Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 73 (1932)
- Issue
- Heft 53 (29.12.1932)
- Date
- 1932-12-29
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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'■Ml. 22:/Dezember-1932 ihres Satzes n^to ^vi mÄ psvshivvvn ^->3' ist vielmehr der: ::.<foll man dieser Zeit den Doppelcharakter Tag und- Nacht 1 in religiöser Hinsicht beilegen, oder nur einseitigen ent- 7 weder nur Tag oder mUr Nacht. Ebenso oberflächliche ist es auch,'wenn er in seiner «Vorrede Seite IX^dem Talmud ' lvsceuracies vomvirft.- Das Mön-tthm züm Beleg angeführte p>ton y'v2v «i-i ponnn -,'vsn -' ist" vollkommen - ln; Ordnung und nurfür den' nicht zu verstehen der wie F: li'to mit LLnitN und pnnnmit horirou wiedergibt. Um nun den Satz nwnim pa ivton tpcon sin;pnnnn «posn zu verstehen, scheut F. nicht davor zurück, die beiden Wörter p'to und iwno ihre Plätze tauschen zu lassen unter Berufung auf eine Raschistelle in wo tatsächlich diese - Wörter versetzte-sind. Aber daß dokt-eine bloße Verwechslung des Druckers vorliegt, haben bereits toivv Mrrivv und inDntoto2-'-i in 'ifeinem nv» ->w angemerkt. . Daß stNNN nicht horizohl sein kann, folgt ja schon aus dem Umstand, daß-bei der Abenddämmerung der Hori- - zont gar nicht gleichartig belichtet ist, sondern sein westlicher Teil ein entschieden anderes Verhalten zeigt als . der östliche. y'to und pnnnbeziehen sich vielmehr, lediglich auf den West Horizont und dort spielt sich der Dämmerungsvorgang doch tatsächlich so ab, daß zunächst -der unterste Teil des Himmels eine gelbliche Färbung annimmt, d. i. pnnnv g'v2n, dann ins Rote, Braunrote und Orange übergeht, während senkrecht darüber eine helle Stelle liegt, d. i. p’Vy.v ’ttto <£5 zeugt ferner von großer Oberflächlichkeit, wenn er S. IX die in jvn-n 7 a gegebene Anzahl der v'yri, die eine .Stunde enthält,, bemängelt und die dort gegebene Zahl 58 888 durch 82/080 . glaubt ersetzen zu soffen, weil 1 Stunde- — IlWia'pto und 1 p>Vn — 76 Er beachtet aber nicht,' daß jene Zahl gar nichtsmit astronomischer Genauigkeit zu tun hat. sondern lediglich agadischen Zwecken dient. Er hätte übrigens verweisen können aus den 01212 '»ton», der die Zahl 56 848 hat, auf rrmmn smn» der in ‘2 nsns .Kt?» 58 650 angibt, auf > mr.. N112» 4a, wo 56 888 vom to2w i2»2i angegeben wird in Verbesserung der im Texte stehenden Zahl 53 848. Ein durch gewaltigen. Scharfsinn und seltene Kombinationsgabe von Rabbi Jehoschua Heschil Schorfs toxr, gefundener Ausgleich aller dieser Zahl ist in diesem Blatte, Jahrgang 34, Nr. 6, S. 410 u. 111 gegeben. . . . Dort, wo F. eine ni»2 zu erläutern -unternimmt, greift er oft daneben. Er übersetzt die Stelle p2ii»x 43b i2j? toa mi ".1 nivn rrto mnn und fügt zur Uebersetzung von qy>2 msw '12 mp psm erklärend hinzu: when the sun is hottest and the shadbw coolest. womit er den p”vn '»2N die falsche Ansicht unterschiebt, daß schon um 10 Uhr hie größte Tageshitze herrscht. So steht er sich veranlaßt, in einer besonderen Note (Seite 88) aufmerksam zu machen as a matter oi fact, the hottest höur ot the day is about 2 p. hj. ■' Ein Blick in die zugehörige Raschistelle hätte ihn. belehrt, daß m»2 mvv '12 nicht, wie F. unterschiebt, the SUN is hottest, sondern nsv 71N18V M21 PIX ll»nvni> v»vn i?'NN». - Der beschränkte