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Der Israelit · 1933-02-16 · Heft 7 (16.2.1933) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 7 (16.2.1933)
Date
1933-02-16
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Nr. 7 Der Israelit 16. Februgr 1W3 eine hervorragende Stellung ein. Sie hat sich seit fünfzig Jahren als eine Pflanzstätte der Thora und eine Säule des alten Jifchuw bewährt. Neben den Jüngern finden; auch fremde Rabbiner, in letzterer Zeit solche, die aus Sowjetrußland geflüchtet find, in den gastlichen Hallen der Jeschiwa Heim und Obdach. Dieses bedeutende Institut befindet sich zur Zeit in größter Not, da die Spenden aus Amerika versickern und in den Ländern -Europas eine Krisis herrscht. Es ist aber bei aller Not der Zeit, eine Ehrenpflicht der jüdischen Gesamtheit, dieses Heim der Thora im Heiligen Lande zu erhalten. An diese Pflicht werden wir erinnert durch Herrn Rabbiner Glaser, der als Sendbote der Jeschiwa zur Zeit in Deutschland und in Frankfurt weilt. Herr Rabbiner Glaser wird nächsten Sabbat im Beshamidrasch Ostendstr. beim Vormittagsg'ttesdienste und nachmittags in der Synagoge Langeftraße die Bedeutung der Anstalt erläutern. 'Wir wollen hoffen, daß er überall für das große von ihm vertretene Werk wohlipollendes Verständnis und weitgehende Unterstützung findet. Spenden nimmt auch die Expedition des „Israelit" an. Die Gemeinnützige jüdische Auswanderungs- Beratungsstelle. Zu den Einrichtungen, die in Frankfurt wenig bekannt sind, (vielleicht weil sie kein Geld gebrauchen) gehört die Jüdische Auswanderungs-Beratungsstelle. Sie ist als offizielle Stelle noch sehr jung und genießt in dem Bezirk größeres Ansehen als in Frankfurt. Die Gründung erfolgte. um einen Mangel abzustellen, der sich besonders bemerkbar machte, nämlich sachverständigen, uneigennützigen Rat an Auswanderungslustige zu geben. Je schlechter die Zeiten, desto mehr greift der Mensch nach dem Strohhalm. Der Strohhalm für Kleingewerbetreibende, Arbeitslose und Menschen, die hier nicht vorwärts kommen können, ist die Ferne. Da werden Zeit' fchriften herausgegeben, glänzende Prospekte veröffentlicht. Vereine gegründet, die Einlagen verlangen und alles was deprimiert ist. greift mehr oder weniger abwägend zu, um sich für ein Glück vorzubereiten, das in den meisten Fällen Verlust des Geldes, wenn nicht noch Unangenehmeres in sich trägt. Aus der Erkenntnis, daß Vorbeugen besser als Heilen ist. hat das Reichsauswanderungsamt eine Reihe von Beratungsstellen über Deutschland gezogen, die fachmännische Auskünfte geben. Doch hat es sich gezeigt, daß diese Stellen überwiegend für die Beratung bei landwirtschaftlicher Siedlung in Anspruch genommen werden. Neben diesen halbamtlichen Stellen schufen sich die charitativen Organisationen Institutionen für den Auswanderungsschutz und die Beratung. Jüdifcherseits gab es bis zur Gründung der Frankfurter Stelle zwei Organisationen. die mit Genehmigung des Reichsauswanderungsamtes beraten haben. Der Hilfsverein der Deutschen Im den und das Polästinaamt haben segensreich gewirkt, aber! es lag nahe, daß der Kreis der Auswanderungswilligen! nicht nur schriftlich, sondern mündlich verhandeln wollte, daß seine Wünsche in der Aussprache weit stärker bej rücksichtigt werden, das Vertrauensverhältnis zur Stelle eine persönliche Note erhält. Auch kommt bei einer jüdischen Organisation hinzu, daß Staatenlose und Ausländer sie in Anspruch nehmen und Schwierigkeiten entstehen. die am ehesten bei Kenntnis der lokalen Verhältnisse aus dem Weg geräumt