Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 74 (1933)
- Issue
- Heft 30 (28.7.1933)
- Date
- 1933-07-28
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 Nr. 30 Der Israelit 28. Juli 1933 „Steckt ein Märchen hinter diesen „Acht Minuten!"? fragte sie. Er sprang auf und schob den Sessel zurück. „Doch!! — Gerade doch ein Märchen!" lachte er „Aber keins von Rübezahl oder Rotkäppchen oder von Schneewittchen hinter den Bergen bei den sieben Zwer gen. Aber größer als alle zusammen. So groß mit sei nem Funkeln und Glitzern, daß alle Märchenbilder ver blassen; so tief, daß aller' Verstand und alle Phantasie stumm werden." Es war so still geworden, daß bei-manchem der müh sam verhaltene Atem gehört werden konnte. Denn das Schmissige und die Ironie waren aus seinem Gesicht ge schwunden. Er sah freundlich und voll Liebe aus und hatte ein Licht in seinen Augen. Nur einer, der ganz nahe bei ihm saß, fuhr sich mit der Hand über die ge furchte Stirn und hauchte suchend: „Acht — Minuten? „Ja, Freunde, wie groß die Erde ist, dieses ganz elendige Sandkorn, wissen wir. Wie groß der Mond ist und die Sonne, das wissen wir. Ach, was „wissen" wir nicht alles! — Da wollen wir doch erst mal nach den Dingen fragen, die wir nicht wissen, — nein! — die wir überhaupt nicht begreifen können, trotzdem wir ihnen Namen gegeben haben! — Drei stehen zuerst da: Die Unendlichkeit, die Endlichkeit, und das — Nichts! Greift von Billionen Meilen bis zu Billionen.Lichtjahren hin aus in das tefe, blaue All, — hört es dort auf? Kann sich Menschenverstand vorstellen, daß es. irgendwo „auf hört"? Nein, denn, wenn es aushörte, was kommt dann und wenn es nicht aufhärte, wie weit geht es noch? Weiter? Immer weiter? Oder kommt vielleicht irgendwo dann das „Nichts?" das „Nichts", das auch kein Verstand begreifen kann? Denn es ist nicht etwa da, wenn alle Erscheinungen, alle Körper verschwunden sind, und wenn auch der Raum verschwunden ist, — nein, meine Lieben, das ist fürs „Nichts" nicht genug! —: Auch die Zeit muß erlöschen. Die, „Zeit" muß auch fort! Dann erst ist das Nichts da! Aber kann Menschenverstand, selbst der gssündeste, sich oorstollen, daß es einmal keine „Zeit" mehr gibt? Daß die Zeit „stirbt"? — Oder ist auch nur einer unter uns, nur ein einziger! — der es sich vorstellen kann, daß man am Sarge der Zeit steht? der Sarg der Zeit zugenagelt wird??" Es kam ein Keuchen durch den Raum. „Ja — aber — acht Minuten??" „Gut!" er lächelte: „Wie, groß ist die Erde? Wir wollen keine Zahlen. Aber wir sehen doch den Mond in mancher Nacht, wie er da oben seine Bahn zieht. Wir sehen die Sonne, um die unsere Erde im weiten Raum in einem Jahre herumtrollt. Wie tzioß ist denn die Sonne? Wieder keine langweiligen Zahlen! Freunde! — Unsere Lebenspenderin, die Sonne, ist so groß, daß, wenn sie hohl märe, unsere Erde weit über eine Million Male in sie hineingepackt werden könnte. Die ganze Erde! — Mehr als eine Million Male! Und habt ihr schon in der Heide gestanden oder auf einem Berge oder am Fenster Eures Heims und habt Euch den Mond angesehen? — Nicht, wie er so breit und behaglich auf uns herablächelt oder wie