selbst die etwas naive Abwicklung der Familienangelegenheit im Hause Saladins im Schlußakt störte den an modernen problemgeladenen Stücken orientierten Geschmack nur wenig. Man zollte reichen Beifall, aus ehrlicher Dankbarkeit gegen Lessing, aus Dankbarkeit gegen die Darsteller des Kulturbundes, denen man damit auch bestätigen wollte, daß sie gewiß nicht aus Mangel an Können auf den eigenen jüdischen Kunst- und Kulturkreis verwiesen wurden. künstlerischer Abend. Am Sonntag Abend fand in der Frankfurt- Loge ein jüdisch musikalisch-literarischer Abend statt, der ein allzu buntes Programm brachte, das sich durch die Länge von 2/ Stunden auszeichnete. Mitwirkende waren Franz M a s a r e k, der Szenen aus „Nathan der Weise", und kurze Geschichten von Buber meisterhaft vortrug. Ebenfalls konnte Sofie Seligmann durch die Rezitation des Monologes aus „Fräulein Else" von Schnitzler und einiger anderer kleinen Gedichte gefallen. Der musikalische Teil wurde von dem Bassisten Heinrich B o r n st e i n, der über eine fein kultivierte Stimme verfügt, durch Hans A s s e n h e i m und Käthe E t t l i nger bestritten. Begleiter am Flügel .war Dr. Willy S a l o m o n, dessen musikalische Fähigkeiten als Begleiter ja bekannt sind. Es kamen u. a. Lieder von Dvorak, Arien von Verdi Halevy ufw. zu Gehör. Der Besuch der Veranstaltung war rege. Kammermusik in der Frankfurter Loge. Die Gesellschaft für jüdische Volksbildung veranstaltete am letzten Samstag in dem großen, bis auf den letzten Platz gefüllten Saale der Loge, einen Kammermusikabend, bei dem die Sonate in A-Dur von G. F. Händel, die Sonate in V-Dur von Mozart und die Sonate in A-Dur (Kreutzersonate) von Beethoven zu Gehör kamen. Was nun die Wiedergabe der eben erwähnten Werke anbelangt, so kann nur sestgestellt werden, daß sich dieselbe auf höchstem künstlerischem Niveau bewegt hat, denn die Interpreten waren Künstler von Format, die hervorragende Geigerin Anny Steiger-Betzak und am Flügel, Hans Wilhelm Steinberg. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro-Vortrag' Herr Studienrat M. Munk. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R. A. Dr. E. Posen — nachmittags ZU Stunde vor Mincho im Vereinslokal Tehillim, Herr Rabbiner H. Meyer: — 4 Uhr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr I. Soffer. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, via »n, Herr S. Schachnowitz. Sonntag 9 Uhr im Vereinslokal: aanan pn, Herrn R. A. Dr. Schlesinger. — nachm. 6 Uhr im Vereinslokale Geschichtsoorirag des Herrn S. Schachnowitz über „Jsmael, Islam und die Araber in Palästina." (Auch Damen willkommen). Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- Mitgliederlernen, — abends 7 Uhr im Vereinslokal(auch Mittwoch) Gemoro Herr Jakobowitz. Dienstag (auch Donnerstag) abends 7 Uhr Gmoro, Herr R.°A.Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R.-A. Dr. E. Posen. — abends lj2Q Uhr im Vereinslokal, Gemoro, Herr I. Soffer. Jahrzeitsstiflungen. Freitag, 24. November: Estella Ehrmann geb. Roos- Stiftung. Agudas Jisroel-Orlsgruppe. Das Jaumi Sonntags, 11—12 Uhr, Montag bis Freitag 12 bis 1 Uhr, Samstag 12^4 Uhr, Herr Sofer, im Bereinslokale des Mekor Chajim, Langestr. Liwjalh Chen. Samstag nach Mincho. 