Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 74 (1933)
- Issue
- Heft 38 (20.9.1933)
- Date
- 1933-09-20
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2450756-2450793--79890-2537688- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 14 Nr. 38 Der Israelit 20. September 1933 i Dinim: djüj®v Die eigentlichen Lehrer der Kinder 1 Ausdruck, zu früh mit.'der Gemarah gequält werden, so I Bewegung der Jugend (und das ist eigentlich Pleonasmus) sollen die Eltern sein, die Schule soll nur.Heren Stelle-! kann in schweren Fällen eine tiefgehende Aversion zu-! kennt, mutz gestehen: Es gibt bloß wenige Lehrelr, Lenen vertreten, -mn 12 niro- Das gilt nirgends so sehr l nächst gegen das fernen, später gegen alles Jüdische sich bisher die Freizeit der jungen Generation untere wie bei Behandlung der Dinim. Wohl benutzt die Schule entstehen, in leichteren Fällen Oberflächlichkeit erzeugt werv " r 1 ■ jede Gelegenheit, die sich bei der Lektüre der - gelesenen den. Man lasse solche^Ki'nder längere Zeit bei der Mischnah Terte, durch.Festtage oder bei der Besprechung der .2120 verweilen, sie-haben dabei die beste Gelegenheit, eine, bieten, um auf praktische Dinim, auf Brochaus große Anzahl, von Begriffen in sich aufzunehmen, und und ähnliches hinzuweison. Aber .wenn Eltern sich man weiß ja, daß gerade diese geistige Tätigkeit den darüber beklagen, daß die Kinder keine Brochaus I Kindern bis zu 13 und 14 Jahren oft die größte Freude kennen, oder daß die 15 jährige Tochter nicht einmal macht, während die logische Durchdringungdes Dar Fleisch koscher machen kann, so liegt die Schuld nicht bei gebotenen zunächst von ihnen kaum gefordert wird. Dieses uns, sondern bei den Eltern. Die Schule kann anregon, Gesichtspunkt möge auch beim Mischnah- und Gemarah theoretisch begründen, die Praxis lehrt nur das Haus. unterricht Beachtung finden; erst dann gehe man zur Geschichte: Wir haben in den letzten Jahren ver- I Gemarah über, wenn man merkt, daß das Kind nach logesucht, die biblische Geschichte aus den Lvairu-, om'22 lernen ichen Verbindungen verlangt oder wenigstens Interest zu lassen. Wir mutzten den Versuch aufgeben, da die an ihnen hat. Auch dann ist es richtiger, zunächst mehr sprachlichen Schwierigkeiten sich als zu groß erwiesen, kn die Breite als in die Tiefe zu gehen. Wie wenig und wir müssen leider wieder zu einer deutsch geschriebenen Sinn es hat, allzu tief und scharfsinnig mit Kindern zu „biblischen Geschichte" unsere Zuflucht nehmen. Leider, lernen, geht aus der Tatsache hervor, daß die meisten denn der dünne Extrakt der deutschen Darstellung reicht Binder ihre Darmizwoh-Drosche nach kurzer Zeit ganz nicht an die Wucht des Originals heran. Unsere Schüler vergessen haben. , klagen oft darüber, daß sie so wenig von der jüdischen Bei meinen Ausführungen, von der letzten abgp- Eefchichte wissen. Ein kleiner Teil der jüdischen Geschichte sehen, habe ich Knaben nnv>. Mädchen in gleicher Weise wird in allen Klassen vor den Fasttagen, vor Chanukoh i'n Auge gehabt. Der Unterricht der Mädchen soll natjir- und Purim besprochen. Im allgemeinen aber verflechten l'ch ihrer geistigen Eigenart Rechnung tragen, er soll wir die Darstellung der jüdischen Geschichte in den alldieselben Ziele zu , erreichen suchen: quantitativ freilich geineinen Geschichtsunterricht. Das hat den Vorteil, daß kann er nicht dasselbe leisten, da die