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Der Israelit · 1933-02-02 · Heft 5 (2.2.1933) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 5 (2.2.1933)
Date
1933-02-02
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Nr. 5 Der Israelit 2. Februar 1933 Familiermachrichlen. Sohn des Herrn Julius s Synagoge Friedberger Barmizwoh: Arnold, Lewin, Uhlandstraße 58. nbvs Anlage. Silberne Hochzeit: Oskar Leibowitsch und Frau Sara geb. Burg, Kronprinzenstr. 37, am 8. Febr. Gestorben: Betti Prager geb. Heß, in Wenings, am 26. Januar abends oav o*a. — Frau Pauline Hausdorff geb. Bondi, Rotterdam am 1. Februar. Die Woche. Das Jubiläums-Sefer der Synagoge Friedberger Anlage. Das in voriger Nummer angekündigte Ausschreiben des ->sv für die Synagoge Friedberger Anlage mußte wegen Erkrankung des Herrn Sofer Schreiber verschoben werden. Es findet nunmehr am nächsten Sonntag, den 5. Februar und Sonntag, den 12. Februar, im Hörfaale Friedberger Anlage, vormittags von 10 bis 1 Uhr und nachmittags von 3 bis 6 Uhr statt. Es ist damit allen Gelegenheit geboten, sich zur angegebenen Zeit an der mw *iso wna nur» zu beteiligen. Der Mi- Mit großer Gedankentiefe und wärmstem Gefühl erklärte Redner die ersten Morgengebete. Besonders eindringlich und ausführlich waren die Erklärungen des „Kaddifchgebetes". feine Entstehung und Bedeutung. Mit großem Interesse erwarten die dankbaren Zuhörerinnen die Fortsetzung des Zyklus. Gemeinsam mit der Jüdischen Frauenvereinigung fanden folgende.drei Vorträge statt. Am 3. Januar begann Rektor Ochsenmann eine Vortragsreihe über „Aktuelles aus der pädagogischen Provinz". Er sprach zunächst davon, daß.wir an dem altjüdischen Bildungsideal Thora im derech erez, trotz aller gegenwirkenden Einflüsse unbedingt festhalten müssen, wenn wir in dem westeuropäischen Kulturkreise nicht untergehen wollen. In eindringlichen Ausführungen, durchdrungen von größter Hochachtung vor der Kultur i des Ostens, interessierend durch sprachgeschichtliche und . kulturhistorische Einstreuungen, mahnte Öchsenmann, die Tradition der deutschen Ahnen hoch zu halten. Er berichtete dann über-die derzeitigen jüdischen Schulverhältnisse in Deutschland und zeigte, daß der beklagenswerte Untergang cher öffentlichen Volksschulen in ländlichen Bezirken nicht auf die allgemeine Krise, sondern aus innerjüdische Ursachen — Geburtenrückgang und unberechtigter Zug nach der höheren Schule — zurückzuführen sei. Am 9. Januar sprach Herr Dr. Theodor Metz über „die Grundlagen der niederländischen Kolonialpolitik in Ostasien" mit Lichtbildern. Redner, der eine länger Die Gesellschaftsreise nach Erez Jisroel. Die Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel ersucht, Anmeldungen zur Beteiligung an der am 24. Februar beginnenden Gesellschaftsreise nach Erez Jisroel mit größtmöglicher V.e'schleunigung vorzunehmen, da die Schiffsplätze besonders II. , Klaffe schon stark besetzt sind. Das Motorschiff „Augustus", welches von Rewyork am 23. Februar in Genua eintrifft, bringt eine große Zahl jüdischer Touristen und Emigranten aus Amerika mit. Für Mitreisende aus Frankfurt, refp. solchen, die über Frankfurt fahren, kann voraussichtlich mit einer 2 5 prozentigen Ermäßigung des Fahrpreises für die Bahnfahrt Frankfurt-Genua gerechnet werden, da voraussichtlich genügend Teilnehmer für ein Gesellschaftsbillet vorhanden find. Die Visa für Reisende aus Deutschland werden, durch die Palästina-Zentrale erledigt. Für die Rückreise über Aegypten liegen bereits einige Anmeldungen vor. Alle weiteren/Auskünfte erteilt: Das Büro der Palästina-Zentrale, Frankfurt a. M., Hanauerlandstr. 