Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 73 (1932)
- Issue
- Heft 42-43 (13.10.1932)
- Date
- 1932-10-13
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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13. Oktober 1932 D er Israelit BIS 1te r Nr. 11 Seite 3 bewegen. Er wird auch deshalb als Anti-Agud ist verschrieen, was aber. objektiv absolut nicht st i m m t. Der „Raw" ist prinzipiell ein Gegner der „Parteiorganisation", indem er auf dem Standpunkt steht, daß die Orthodoxie bereits durch die niin organisiert ist und dazu, keinen besonderen Parteiapparat braucht. Was den Inhalt des Agudaprogramms anbetrifft, wäre es ein Absurdum. zu behaupten, er wäre ein Gegner davon; es verfolgen doch beide dasselbe Ziel. Nichtdestoweniger — es liegt mir daran es hier zu betonen — betrachtet der „Raw" die Aguda in Kongretzpolen und im ganzen Westen wie Deutschland, Holland und Schweiz im Interesse der Orthodorie für sehr notwendig. Mendel Mahner, Biala-Berliu Nachbemerkung der Schriftleitung: Der Versa, er der vorsteheirden Skizze ist, wie ersichtlich. ein glühender Verehrer des Rabbi von Bobow und dabei, worauf wir ausdrücklich Hinweisen möchten, überzeugter Agudist. Gerade deshalb halten wir es jedoch für angebracht, seinen Ausführungen! eine Bemerkung prinzipieller Natur anzufügen. Vom * Standp unkte der Anschauung, die Agudas Jisroel vertritt, ist die These, die Orthodorie s e i bereits durch die Thora organisiert, und bedürfe zum Zwecke ihrer Organisation aus diesem Grunde keines besonderen „Partei-Apparates", aus mehrfachen Gründen nicht haltbar. Organisiert ist die Orthodorie durch die Thora potentiell, aber nicht aktuell d. h. sie sollte organisiert sein nach den Prinzipien, die schon in der Thora selbst zum ersten Male bei der Lagerordnung des jüdischen Volkes in der Wüste zum Ausdruck gebracht worden sind, sie ist es aber leider nicht. Das Golus hat die von der Thora geforderte Organisation zerstört und unsere heiligste und oberste jüdische Aufgabe ist, diese Organisation nach dem Willen G'ttes in i t menschlichen Mitteln wieder h e r z u st e l len. Der Erfüllung dieser Aufgabe dient Agudas Jisroel, die somit keine „P artet" sein will, sondern die gottgewollte Zusammenfassung aller Kräfte des jüdischen Volkes zur Wiederherstellung der von der Thora geforderten Organisation. Merkwürdigerweise übersehen diejenigen chassidischen Führer, die glauben, trotz aller dadurch für Klal Jisroel entstehenden Schäden, außerhalb der Agudas Jisroel verharren zu dürfen, datz sie sich mit sich selber in Widerspruch setzen, wenn sie die Notwendigkeit der Organisation überhaupt verneinen. Ist ja auch die um den Führer als Mittelpunkt sich scharende Masse einer chassidischen Gruppe nichts anderes, als eine Organisation. Nur datz diese Organisation sich auf einen engen Kreis beschränkt und dadurch, gewollt oder ungewollt, solange sie sich nicht in das große Ganze h i n e i n st e l I t , die Wiederaufrichtung des von der Thora gewollten KIal Jisroel aufs schwerste schädigtj und in ungemessene Ferne hinausschiebt. Wir verkennen nicht, datz die harmonische Einigung der chassidischen Eruppenorganisation mit der umfassenden Klal-Organisation, wie jeder Fortschritt zum Guten, gewisse Schwierigkeiten in sich birgt. Aber diese Schwierigkeiten werden nicht dadurch überwunden, datz man alles beim alten läßt, sondern dadurch, datz man, wie es ehrlichen Jehudim gebührt, sich an einen Tisch setzt und sie in gemeinsamer Arbeit zu überwinden trachtet. Von der Zersplitterung, die heute immer noch im orthodoxen Lager herrscht, haben nur die Feinde des G'ttesrciches Freude und Nutzen. Aus der Bewegung. - Hamburg. Auf Einladung der A. J.