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Der Israelit · 1933-06-08 · Heft 23 (8.6.1933) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 23 (8.6.1933)
Date
1933-06-08
Page
– (sequence 7)
Language
German
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8., Juni 1933 den p'ix in seiner markigen, kraftvollen Natur, sanft und gütig, de^l^g'ttbegnadeten Führer kn der Fülle-feiner Tat- und Arbeitskraft, der nach allen Seiten hin mie-enV’ klttrer Strom, wie' milde Sonnenstrahlen befruchtend . wirkte. „Der Name Isaak Auerbach bedeutet ein Programm." So schlicht : wie sein Wesen, so inhaltsreich war sein Leben. Ihm war di^ Pflicht Leben, und das Leben bestand' ihm aus Pflichten. Mit einer nimmer erlahmenden Energie, einer unvergleichlichen Gewissenhaftigkeit und einem selten ausgeprägten Verantmortungsbewutztfein wandte er Tag und Nacht dem Kleinsten und dem Größten seine Fürsorge zu. smup-ns pso rri-i Wer zählt die Organisationen auf, denen er Pfadweiser und Pfadfinder war. ■ t f An, Hand vieler Agadahstellen schilderte der Redner, rvie.Dr. Auerbach als g'ttbegnadeter Lehrer und ausgezeichneter Kenner der kindlichen Psyche nmnn npr?n mn'i den Geist >der Treue und Bewunderung für den großen G'tt. den Schöpfer des Himmels und der Erde in die Herzen der Schüler pflanzte. Er war ein Lehrer und Erzieher großen Formats, ein Charakter von antiker .Größe, voll Adel, vornehm in seinem Sprechen, Denken, Tun. .rix mti' Dipm mbbiv “wo war sein Motto, und darum war die Schule sein Lieblingskind. Zuletzt sahen wir ihn in seinem Gebet. Hier lag das Geheimnis, der Schlüssel alles Gelingens. Hier war Kopf, Herz und Hand geheiligt, mit dem nv-np bv nn seine - Geistesarbeit, Gemütstiefe und fein Wirklichkeitssinn geadelt. — Das von Oberkantor Berliner voll Innigkeit und Ergriffenheit vorgetragene mnm 16a 'n löste die zurückgehaltenen Tränen, und mit einem Gebet zum himmlischen Vater, daß das m-r unseres m uns und dem irp’ bbo in der heutigen Zeit ein fein möge, schieden wir vom „guten Ort". . L. v Niederstetten, 27. Mai. Mit dem heutigen Tage trat unser Gemeinüeführer. Herr Oberlehrer Jsak D e r Isr a e l i t . . . . .. ..... . O b e rndö r ferin den Ruhestand. Utiser Bezirksrabbiner Dr., K a h n aus Mergentheim war auf Veranlassung des -Israelitischen Oberrates gekommen und feierte in seiner Sabbatpredigt dem. hoch verdienten Mann als einen Charakter, der von tiefer G'ttesfurcht erfüllt, all den Anforderungen, die ihm als Lehrer, Vorbeter und Gemeindeführer und nicht zuletzt 'als Mensch und Jehudi gestellt waren, -in vorbildlicher-Weise nachgekommen ist, und zwar nicht in der Art, wie man den von Menschen gelehrten und geforderten Pflichten sich unterzieht, sondern, wie der Prophet sagt, wie man „zitternd um das Wort G'ttes besorgt ist." Dem erstmals Dienst tuenden Amtsoerweser Alex R o b e r g wurde Herrn Oberndörfer als leuchtendes Vorbild vorgestellt/ Herr Oberndörfer, 1866 in Creglingen geboren, hat die Israelitische Volksschule seines Geburtsortes besucht und danach die Präpavandenschule in Höchberg und das Israelitische Lehrerseminar in Würzburg, stand seit 1886 im Dienste des Württembergischen Israelitischen Oberrates als Lehrer und Vorsänger in Wechbach, Braunsbuch und seit 1919 in