er als schön geschwungene Sichel am blauen Firmament hängt, nein, darauf hin angesehen, wie weit es wohl von uns bis zu ihm ist? — Euch hineingefühlt in die Entfernung zu unserem allernächsten Himmelskörper? Nun, meine Lieben, die Sonne, unserer aller Nährmutter, ist so groß, daß, wenn sie hohl wäre und die Erde würde in ihren Mittelpunkt gehängt, gar nicht, viel an Raum fehlt, damit der Mond in dieser hohlen Kugel in gleicher Entfernung wie jetzt da draußen seine Bahn um die Erde ziehen könnte. So groß ist die Sonne! — Stellt Euch mal abends oder nachts hin und seht darauf hin den Mond an und denkt dann an den Hohlraum in der Sonne . . ." Er hielt inne. Es^war, als ob er ihnen Zeit lassen wollte zum inneren. Schauen. Cr sah auch fast überall auf gesenkte Lider und auf zusammengezogene Augenbrauen. Aber als die Lider hochgingen, kam es von verschiedenen Stellen drängend: „Das wissen wir ja doch!" Aber die „Acht Minuten"?? „Ja, und nun ist doch nicht nur die Sonne, diese einzige Quelle unseres Lebens da; und der Mond, — nein, da sind doch auch im Bereiche derselben Sonne der Merkur und die Venus und der Mars, bis . hin zu den größten und letzten, Neptun, Jupiter, Saturn und wie sie alle heißen. Und sie alte nicht bewohnt. Die Sonne auch nicht bewohnt. Selbst bei dem kleinen Mars hat sich jetzt die Wissenschaft dazu geneigt, ihn, trotz dem, was man für Kanäle und Menschenbauten -hielt, für unbewohnt zu halten. Also in unserem ganzen Sonnensystem, in diesem ungeheuren Aufwands der erhabenen Natur einzig unsere winzig kleine Erde, auf der es Leben, menschliches Leben gibt. Das wissen wir doch; wenn wir auch weiter draußen wenig, und ganz draußen gar nichts wissen. Das.geht in unserer Nähe vor sich. — Wie hieß das vorhin? — Vergeudung? — Verschwendung? — Anmaßung? — Erhabene Natur?" Da standen einige auf. Erregung und einen Schimmer von Zorn in den Gesichtern. „Mein G'tt! Was soll das alles!? — Die acht Minuten! Die acht Minuten!" Er lächelte ruhig. „Der schnellste Reiter ist das Licht. Dreihunderttaufend Kilometer! In einer Sekunde! — In einer Sekunde! Von der Sonne, unserer Lebensquslle, brauchen die Strahlen bis zu uns ungefähr acht Minuten! — Da habt Ihr sie! Die „Acht Minuten". Nun also hören Sie: . . . Wenn jetzt plötzlich die Sonne erlöscht, dann fängt acht Minuten später auf der Erde das Sterben an. Und in oierundzwanzig Stunden ist alles, alles tot. Dann hat sich die Temperatur des Wel- 1 tenraums auf uns gesenkt; der absolute Nullpunkt;, rabbinische Entscheidungen zu treffen. Es wird insbe- 273 Grad Kälte. Wissen Sie jetzt, was das heißt: Acht j sondere noch sein Scharfsinn heroorgehoüen urck> seine Minuten? Die Sonne, liebe Freunde, braucht uns nicht. Ganz gewiß nicht. Aber, damit w i r sein und leben können, muß sie sein! — Also — Verschwendung! — Also Vergeudung? — Bei der erhabenen Natur? — Nichts von solchen Worten! Wir wollen bei diesem, was tiefer ist als jedes Märchen, was höher steigt als jede Phantasie, nichts hören von dem Schelten auf anmaßenden Glauben, der vielleicht nichts ist als ein demütiger Wunderglaube, — nichts hören von Wissenschaft, von Logik