-Jugend und 'Mädchengruppe hielt Herr Wolf S. Jacobson, Berlin hier am 4. Tischrc einen Vortrag, der auch von Mitgliedern der Orts- und Frauengruppe zahlreich besucht war. Das Thema: „An der Wende" gab dem Referenten Gelegenheit, darzustellen, in welcher Weise und auf welchem Weg wir in diesen Zeiten innerer und äuherer Enge wieder zur wahren jüdisch-frohen' Lebensform und Lebensbetätigung gelangen. Dieser Weg führt durch Tschuwo zu G'tt, durch Tefillo zum eigenen Ich, durch Zedoko zur Menschengeineinschaft. Den Weg zu bereiten, die dem Einzelnen sich entgegenstürmenden Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen, das sei Ausgabe der jüdischen Gemeinde, der jüdischen Gemeinschaft. Diesen Gemeinschaftgeist zu stärken, diese Gemeinschaftsarbeit zu leisten, das fei die Aufgabe einer ihres Zieles bewußten Agudojugend, doppelt und dreifach dort, wo die örtlichen Verhältnisse dieses Ziel zu gefährden, zu verschieben drohen. Am Schluß seiner aus den Quellen des Talmuds, der Mussar- und Chassidimliteratur geschöpften Ausführungen streifte der Referent auch die Hamburger Verhältnisse, wo Unverantwortliche die Ehre des More dasro in jüngster und allerjüngster Zeit in tief beschämender Weise gekränkt und wo Verantwortliche die der Stimme ihres Gewissens folgenden Orthodoxen zu entrechten drohen, indem sie ihnen jene Gemeinschaftsehrenrechte nehmen wollen, die sie Machallele Schabbos und Auchle Trefaus willig zuerkennen. Namens der Agudas Jisroel protestierte der Referent gegen dieses Beginnen und sagte: „Und wenn Sie mir entgegenhalten, datz es führende Männer der deutschen Agudas Jisroel seien, die hier der Entrechtung der Orthodorie Vorschub leisten, so mögen Sie es niir glauben. Mögen diese Herren auch in unseren Gremien sitzen, dennoch protestiert Agudas Jisroel durch ihr ganzes Sein gegen den jüdischen Rechtsbruch, der hier jüdischer Rechtsspruch werden soll." Im Anschluß an das Referat, dessen Inhalt und Ernst auf alle Anwesenden tiefen Eindruck machte, richtete Herr Rabbiner Rabbinow das Wort an die Jugend. Er forderte sie aus, den Weg zur Höhe vor allem durch unablässige Selbsterziehung zu gehen, durch Forschen in der Lehre und durch Leben in der Lehre. „Werden Sie lebendige Sifre Tauro und man mutz, ob man will oder nicht das von Ihnen vorgelebte Judentum überall als das wahre und echte anerkennen." Mit Dankesworten an die Referenten schloß alsdann der Vorsitzende Alex Heckscher, den würdig verlaufenen Abend. B. I. Hannover. Am man 'v nav hielt Herr Rabbiner Duketz aus - Altona, der anläßlich einer Inspektionsreise zufällig in Hannover weilte, in der hiesigen Aguoas Jisroel Orts- und Jugendgruppe einen Vortrag. Der Redner begann seine Ausführungen mit dem Gedanken des mnv' rS Er wies darauf hin, datz in Hannover, der Stadt des rrns* 'w und des w'm, ehedem Las tiefe Tauroh-Studium in hoher Blüte stand, in den letzten Jahrzehnten aber erschreckend zurückgegangen sei. Durch die Neugründung einer hiesigen Talmud Torah- Schule durch die Agudas Jisroel-Keren Hatauroh hat aber das Lernen wieder neuen Impuls bekommen. Im Anschluß an die Worte des Elulpsalms mims nn« richtete er aldann an die besonders zahlreich erschienenen jugendlichen Zuhörer Worte der Mahnung. Durch die ihm eigene temperamentvolle Art verstand es der Redner, seine Zuhörer während des ganzen Vortrages zu fesseln. Herr Rabbiner Duketz wird uns nach den o’aiü d’»’ n*ya wieder mit einem Vortrage beehren. H. L. Bratislava. Die Bratislavaer Judenschaft hatte am letzten Montag einen erlebnisreichen Abend von höchstem, jüdisch-geistigem Genuß. Die Agudas Jisroel-Orts- .und Jugendgruppe veranstaltete einen Vortragsabend, an chem die Herren Dr. Isaak Breuer und Dr. Calomon Ehrmann aus Frankfurt a. M. als Redner auftraten. Dr. Breuer sprach über das Thema „Jüdischer Mensch und jüdisches Volk". Dr. Ehrmann über „Von Palästina zu Erez-Jisroel". Der gute Ruf, der den Rednern voranging, sowie die Themata, über die sie sprachen, zogen ein zahlreiches Publikum an. Eine nach Hunderten zählende Zuhörerschaft aus allen Kreisen der Bratislavaer Juden füllte den geräumigen Tatrasaal. Der Vorsitzende, Herr Jakob Joel Braun, begrüßte mit einigen einleitenden Sätzen, die Erschienenen, namentlich den unermüdlichen, geistesfrischen Agudaführer Herrn Wolf Pappenheim aus Wien, den vollzählig anwesenden Vorstand der orthodoxen Gemeinde und besonders die beiden Redner des Abends. Mit rauschendem Beifall empfangen, begann Herr Dr. Isaak Breuer seinen von allen Anwesenden mit Spannung erwarteten Vortrag. Mit der tfjm eigenen scharfen und klaren Diktion umschrieb er in seinen auch rednerisch ungemein wirksamer Ausführungen zunächst die Wesenszüge des irdischen