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Der Israelit · 1933-01-19 · Heft 3 (19.1.1933) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 3 (19.1.1933)
Date
1933-01-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
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19. Januar 1933 D er Israelit Nr. 3 Seite 7 der dazu voraussichtlich in seiner Sitzung Ende Januar Stellung nehmen wird. Bis dahin erfolgt keine offizielle Veröffentlichung. Einstweilen wird aus zuverlässiger Quelle über die Beschlüsse folgendes bekannt: Die Kommission nimmt Kenntnis von den Erklärungen der- Mandatarmacht hinsichtlich ihres Programms einer konstruktiven Politik in Palästina. Obwohl dieses Programm einigermaßen präzisiert ist, geht aus den Erklärungen der Mandatarmacht dennoch hervor, daß sie die Vorbereitungsperiode noch nicht für beendet hält. Unter diesen Umständen hält es die Kommission'für verfrüht, schon heute ihre Meinung über die Orientierung, die die Politik der Mandatarmacht nachder Krise von 1929 eingeschlagen und mit der sich die Kommission in ihrer Session i. I. 1930 beschäftigt hat, zum Ausdruck zu bringen. Die Mandatskommission stellt fest, daß. im Hinblick auf die von der Regierung zur Wahrung, von Ruhe und Ordnung ergriffenen Maßnahmen und aUf die außerordentlich günstige Wirtschaftslage des Landes das Jahr 1931 für Palästina eine . Periode von Ruhe und Wohlstand gewesen ist. Die Konklusionen der Mandatskommission enthalten auch Bemerkungen betreffend zwei spezielle Fragen: Einsetzung einer Kommission durch die Palästina-Negierung zum Studium der Frage des Arbeiterschutzes und Feststellung eines Mindestalters für Heiratssähigkeit. Eine ausführliche Verhandlung führte die Mandatkommission über die Petition der Agudas IIsrael vom 30. Juli 1931 um gleichberechtigte öffentlich-rechtlicheAnerkennungderbisherals Privatvereine geltenden orthodoxen G emeindeninErezJisrael. Der bekannte bisher ablehnende Standpunkt der Palästina-Negierung wurde von dem Vertreter der Administration, Moody, begründet. Es erscheine der Regierung nicht wünschenswert, neben der „Knesses Israel" eine zweite jüdische Gemeindeorganisation anzuerkennen, zumal ein Gewissenszwang nicht vorliege und auch unter dem herrschenden Gesetze der religiösen Betätigung der privaten orthodoxen Gemeinden und auch der aus der Knesses Israel ausgeschiedenen Juden kein Hindernis in den Weg gelegt werde. .Man halte es daher für richtig. die Frage der Sondergemeindebildungen in der Judenheit einstweilen zurückzustellen. Der Berichterstatter der Mandatkommission betonte, daß eigentlich nicht einzusehen sei, welche Nachteile die Anerkennung der orthodoxen Gemeinden als gleichberechtigter' öffentlich-rechtlicher Körperschaften mit sich bringen könne, zumal auch in der christlichen Konfession in Palästina eine ganze Anzahl voneinander unabhängiger und öffentlich-rechtlich anerkannter Gemeinden bestehen. Daß der Mangel der öffentlich-rechtlichen Anerkennung keine Rechtsnacht^ile mit sich bringe, lasse sich kaum behaupten. Die Mandatkommission selbst hat zu der Petition vorläufig noch nicht endgültig Stellung genommen, sondern einstweilen zur Vorbereitung dieser Stellungnahme zwei Fragen formuliert, auf die sie zunächst eine Antwort von Seiten der Mandatarmacht erwartet. Diese beiden Fragen lauten: 1. Glaubt die Mandatarmacht, daß durch die Anerkennung der Agudas Jisroel-Gemeinden in einenx. besonderen Status außerhalb der Knesseth Jisrael ihr die Durchführung der Mandatsbestimmungen.erschwert werde: insbesondere jener Bestimmungen, die aus die Gründung des jüdischen Nationalheims Bezug haben? 