und ganz und gar nichs von gesundem Menschenverstand. Denn das alles geht über jeden Verstand!". Das wurde nun diesmal nicht so, daß die Frau des Hauses, wie sonst üblich, zu ihm trat und ihm mit freundlichen Worten über seine Rede dankte, oder daß beifallsfreudige Hände meinanderschlugen. Es blieb mehrere Minuten lautlos in dem festlich geschmückten Raum. Weil jeder eine ganze Weile mit sich allein war; nicht in der Welt der Märchen, aber' in der Welt der Wunder; — in jener Welt, in der alles so unfaßbar ist, wie der Ewige selbst. (Vorstehende Skizze auf dem Hintergründe einer hoffentlich für immer verschwundenen Gesellschaft und Überheblichkeit ist dem für jeden positiv Gläubigen wertvollen Buch v. Emil Sandt, Das Trio: Religion, — Moral — Technik und G'tt vom Verlag Hellmuth Wollermann Verlagsbuchhandlung (W. Maus), Braunschweig entnommen, das mutatis mutandis, d. h. nach Abzug der christlichen Partien auch dem jüdischen Gläubigen vielerlei Anregungen bietet.) Reb Atosche Sonn Vst In Schweinshänpten (Ankerfranken). Ein jüdisch bayerisches kutturbild vom vorigen Jahrhundert. Von A. Mannheimer in Dettelbach. Lebensbilder sind stets zugleich Kulturbilder, als Ausschnitt einer Geschichtsperiode zu werten. Das gilt namentlich für Männer, die in ihrer Person und in ihrem Kreis hervorragen und so ein Spiegelbild jener Zeit bieten. Indem wir hier die Biographie Mosche Sonns darbieten, werden zugleich die jüdisch-bayerischen Verhältnisse in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts nicht uninteressant beleuchtet. Schweinshaupten, ein kleines protestantisches Bauerndorf mit kaum 500—600 Seelen, idyllisch an den Hahbergen in Unterfranken gelegen, ist der Geburtsort von Mosche Sonn bra- Der Ort gehörte zum Rabbinate Burgpreppach und hatte nie eine größere n^-np?) E gab auf dem Lande allerwärts damals noch Lernkundige, ja die in den Gemeinden Autorität besaßen und deren Ruf und Ruhm nach außen günstig beeinflußten, der Name Reb Masche Sonn war von besonderem Rang und Klang. Der Geist der imn lag im Blut. Mosche Sonn erblickte 1789 das Licht der Welt als Sohn des irnina Abraham Sonn ^sr- Auch dessen Vater, Reb B"n» war ai unn. 2) So war blutsmäßig nxi’i min in der Familie bis gegen das Jahr 1700 nachweisbar. Die Knaben- und Jünglingsjahre Mosche Sonns sielen in eine Zeit, die kaum stürmischer hätte sein können. 1789 hatte die große französische Revolution ihre Ideale in dem gewaltigen Kampfruf „Freiheit, Gleichheit, Vrü derlichkeit" unter die Menschheit hinausposaunt. Europa ward -erschüttert. Krieg folgte auf Krieg. Völkerbündnisse auf Völkerbündnisse. Friedensschlüsse auf Friedensschlüsse. Neue Kämpfe! Napoleons Stern steigt. Ganz Turopa liegt ihm zu Füßen. Der Rheinbund. Der russische Feldzug 1812. Deutscher Befreiungskrieg 1813. Wiener Kongreß 1815 zur Neuordnung Europas. Fürwahr, alles Dinge, die einen Jüngling stürmisch Hinreisen könnten in den Strudel der Politik. Doch der junge mp» „lernte". Zunächst im Vaterhause in Schweinshaupten. Sodann in Burgpreppach, wo unter »py» mw» b~T i-xiav, dem Sohne von b~r -jxixhip pyaw aus Fürth sine kleine na»»'» blühte. Bis zum 