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Der Israelit · 1933-07-28 · Heft 30 (28.7.1933) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 30 (28.7.1933)
Date
1933-07-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Nr. 30 Der Jsraettr 28. Juli 1933 ziehen, wobei natürlich nicht an eine gleichmäßige Beschäfügnng der gesamten Gruppe gedacht ist. Für eine solche kollektive Mittelstandssiedlung für Leute mit einem Kapital von 1000 Pfund werden im Zusammenhang mit der Gruppe „B n e - B e n j a m i n" Vorbereitungen in Saron b. Ratania getroffen, und ersuchen wir Agudisten, die sich für diese Siedlung interessieren, sich bei der Palästina-Zentrale zu melden. Eine Vertretergruppe der Mittelftandssiedlung wird zu Informationszwecken im August Erez Iisrorl besuchen. Mit Rücksicht auf die ungeheure Verantwortung, welche die Palästina-Zentrale mit jedem .Ratschlag übernimmt, hat sie es unterlassen, durch Zeitungsnotizen und dergleichen Hoffnungen zu er- Glaube in Erez Iisroel schwindet, als ob modern Unter den Bekanntmachungen-* für die Provinz Hep im besten Sinne des Wortes und orthodox Gegensätze sen-Nassau heißt es unter Punkt 3: „Den arischen Aerzseien. j ten ist verboten Dank der Tätigkeit der tschechoslowakischen In-i gendorganisation ist das lang erstrebte Ziel erreicht worden, für die Mädchenschule in Jerusalem ein eige-j nes Haus zu bauen. Der Grund ist bereits angekauft und die Uiittel zum Lau find nunmehr flüssig gemacht worden. Für dieses Ziel hat sich besonders Herr li a st ner aus Bratislava bemüht und wird das Haus in Erinnerung an Herrn David Kästner s. A. den Rainen „Bes David" tragen. vielleicht eines der wichtigsten Probleme, welches durch die verstärkte Erntvandecung aus Deutschland wecken, deren RieiücFüllung nur größte Enttäuschung bringen würbe, fett.» mf bic Gefahr hin. für «niätig t Dies gilt auch für die Emigra gehalten zu werden tion überhaupt. Hm auch denjenigen Emigranten, die nicht ge wlllt sind, sich einer KolleMvstedlung anzuschiiesien sondern aus eigene Verantwortung den Ausbau einer wirtschaftlichen Existenz in Erez Iisroel versuchen möchten, möglichst an die Hand zu gehen, hat die Palästina-Zentrale bis jetzt drei Veröffentlichungen heransgegeben, deren Bezug allen Interessenten aufs angelegentlichste zu empfehlen ist:!. Informationen für die Auswanderung nach Erez Iisroel (legale Kapitalsübertragnng, Berufsaussichten, Wohnungsfrage, Mobiliar ufw.). 2. Aussichten der Textilin dustrie in Erez Iisroel. ö. Die Zollbestimmungcn über sämtliche wichtigen Importwaren für Erez Iisroel auf Grund der staatlichen Zollsätze Die Frage der Einwanderungszertifikate wurde im „Israelit" eingehend behandelt. Während in Deutschland die bisherige Praxis keine Veranlassung gibt, die Loyalität und gleichmäßige Behandlung der agudisüschen Zertisikatsbewerber in der Zusammenarbeit des „Palästina-Amtes" nüt den Vertretern der Palästina-Zentrale der Agudas Iisroel zu bt zweifeln, liegen aus anderen Ländern Rachrichten vor. nach denen cs sich schon herausgestellt haben soll, daß den Agudisten außerordentliche Schwierig keilen in den Weg gelegt werden. Die politische Ar beit zur Durchsetzung unserer Wünsche um Gewährung von Blankozertifikaten an die agudistische Zentrale muß jedenfalls fortgesetzt werden. Die Erfahrungen, die auf diesem Gebiete gesammelt werden, werden diese politische Arbeit der Agudas Iisroel sehr erleichtern. In dem allgemeinen palästinensischen Hilfskomitee für die deutschen Juden ist die Agudas Iisroel durch die Herren Dr. W'a Nach und Dr. Burb a u m vertreten. lieber die politische Tätigkeit der Agudas Iisroel bei der Mandatarmacht und beim Völkerbund, betreffend die öffentlich-rechtliche Anerkennung der