werden. Als mir den Antrag an die amtlichen Stellen richtenur Rechte, sondern legt uns auch Pflichten auf. Sie verlangt die Einhaltung des Gesetzes und Bekämpfung von wilden Agenten, die Menschen ins Ausland locken und dort die Konsulate in Anspruch zur Heimreise nehmen müssen. Der Vorzug unserer Stelle ist das Zusammenarbeiten mit den Amtsstellen, die halbmonatlich ein Informationsblatt herausgeben sowie die Verbundenheit der jüdischen Organisationen, die sich gegenseitig unterstützen. Die praktische Tätigkeit der Stelle in Frankfurt, die Hessen, Hessen-Nassau, Rheinprovinz und die Pfalz umfaßt, bringt uns neben brieflichen Anfragen meistens persönliche Besuche. Leider sind heute die Auswanderungsmöglichkeiten gerin'g, einige Länder verlangen große Kapitalien, andere haben eine Einwanderungsquote festgelegt. Auch die Niederlassunqsmöqlichkeiten lallen sich nicht en bloc beurteilen. Wenn wir öfters hören, daß vor fünf Jahren Verwandte nach Uebersee gegangen sind, denen es „sehr gut geht", so müssen wir einwandfrei prüfen, da erfahrungsgemäß die Ausgewanderten ihren Angehörigen nicht gerne mitteilen, wie schwer auch - anderen Ortes der Existenzkampf ist. Wir haben in den letzten Jahren eine Reihe von Rückwanderern nach Deutschland gesprochen, die unter Verkennung der Verhältnisse, des Klimas und der Lebenshaltung auswanderten, aber nicht vorwärts kamen, sondern in größter Bedrängnis nur noch eine Möglichkeit in der Repatriierung fanden. Solchen Mißständen vorzubeugen und in den Fällen, wo dis Auswanderung erfolgt, geeignete Ratschläge für die Reise und die Ausrüstung zu geben, ist unsere Aufgabe. Die Beratung ist kostenlos und streng diskret, die Auskünfte werden sorgfältig überprüft und es wäre zu wünschen, daß jeder, der sich mit der Absicht trägt, auszuwandern, vorher Rat holt, ehe er aus eigenen Erfahrungen teures Lehrgeld zahlen muß. Frankfurter Vereinskalender. Verein Alekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikrovortrag, Herr Dozent Julius Ehrentreu. Samstag morgen nach Schul im Hörfaal: Dinim, Herr R.A. Dr. E. Posen — nachmittags ZU Stunde vor Mincha im Vereinslokal das Buch Esra, Herr Dr. W. Hofmann. — 4 Uhr im Vereinslokal (ebenfo Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr I. Soffer. — 8V3 Uhr abends 'w, Herr Dr. M. Lange. Sonntag morgens nach Schul im Hörfaal (ebenso Mittwoch), ms «n, Herr S. Schachnawitz. Sonntag abends 6 Uhr, Gefchkchtsvortrag des Herrn Red. S. Schachnowitz über: „Napoleon vor den Toren Frankfurts und was er den Juden brachte." Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mifchna- Mitgliederlernen, abends 7 Uhr im Vereinslokal (auch Mittwoch) Gemoro Herr Rabb. De. I. Breuer, abends 8.y4 Uhr im Vereinslokal (auch Donnerstag) Gemoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mifchna. Herr R.-A. Dr. E. Posen. Sonntag, Dienstag und Mittwoch abends 8.15 Uhr, im Vereinslokal Schaßlernen. Herr Herz Halpern. Iahrzeitsstiflungen. Dienstag, den 21. Februar: Simon Altmann-Stiftung. ten. uns die Genehmigung als „gemeinnützig" zu geben,, 2^.