18. Lebensjahre lernte der junge nr?a dort Tag und Nacht, bis er 1806 Burgpreppach verließ, um die na'«?» in Frankfurt a. M. zu beziehen. Der im gleichen Jahre erfolgte Heimgang des Vaters mag auch mit dazu beigetragen haben, Frankfurt aufzusuchen. Die Mutter — Särle — führte das kleine Hauswesen als Witwe weiter, bis sie im März 1928 im Alter von 85 Jahren das Zeitliche segnete. Beim Weggang von Burgpreppach erteilte Reb i>xiar?apy dem 18jährigen i'sbn unter schmeichelhaften Worten die nun und rühmte in dem Diplom den immensen Fleiß und die tiefen Kenntnisse, die sein lieber Schüler sich angeeignet. Damals gab es noch keine Bahnen. Mosche Sonn muhte zu Fuß den langen, nicht ungefährlichen Weg nach Frankfurt zurücklegen. Doch der Heißhunger nach Thorakenntnissen ließ alle Strapazen überstehen. Nahezu 6 Jahre lernte nva in der mw unter Reb Hirsch Hurwitz Tag und Nacht oblag er dem Thoratudium und zwar mit dem Erfolge, daß sein Lehrer in dem am 23. Tamus mspn (1813) ausgestellten ian» Diplom bemerkte. Mosche Sonn seinxirn» 'ixi,d. h. fähig. Z Etwa 40 aufgelöste Dorfgemeinden und an 20 eingegangene Rabbinate Bayerns find seit jenen Tagen iestzustellen. -) Beide ruhen aus dem altehrwürdigen nm in Kleinsteinach (Unterfranken), wo bekanntlich auch der nVw begraben liegt. Belesenheit in a’poiai o~t?: it> 21 i»i' nxy x»!>an '’Pin b’ian 21 jrya iai> inna ome? ’s imc bin imar mana »VniDi jpix t»» D’iana ibiai D’pnaa ian ib vx» ova nb'b •••o'poiai nixiai ..-nxrmai ns prVa n’iirm mann naia mnaba xiavb —I'NN' xn «3>’R v'pvisi mmnn’rna 'N Daß der Scharfsinn eine besondere Seite seiner geistigen Veranlagung gewesen, beweist die Tatsache, daß Mosche Sonn ein vorzüglicher Mathematiker war und diese nicht jedem gegebene Fähigkeit zur Anfertigung eines mb verwendete, in dem der nichtjüdische Kalender dem unsrigen vergleichend gegenüber gestellt ist und das sogenannte ivwap bis fast in die Gegenwart reicht. Noch im hohen Alter machte es ihm Spaß, sich an der Lösung mathematischer Aufgaben zu versuchen, welche die Enkel von der Mittelschule nach Hause brachten. Auf gleicher Linie liegt auch sein Versuch, in scharfen ethymologischen Untersuchungen den genauen Begriff und Sinn hebräischer Worte und Ausdrucksformen festzustsllen. — Doch nicht nur mathematische Kenntnisse eignete sich der junge Mosche Sonn in Frankfurt neben seiner Thorakenntnis an. Er lernte auch Französisch und verstand es, sich in dieser Sprache zu unterhalten. So verkörperte der strebsame Jüngling in seiner Person das alte Prinzip px zu ds? nun, Vermählung weltlicher Kenntnisse mit Thorageist und Thorawissen. Ob Mosche Sonn nach seinem Weggang von Frankfurt auch noch die nn'V' zu Mainz bezog, ist nicht mit Sicherheit erwiesen. Etwa 1820 vermählte sich Mosche mit Särle Schloß, einer ihm gleichgesinnten und gleichstrebenden Gattin. Das bekannte, schmähliche und unselige Matrikelgesetz Bayerns mag schuld gewesen sein, daß Reb Mosche erst mit 30 Jahren in den Ehestand trat?) Vom Vater her übernahm er die bisher betriebene Landwirtschaft und einen kleinen Kramladen, den die hochbetagte Mutter bisher — wohl mit Beihilfe ihres andern