Raum gestattet nur noch auf die Unvollständigkeit der Seite XV angegebenen Errata and' Adenda Hinzuweisen. Bon einem guten Dutzend solcher nicht angeführter errata, seien nur einige hier zur Ergänzung angeführt: in der Figur auf S. 34. fehlt der Buchstabe T und A steht nicht an richtiger Stelle. In der Fußnote S. 53 ist statt Frankel zu lesen Frankel, S. 75 Zeile 10 v. u. ist (B C) zu verbessern in (C. E.) S. 82 Zeile 20 v. 0. statt 22 zu lesen S- 207 o r c ,■ „ ,, 1500 6 s 1500.6,6. _. ,r.^ Zelle 6 v. ob statt zu lesen ~6Q Endlich heißt S. 222 das Längenmaß nicht Hasit (v'vn), sondern bloß Sit (v'vl und Seite 223 letzte Zeile ist die mp» nicht 527 040.ccm, sondern, wie in der Mitte .der Seite .richtig angegeben ist, 527 413 ccm, 1, Was wir an diesem.Buche bemängelt, staben, ist micht .. eine Folge uort cavilling,- sondern-in der Absicht gesagt^ um die Geisteshöhen unserer o»»sn vor unverdienter Geringschätzung zu bewahren. - E.?F. Richljuden im jüdischen Religionsrechi. Theorie und ausgewählie Vorschriften nach Talmud. Schulchan Äruch und Maimonides. Bon E l f M Uch k, B e rch lin. 1932. Phi-lo-Verlag G. m.- ö. 'S). 140 S. Preis Mk. 3.60. - - Die Schrift, die der Philo-Berlag herausgegeben hat, um den schweren Anfechtungen gegen Juden und Judentum zu begegnen, verfolgt den Zweck, die Bestimmungen des jüdischen Religionsrechtes über die Beziehung zwischen Juden und Nichtjuden in ihrer wahren Bedeutung darzustellen. . Wie andere Religionen bei uns gewertet werden und wie -deren Bekenner nach der jüdischen Lehre gestellt sind, wie die Kultusgegenstände anderer Religionen und die gesellschaftlichen-Beziehungen der Juden zu ihren Bekennern von uns angesehen werden, kann sich wahrlich in aller Oesfentlichkeit zeigen. Dazu kommt, wie die Autorität des Stäatsgesetzes bei uns hochgehalten wird,- und die Heiligkeit des Eherechtes und der Sexualität.' In dem Kapitel über die Ritualmordlegende, ebenso wie im Anhang „die Charakterisierung des Talmuds" fetzt sich Munk vor allem mit Dr. Bischofs, dem Gutachter in dem. noch in aller Erinnerung lebenden Nürnberger Talmud-Prozesse, auseinander. Die geistreiche Art seines Schreibens und die gründliche Art seiner Forschung macht das Büchlein zu einer wertvollen Waffe im Kampf gegen unsere Verleumder und zu einer erwünschten. Quelle raschester Information für uns selbst. Die Zusammenstellung der - Ergebnisse, das Sachverzeichnis und das Verzeichnis der angezogenen Schriftstellen am Schluß. erleichtern den Gebrauch außerordentlich. ■ Dr. P. \ ' Der- 3 sra eilt Nr- 52 Seite 3 Zwiesprache. Von- Martin B u b e r. B er l i n. 19 3 2.; : S ch 0 ck e n - V e r l a g. .. /'Dieses kleine Büchlein' Martin Bübers ist eine köstliche Gabe für den literarischen Feinschmecker. Wer es gründlich verstehen will,' ohne doch mit der philosophischen Schulsprache allzu vertraut zu sein, wird gut daran tun, zuerst das ''Kapitel „Gemeinschaft" zu', lesen, .'das am ' konkretesten in Bubers Gedankengänge einführt. Es ist die Ueberträgung des Du-Gedankens, des g'ttgeschenkten Todfeindes aller Jch-Sucht, aus der Sphäre des Kollektivismus bis hinein in die intimsten Kammern der Einzelseele —siescheint nur Einzelseele —, was den eigentlichen Inhalt und die Tendenz dieser Bubek'schen Predigt ausmacht. Sie ist dabei ein hohes Lied