44/4 Uhr, im Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz. „Die Geschichte einer Flucht." Jüdische Frauenvereinigung und Agudlstische Frauon- Orlsgruppe. Am Montog, den 27. November, abends 8.45 Uhr Vortrag Jacob Rosenheim im HLrsaal der I. R. G. Friedberger Anlage 5: „Tefillo-Erläuterungen." . Gäste, Damen, herzlich willkommen. Agudas Jisroel-Jugendgruppe E. V. Hilchaus Erez Jisroel: Der Schiur des Herrn Rabb. I. Horovitz findet jeden Mauzoe Schabbos eine Stunde nach Nacht in der Wohnung Fichtestr. 5 statt. Gäste will» kommen. Stenographiekurs: Wir beabsichtigen demnächst einen unentgeltlichen Kurs einzurichten, und bitten alle Intereffenten, sich sofort bei Adele Rosenheim, Königswarterstraße 11 zu melden. Hebräischer Sprachkurs: Es sind bereits zwei geschloffene Sprachzirkel gebildet. Weitere Interessenten können alles Nähere bei Adele Rosenheim erfahren. Nadeln sind durch die A. I. I., Fsm., zum Preise von RM. 0.30 zu erhalten. Das neu erschienene Organ der Agudas Jisroel Jugendorganisation „Hameaged, Nachrichtenblatt der A. I. I. O." ist durch die technische Leitung Ist Padaver. Uhlandstr. 67 und Rainold Oppenheimer, Bockenheimer Anlage 12 zum Preise von 10 Pfg., Vierteljahresabonnement 45 Pfg. zu beziehen. Hebr. Liederkurs: Am Mittwoch abend findet im Heim um 20.30 Uhr ein hebr. Liederzirkel statt. Dieser bezweckt weitere Kreise mit dem jüd. Lied sowie den jüd. Niggunim bekannt zu machen. Der Zirkel ist nur für Herren. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Erez Jisroel-Arbeitsgemeinschafk der A. J.-Jugendgruppe. Am Mauzoe Schabbos, den 18.11. beginnt erstmalig die Arbeitsgemeinschaft des Herrn Dr. S. Ehrmann. Ort: Im Heim Schwanenstr. 12 p. Zeit: 20.30 Uhr (pünktlich)/ Gäste sind herzlichst willkommen. Die Arbeitsgemeinschaft findet abwechselnd mit dem Kurs des Herrn Dr. A. Merzbach 14 tägig am Mauzoe Schabbos statt. Die Hirsch-Arbeitsgemeinschaft des Herrn Studienrat Max Munk findet am Montag, den 20. Noo., um 21 Uhr in der Wohnung, Sandweg 3 statt. Gesellschaft für jüdische Volksbildung e. V. Samstag, £en 25. November, 20 Uhr pünktlich im großen Saale der Frankfurt-Loge: Konzert Ruth Kisch- Arndt, Heida Herrmanns (Klavier), Paul Meyer (Begleitung), Gesänge von Beethoven, Schubert, Kla-- oierwerke von Händel, Schubert, Chopin. Nummerierte Karten zu 2— Mk., 1.— Mk. und 0.50 Mk. sind erhältlich bet: Joseph Strauß'sche Buchhandlung, Biebergasse 13, Delikatessengeschäft M. - Gerlich, Grüneburgweg 8, Drogerie -Schneemann, Schillerstr. 2, Drogerie Loeb, Goethestr. 