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Der Israelit · 1933-03-16 · Heft 11 (16.3.1933) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 11 (16.3.1933)
Date
1933-03-16
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 2 Nr. 11 Der Israelit 16. März 1933 Von jüdischen Bräuchen und jüdischem G'ttesdienst. Aon S. Müller. Heidelberg 1930. (Verlag Voltge, Karlsruhe i. B.). In einer erneuten Besprechung in Nr. 22 der deut schen israelitischen Zeitung „Die Laubhütte" wurde diese vorjährige Schrift als „ein ausgezeichneter Führer zur Tradition" bezeichnet. Wir können dieser Auffassung nicht beipflichten. Einige Zitate seien zur Begründung unseres ablehnenden Standpunktes angeführt. Vom gesetzestreuen Standpunkt aus müßte man dem Verfasser des Buches die Ueberschrift dieser Besprechungen in der Laubhütte zurufen: „mehr Tradition". Der Unterschied zwischen gesetzestreuer Tradition und libera ler Reform kommt nicht deutlich genug zum Ausdruck Müller kennt „altfromme" Tradition. „In alt-frommen Gemeinden pflegen die Männer beim G'ttesdienst das Sterbehemd (Sarg-enes) anzulegen"?) (S. 20). Bedenk lich ist daher die Formulierung nachstehender Sätze, in denen man auch diese Unterscheidung erwartet hätte. „Vor der heiligen Lage steht das Pult (Ammud) des Vorbeters (Chasan) . . . Häufig ist es so beschaffen, daß es zugleich auch als Tisch für die Thoravorlesung dient wobei der Vorbeter der Gemeinde zugekehrt ist (S. 40) Anm. Ein besonderer Vorlesetisch findet sich mancher ortsnoch in der Mitte des G'tteshauses. Statt „man cherorts" wäre deutlicher: „in altsrommen Gemeinden „Fenster, Wände und Decken sind vielfach mit künst lerischem religiösem Schmuck (Palmzweig, Etrog, Myrthe und Vachweide, Tempelbilder, Davidschild, Davidstern hebräischen Gebeten usw) versehen, ohne daß dadurch die Forderung der bildlosen Verehrung G'ttes verletzt würde Es erscheint somit als eine Fabel, von dem Hasse der Synagoge gegen alle Kunst bis in das Mittelalter und die Neuzeit hinein zu reden." Kommen nicht für altfroinme Gemeinden nur Bibelverse in Frage?! „Beim Beten bleibt der Kops bedeckt. Dies erklärt sich daraus, daß die Kopfbedeckung durch den Gebetmantel, den Tallit, mit einer Kdpfhülle zusammenhin g." Sie galt einerseits als Ausdruck untertäniger Verehrung der g'ttlichen Majestät, andererseits wurde es als Vorzug des 'freien Mannes betrachtet, daß er bedeckten Hauptes bleiben durfte. Das Tragen einer Kopfbedeckung beim Gebet hängt wohl auch damit zusammen, daß der Hohepriester bei seinem Dienst im Heiligtum eine Kopfbedeckung trug. Anm. In neuerer Zeit will man die Kopsbedeckung auch draaus ableiten, daß Mose einen Schleier über sein Gesicht breitste, als er Israel alles geboten hatte, was G'tt mit ihm auf dem Berge Sinai geredet hatte. (2. Mos. 34)." Kennt nicht altfromme Tradition, abgesehen von diesen Begründungen, die anfechtbar sind, auch die Kopfbedeckung außerhalb des Gebetes? „In liberalen Synagogen der großen Gemeinden hat inan Orgel und Chor zum Preise G'ttes eingeführt, w i e man schon 3 u Davids u n d S a l o nr o s Zeiten den G ' t t e s d i e n st in i t M u s i k i n st r u m e n t e n begleitete." „Die Gegner der Musikbegleitung sehen im Musizieren am Sabbat und