Niederstetten. Dem schlichten und durch und durch gediegenen Manne, der ein ansehnlicher Ven thauro ist, wünschen wir mit seiner Familie Glück und Segen. -mp cr-i^sn rinn ts? , Berlin, 4. Juni. Herr Daniel Blum, Fliederstr., beging am Sabbat seinen 8 0. Geburtstag. Des Morgens und des Abends ist. er auch heute noch einer der ersten Beter in der Lipp^-Tauh-Synagoge und sieht seine Ehre darin, ständig die Kerzen am Betpult zu entzünden. Bei Juden und Nichtjuden erfreut er sich größter Beliebtheit. Herr Rabb. Dr. S i n g e r m a n n widmete dem Jubilar herzliche Worte. Berlin, 31. Mai. Herr Lehrer a. D. Nathan Ehrenreich, früher Höchberg, Merzhausen, Wehrda, Langenselbold, beging am 5. Juni seinen 7 0. G e - bUrt 5 tag. •w-’jnnjr;:;,/!l’%;r..23 Seite 7 . Vermischtes. Berlin, 30. Mai. Der Verein „Familienschutz E. V>" hielt am 18. v. Mts. unter dem Vorsitz des Herrn Prof. Dr. Seligmann, Berlin, seine ordentliche Mitgliederversammlung ab. Aus dem seitens des Vorstandes vorgelegten-Geschäftsbericht ging hervor, daß der Verein im Geschäftsjahr 32 — in' seinem 2. Arbeitsjahr — seinen Mitgliederbestand mehr als verachtfachen kannte. Trotz der aus den Verhältnissen sich erklärenden Beunruhigung in weiten jüdischen Kreisen ist auch im dritten Geschäftsjahr ein weiterer erfreulicher Neuzugang festzustellen. Die ausgezeichnete Entwicklung des Vereins beweist, daß der von dem Verein als erstem vertretene Gedanke der Selbsthilfe gerade, für die Jetztzeit weiten jüdischen Kreisen ganz besonders bedeutungsvoll geworden ist. Da der Verein ein gemeinnütziger Verein ist, war es ihm auch in der Verichtsperiode möglich, ohne Schmälerung der den Mitgliedern satzungsgemäß zufließenden vollen Dividende, der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland recht beträchtliche Be- .träge zuzuweisen. Gerade diese Verbindung von Selbsthilfe und Wohlfahrtspflege hat zu dem außerordentlichen Aufblühen des Vereins, der gegenwärtig bereits über 12 000 Mitglieder zählt, auf das Stärkste beigetragen. Roth (Kreis Marburg), 2. Juni. Am Sonntag r'b haben wir in unserer kleinen Gemeinde eine seltene nixvi-vonvV gefeiert. Unter der Leitung des Herrn Lehrer W. Simon, Marburg, der seit mehreren Monaten mit unseren Kleinen lernt, wurde 01212 w«. die er mit uns gelernt, beendet.' Nicht nur die ständigen Teilnehmer, sondern auch Mitglieder aus der benachbarten Gemeinde nahmen an diesem nv>o teil. Nach einer belehrenden und anregenden, tief zu Herzen gehenden Ansprache des Herrn Simon, wurde nts-o nusgelernt, und gleich mit dem Lernen der v2v» begonnen, um hiermit zum Ausdruck zu bringen, daß es beim Taurohlernen kein Ende gibt, daß man nie -ausgelernt hat. Alle Teilnehmer E. FuId&Co, Goethestr. 2 6 Wäschs-Speziaihaus Bett-, Tilchu. Kiichenwäfche, Damen-, Herrenu. Klnderwälche, Brautu. Baby - Ausltattungen, Schürzen, weiß u. bunt, Damenwafchkleider, Kinderkleidchen, Tafchentücher, Bademäntel. Statt Karten REGIE WOLF MORITZ FROM - V e r 1 o <b t e Frankfurt'a. M. 1 15erlin ‘ Obermain-Anlag^ 16 j ’' ■11 ■ l!: in. Empfang!1 •jhVy.ta 'hae—10. Juni 1933>: 1 " : GUSTAV KALINHOFF ' •’ V Dipl -Ing. * : ’ 1 ’' GABRIELE KALINHOFF geb. Feuchtwanger VERMÄHLTE Berlin Palästina Frankfurt a. M. 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