Anzahl der Rcsdem Schüler die jüdische-Geschichte nicht als eine von dem ligionsstunden geringer ist und der befruchtende Einfluß Weltgeschehen unberührte Tatsachenfolge erscheint. des Talmudunterrichts fehlt. Die Mädchen haben 5 Stun- Für die Behandlung der o'X'22 bleibt im Unterden, m den untersten Klassen nur 41/2, die Knaben richt keine Zeit mehr. Von dem B»mn* n»n»aa werden in ö Stunden. Talmud mitgerechnet. Nun gilt hier aber nicht erster Linie diejenigen Teile behandelt, die die Haftoraus das einfache Additionsgesetz, daß 5 plus 3 gleich 6 ist, die bilden. Darüber hinaus ist es notwendig, wenigstens Summe ist hier größer als die Gesamtheit der Tchle. einiges aus Jesaja und den. anderen Propheten an die Andererseits ist es m keiner Weise möglich, im Rahmen Kk/rder heranzubringen. Hierbei bildet die Schmie?- des Schulunterrichts die. Stundenzahl zu vergrößern, man rigkeit der Sprache ein außerordentliches Hemmnis. Trotz soll Ruhendes nicht aufrühren. Hier könnte eine Orgaaller Hilft, die - ihm der Lehrer bietet, mutz der Schüler nifation ähnlich der map na»®» gute Dienste leisten, mit so viel Tertschwierigkeiten kämpfen, daß er oft nicht . Das rst etwa nicht so zu verstehen, daß ich von der dazu kommt, für die Erhabenheit der Gedanken das» na»®» verlangen wollte, sie solle eine Mädchenabteilung rechte Verständnis zu empfinden oder gar die Schönheit einrichten. Es wäre auch nicht gut, wenn man sich an der Sprache zu genießen. Auch hier wäre es ein Fehler, einen der hiesigen Jugendvcreine anlchntc, aus leichtder Reihe nach zu übersetzen. Man kann nur einzÄneS verständlichen Gründen. Das . Beste wäre, wenn sich eine herausgreifen und mutz sprachlich Leichtes mit Schweganz selbständige Organisation bildete, ganz ohne Anrerem wechseln lassen. Bei diesem ganzen Unterricht ist zu lehnung an irgend eine politische Organisation. Die bedenken, daß man versucht, 15- bis 16-jährigen Men- Schule selbst kann den Unterricht nicht einrichten, auÄ scheu fremdsprachliche Poesie zum Verständnis zu bringen, finanziellen Gründen und aus den Gründen, die ich oben und das iit immer recht schwer. Diejenigen unter Ihnen, andeutete. Doch würde sie die Loyalitäten zur Verfügung meine Damen und Herren, die ein humanistisches Gymstellen, auch eine Oberaufsicht übernehmen. Auch erhebt nasium besucht haben, möchte ich fragen, wie weit Ihnen stch die mcht einfache Frage, was m diesem Unterricht die Schönheit der griechischen Chöre ausgegangen ist, als besprochen werden soll, da eine Kollision mit dem Schul- Sre sie in der Schule übersetzen mutzten. Nun noch ein Wort über den Talmud unterricht. Er begann früher in der Quarta mit zwei Wochenstuiiden Mischnaiis. Dabei waren die Klassen nicht einmal geteilt. Ein so später Beginn des Unterrichts wäre heute sinnlos. Unsere Zeit hat erkannt, daß unseren Kindern ein intensiverer Talmudunterricht nottut, und so kommt es, daß viele Kinder, wenn sie in die Sexta eintreten. bereits Mischnah und Gemarah gelernt haben. Daher mutz der Talmud unterricht sofort in der Sexta unterricht zu vermeiden wäre. Doch das ist eine spätere Sorge Die Eroberung der jüdischen Zugend. Von I. Raphael in Reckum. Von der Ausgestaltung und Vollendung der jüdi einsetzen. Dadurch leidet natürlich der übrige Teil des I schen Schule hängt allein die Stär'ke der jüdischen Posijüdischen Unterrichts, da die Gesamtzahl der jüdischen