orthodoxen Gemeinden in Erez Iisroel, istbereits eingehend berichtet worden. Das in Erez Iisroel bestehende E c z i e h u n g sw e r k der 'Agudas Iisroel hat sich im Laufe der letzten Wochen nicht unwesentlich erweitert. In I e - r u s a l e in wurden drei Abteilungen „Ehanauch lenaar" im Stadtteil Schaare chesed und im Stadtteil Bote prota gegründet und die Schuljugend zu freien Lernkursen und Erziebungsgemeinschaften zusamntengeschlossetr. In Tcl - Awiw wurde der Kindergarten in einenr hübschen geschmackvollen Sommerbau an der Meeresküste eröffnet. Aus dem Bericht über die Eröffnung möchten wir nicht versäumen, einen charakteristischen 'Auszug hier wiederzugeben: „viele Kinder kommen zu unserem Kindergarten, der trotz seiner Einfachheit apart und hübsch wirkt. Einige ganz Unks stehende Menschen wollten ihre Kinder anmclden, als sie aber dann entdeckten, daß der Garten religiös geführt wird, erklärten sie ihr ernsthaftes Bedauern, die Kinder nicht anmelden zu können, bezw. herausnehmen zu müssen. Eine Frau, deren Junge von ihr angemcldel wurde, sagte: „Ich dachte, daß dieser Garten der modernste in Tel-Awiw ist, aber orthodox, das verstehe ich nicht." Ihr Mann erlaubt nicht, daß der Junge dort bleibt, er solle nichts von G'tt hören." Ziehung von jungen jüdischen Menschen zunächst im schulpflichtigen Alter, die in Erez Iisroel für die westeuropäischen Kreise der (Orthodoxie bis jetzt nicht gelöst ist. Wir dürfen hoffen, daß die Lösung dieses i) Vertretung durch jüdische Aerzte, b) Ueberweisung an jüdische Aerzte, c) Consilien mit jüdischen Aerzten." Vom Gesamtarchiv der deutschen Juden, Berlin, 23. Juli. Das Gefamkarchio der deutschen Juden ist mit der Durchführung einer überaus bedeutsamen archivstatistischen Arbeit beschäftigt. Es richtet daher an die Vorstände aller jüdischen Gemeinden sse dringende Bitte,, ihm mit möglichster Beschleunigung mitzuteilen, welche Geburts-, Trauungs- und Sterberegister sich im Besitze der Gemeinden befinden. Auch Mitteilungen über etwa im Besitz von Gemeinden, Vereinen und Einzelpersonen befindliche M o helbücher, M emorbücher und Fried hofsverzeichnisse sind sehr erwünscht. Ebenso wäre das Gesamtarchiv sehr Probte»!» bnrch eine noch wiibrmb be» Sommer» ,«r Hinweis«.' ««„. ob und welch- Register nach Erez Isroel reisende Delegation orthodoxer (Uder den oben bezichneten Perjonenstnnd der deutschen. dagogen im Einvernehmen mit den rabbinischen Führern gefördert werben wird. Erneuern Sie sofort ®beim Postboten die Bestellung auf den „Israelit“ für den Monat August Wird dies versäumt, so tritt eine Unterbrechung der Zusendung ein, ohne daß wir selbst Kenntnis davon erhalten. Für verspätete Bestellungen rechnet die Post einen Aufschlag von 20 Pfg, Verlag des Israelit G. m. b. H., Frankfurt a.M, Das gesamte Schulwerk konnte trotz der katastrophal zurückgegangenen Eingänge dank dem Idealismus unserer Lehrer bis zur Stunde erhalten werden. Es ist zu hoffen, daß die Ausfälle, welche naturgemäß in Deutschland sich geltend machen, durch andere Länder gedeckt werden. Die holländische Agudas Iisroel-Iugendorganisation hat speziell das Protektorat über unsere „Bene-Zion"-Schule mit ihren mehr als 400 Schülern übernommen. Die polnische Aguda hat l 0 Prozent aller Eingänge für den Keren Hajischuw für die Schulen bestimmt. Ein besonderes Gebiet der kulturellen Arbeit er- Juden und welche handschriftliche oder gedruckte Bevölkerungs- und Namenlisten verwendbarer Natur bei Magistraten, Gerichtsbehörden, Rabbinaten, Pfarrämtern, städtischen Archiven und im Besitze von Einzelpersonen sind. Zweckdienliche, möglichst genaue Angaben wolle inan umgehend an das G e s a m t a r ch i v der deutschen Juden, Berlin N. 2 4, Oranienburgerstr. 