auf den ' Alltag mit seinen scheinbar bedeutungslosen/ für die geöffnete Seele aber weltbedeutenden Erlebnissen, die sich im Zusammenkommen, im Begegnen menschlicher Seelen ausprägen. Es gibt nach' Vuber für die Menschenseele überhaupt keinen Monolog, sondern dialogisch ist alles wirkliche Leben. So erklärt sich auch der merkwürdige Traum, mit dem das Buch eingeleitet wird und der den „Dichter" — denn es ist ein dichtendes Denken, das hier waltet — auch in der Einsamkeit der nächtlichen Stille mit dem Weltall in Rapport setzt. Daß . Buber bei all seiner allgemeinen „Gläubigkeit": moch immer fest verstrickt ist in die- Fesseln/der die Offenbarungsquellen vsrschütten- ,den Bibelkritik, tritt leider auch in diesem Bändchen in schmerzlicher Weise hervor. - m. Philosophie, ein unlösbares Problem. Abrechnung mik der Illusion. Bon Dr. Ludwig Freund, München. Verlag Ernst Rei'nhar.dt. Wir Haben vor zwei Jahren an dieser Stelle Ludwig Freunds bedeutungsvolles Buch „Am Ende der Pch'tl 0 s0 p h i e " besprochen, jenes Buch, das'eigentlich den :Äbschluß einer ganzen-Denkperiode darstellt. Es ist einu n w i d e r le g l i ch e s Buch. Es zeigt auch demjenigen, der geneigt ist, sich durch die ungeheure Produktion an systematischen Philosophiien bis in die neueste Zeit -täuschenzu lassen init lückenloser Klarheit, daß der Mensch auf dem Wege des philosophischen Denkens in den grundlegenden' Fragen k e i n e r l e i--G e w i ß - heit erlangen, sondern immer nur beim Zweifel und bei mchr oder minder großen Wahrscheinlichkeiten stehen bleiben muß. Wohnt .-trotzdem in der' Menschenseele ein unverlöschbares Bedürfnis nach Gewißheit, so kann diese Gewißheit eben nur auf dem Wege des religiösen Denkens und Empfindens erlangtwerden, und der Offenbarungsbegriff ist somit, vom philosophischen Standpunkt aus betrachtet, ein unmittelbar aus der Weltlage des Menschen : sich ergebendes Postulat. Die' neue Freund'sche Broschüre enthält eigentlich nur nochmals eine. Zusammenfassung der Gedankengänge des größeren Buches nehst einigen'Auseinandersetzungen mit-den Kritiken, die jenes Buch von - philosophischer Seite gefunden hat/ Der Radetzky-Marsch. Roman von Josef R 0 t h.' B e r - l i n. 1932. G u st av Ki e p enh e ue r- Be rlag. ' ' - ' Josef Roths meisterliche Kunst, die es versteht, hinter einem oft in Kleinlichkeiten sich verlierenden Alltag die tiefen Gründe des Daseins in all ihrer Erhabenheit und Fruchtbarkeit aufleuchten zu lassen,, hat sich auch in diesem neuen Romanband, bewährt. Er schildert die letzten Zuckungen des -dem Untergang geweihten alten Habsburger Reiches und verschönt mit einem lieblichen Abendrot diese untergehende Sonne des durch den Weltkrieg vernichteten alten Mitteleuropa.; Der alte Bezirkshauptmann mit seinem jugendlichen Sohne, die im Mittelpunkts der Handlung/stehen, werden schließlich zu Typen, die mit der Figur des dem Sterben langsam entgegengehenden Kaisers Franz Josef förmlich zur Einheit zusammenfließen. Jüdische Leser -wird die Gestalt' - des jüdischen Regimentsarztes -aus Galizien interessieren, der mit den -in seinem Blute lebendigen Stimmen der Ahnen ebenso wenig fertig werden kann, wi^' der Kävallerieleutnänt - aus Wien mit dem' ihnerdrückenden „Helden von Solferino". Es ist ein wehmutsvolley Buch, das man gedankenvoll, aber