2. Sind die Worte „die Frage der Sondergemeinden (sects) derzeit zurückzustellen" so aufzufassen, daß die Regierung p einem späteren Zeitpunkt die Forderungen der Sondergemeinden in Betracht ziehen wolle? Im übrigen boten die Verhandlungen der Mandatkommission wenig bemerkenswertes. Der High Commissioner äußerte sich optimistisch über das Zusammenwirken von Juden und Arabern und vertröstete in Bezug-auf die Beschwerde, daß die Juden im -Jerusalemer Stadtrat, obwohl sie die Mehrheit der Bevölkerung bilden, in der Mirrderheit sind, aus die Neuwahlen nach Inkrafttreten des neuen Munizipalitätengesetzes. Holland. Gedächtnisfeier für Gberrabbiner Dr. Dünner Amsterdam, 17. Jan. Montag abend wurde in der hiesigen Gemeinde der hundertste Geburtstag von Oberrabbiner Dr. Joseph Hirsch Dünner 5>"ST begangen. Die Gedächtnisfeier wurde eingeleitet durch eine Sitzung, welcher fast alle holländischen Oberrabbiner sowie Notabeln von Amsterdam und der Provinz Nordholland beiwwohnten. Der Präsident des Provinzialen Rates (Nessortnle Vergadering) hielt eine kurze treffende Ansprache, wobei er Dr. Dünner in seinem össentlichen Auftreten und Wirken zeichnete. Herr Rabbiner Lazar D ü n n e r '"n, Sohn unseres unvergeßlichen Oberrabbiners, dankte für die dein Andenken seines Vaters erwiesene Ehre, mit Nachdruck daraus weisend, daß dieser als Reorganisator des hiesigen Rabbiuerseminars die Einheit in der Geiueiude bewahrend, keinen Fingerbreit von seinen orthodoxen Grundsätzen ausgab und wo es galt, seine volle Person und Fähigkeit in den Dienst des orthodoren Judentums stellte. Hierauf folgte 2'iv» Gebet, geleitet vom Oberlantor Herrn I. Maroco und zum Schlüsse eine großangelegte Gedächtnisrede von Herrn Oberrabbiner A. S. O n d e r w i) 3 c r ’"j, der 'uns die ganze Laufbahn und das Wirken von Dr. Dünner vor Augen führte. Spanien. Die jüdischen Schulen in Tanger und die spanische Regierung. Madrid, 10. Jan. Die spanische Negierung unterbreitete dem Parlament eine Vorlage betreffend Unter stützung der jüdischen Schulen i n Tanger, Nordasrika. Der Deputierte Gomez Roji sprach gegen die Vorlage und wies darauf hin, daß gemäß der Verfassung an keinerlei religiöse Schulen Staatssubsidien gegeben werden dürfen. Der Unterrichtsmini st er de losRios setzte sich warm für die Bewilligung der Subsidie an die jüdischen Schulen in Tanger ein, in denen, wie er sagte, spanische Tradition intensiver gepflegt wird qls in irgendeiner anderen Gemeinschaft spanischer Emigranten. Obwohl dem Betrage nach geringer, sei diese Subsidie der politischen Wirkung nach der den spanischen Institutionen in Jerusalem gewährten Subsidie gleichzustellen. Statt Karten LUDWIG SECKBACH LEAH SECKBACH geb. Lange danken herzlichst für die ihnen anläßlich ihrer Vermählung erwiesene Aufmerksamkeiten Schlüchtern, L"X-,71 N2v Sanitäre Anlagen Installation für Gas und Wasser Bauspen&lerei _ JOHANN HEIL HANAUERLANDSTR. 64 - TELEFON45637 Lehrstellen gesucht für Ostern als Bäckei1} Konditor oder ähnlichen Beruf. Haushalt- oder Heimstelle für 22 jähriges Mädchen, techn. 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