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Der Israelit · 1932-11-03 · Heft 45 (3.11.1932) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
73 (1932)
Issue
Heft 45 (3.11.1932)
Date
1932-11-03
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Nr. 45 D er I s r a elit 3. November 1932 Personalien. Frau Fanny Ehr.mann Ww., Nöderbergweg 77 (Verforgungsanstalk) beging dieser Tage in voller Nüstigckeit ihren 8 2. Geburtstag. Diamanlhochzeil eines Allfrankfurier Ehepaares. Am Freitag, den 8. November, feiern Herr Nathan David Maas (früher Bäckermeister in der Rechneistr. 8) und seine Frau Julie geb. Falkenstein die diamantene Hochzeit. Sechzig Jahre sind sie in glücklicher Ehe vereinigt. Der Jubilar steht im 90., die Jubilarin im 84. Lebensjahre. Das Jubelpaar kann mit Genugtuung und voll Dankbarkeit gegen G'tt das seltene Fest in seinem trauten. Heim (Auf der Körnerwiese 4) begehen. Wohnräume der Weiblichen Fürsorge. Zu Gunsten der Wohnräume der weiblichen Fürsorge, Bäckerweg 26, findet am 13. November 1932, vormittags 11 Uhr im Roxy-Palast, Gr. Friedbergerstraße, eine Kinovorstellung „Der Jazzsänger" mit Al Jonson, statt. Karten zu Mk. —.50, —.75 und 1.— sind im Vorverkauf zu haben bei: Fa. Drogerie Schneemann, Schillerstraße 2, Moritz Herzberg, Zeil 11, Max Freimark, Baumweg.1, in der Frankfurtloge, Eschersheimerlandstr. 27 und an' der Theaterkasse vor Beginn der Vorstellung. Das Haus Zeil 92. . Man schreibt uns: Von dem Haus 92 möchte ich.einiges berichten, was gewiß erwähnenswert und interessant ist. Auch das Haus Zeil 92 ist von der verstorbenen Freifrau Baronin Mathilde Willi von Roths ch i l d als Altersheim oder D a m e n st i f t zum Gedenken ihres verstorbenen Gemahles errichtet worden. Die segensreiche Stiftung erinnert an den ersten Auszug der von Rothschilds aus dem Stammhaus in der Judengasse. Die Einrichtung der Räume im ersten Stock zeugt noch von dem Kunstsinn und feinen Geschmack ihrer früheren Bewohner. Die „Fünf Frankfurter" in Oelgemälde einfach, mit dem Stempel der Gutmütigkeit im Gesicht, blicken von den Wänden herunter, als wollten sie sagen: „Kommt nur herein, wir haben nicht umsonst gelebt, unser Reichtum ist Armen, Witwen und Waisen zustatten gekommen bis auf den heutigen Tag." Eine Tochter, Frau Baronin Edmund von Rothschild in Paris, die Beschützerin und Wohltäterin des Hauses, ist hier geboren und hängt mit großer Anhänglichkeit an ihrem Geburtshaus. Als vor einigen Jahren das Hansahaus nebenan vergrößert werden sollte, bot man Frau Baronin v. Rothschild einige Millionen Goldmark beim Verkauf an, mit diesem Gelde könnte man doch auf einem schönen freien Platze ein Altersheim errichten. Als man Frau Baronin den Kaufvertrag zum Unterschreiben vorlegte und sie schon die Feder in der Hand hatte, ließ sie dieselbe wieder fallen. „Nie gebe ich meine Einwilligung dazu," sagte sie. „Das Haus soll seiner Bestimmung erhalten bleiben nach dem Sinne meiner verstorbenen Eltern". In diesem Sinne wird es streng rituell geführt, sogar eine schöne stattliche Synagoge ist im Hause eingebaut, in der an hohen Feiertagen und Jahrzeitstagen G'ttesdienst abgehalten wird. - Zur Erhaltung des Hauses setzte Frau Baronin eine Summe aus, die auch von der Verwaltung aufs Beste verwendet wurde. Herr Wallerstein, der Oekonom des Hauses, hat keine Mühe und Zeit gescheut, und es ist ihm auch alles aufs Beste gelungen. Die Räume haben ihren früheren Charakter behalten und sind doch der Neuzeit angepaßt. Auch unsere jetzige Verwalterin, Frl. Moses, führt alles musterhaft. Ebenso ist von einem Frl. Hahn, die schon 11 Jahre der Küche vorsteht, nur Rühmliches zu sagen. G'tt erhalte das Haus und die Wohltäterin Frau Baronin Edmund von Rothschild. Lina Lilienfeld. , Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Ehajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikrovortrag, Herr. Dr. S. Ehrmann - abends 8 Uhr bei Herrn I. Lewin, Uhlandstr. 