schließlich Ul einer Stimmung der Versöhnung mit dem Weltgeist aus der Hand legt.' The Jewish law oi theft. By Moses Jung, LL, B , Ph. D. Philadelphia 1929. Dropsie College. Das Studium des jüdischen Rechtes war bis in die neueste Zeit fast ausschließlich eine-Domäne von Nichtjuristen. Theologen. Archäologen, Literaturforscher, Nationalökonomen, Orientalisten versuchten sich an ihm, nur die Juristen hielten sich fern. Das gilt erst recht vom Talmud und der nachfolgenden Rechtsliteratur. Wir begrüßen es daher, daß ein Jurist, der sich im modernen wie . im jüdischen Recht auskennt, nach streng rechtlichen Gesichtspunkten das jüdische Gesetz vom Diebstahl in seiner Entwicklung durch alle Zeiten darstellt und durch Vergleich mit dem römischen und englischen Recht deutlich macht. Die geschichtliche Besonderheit, Humanität und Verwendbarkeit der Prinzipien des jüdischen'Rechts wird — so hoffen wir — zukünftig die Aufmerksamkeit jüdischer und anderer Wissenschaftler auf die juristischen Erfahrungen der Juden lenken, die eine bedeutsame Rolle in der allgemeinen Geschichte spielen. Auch würde die Bekanntmachung dieser Schrift geeignet sein,. den mißverständlichen Darstellungrn tendenziöser Bücher und Zeitungen über das jüdische Gesetz den Boden-zu entziehen. Wir möchten empfehlen, das Buch jüdischen und anderen wissensch.aftlichen Bibliotheken einzuperleiben und durch Besprechung in Fachschriften auch in nichtjüdischen Kreisen bekannt zu Mächen. ' ' M. The Jewish Iibrary. Second Series. - Ed., by- Rabbi , Dr., Leo J u n g. New y 0 r k. 19 3.0. - Eine äußerst glückliche Publikation, die nach ihrer Methodik von der Orthodoxie aller Länder und Sprachen nachgeahmt werden sollte. Im Rahmen einer Buchkritik können die Resultate der 11 Beiträge nicht einmal angedeutet werden, weil jeder Aufsatz einer gesonderten Besprechung bedarf. .Das Buch umfaßt an 300 Seiten, die Verfasser sind Rabbiner und Wissenschaftler, darunter drei Universitäts-Professoren. Der „Roman des hebräischen Alphabets" ist in Wahrheit der Roman des jüdischen Volkes, und feiner Wanderungen durch alle Zeiten und Erdteile. Was ist Glaube, was ist Wissenschaft — wie lösen sich ihre Konflikte? Die Ideale des Judentums — Gebet als Studium und Bildung — Orthodoxes Judentum und soziale Probleme — Palästina im jüdischen Leben — die Wissenschaft über das Schächten — die „Herzenspflichten" des Bachja — die Speisegesetze im' Lichte der Wissenschaft (unbeschadet ihrer religiösen Bedeutung) —die Bedeutung des Buches Bereschis — Dogmen im Judentüm — die Juden tnt Mittelalter — mit Recht nennt Dr.. Jung dieses ^Buch' eine Symphonie und ihr Akkord ist: Die Thora ist über Raum und Zeit erhaben. Die gesetzestreuen Erziehungsorgqnisationen, Gesellschaften, Schulen, Zeitschriften sollten an diesem bemerkenswerten Versuch, in moderner Form die Universalität des Judentums für einen größeren Kreis verständlich darzustellen, nicht vorübergehen und wo die englische Sprache unbekannt ist. durch Uebersetzungen und ähnliche Veröffentlichungen dem Beispiel folgen. M. Gespräche mit einem Gottlosen. Von Kaplan Fahsel. F r e i b u r g ini Breisgau. H e r d e r' s ch e Verlagsbuchhandlung. 