tion und der jüdischen Seele unserer Zukunft ab. Dis Stunden in keinem Fall erhöht werden darf. Aber es aufgewühlte Zeit tritt als besonders eindringliche Küngeht nicht anders, Man mutzte denn auf den Gemarahderin für die jüdische Schule auf. Immer weitere Kreise unterricht in der Schule grundsätzlich verzichten. Sie werwerden von dieser Botschaft erfaßt. Aber seltsamerweise den einfehen, daß eine solche Maßnahme für unsere Schule hält diese Botschaft nicht Schritt mit der Forderung kaum in Betracht kommt. zur Erfassung der jüdischen Jugend in der Ganzheit Wie Sie wissen, werden schon von der 6. Klasse an ihres geistigen und jüdischen Lcbensraumes. Wir brauchen die Schüler in Gruppen geteilt, da die Kinder ungleich nicht allein die Schule und den Lehrunterricht der jüdivorbereitet sind. Sonst ist der Lehrer ->»n, die talscheu Jugend; wir brauchen diese Jugend mudisch geschulten werden mich verstehen. Die einen Schüler ü b e rh.a u p t, in der Formung ihrer Zeit, ihrer allwerden. gehemmt, die anderen über Gebühr, angestrengt, gemeinen Betätigung, ihrer Langweile, ihrer, diversen Jn- Wir haben im allgemeinen die Geoslogenheit, zwei aufteressen. einanderfolgende Klassen zusammenzulegen und aus Wft fordern die Gestaltung der: Mischen Freizeit diesen beiden Klassen Talmudableilungen zu bilden.^ Da-1 unserer Schüler. Daß es heute noch einen Lehrer gibt, der durch wird einer zu großen .Zersplitterung vorgeheugt. Kraft seiner paar Unterrichtsstunden oder seines Pen- -HM Kollegium wurde ichofi der Vorschlag-m Erwagmig erzieherischer Hinsicht irgendwie,, überschätzt, ist gezogen, ob man picht versuchen solle^ yn ganzen hebra-1 ^^hl kaum anzunehmen: Zur Wissensübermittlung reicht rschen Unterricht eine andere Klastenesnteilung vorzuneh- Stundenplan ans; niemals aber zur wahrhaft grundmen als/M dem profanen Unterricht,-fodag ein Schüler legenden jüdischen Beeinflussung und Erziehung; und heule, ™ em*r lüdstchen Serta m cmer profanen Quarta wir die tiesinnerste Festigung und Durchdringung des könnte, oder umgekehrt; technische uiid I jungen Juden brauchen, ist jedes feige Abfinden mit der ^t>en uns stets von der Verwirklichung Zahl der obligatorischen „Stunden" eine Versündigung solcher Vorjchläge znrüagehalten. -an der jüdischen Verantwortung. Heute tritt das Dasein , Ob ein Schüler der einen oder anderen Gruppe in unerbittlicher Sprache auf und beansprucht die Tozugeteilt wird, hängt von der Begabung und Vorbereitung talität der jungen Seele. Der jüdische Mensch, dessen des Kindes ab. Dabei wird man vernünftige Wünsche Jugend in den Umbruch der Situation fällt, wird der Schüler berücksichtigen. Oft freilich sind die Schüler schweren Widersprüchen und Anfechtungen ausgesetzt. Er von unsachlichen Gesichtspunkten geleitet, etwa von falgeht hakberfüllt hinaus in die--Umwelt. .Seine Freizeit schem Ehrgeiz oder von Bequemlichkeit, und manchmal wird zum Spielball von Launen, Mißverständnissen und werden sie sogar kn ihrem Ehrgeiz, seltener m ihrer Einsamkeiten. Selbst das Elternhaus bietet nur, in weni- Bequemlichkeit, von den Eltern unterstützt. Es soll sogen Fällen den Schutz eines Gemeinfam-Sesns; es ist Vorkommen, daß Schüler - bestimmte Wünsche -hinsichtlich oft nur der Schutz einer Festung, ihrer Einreihung äußern, weil der Lehrer in der Paral- Die jüdische Jugend hat ihre Lehrer und hat prächkelabteilung ihm zu streng