58 III, Chumisch mit Raschi (für Anfänger). Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr Dr. E. Posen — nachmittags 3/4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal Herr Dr. W. Hofmänn. — 4 Uhr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr I. Soffer. — 8l/2 Uhr abends »rrs?«?’, Herr Dr. M' Lange. Sonntag morgens nach Schul im Hörfaal (ebenso Mittwoch), °irr "n, Herr S. Schachnowitz. Sonntag abends 6 Uhrim Vereinslokal: „Anteil des Ghetto an der Weltpolitik" (Iud Süß und sein Schicksal). Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- Mitgliederlernen, abends 7 Uhr im Vereinslokal (auch Mittwoch) Gemoro Herr Rabb. Dr. I. Breuer, abends 81/4 Uhr im Vereinslokal (auch Donnerstag) Gemoro, Herr Dr. E. Posen. * Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr Dr. E. Posen. Jeden Morgen nach Schul im Sitzungszimmer, Gemoro Herr Dr. S. Ehrmann. Sonntag, Dienstag und Mittwoch abends 8.15 Uhr, im Vereinslokal Schaßlernen. Herr Herz Halpern. Jahrzeiisstifiungen. Mittwoch, 9. November: Zerline Mayer, geb. Wilmersdorf- Stiftung. Mittwoch, 9. November: Hannchen Mosbacher, geb. Roos- Stiftung. Agudas Iisroel-Ortsgruppe. Schiurim des Herrn Herz Halpern: Täglich von 9 —12 Uhr: Lernen jegleicher Art. 12—1 Uhr: Daf Jomi — Am anschließend am Daf Jomi agadischer Vortrag. Jüdische Frauenvereinigung E. V. Dienstag, 8. November, nachm. 4 Uhr im Promenaden- Cafs, Frredberger Anlage, gemütliche Zusammenkunft. Frau Dr. Cilly Gros: Nobelpreisträgerinnen. Gäste, Damen willkommen. Liwjalh Chen. Samstag nach Mincho fällt der Vortrag wegen der Droscho desHerrn Rabbinners aus. Agudistifche Frauen-Orlsgruppe Frankfurt a. IN. Am Montag, 7. November, abends 8.30 Uhr präzise wird Herr Rabbiner Dr. Julius Merzbach aus Darmstadt im Horsaal der Israel. Religions-Gesellschaft, Friedberger Anlage 5, über „Bolkserzieherische Bedeutung des Minhag" sprechen. Gäste, Damen herzlich willkommen. Jüdischer Turnerbund C. V. In der am 5. November abends 8.30 Uhr Lange st raße 55 1 stattfindenden Heimeinweihungsfeier wird Herr Rechtsanwalt Dr. I. Frank über „Die rote Assimilation" sprechen. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen aller Mitglieder und Freunde des Vereins. Am Mittwoch, 9. November, nachm. 4 Uhr findet in der Annaschule, Rechneigrabenstr., das Wetturnen unserer Mädchenabteilungen statt, wozu wir die Eltern, Mitglieder und Freunde des Vereins herzlich einladen. Verband jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit. Gruppengusammenkunft am Montag, 7. November abends 8.30 Uhr im Cafe Falk, Eschenheimer Anlage: „Wege und Ziele der jüdischen Jugendbewegung". Referent Frl. Emmy Horovitz. Gäste, auch Herren willkommen. Gebetzeiten. 2 . ni;T)2W Freitag abend 4.30 Samstag n&bvn 6.45 Samstag morg. 8.00 Säjnstag nachm. 4.00 Halachifcher Vortrag Samstag abend 5.45 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 4.30 v Hörfaal 1.30 ,,Tefillin-Legen am Morgen 6.15 Die Firma David Bauer, hier, unter Aufsicht der Israelitischen Religions-Gesellschaft, die regelmäßig ihre sehr preiswerten .Angebote in unseren Spalten bringt, bittet uns um Veröffentlichung des nachfolgenden Hinweises: „Noch viel, zu oft hört man vom zu wenig orientierten Verbraucher: Die ivd-Waren sind zu teuer! Bei meinen Angeboten ist kein nvd-Lebensmitte^ teurer, bis auf einige Warenj die im Rohprodukt bereits/durch die Aufsicht verteuert sind. Außerdem kann sich* *'' jede Hausfrau davon überzeugen, daß sie bei mir auch alle Waren, die keine Aufsichtbedingen, weitaus billiger kauft, als in den meisten anderen Geschäften. Wählst gebe ich keine Rabattmarken, aber was nützen dem Käufer später die .