^ V öen 22. Februar.. David Frankenthal-Stiftung, konnten rmr auf unsere Erfahrungen m der : Donnerstag. den 23. Februar: Sarah Rojsnbaum-Stiftung. und die Zusammenarbeit mit der Auswanderungs-Be-, H u ' ' ratungsftelle hier Hinweisen, die Bedürfnisfrage war ebenr.lwimy «,yen. falls vorhanden so daß die zuständigen Ministerien nach, Samstag nach Mincho, 2/^5 Uhr, im Hörsaale Fried- Ueberprüfung uns die Konzession — die an der Person! berger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz, gebunden ist — erteilten. Diese Konzession gibt uns nicht i „Was Jesajas im Todesjahre von Ufijahu geieben hat." Agudistifche Arauenorlsgruppe. Am Montag, den 20. Februar, abends 8.45 Uhr wird Herr Dr. Martin Marx im Hörsaal der I. R. G., Friedberger Anlage 5, sprechen,über: .Die Bedeutung der Reichstagswahl für die deutschest Juden. Gäste--'Damen willkommen. " -J. Agudas Iisroel-Ortsgruppe. Schiurim des Herrn Herz Halpern: Täglich von 9- 12 Uhr: Lernen jeglicher Art. 12 — 1 Uhr:Daf Jomi — Am anschließend am Das Jomk agadischer Vortrag. Aguda» Jisroel-Jugeudgruppe r. V. hebräische Arbeitsgemeinschaft „-oyi Am 18. d. Mts., 20.30 Uhr spricht Herr Dr. Ladislaus Hausen, Budapest über: Grundgesetze und Rechtsordnungen. Gäste willkommen. -"‘mi dip* anipn jw*? nxsn1? ]ri»v 'p'1,1 Y'7 NA INll' '2 '821Q2 DT1YIN •O’DQWQl wj?1N : iWtffT Vj? ÖOSKTO Gebetzerten. inw nnw Freitag abend 5.15 Samstag n»D#n 6.45 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4.30 Samstag abend 6.35 Wochengottesdienst: Morgens 6.45 Nachmittags 5.30 Hörfaal 1.15 3 efillin-Legen am Morgen 6.25 Briefkasten. Legrer W. in E. 2. Juni 1934 inVvns, ist der nnr? rmn “ia. L. ZZ. in ZZ. Besten Dank für die Zusendung des Zeitungsausschnittes. Unseren Lesern sagt der Artikel nichts Neues. Ziavv. W. in Zi. M. 5.— für Rußland eingegangen. Famlliennachrichten. Geburt: Eine Tochter Ellen, Jakob Reumann u. Frau, Ffm., Zeil 4 Verlobte: Selma Sichel, Grünsfeld/Baden mit Herrn Max Mayer, Horckheim a. N. — Hedwig Lewkoneitz, Regensburg mit Herrn Heinrich Leisten, Berlin. Wocheakalender. vom 18. bis 25. Febr. 1933 vom 22. -29. Schebat 5693 '»1' cp Samstag 18 22 r Sonmag 19 23 N' Montag 20 .4 v' Dienstag Fcb: 21 25 - 2 Mittwoch 22 26 tn Donnerstag 23 27 33 Pi? -133 D1!' Freitag 24 28 33 'S Q’DSWa Samstag 25 29 “T3 Mauled: Freitag abends 11 Uhr 26% M. Unsere allerfeinslen Tafelmargarine-Marken SCHIROH JAFFA mit Wertzugaben mit Stickblumen TOWINA sowie unser alleifeinsles Kokosfett TOWIN werden nach wie vor unter Aufsicht des Rabbinats der Isr. Relig. Ges. Frankfurt-M. hergestellt und sind in allen einsch). Geschäften zu haben. Wiederverkäufer wollen sich an unseren Vertreter Robert Aron, Franki.-M.f Ostendstr. 41 oder an uns selbst wenden Erste ElberJelder Margarine-Fabrik Gebr. Baum, W.-Elberfeld Unt. Aufs. Sr. Ehr w. Herrn Rabb.Dr. Cahn, Fulda ln ä AUkäeaCamembert.Handkäsc I a AOUllltn 5»«/ Romadour.FrühslückskäSe, SltJßlCHSe zu billig. Preisen für Großverbraucher u.Wiederverkäut. 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Aron Rückertstc. 44, Telef. 48622 Wir geben hierdurch bekannt, daß die Firma David Bauer von heute an nicht mehr der Aufsicht unseres Rabbinates untersteht Wegen der Einzelheiten wird auf den Anschlag am Schwarzen Brett der Synagoge verwiesen Frankfurt a. M-, den 15, Februar 1933 Der Vorstand der Synagogengemeinde Israelitische Religionsgeselischatt. HEIRAT nach Holland Jung. Mann, Holland.» 26 j., gut.Position, sucht Bekanntschaft mit ein. schön, relig., jung Dame aus gut. Fam. Briefe mit Bild (welches zurückgef. wird) u. ausführl. Auskünfte zu richten unter 214c an die Erp. ds. Blatt. Vermittler verbeten. Für eine Lehrerin, staatlich angestellt, hübsche Erschein , intell., geistig hochstehend, Ende 20er, vornehm. Char , groh.Herzensbld »wtrdpass. relig.Lebensgefährte (Rabbiner. Arzt, angestellt. Beamter odersonfl. Herr in fester Position) gesucht. Schön.bare Mitgift, gedieg. Aussteuer, auf Wunsch Jahreszuschutz. Off. 198e Erp. 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