an den Feiertagen eine Arbeit und betrachten es deshalb als. sine Verletzung des Gebotes der Sabbatruhe." Und David und Salomo?! Mitunter -) wird gegen die Einführung der Orgel auch geltend gentacht, daß der jüdische G'ttesdienst dadurch an seiner Eigenart einbüße und sich zu sehr an den G'ttesdienst anderer Konfessionen angleiche." (S. 41.) Und David und Salomo?! Lassen diese Sätze ahnen, daß gesetzestreue Tradition den Cherem über die Orgeleinführung ausgesprochen hat?! „Da an einem Sabbat acht zur Thora ausgerufen werden, ist jede Sidra in acht Abteilungen eingeteilt." „Aus die Thora-Borlesung folgt der Vortrag eines Propheten-Abschnittes." (S. 49.) Hier fehlt der Hinweis, daß in altfrommen Gemeinden sieben aufgerufen werden und jede Sidra in sieben Abschnitte eingeteilt ist, daß aber nur demjenigen ein Teil des siebenten Abschnittes wiederholt wird, der auch nachher den Prophetenabschnitt vorträgt. („Hagtaha und Gelila . . . geschieht wie das Ausheben und Einheben unter Beteiligung der Gemeinde (S. 49). Wie ist die Gemeinde bei Gelila beteiligt? Bedenklich ist auch die Formulierung der Sätze: „Dieser Siddur bildet die Grundlage der heutigen Gebetbücher. wenn auch jedes Zeitalter seinen Stimmungen und Bedürfnissen entsprechend, Gebetstücke geändert, ausgeschieden oder neu ausgenommen hat." (S. 4.) „Mag uns unter den heutigen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen die strenge Durchführung der SatbatruheZ oft außerordentlich schwer sein, so kann doch um so mehr4) jeden Freitag Abend in der Dämmer stunde der Zauber des Sabbats ins jüdische Haus einkehren" (S. 9). „Die Kinder kommen in feierlicher Stimmung von ihrem G'ttesdienste heim, vom Jugerrd- G'ttesdienst. Betend und singend haben sie den Sabbat von dessen morgeng'ttesdienstlicher Feier die Schule sie fernhält, in Gemeinschaft mit Erwachsenen erlebt und als eine wahre Lust empfunden" (S. 9). Gesetzestreus Gemeinden kennen nicht den Jugendg'ttesdienst am Freitag Abend, sondern am Schabbos. H Es fehlt dies bei Müller beim Jom ha-Kippurim, wie er auch bei diesem nur das Verbot von Speise und Trank, nicht aber das Verbot des Waschens. der Leder» schuhe usw. erwähnt. ') Bon uns gesperrt gedruckt. 3) Bon uns gesperrt gedruckt. 4) Vom Vers, gesperrt gedruckt. „Das Licht deutet an, daß es bei aller Mühe und Arbeit der Erleuchtung des Segens von oben bedarf" (S. 12). Gesetzestreuer Sabbatruhe ist die Habdala- Kerge ein Zeichen der wieder gestatteten Benutzung des Lichtes. „Eine ähnliche Verpflichtung, wie die des Bar Mizwa hat man in manchen4) jüdischen Grohgemeinden auch für die Mädchen geschaffen, indem man Mädchen im Alter von 14—16 Jahren am Schebuotfeste vor der versammelten Gemeinde feierlich einsegnet." (Konfirmation S. 30). Die Verpflichtung zur Gesetzestreue tritt bei Mädchen mit 12 Jahren ein, , die Konfirmation der Mädchen kennen gesetzestreue Grohgemeinden nicht. Beim Ausheben der Thora fügt der Rabbiner (Vorbeter) zu Ehren des Festes mancherorts4) ein deutsches Gebet ein (S. 55). In gesetzestreuen Gemeinden ist dies nicht der Fall. Kleine Ungenauigkeiten feien nur nebenbei vermerkt. Der Verfasser kennt 3 tägliche Opfer (S. 42), wir kennen nur 2. Nach ihm werden nur am Neumond Tebet vier aufgerufen (S. 44), in gesetzestreuen Gemeinden an jedem Neumond. „Mehr und mehr wurde die Erteilung des Priestersegens durch den Vorbeter ersetzt" (S. 45),' er wird doch nur zitiert, nicht erteilt. „Vom Abendg'ttesdienste des zweiten Tages Peßach an verkündet der Vorbeter allabendlich nach dem Hauptgebet in einem besonderen Segensspruch das Omar (S. 56) nach gesetzestreuer Vorschrift tut dies auch die Gemeinde." „Vom ersten bis siebenten Tag des Hüttenfestes findet ein feierlicher Umzug mit dem Festesstrauß statt, voran der Vorbeter, ihm folgt ein Mann mit einer Thorarolle . . . (S. 36). In gesetzestreuen Gemeinden wird die Thorarolle nicht im Umzug getragen, sondern sie wird aus dem Almemor gehalten, um sie, nicht „um den Altar" (S. 59) findet der Umzug statt. Mehr noch als in den angeführten Zitaten läßt der Verfasser am Schluß erkennen. daß der Unterschied nicht genügend betont ist. „Man hat durch Kürzung der Liturgie und durch teilweise Ersetzung der hebräischen Gebetsprache durch die Landessprache den öffentlichen G'ttesdienst zu heben sich bemüht" (S. 72). Hier hätte gesagt werden müssen, daß in altstommen Gemeinden diese Bemühung unterbleibt. Nach einem vom 21. September datierten Erlaß des Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung in Preußen ist die Jüdische Geschichte von S. Müller in Schulen, die nach dem Lehrplan des preußischen Landesverbandes gesetzestreuer jüdischer Gemeinden in Halberstadt unterrichten, nicht zugelassen. Auch dieses Buch von S. Müller wird ihnen nicht ein Führer zu gesetzestreuer Tradition sein können. Dr. Michalski. Vereinigung israelitischer Lehrer und Lehrerinnen in Frankfurt am Main. In der Generalversammlung der Vereinigung israelitischer Lehrer und Lehrerinnen zu Frankfurt a. M. am 31. Januar, wurde der seitherige Vorstand durch Akklamation wiedergewählt. Die Herren Dr. Höxter, 1. Vors., B. Levy, 2. Vors., S. Eschwege, Rechner, I. Flörsheim, 1. Schriftf., A. Speyer, 2. Schriftführer, nahmen die Wahl an. Fri. Cohn wurde als Beisitzerin gewählt. Nach erfolgter Rechnungsprüfung wurde Herrn Eschwege Entlastung erteilt. Die ebstehenden Kommissionen verblieben bis auf kleine Aenderungen in ihrer seitherigen Zusammensetzung. Der Vorsitzende, Herr Dr. Höxter, welcher die Vereinigung seit ihrer Gründung im Jahre 1903 leitete, dankte für das entgegengebrachte Vertrauen und erstattete achfolgenden Jahresbericht. Liebe Amtsgenossen! Mit der heutigen Generalversammlung halten wir unsere 220. Sitzung ab und treten in unser 31. Vereinsjahr ein. Es ist ein bedeutsamer Moment, in dem eine kritische Rundschau auf den Anfang, den gesamten Weg, den wir zurückgelegt, am Platze wäre. Eine stattliche Reihe von bedeutenden Persönlichkeiten würde an unserer Seele vorüberziehen, eine Fülle von Problemen, die wir gelöst haben oder zu lösen versuchten, von Bestrebungen und Unternehmungen träte vor unser geistiges Auge, eine beträchtliche Zahl von geistigen und materiellen Schöpfungen, die wir ins Leben gerufen, käme uns wieder zum Bewußtsein. Allein die drängenden Aufgaben der Gegenwart verstatten uns nicht eine längere historische Betrachtung, und unser Vorhaben, bei passender Gelegenheit Wesentliches aus der Geschichte der Bereinigung mitzuteilen