-Rabattmarken, wenn er dafür im Voraus die Ware überteuert bezahlt. Statt dessen; oerfaufe ich erstklassige Ware und meine Preise sind ausgesprochen billig. Ein gut organisierter Kundendienst bürgt für prompteste Bedienung durch Lieferwagen" M e k i z - N i r d o m i m! Zu den vielen seelischen bedrückenden Folgen des wirtschaftlichen Notstandes gehört nicht in letzter Linie die Unmöglichkeit, im Todesfälle eines. teuren Heimgegangenen, in geeigneter Weise für dessen dauerndes Andenken Sorge zu tragen. Es war seit jeher altjüdische gute Sitte, durch Stiftungen, bei geeigneten Institutionen das Begehen der Jahrzeiten, Kaddischsagen und dergl. für alle Zeiten zu sichern. Die hierzu notwendige Summe kann leider meistenteils nicht mehr aufgebracht werden. Sowohl die Institutionen selbst, als auch die in Betracht kommenden Kreise, werden durch diesen Uebelftand schwer betroffen. Es ist daher ungemein begrüßenswert, daß sich vor kurzem eine Vereinigung „ M e k iz N i rdo m im " gegründet hat, die es jedem Interessenten leicht' ermöglicht, noch bei Lebzeiten für sich oder für seine Angehörigen gegen kleine Jahreszahlungen die -Garantie zu haben, daß im Todesfälle ohne jede geldliche Leistung für ein dauerndes Gedächtnis gesorgt wird. Alles Nähere erfahren Interessenten durch die Geschäftsstelle des Vereins, Aron B e r l i n g e r, Berlich i n g e n, JÜürttbg., (vergl. Inserat.). Ein neues Spiel zu Chanukah. Die bekannte Märchendichterin Irma Dresdner verfaßte ein schönes, mit geringen Mitteln aufzuführendes Märchenspiel in Versen, unter dem Titel „Wie in der Laubhütte ein Chanukahspiel entstand". Das Stück eignet sich bestens für alle Familien- und Vereinsfeste. Zu beziehen bei der Verfasserin, Gaußstr. 10. Näheres Inserat. Verantwortlich für den allgemeinen Teil und das Feuilleton S. Schachnowitz, Frankfurt a. M.; Inserate i. B.: S. Schachnowitz, ebenda. — Für die pädagogische Beilage: Lehrer L. Kaufmann, in Sprendlingen (Kr. Offenbach). — Verlag oes Israelit und Hermon G. m. S. H., Frankfurt a. M. — Druck * Hermon Druckerei, Frankfurt a. M Für die vielen Beweise der Anhänglichkeit und Anerkennung anläßlich meines ‘*70. G eb u rts ta g e s spreche ich allen Freunden uud Bekannten nur auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank aus. DAVID GINSBERGER Frankfurt a. M., Tischri 5693. Heute ist unser geliebter Rechtsanwalt Dr..Brinkmann vst heimgegangen. Frankfurt a. M., 2. November 1932 3. Marcheschwan 5693 I m N a m e n der Hinterbliebenen: Mira Brinkmann geb. Eisenmann Wer gibt jungem Kaufmann (21 Bahre) Arbeit gleich welcher Art | eventl. nur gegen Kost uud Logis mit frei. Bin in fester, aussichtsreicher Stellung, aber gezwungen 8» arbeiten. Gefl. Off. unt. 4321c Erp. Dauerbrand- Oefen! Modernste Bauart Bei spiel loseAuswa hl Niedrigste Preise . und Teilzahlung! E.HAGE&Co Am Eschenheimer Tor 3 I Die Isr. Religionsgemeinde zu Dresden 1 sucht 1. eine geeignete erste Kraft zur Leitung des Gemeindebüros. Juristisch gebildete Bewerber mit Verwaltungspraxis werden bevorzugt. 2. einen akad. gebildet. Lehrer der zur Leitung der Religionsschule orthodoxer Richtung geeignet ist. 3. einen Lehrer orthod. Richtung . der auch als SCHÄCHTER tätig sein kann. Bewerbungen mit Lebenslauf, Lichtbild und Gehaltsanansprüche werden bis 15. November 1932 erbeten. S u ch e für mein an Samslag und Feiertagen str. geschloffen. Mafchtnengeschäft einen ' aufgeweckten Lehrling mit mittlerer Reife. Markus Goldfchmidt H Schlüchtern. Selbstinserat. Junver, Kaufmann, 31 Jahre. Inhaber eines gutgehenden Detailgeschäftes und großen Baroermögens. wünscht die Bekanntschaft mi* Jungem Mädchen zwecks späterer Heirat evtl. Einheirat. Gefl. Zuschriften nur mit Bild erbeten unter H. 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