215 Seiten. Die Besprechung dieses Buches zwingt zu einer gewissen Stellungnahme in dem Kampf gegen die Gottlosenbewegung' unserer Tage, wobei man ganz genau weiß, daß leider diese Bewegung durchaus nicht mehr eine Angelegenheit der Sowjetstaaten ist, sondern sich wie eine Epidemie über die ganze Erde verbreitet. Jedoch -trifft.der Ausdruck Gottlosenbewegung durchaus nicht das Wesen der Sache, sondern das Programm heißt durchaus nicht etwa nur los von G'tt. sondern Tendenz und Taten richten sich bewußt nicht sowohl gegen G'tt selbst, als vielmehr gegen einen Glauben an G'tt. In dem Buche des Kaplans Fahsel ist jedoch der Gegenpartner durchaus nicht aggressiv, sondern tritt als ein Debatter auf, dex seinem Gegenspieler gern manches konzediert. Der Verfasser sagt selbst in der Einleitung, daß der Gottloje die Bühne verläßt, ohne seine Ueberzeugung geänden zu haben. Soweit die Ausführungen Dogmen und Sativ:- mente, Ordnung und Symbole der katholischen Kiiche behandeln, steht diesem Organ und seinem Leserkreis eine Meinung und eine Meinungsäußerung nicht zu. Von allgemeinem Interesse ist die Theorie des Verfassers, daß der Wille eine Art Direktive für den Verstand bildet, so daß es im Kampf gegen die Gottlosenbewegung letzten, .Endes darauf ankommt, die W i l l e n s b i l d u n,g des 'Gegsters zu beeinflussen. Ob dieses Buch Wehr und Waffe in' diesem Kampf sein kann, hängt letzten Endes davon ab, ob sich die Gottlosenbewegung gegen die Religion als solche, oder gegen die organisierte Religion, also gegen die Kirche wendet. Schließlich dürfte eine errtfte Lektüre dieses Buches beinahe eine negative Antwort geben auf die Frage, ob für die Abwehr gegen die obengenannte Bewegung eine Zusammenfassung aller positiv gerichteten Kreise möglich , ist. Aber immerhin — es sind ernste Worte eines: ernstest Menschen. K. Rashi's Commentary on Ezekiel 40 — 48, by Dr. Abr., I. L e v y, Philadelphia. 193.1. Dropsie College. Än Hand von 11 Manuskripten wird Raschis Kommentar zu den schwierigen Kapiteln über den Tempelbau einer kritischen Bearbeitung unterzogen. Raschi selbst hat seine Erklärungen häufig revidiert, dazu kommen Interpolationen und Additionen anderer Gelehrter. Berf. untersucht den Wert der ihm vorliegenden Manuskripte und gibt sodann den vollen Dext mit Varianten. Eine Prüfung von Raschis gesamtem Bibelkommentar nach Levys gründlicher Methode dürfte manche Schwierigkeiten in seinen Erklärungen beseitigen. M. 5tudies in Jewish Liturgy, (Seder Hibbur Berakot), by Abraham I. Schechter. Ph. D. Philadelphia. 193 1. Dropsie College. Diese Erstausgabe des Seder Hibbur Berachot beruht auf der Abschrift eines Manuskripts, das 1894 beim Brand der Turiner Bibliothek vernichtet wurde. Es ist ein Teil des Siddur nach dem alten italienischen Rittis mit einer ganzen Reihe bisher unbekannter Pijutim. Dieser Ritus beruht auf palästinensischem Ursprung, so daß der Siddur eine wertvolle Ergänzung des spärlichen Materials über den palästinensischen Siddur darstellt. Als Verfasser des Siddur wird auf Grund eines Vergleiches mit Midrasch Sechel Tow der im 2. Jahrhundert in Italien lebende Menachem -ben Salomo angenommen. Die Beziehungen zwischen Babylonien und Spanien einerseits, Palästina und Italien andererseits werden aufgezeigt und die Kriterien des palästinensischen Ritus herausgearbeitet. Die Schrift ist ein interessanter Beitrag zur Geschichte, der jüdischen Liturgie. M.