28 richten. Wir empfehlen diesen Aufruf insbesondere der Beachtung kleiner in Auflösung begriffener Gemeinden, die durch die Ablieferung ihres historisch of recht wertvollen Archiomaterials der Wissenschaft einen Dienst, leisten können. Einreise und Arbeitsannahme in Holland. — Riederlassungsrnöglichkeit in INarokko. Berlin, 23. Juli. Dem neuesten Informationsblatt der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden entnehmen wir folgendes: Bei dem Grenzübertritt nach Holland wird von den männlichen und weiblichen Personen, die in Holland eine Arbeit aufnehmen wollen, durch den holländischen Beamten ein schriftlicher Nachweis über die Anstellung gefordert. Diese Bescheinigung muß von der Ortspolizeibehörde des holländischen Arbeitgebers beglaubigt fein. Personen, die eine Stellung antreten wollen und eine derartige schriftliche, amtlich beglaubigte Zusicherung nicht besitzen, werden an der Grenze meist zurückgewiesen. Selbst diejenigen, die in Holland bereits im Dienst gestanden und in Deutschland nur ihren Urlaub verbracht haben, sind bei der Rückkehr häufig abgewiesen worden, well sie nicht dartun konnten, daß sie in Holland ihren Wohnsitz oder ihre Beschäftigung hatten. Im Interesse der einreisenden Ausländer ist es daher erwünscht, daß sie sich mit schriftlichen Unterlagen vergibt sich für uns ans dem Rufe, welcher nicht nur Z 'Z ‘ ' «nzrinm mmmm an d,° pa. 6{raejfc m sonderauch für dieästina-Zentrale ergebt, sondern auch aus Erez Iisjenigen Ausländer, die besuchsweise oder zu geschüst-?°!> "'¥‘f "leie r-ttgionswisscnschast,ich- Lektüre, “n So„ani jubifdjt Rettungen, werke über Lrcz jistoel, zu fen-, „ Snoni i tb -SK o r o f f o belieben aewille -,n>. f 'n : mtarotionsrtmnce^ da die Entwicklung die,-- Lande- Iisrocl-Arbeü mitzuhelfen, diesen Wünschen nachzu- , . or m ... , „ . 1 i w " einen großen Auf chwunq nimmt. Noch großer soll eme kommen, und uns solche Werke zur weiterlcttunq an ,._, .11 . s f J .r bi« briteffenbett Stellen sn übermitteln derartige Entwicklung m dem franzastfchen Teil n°„ '' ' Marokko sein. Für kaufmännische Angestellte sind die Aussichten indessen schlecht, da die Gehälter im Hinblick auf die sehr billige Lebenshaltung im allgemeinen sehr gering sind und wohl auch kaum noch eine erhebliche Anzahl von Arbeitsplätzen vorhanden ist. Niederlassungs- Möglichkeiten sollen für einige Aerzte bestehen, und zwar etwa für zwei allgemeine praktizierende Aerzte und eine Aerztin, ferner für einen Augenarzt und einen Zahnarzt. Das deutsche Diplom genügt, wenn es autorisiert wird. Ein weiteres Examen ist nicht erforderlich. Unter dem Vorsitz des Oberrabbiners Z. Leon Jal-- fon hat sich ein Komitee gebildet, das die Einwanüerungsfragen bearbeitet und beabsichtigt, baldmöglichst Einzelnachrichten über Einwanderungsmögllchkeiten zu geben. lforresponäenren * Nachrichten. Deutsches Reich. Maßnahmen gegen die jüdischen Aerzte. F r a n k f u r t a. M., 26. Juli. In der „Westdeutschen Aerzte-Zeitung", dem offiziellen Organ der Aerztekammer für die Provinz Hessen- Nassau, sind in Nr. 15 vom 19. Juli amtliche Bekanntmachungen des Kommissars für die ärztlichen Ange- Anstellung ausländischer Rabbiner. Berlin, 23. Juli. Der preußische Kultusminister hat im Einvernehmen Solch ein Beispiel zeigt, wie unendlich wickttg es legenheiten in der Provinz Hessen-Nassau, Dr. Strebet ist, daß bei aller gebotenen Sparsamkeit unsere In-1 erschienen, denen wir folgende Stellen, welche sich mit > mit dem preußischen Innenminister unter Aufhebung stitutionen so aufgebaut werden, daß allmählich der den jüdischen Aerzten beschäftigen, entnehmen: j älterer Bestimmungen verfügt, daß über Anträge auf mÜm

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