ist. Aber das hört man nur tige und tüchtige Lehrer genug. Für die'Formung ihrer' inoffiziell. . ' _ jüdischen Freizeit braucht sie den Führer. Das darf Die Stoffgebiete des Talmudunterrichts find: kein ' „Schulmeister" fein. Das mutz ein Lehrender sein.' iiL'p und chML» auch ®»in niDv Man lehnt den „Vorgesetzten"'.ab, aber inan braucht Gestatten Sie mir in diesem Zusammenhang eine Be-Iden autoritären Menschen. Man will sich nur ungern merkung. Es ist natürlich, daß der Schüler den Ehrgeiz I jemand „anfzwingen" lassen. Und man beugt sich dem,- besitzt, das rn»j®n durch die zu ersetzen. Aber auch der sich: zum Führer ausschwingt.' die Eltern begehen aus diesem Gebiete zuweilen Fehler^ Es gibt kein Rezept für den Weg' zur Jugend-. Aber An die schweren Deduktionen der tnm werden manche wer sie in der umfassenden Gesamtheit ihrer Stunden, Kinder in einem Alter herangesührt, in dem sie einfach und Tage führen will, mutz mit einer großen Begeisten noch nicht fähig sind, logische Schlußreihen zu übersehen, rung und mit viel Opserbereitschast gewappnet sein. Eigent- Sogar 12- und 13-jährige versagen hierbei oft, plötzlich müßten unsere Lehrer führen. Sie sind gewissermaßen lich im 14. Jahre erwacht ihr Geist, und was ihnen mit den jungen Menschen ausgewachsen. Sie sind hineinschwierig und langweilig erschien, wird jetzt säst spielend gewachsen in diese Seelen und in die ganze gewaltige geleistet. Wenn solche Kinder, man verzeihe mir den I Verworrenheit, die man Jugend nennt. Doch wer. die geordnet hat. Jetzt fordern wir von allen Persönlichkeiten der Lehrerschaft, daß'sie die Arbeiten um die Erfassung und Zusammenfassung der Jugend und den Kamps, der diese Arbeit' zumeist einleitet, und sie erst so wertvoll- und wundervoll macht, aufnehmen. Die Jugend gehört hundertprozentig unsererjüdischen Arbeit. Sie darf nicht r in der Epoche der Erziehung und Formung zum größten Teil sich selber überlassen bleiben. Die maßgebenden Einflüsse und Entscheidungen treten nicht im Bereich des Unterrichts auf, sondern jenseits von SchuIzimMer und Klassenbuch. Wir fordern den jüdischen Schülerbund. Er ist die Zusammenfassung, die den Schulunterricht überdauert. In .ihm. zeichnen sich die Umrisse der freien Stunden ab. Aus seinem Boden greisen die eigentlichen und wesentlichen Auseinandersetzungen der Tatsachen aus. Der Lehrer, der Führer der jüdischen Zukunft, mutz diesen Bund gewinnen. Hier beginnt erst die Arbeit, die zur Leistung gelangt. In der Gesamtheit der Zusammenstöße und Reibungen, im Komplex der Eindrücke freier Stunden und widerstreitender Interessen wird das, was an erzieherischen Wesensinhakten bleibt und weiterwirkt, erstehen. Für uns entfaltet sich hier das Gebickt der jüdischen Entscheidungen und der Stabilisierung einer jüdischen Basis. Der Schülerbund vollzieht die dürftigen Ansätze der Schulstunden. Er verläßt sich da« rüberhinaus nicht auf die Erwerbung reiner Schulweisheiten. — er füllt sich mit der Begeisterung, die eine junge .Welt zur Ausnahme ihres jüdischen Erlebens reis maHt. Schülerbund —- also eine neue, weitere Zersplitterung, wird man sagen. Wir haben ja seit langen Jahren Vereine, Junggruppen, Jugendverbände im Uebersluß. Jede jüdische „Richtung" hat irgendetwas, was mit Jugend zu tun hat, ausgezogen. Manche dieser „Richtungen" besitzt sogar eine. kleine Auswahl in Junggruppen. Das Judentum, das der