4, Konditorei Frermark, Baumweg 1, beim Kastellan der Frankfurt-Loge, und evtl, an der Abendkasse. Montag, den 4. Dezember: 20.30 Uhr pünktlich im kleinen Saal der Frankfurt-Loge: Vortrag von Frau Dr. Dora Edinger: Der neue Joseph-Roman von Thomas Mann. Eintritt frei. Veshamidrasch Oslendstraße. Sabbatmittag 12.30 Uhr Midrasch. Sabbatnachmittag 6.15 Uhr „En Iaakauw". V2 Stunde vor Nacht Vortrag. Aus dem Wochenprogramme des Jüdischen Lehrhauses. Über „die Juden als Raffe" hält Franz Weideureich, Mittwoch, den 29. November seinen zweiten Vortrag im Saale Unterlindau 21. Einmalige Vorlesung hält Dr. Arnold Merzbach, Dienstag, 28. November über „Die Angst in der Seele des Juden" im Singsaal des Philantropin, Hebelstr. Ortsgruppe Frankfurt a. 2IL des Jüdischen Frauenbundes. Donnerstag, 30. November, 4.30 Uhr, Arbeitssitzung, Hans Handwerkstr. 3. Vereinigung Jüdischer Akademiker. Am Dienstag, den 28. ds. Mts. 20 Uhr 30 c. t. findet ein Ausspracheabend bei Bbr. Dr. E. Freimann, Friedb. Anlage 13 statt. Alle Aktiven und alte Herren werden hierdurch herzlich eingeladen. Jüdischer Turnerbund E. V. Wknterprogramm 1933 Herren: Donnerstag, 8.30—10 Uhr Zürnen (&. R. Hirsch-Schule), Tiergarten 8. Jugend: Sonntag, Fußballspiele. Montag, 6—8 Uhr Turnen S. R. Hirschschule, Tiergarten 8. Knaben: Montag: 6—8 Ühr Turnen, S. R. Hirsch- Schule, Tiergarten 8. Damen: Mittwoch: 8.30—10 Uhr Turnen u. Gymnastik Israel. Volksschule, Röderbergweg. Mädchen: Mittwoch, Gymnastik und Turnen. Abtlg. 1 (bis 8 Jahre) 2.30-3.30 Uhr, S. R. Hirsch-Schule Tiergarten 8, Abtlg. 2 (8 bis 11 Iohre) 5.30—6.30 Uhr, Abtlg. 3 (über Kl Jahre) 6.30 bis 7.30 Uhr, Israel. Volksschule, Röderbergweg. Wir eröffnen am Sonntag, den 12. Noremb. unsere Tischtennisabteilung im Jugendheim, Eschersheimerldstr. 65 von 7—8.80 Uhr Jugend, von 8.30—11 Uhr für Damen und Herren. Neuanmeldungen sind erwünscht. Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe. (Frankfurt a. M., Fahrgasse 146, III., Tel. 26976, Postscheckkonto : „Jüdische Nothilfe 1933" Frankfurt a.M.29990.) S p r e ch st u n d e n.- für Juristen: Dienstag u. Mittwoch von 15—17 Uhr; für Lehrer: Montag und Donnerstatz von 16—18 Uhr; für Künstler: Montag bis Freitag von 12—13 Uhr: für Ärzte: Montag und Donnerstag von 111/2—13 Uhr; für Kaufleute und alle anderen Berufe: Montag bis Freitag von 15—18 Uhr. (öebetzeiten. Freitag abend 4.10 Samstag nnsizm 6.45 , Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 u. 4.00 Samstag abend 5.25 Wo ch eng ottes dienst: Morgens 6 55 Nachmittags 4.15 Tefillinlegen am Morgen 7.05 0-2 Oie glückliche Geburt unseres ^12 2 zeigen an Ernst Sulzberger und Frau Fanni geb. Nussbaum Halberstadt,?~sb “TSin 5nft 8?tn Friedrichstr. 4 ' Zu der s. G. w. am Samstag, den 25. November 1933 ks’I r)2H!J j?"& in der Synagoge am Börneplatz stattfindenden mÜJö ^12 ^ier unseres Sohnes SAMUEL gestatten wir uns Sie hierdurch höflichst einzuladen. 8- Rosiner und Frau FRANKFURT A. M. Mainstrafie 23 Damenstrümpfe Mattseide in mod. Farben 1.35 33^ 70.5 Herren-Socken Seidenflor.98$ 70$ 40j5 Große Auswahl in Binder. Verlangen Sie unverb. Auswahls. WILH. EDINGER, Sergersfr. 152 Telefon 46620 Schabbos geschlossen Ghaim Färber D'TIÖ ‘IDIÖ Frankfurt am Main » Uhlandstraße 38 Sofer d. Freien Vereinigung f. d. Int. d. Orth. Judentums übernimmt alle in Betracht kommenden Arbeiten sowohl in Frankfurt a. 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