Sohnes Chajim — besorgt hotte. Mosche Sonn wurde seines Kolonialwarengeschäftes halber kurz oft der „Zuckermosche" genannt. Aeußerste Sparsamkeit waltete im Hause. Jeder Heller wurde gespart. Das Vier braute man selbst. Die Sabbatbrote, die „Berches", buk man aus dunklem Mehl. Die Familie, welche nach und nach auf sieben Köpfe angewachsen war, mußte in ihren Gebräuchen dementsprechend wirtschaften. Dennoch war jede: — 4 Jungen und eine Tochter — den Eltern ein Augapfel?) Es erübrigt sich, darauf hinzuweisen, welch jüdischer Geist in der altfrommen Prägung jener Tage im Hause waltete. Jede freie Minute widmete Mosche dem mm nai-. ob Tag ob Nacht. Die Zeitgenossen und späteren Geschlechter erzählten, man habe Reb Mosche auf dem Felde, draußen bei landwirtschaftlichen Arbeiten mit dem ibo in der Hand geirossen. Als das Rabbinak Burgpreppach in jener Zeit länger verwaist gewesen, hatte Reb Mosche stellvertretenden Auftrag. Auch da kam man oft zu ihm hinaus auf den Acker mit dieser oder jener nt-xv. — Am 10. Nissan 5603 (1843) wandte sich das Rabbinat Burgpreppach mit folgendem Erlaß an die Kultusgemeinde in Schweinshaupten: Gelobt fei der Name des Herrn! Dem würdigen Rabbi Mosche Sonn zu Schweinshaupten, der während der langen Zeit, in welcher das Rabbinat dahier unbesetzt war, in würdiger Weise kasuistische Fälle entschied, in talmudischer Hinsicht ausgezeichnete Kenntnisse besitzt, erteile ich hiermit den ehrenden Titel „Morenu RawT welcher Titel ihm bei jederna-upa«- iai, namentlich beim Aufrufen zur Thora, beim ziav -a und beim nisn in ni-12.11 smp in der Synagoge zuteil werden muß. Nur ein mir gemachter Grundsatz, keine wirkliche Morenu auszustellen, veranlaßt mich, diesem in der Tat ganz würdigen Herrn Mosche Sonn zur Zeit nur den Titel Morenu zu erteilen. Hiervon ist der Vorsänger zur pünktlichsten Darnachachtung in Kenntnis zu setzen. So spricht zur Ehre der heiligen Thora und ihrer Beflissenen Burgpreppach am 10. Nisan, im Jahre der Welt 5603. (gez.) Abraham Adler, Distrikts-Rabbiner. (Siegel.) Während nach moderner Auffassung mit der mnn nxnn, der Autorisierung zu rabbinischen Entscheidungen, stillschweigend der Morenutitel verknüpft ist, war man in jenen Tagen zurückhaltender in Verleihung dieser Würde. Die formelle Auszeichnung von Mosche Sonn it dem Morenu-Diplom seitens des Rabbinats war somit ein Akt besonderer Wertschätzung und Vertrauensbekundung. Wir haben oben darauf hingewiesen, wie die Kindes- und Jünglingsjahre Mosche Sonns in die stürmische Periode der großen französischen Revolution und ihrer politischen Wirren fielen. Nach unfern obigen Darlegungen über die sozialen Beschränkungen und politischen Ausnahmsstellungen der damaligen Juden Bayerns ist es begreiflich, wie schwer das wirtschaftliche Ringen auch für die Familie Reb Mosches sein mußte. Um so be- ") Nach diesem „Matrikelgesetz" durfte in Bayern ein Jude erst dann heiraten, wenn zuvor ein anderer im Orte mit Tod abgegangen war. Brautstände von 5—8 Jahren waren damals keine Seltenheit. H Ein äußerst begabter Junge namens Chajim war zum großen Leidwesen der Eltern in frühen Jahren dahmgegangen.