Geist des Liberalismus in eine SündfTut von Schattierungen und Abteilungen (euphemistisch sagte man: Weltanschauungen, — und auch die Orthodoxie blieb nicht verschont von dieser Epidemie, hinter der des öfteren der Ehrgeiz eines sehr „persönlichen" Gel-- lungsbedürsnisfts bohrte . . .) sein säuberlich zerlegt hat, dieses so einzigartig zerteilte Judentum bekam naturgemäß auch seine „zerteilte" und zugrunde organisierte jüdische Jugend. Man' griff den Namen „Jugendbewegung" aus. Diese Jugendbewegung ist in ihrer Ee- 'amtheit kein Emporsteigen'des Judentums gewesen. Ihre Thesen und Deklamationen waren nicht imstande, dem niederbrechenden jüdischen Geist einen Halt, eine neue Ausrichtung zu geben. Sie waren lediglich Fleisch vom Fleisch des Jahrhunderts: sie waren gut den Formulierungen des Zeitalters abgeguckt. Die Jugendbünde des Judentums und all die vielen Organisationen der jungen Menschen, die in ihren Zielsetzungen. irgendwie mit einem jüdischen Wollen umrändert sind, werden in ihrer derzeitigen — zurückgebliebenen und hinter dem Sinn des jüdischen Ausbruchs herhintenden — Struktur keine Erneuerung des deutschen Judentums, kerne Umkehr aus der Katastrophe schaffen. Sie sind zu sehr in Parteipartillltarismen und im allgemeinen obendrein in gewissen unrevolutionären Aengstlichkeiten und im seichten Fahrwasser des Personenkults stecken geblieben. Die Jugendgeineinschaft, 'die wir auf dein Weg zum nmsassendeil Judentum brauchen, muß geschlossen aus der jüdischen Schulgemeinschast herauswachsen. Sie ist eine endgültige Vollendung jener jüdischen inneren und äußeren Geschlossenheit, die im Erleben der jüdischen Schule ihre Wesenszüge und Grundlinien erhält. Sie ist die einzig zeitgemäße jüdische Konzentration der Jugend, aus deren -Kollektiv die kommende jüdische Kehilln zu erstehen hat. Aufdiesen Gedanken ist Hinzusteuern in jeder Arbeit -der Schule und in der Weitersührung dieser Arbeit...außerhalb von Schule und Unterricht. Jugendvereine des alten. Schlages segelten im Schlepptau einer „Weltanschauung"; . denn ohne den Betrieb der „Weltanschauungen" waren die Prinzipien des liberal-demokratischen Zeitalters auch im Lager des Judentums nicht zu realisieren. Unser Bund der jüdischen Schüler ist die in eine hohe wertvolle Potenz erhobene und emporgeleistete Gemeinschaftsarbeit der jüdischen Schule. Sie ist der erste Schritt zum tat-gewordeuen Geist des Gelernten und der Schulweisheit. Sie ist die Uebersührung! der" im jüdischen Schulzimmer geschaffenen und vorbereiteten Einheit des jüdischen Lebenswillens in das Leben. Und ist dann die Fortsetzung dieser Weitererziehung, mit anderen Mitteln. Freilich setzt diese Art der zeitbedingten Erfassung und Eroberung der -jüdischen Jugend eine Schule voraus, die im Aufbau unserer Gegenwart das Matz aller Dinge zu,, sein ,hat. Ohne die gewaltvolle Einslutzkrast der jüdischen Schule, ohne - ihre Hingabe zu jüdischem Bewüßt- 'ein, und zu den Gruuderkenntnissen der jüdischen Hebern lftftrung, ohne die Selbsterziehung und Selbstaufrüttelung ded Lehrers und Führers —, werden alle Debatten und Erwägungen illusorisch verschwimmen müssen. Warten und Abwarten sind Vokabeln, die es heute nicht geben darf. Die Lehrerschaft des Judentums mutz in Aktion treten! , Allen meinen verehrten Mitarbeitern, lieben Kollegen und Freunden wünsche ich herzlich miD niü’Jim L. Kaufmann, Sprendlingen.