15. nimalpreis für einen Buchstaben ist auf eineMark _ ^^esttzst für Jugendliche im Alter von 17 bis 20 Jahren | OrlentierunHeife^in"diese' Länder' gemacht^hatte,"'schll- ' ^<^2^ die Äbensverhältnisse Holländisch-Ostindiens und Zeigte besonders wie die verschiedenartigen auf 50 Pfennige Verein Tstekor Chajim E. V., Frankfurt a. M. Die Schiurim des Herrn Dajan G. Posen ^"*7, die seit seinem Ableben bis jetzt noch unbesetzt blieben, sollen nunmehr wieder in das Lehrprogramm ausgenommen werden und zwar in folgender Form: Herr Dajan Dr. Schlesinger hat es übernommen, jeweils Sonntag vormittag von 9—10 Uhr einen Schiur abzuhalten. Der Schiur wird demnächst beginnen und erfolgt noch genaue Angabe des Themas und Beginns an dieser Stelle und durch Anschlag. Herr Dajan Dr. E. Posen übernimmt demnächst unter Zusammenlegung seiner bisher jeweils Montags und Donnerstags spät abends stattfindenden Schiurim, den Schiur am Dienstag Abend von 7—8 Uhr und wird Raffen, Holländer und Javaner, sich gegenseitig ergänzend, hohe Kulturleistungen hervorbringen. Eigene höchst originelle Aufnahmen in Lichtbildern belebten und veranschaulichten den hochinteressanten Vortrag. Am 16. Januar sprach Herr Dir. Dr. Elias: „Was: erwartet die jüdische Schule von jüdischen Müttern und Töchtern?"! Ausgehend von einem weitgesteckten und tiesgefahten, Ziel der jüdischen Schule, weift der Redner aus die Bej deutsamkeit des Lebensabschnittes hin, mit dem die Kin-! der durch den Eintritt in die Schule die Einheitlichkeit i ihres bisherigen Lebens verlieren. Wenn die Schule die in Ergänzung desselben jeweils Donnerstag abend von Ueberwindung der gegenwärtigen Krisen und das Wer- 7—8 Uhr gleichfalls den Schiur abhalten. Herr Dajan den einer neuen Generation heraufführen helfen soll, so Dr. E. Posen, wird auch weiterhin Gemoro r^»p> «aa kann sie es nicht ohne die Mithilfe der Eltern, vor allem vortragen. In den nächsten Wochen wird der genaue der Mütter. Sie muß dafür sorgen, daß das Kind in Zeitpunkt an dieser Stelle noch bekanntgegeben.! eine jüdische Schule, in die richtige Jugendbewegung, zur Nach Beendigung des Buches wird nunmehr! jüdischen Lektüre und jüdischen Verkehr kommt, und eine Herr Dr. Hofmann am Schabbos nachmittag Stunde! jüdische Gestaltung des häuslichen Lebens vor sich sieht, vor Mincho k-ts zum Vortrag bringen. Anschließend; Die Durchdringung mit Methoden neuzeitlicher Erziehung an diesen Schiur wird Mincho geort, wobei die Mizwaus j wird aber nicht zu umgehen und um so notwendiger sein,! laufend unter die Besucber verteilt werden. Gäste will-! als die Kriegs- und Nachkriegszeit das wirtschaftliche i kommen.! und soziale Leben von Grund auf verändert hat. Das ist Im Rahmen unserer Jugendarbeit, deren Ausgestal-. vor allem für unsere Jungmädchen notwendig. Die Zeit tung, wie in der Generalversammlung berichtet wurde,! fordert einen neuen Frauentyp, in dem das Judentum nunmehr tatkräftig vorgenommen werden soll, ist ein' nicht zu kurz kommen darf. Mit der äußerlichen berus- Aussprache-Zyklus unter Leitung des Herrn j lichen und sozialen Selbständigkeit muß eine seelische Be- Rabb.-Ass. Dr. Schlesinger vorgesehen, der jeweils z freiung angestrebt werden, um die Jugend zur Eigen- Sonntag abend stattfinden soll. Es soll in geschlossenem gesetzlichkeit ihres Wesens, zur Selbstsicherheit schöpse- Kreis ausschließlich für Jugendliche im Alter von 17 bis! rischen Wirkens und zu überpersönlicher Verantwortung 21 Jahre über die aktuellen, die Jugend bewegenden. zu führen. Tagesfragen eine Aussprache stattfinden und wir hoffen j Am 23. Januar sprach Herr Dr. S. Ehrmann über mit dieser Neueinrichtung für unsere jungen Freunde! „Die jüdische Gegenwartslage" und zeichnete in seinem einem Bedürfnis Rechnung getragen zu haben. Wir, Referat ein lebendiges Blid von dem aktuellen jüdischen bitten Interessenten zwecks näherer Vereinbarung um Geschehen in den Hauptzentren der Judenheit. Er führte Anmeldung zur Teilnahme bei unseren Jugenddelegier-: uns von Deutschland über Wien in die ungarischen Nachten, Herrn Max Eschwege, Wittelsbacher Allee 4 und j folgestaaten und Rußland nach Erez Jisroel und gab Jfaac Schwab, Rückertftr. 