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Der Israelit · 1933-09-28 · Heft 39 (28.9.1933) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 39 (28.9.1933)
Date
1933-09-28
Page
– (sequence 7)
Language
German
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28. September 1933 De r Israelit Nr. 39 Seite 7 setzen. Die Not der Zeit zwinge auch, die Micke aller auf P a l ä st i n a zu wenden, wo jetzt so viele ihre Zuflucht suchen. Auch die soziale Fürsorge habe dadurch erhöhte Wichtigkeit erhalten, und es sind Opfer aller nötig, um die Zukunft des jüdischen Volkes zu retten. In Glaube, Kultur und, wenn nötig, auch in der Politik wolle er sich völlig in den Dienst des Judentums stellen und ihm eine bessere Zukunft erkämpfen helfen. Voten. Die letzte Anordnung des Chofez Chajim. Warschau, 25. Sept. Die letzte Takonoh des Chofez Chajim wurde in einem Erlaß an sämtliche polnische Gemeinden, datierend vom 17. Elul 5693, bekanntgegeben und betrifft die Einschaltung eines Gebetes für die notleidenden Brüder in Rußland und in Deutschland. Das Gebet soll im Anschluß an mehrere Psalmen vor dem Schofarblasen am Rosch Haschonoh und an: Jom Kippur nach Kol N i dre und vor N e i i l o h gesagt werden. Es ist ein evgreisen-des Gebet von Chajim Joffes David Asuloi und vom Chofez Chajim eigens für den Ablaß und unsere Zeit überarbeitet. In ergreifenden Tönen wird die g'ttliche Hilfe für die jüdische Zerstreuung in den Ländern der größten Not angerufen, es klingt wie der letzte Segen des Rabbi. England. Londoner Brief. Der Boykott. — Hilfswerk für die Emigranten in Polen. — Amtseinführung Rabbi Dr. Schönfelds. — Die Hearst» Presse für deutsch-jüdische Einwanderung. — Universität im Exil. — Boykott in Aegypten. London, 22. Sept. In der am letzten Sonntag stattgehabten Sitzung des Board of Deputies löste ein Bericht des Joint Foreign Committee wiederum eine Debatte über den Boykott aus. Der Board befindet sich in dieser Angelegenheit in einer eigentümlichen Lage. Bekannrlich wurde von ihm mit großer Mehrheit beschlossen, die Boykottaktion gegen Deutschland abzulehnen, wobei die Stellungnahme bekannter englischer Politiker im Einklang mit derjenigen führender deutsch-jüdischer Persönlichkeiten eine entscheidende Rolle spielte. Dieser Beschluß hält aber einzelne Mitglieder des Board of Deputies offenbar nicht davon zurück, ihre eigenen Wege zu gehen und unter dem fortgesetzten stürmischen Drängen des Eastend, dessen tiefste Leidenschaft mit der Boykottfrage verknüpft ist, immer wieder neue Versuche zur Belebung und Organisation des Boykotts zu unternehmen. Diese Kreise wollen nun am 5. November eine große Versammlung zur Belebung und Organisation des Boykotts veranstalten und maßen sich an, die Gesamtheit zu vertreten. Das Ergebnis der Aussprache war jedenfalls, daß der Board keinem dieser privaten Boykottkomitees gestattete, im Namen der englischen Iudenheit zu sprechen und damit in die Vertretungsrechte des Board of Deputies einzugrest fen. Dieser verharrt durchaus in seiner ablehnenden Haltung. Die alarmierenden Nachrichten über die traurige Lage der aus Deutschland nach Polen geflüchteten Ostjudcn in den zahlreichen polnischen Klein- und Mittelstädten außerhalb Warschaus, haben die „Relief Federation" in London veranlaßt, eine Sonderaktion für diese Flüchtlinge in Polen zu veranstalten. Es werden Mittel gebraucht für Behausung, Nahrung, Kleidung, medizinische Hilfe, Rechtsberatung, Berufsbildung, Darlehenskassen und Vorbereitung für die Auswanderung nach Palästina. Das Komitee veröffentlicht erschütternde Berichte über die Notlage zahlreicher geflüchteter Ostjuden, die in Deutschland zum Teil wohlsituiert waren und jetzt, ohne jeden Pfennig, hilflos in Polen weilen. In der Synagoge der Adah Jisroel (North London Beshamedrasch), fand diese Woche die Amtseinführung des erst 21jährigen jungen Sohnes des allzufrüh Heimgegangenen Rabbi Dr. V. Schönfeld Rabbi Dr. Solomon S ch ö n f e l d statt. Die Gemeinde hatte in dankbarer Verehrung für ihren heiingegangenen geistigen Führer schon gleich nach dessen Tod beschlossen, das Rabbinat nur intermistisch zu besetzen und es dem noch in der Ausbildung begriffenen jugendlichen Sohn zu reservieren. Rach dem Minchagebet hielt der junge Rabbiner seine Antrittsrede in englischer, hebräischer und jiddischer Sprache und erzielte dabei einen starken Eindruck. Cr begann seine Ausführungen mit einer war- Die modisch gekleidete Dame kauft ihre Stoffe Im SEIDEN-PA RADIES IIIIIIIIIIIII»IIIIIIIIlI»IIII»IIIII»IIII»I»IIIIIIIIII»I»III»»»»»III»»»»»III»IIIlIIIIIIUIIM1IIIIIIII»Il1»»IIIIII»»»»»»I»I»»»»IIII»II Frankfurt a. M, an der Haupfwache (Haus Cafe Wien) LEO MüHLGAY Kürschnerei KIRCHNERSTRASSE 8 TELEFON 26202 -_1 MASS-ANFERTIGUNG MÄSSIGE PREISE I REPARATUREN nniy geschlossen Besätze CeLINE BLUMENTHAL MICHAEL BERNEY Verlobte Ramatajim bei Tel-Aviv P. Q. B. 212 Frankfurt a. M. Würzburg Von der Reise zurück Dr. med. 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November an das Sekretariat der jüdischen Gemeinde in Kopenhagen, Nybrogadc 10, einzureichen. Kopenhagen, September 1933. Der Synagogenvorstand. Weinberger da* n-mder modernen Stoffe ist zum Herbst und Winter gerüstet. Tag für Tag treffen neueSeiden- und Wollstoffe bei uns ein. Unsere grosse Sonderauswahl in Manfelftoffen ist sehenswart. » » c> » » Besuchten Sie vor allem unsere billigen Preise nqsPüanOTi) ass§ 'DMiMWWWMÄGWWW & *5 Mii: ft .■*- 'WZ ■?; 'k " Ws, \ j ’,r ‘M

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