und, wenn die Verhältnisse es gestatten, ein Sammelheft mit Charakterbildern der pädagogischen Führer und mit den wertvollsten Referaten zu veröffentlichen, läßt sie heute abend überflüssig erscheinen So beschränken wir uns auf das letzte Vereinsjahr und auch hierbei auf einen knappen Abriß. Nachdem wir im letzten Jahre zwei Mitglieder, Rabbiner Dr. Arnold Lazarus und Frl. Selma Heß durch den Tod verloren haben, treten wir mit 50 ordentlichen und 12 außerordentlichen Mitgliedern in das neue Geschäftsjahr ein. In meiner Gedenkrede anläßlich der Trauerfeier am 4. Juli habe ich zum Ausdruck gebracht, was wir an Rabbiner Dr. Lazarus besessen, was wir an ihm verloren haben, was uns immer von ihm im Herzen bleiben wird. Beim Abschluß unserer Jahresarbeit und vor Beginn der neuen wiederhole ich das Treuegelöbnis Sochaur eskrenu aud. Wir werden immer feiner gedenken, wir werden feine Persönlichkeit und fern Wollen stets lebendig in uns erhalten. Im ersten 4) Vom Verf. gesperrt gedruckt. Drittel unserer Arbeit stand er noch im Mittelpunkt, als wir an mehreren Ausspracheabenden, van seinem Referat ausgehend, die. im Gemeindeblatt erschienenen Angriffe auf unseren Religionsunterricht zum Gegenstand unserer eingehenden Beratungen machten. Auf Grund der „Anregungen zu neuen Wegen im Religionsunterricht", die der Vorsitzende gab, wurden nach lebhafter Diskussion und sachlichen Entschließungen die Verhandlungen über diese Frage zu Ende geführt. Als wichtigstes Ergebnis war die Begründung einer hebräischen Arbeitsgemeinschaft, die Einrichtung zweier Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene anzusehen, von denen der Oberkursus sofort noch im Sommer unter Leitung des Herrn Dr. Schlesinger ins Leben trat, der Unterkursus jetzt beginnt. Wie schon vorher die talmudische, so sollte nun auch die hebräische Arbeitsgemeinschaft auf einem unserer wichtigsten Quellgebiete unsere eigene Fortbildung ermöglichen. Bei Gelegenheit der gen. drei Ausspracheabende haben wir uns aufs neue bemüht, die seiner Zeit aus der Vereinigung ausgeschiedenen Simultanschullehrer, die. eingeladen und zum Teil erschienen waren, zum Wiedereintritt zu bewegen, was uns aber trotz großen Entgegenkommens bisher' nicht gelungen ist. In der Methodik des Hebräischen haben wir durch die Annahme der von den Kollegen I. B. Levy, Heinrich Lichtenstein und Julius Flörsheim vorgelegten „Leitsätze zur Gestaltung eines zeitgemäßen hebräischen Unterrichts" einen.Schritt vorwärts getan, vorausgesetzt, daß sie durch unsere Gemeinden und Lehrkräfte gebührend beachtet werden. Vorträge wissenschaftlicher Art hielten Dr. Henry Philip p : „Die jüdische Geschichte im Urteil der nichtjüdischen Forschung" (Einleitung zu diesem Thema), Dr. M. König: „Die Staatsauffassung bei den Propheten und Königen von Samuel bis zur Teilung des Reiches", mit neuartiger individueller Betrachtungsweise. Herr Leopold B e st e r besprach das Buch „Der Sinn der heiligen Schrift" von Ricarda Huch. Auf das soziale Gebiet führte uns das Referat von Ph. R o ch w e r g über „Zweck und Ziele des Tagheims für jüdische Erwerbslose. Ein anschauliches Bild von der praktischen Nutzanwendung der Jndioidualpsychologie bot der aufschlußreiche Bericht von Frau