45. Es wird demnächst über; interessante Aufschlüsse über den Standard religiösen, vodiesen Zyklus noch Näheres bekanntgegeben. _ litischen und wirtschaftlichen Lebens der Judenheit. Aus den außerordentlich interessanten Ausführungen erkannten wir deutlich, wie wichtig es vom agudistischen Stgnd- Aus der Agudistischen Frauengruppe. ... Dezember sprach Frl. Dr. Anna Philippson punkte llllS ist, daß jeder agudistische "Kreis regelmäßig über das Thema: „Mutter und Kinder Nednerm brachte über all dasjeniae orientiert werde, was in der Diasvorä sehr viele feine Beobachtungen und Ratschlage für die, und Erez Jsiroel an jüdischem Rina-n, jüdischen Kämpkorperliche Erziehung der Kinder und demonstrierte an j fe„ und jüdischem Werden sich vollzieht. anschaulichen Zeichnungen die Auswertung der Nahrung für den Aufbau des kindlichen Organismus. Ueblere Folgen als der Hunger hat die Ueberfütterung des Kleinkindes, darum sollten ängstliche Mütter das Schreien der Kinder nicht immer als Hunger auslegen. Alle Hörerinnen, besonders die jungen Frauen, waren der Nednerin für ihre in der Praxis so wertvollen Anregungen äußerst dankbar. Am 19. Dezember setzte Herr Jacob R o s e n h e i m sein Zyklus über Tefilloerläuterungen fort. - Schaumre Schabbos Stellenvermittlung. Die Schaumre Schabbos Stellenvermittlung, Schwanenftraße 12, richtet an alle Firmen (Kaufleute und Handwerker), die sabbatfreie Stellen zu vergeben haben, die dringende Bitte um Aufgabe derselben. Bewerber(innen) sowie Lehrlinge können jederzeit empfohlen werden. Persönliche Anfragen an Frau Jeanette Kaufmann, Obermainanlage 22, Tel. 44472 und Frau Jenny D. Strauß, Palmstr. 9, Anruf 44773. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im HLrsaal: Mikrovortrag, Herr Leopold Schwab Sonntag abends 6 Uhr, Vortrag des Herrn H. Holpern über: Die Antwort an den (Alle anderen Schiurim wie üblich.) Jahrzeilsstiftungen. Schabbos, den 4. Februar: Wally Prager-Stiftung. Schabbos, den 4. Februar : Benny Kallmann-Stiftung. Schabbos, den 4. Februar: Sanitätsrat Dr. Wolf Hirsch- Stiftung. Dienstag, den 7. Februar: Anna Eschwege geb. Schlesinger- Stiftung. Donnerstag, den 9. Februar: Elise Hetz geb. Schloß- Stiftung. Donnerstag, den 9. Februar: Berta Löwenstein-Stiftung. Jüdische Frauenvereinigung und Agudistische Frauengruppe, Ortsgruppe Frankfurt a. At. Wegen der vielen Grippeerkrankungen mußte der Vortrag des Herrn Rektor Karl Ochsenmann am Sonntag, den 29. Januar aus fallen. E-- wird nodj-betcmntgeQebm, wann der Vortrag ftattfindet. — Dienstag, den 7. Febr., nachm. 4 Uhr, Promenaden-Cafe Friedberger Anlage: Gemütliche Zusammenkunft, Vortrag von Frau Dr. Rost Bodenheimer: Taufjudentum. Gäste, Damen willkommen. Agudistische Frauenorksgruppe. Am Montag, den 6. Februar fä. t der Vortrag aus. Jahrzeitlernen in der Agudas Jisroel-Jugeudgrupps. Am Schabbos, den 4. Februar vorm. 12.15 Uhr findet im Heim ein Ivhrzeitlernen anläßlich der Jahrzeit für Frau Cle entine Oppenheimer geb. Stern s. A. statt. Anschließend findet ein Iahrzeitlernen anläßlich der Jahrzeit für Sanitätsrat Dr. Wolf Hirsch s. A. statt. Liwjalh Chen. Samstag nach Mincho, 4.15 Uhr, im Hörsaale Frredberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz, „Zeichen am Hause, Zeichen an der Hand." Agudas Jisroel Jugendgruppe, Schwanenftratze 12. Hebräische Arbeitsgemeinschaft D27" Unsere Veranstaltung fällt diese Woche infolge Erkrankung des Redners aus. Die Zeit der nächsten Veranstaltung wird noch bekanntgegeben. Gebetzeiten. ' na naizr Freitag abend 4.55 Samstag naatyn 6.50' <Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Samstag abend 6.10 Wochengottesdienst: Morgens 6.45 Nachmittags 5.00 Hörsaal 1.15 T eftllin-Legen am Morgen 6.45 MAX BITTERSFELD LINA BITTERSFELD geb. Forschner V ermählte Frankfurt a. M. Uhlandstr. 60 Streng Telefon 76014 NEUERÖFFNUNG Pension Schönbach Freiherr vom Steinstraße 29 Erstklassige Familienpension in schöner Villa und ruhiger Lage - Jeder Komfort - Zeitgem. Preise, reichliche Verpflegung und aufmerksame Bedienung. Übernahme von Festlichkeiten aller Art auch Ausführung bezw. Kochen. Stadtküche. nv2 hv -iwd in Säcken und Paketen herfjestellt unter Aufsicht der Israel. Religionsgemeinde, Frankfurt a. M. 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