Dr. Alice Schaumberg über die erfolgreiche Tätigkeit der durch unsere Vereinigung geschaffenen Jüdischen Ergiehungsberatungsstelle. Gelegentlich der Anwesenheit des 2. Verbandsvorfitzenden M. Steinhardt in Frankfurt erörterten wir Standesfragen, namentlich die künftige Gestaltung des Verbandsorgans und die Lehrerbildung. In der ersten Frage übernahmen wir in Uebereinstimmung mit dem Verbandsredakteur die Vermittlerrolle beim Verlag, um einen Bruch zu verhüten und entgegenkommende Bedingungen zu erreichen. Betreffs der Lehrerbildung fotzten wir eine Resolution an den Verbandsvorstand, bei den Behörden dahin zu wirken, daß nur solche Lehrer Anstellung finden dürfen, die die ordentliche Vorbildung dafür besitzen und die vorgeschriebenen Prüfungen abgelegt haben. Der jüdische Lehrerverband in Preußen hat sich in seiner Ausschuß- und Vorstandssitzung aus den Boden unserer Resolution gestellt: in der Prefsefrage hat der Reichsverband der jüdischen Lehreroereine den auch von uns empfohlenen Weg beschritten, durch einen Ausschuß neue Verhandlungen mit dem Verlag einguleiten; in Sache der von uns errichteten Stiftung hat er unseren Vorschlag angenommen, daß die Hälfte der Zinsen für' die Preisarbeit und die andere als Honorare für besonders wertvolle Arbeiten, die der Wissenschaftlichen Kommission der Stiftung zur Beurteilung einzureichen sind, verwandt werden soll. Indern ich namens des Vorstandes allen Kollegen für das uns entgegengebrachte Vertrauen herzlich danke, schließe ich mit dem Wunsche, daß wir auch in Zukunft in unserem ideellen Streben nicht erlahmen und daß keine Macht der Welt — weder Wirtschaftskrise noch Judennot — uns an unserer heiligen Aufgabe irre machen soll. Ehasak usw. Jeder einzelne sei stark in sich, und wir wollen uns gegenseitig stärken. Anschließend hielt Herr Dr. Leo Hamburger einen fesselnden Vortrag über das Thema „Spinoza und das Judentum". Flörsheim, Schriftf. Briefkasten. 1. Durch ein Versehen des Setzers war in der letzten Nummer der Name des Verfassers des Aufsatzes „Der Beitrag der Eltern zur Sünde des Kindes," Herrn Ludwig Freimark in Mainz, ausgefallen. 2. H. L. Es geht uns, wie wohl so manchem Leser der Jüdischen Schulzeitung.' Wir wissen auch nicht, von wannen Herrn Alfred Spier in Hannover die Wissenschaft kommt, die ihn in seinem Vortrage „Der Kampf um die Wahrheit der Bibel" (Nr. 12 der Jüd. Schulzeitung) den Satz schreiben läßt: Die Anschauung, daß die BLel stets wörtlich auszufassen sei, die Lehre von der Verbalinspiration, ist m. E. . nicht jüdischen, sondern christlichpietistischen Ursprungs. Im Uebrigen bedauern wir. Ihre Ausführungen, die sich gegen die Tendenz des Spier'- scheu Vortrags und anderer Aufsätze in der genannten Zeitung, die mit jüdisch-traditioneller Anschauung nichts mehr gemein haben, ablehnen zu müssen. Es ist nicht unsre Aufgabe, hier den ww» spielen zu wollen. Das sollte vielmehr den konservativen und orthodoxen Mitgliedern des Lehrerverbandes Vorbehalten bleiben. Wenn einer der Herren dieser „Richtungen" das Wort nehmen wollte, dürfen wir vielleicht auch empfehlend auf den Aufsatz „Psychoanalyse im Religionsunterricht?" von S. Lilienthal-Wiesbaden Hinweisen.

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