Einzelmenschen und des jüdischen Volkes, der „jüdischen Nation". In seinem Verhältnis zum Schöpfer erkennt der einzelne Jude in G'tt „unseren Vater", während er in „unserem König" den uneingeschränkten Souverän der jüdischen Gesamtheit erblickt. Davon ausgehend, unterzog der Redner das Verhalten der Juden in der Gegenwart den Erkenntnissen gegenüber, die sich aus der geoffenbarten Thora erschließen, einer scharfen, philosophisch und soziologisch begründeten Kritik. Thora und Mizwoh üben in seinem Privat- und Einzelleben, bedeute, vom Gesichtspunkt der wahren jüdischen Erkenntnis betrachtet, im besten Falle die Anerkennung G'ttes als uurr- Ihm und seiner Thora das Recht auf bedingungslose Regentschaft über alle Lebensinhalte der Gesamtheit theoretisch oder praktisch versagen, heißt, ihn nicht auch als anerkennen. Dieses Königtum G'ttes in Israel kommt in seiner ganzen Entfaltung nur im wahren, jüdischen Staat, wenn er auf seiner Höhe ist, zur Geltung. Die Thora das wahre, von G'tt gewollte Recht, gelangt nur in diesem Staate zur vollendeten Verwirklichung. Sich zu einem jüdischen Staatswesen bekennen oder irgend eine jüdische Gemeinschaft bilden helfen, die nicht bedingungslos von vornherein auf die Souveränität der Tauroh aufgebaut ist, bedeutet' eine Leugnung eineH, wesentlichen Teiles der G'ttesoffenbarung, wenngleich derselbe Einzelmensch sonst G'tt, dem Schöpfer und Fürsorger, aufrichtig dient. Die Zerstörung des jüdischen Staatswesens durch das erste und zweite pmn hat ckllerdings die Souveränität G'ttes als u'aiw stark beeinträchtigt, sie hat sie aber nicht vernichtet: denn in ihren „unteren Verwaltungsbezirken" wurde sie auch nach dein pmn erhalten. Diesen „unteren Verwaltungsbezirk" erblickt Redner in der jüdischen Gemeinde, die in ihrem freilich stark eingeschränkten Wirkungskreis prinzipiell ein Abbild des jüdischen Staatswesens bietet. Hier angelangt, fand der Redner Gelegenheit, der orthodoxen jüdischen Gemeinde eine thoragemäße Sinndeutung von lichtvoller Klarheit und erhabenster Größe zu geben. Dabei unterzog er den Zionismus als Verkörperer und Künder der thoralosen jüdischen Gemeinschaft einer unerbittlich scharfen und in ihrer logischen Bündigkeit unwiderleglichen Kritik. Eben deshalb, weil Redner in dem philosophischen Unterbau seiner Gedanken die „jüdische Nation" als den höchsten Ausdruck des G'tteswillens bejahte, wirkte sein vernichtendes Urteil über jüdische Gemeinde und jüdische Gechen zur Arbeit zur Verfügung, die auch sofort am nav 'ksi» mit der Arbeit begannen. Da unsere Veranstaltung sich nach dem zweistündigen Vortrag bis „Nacht" hinzog, hatte ich nur wenig Gelegenheit, Studien zu machen, d. h. wenn man nicht die ganze.Reise, als solche betrachtet. Ein wahrer, ,'n emp war es, zu sehen, daß alle Läden am nav geschlossen find' und. keiner tu» ist. „Streiml" und „Vekesche" beherrschten die Straße und als aus einem cmnn nu vom „dawnen" nur Frauen im Spitzentuch erschienen, hörte ich auf meine erstaunte Frage, daß dort in diesem »"na das Tragen eines Hutes verboten sei. Der Besuch eines „Rebben" erhöhte den tuet und ich konnte ihn um 11 Uhr nachts von niisv vi-v nach Hause wandern sehen, begleitet von einer Menge, die laut singend und tanzend durch de Straßen zog und es war mir, wie wenn all die Graubärtigen plötzlich wieder jung geworden seien, so elastisch und temperamentvoll war der Tanz anzuschauen. Nach den verschiedenen Besuchern, denen ich über alles mögliche Auskunft geben mußte, und auch uns begleiteten ca. 100 Leute nach Hause, verging der rat» harmonisch, wie er begonnen und die Eindrücke die ich hatte, waren weit besser, als es nach den Vorurteilen, die einem allenthalben eingeimpft werden, zu erwarten stand. Die Intelligenz bei den jungen Mädchen ist groß und das Interesse an jüdischen Dingen muß nur geweckt und gefördert werden. So sagte mir eine in ihrer schlichten jiddischen Sprache: „Früher habe ich immer gemeint, daß ich dumm bin, wenn ich mrrni rmx oder jH3 lese; so haben mir immer meine Kolleginnen gesagt. Jetzt haben. Sie mich aufmerksam gemacht, daß ich sogar stolz darauf sein darf und daß meine Freundinnen im Nachteil sind. Jetzt fühle ich mich nicht mehr zurückgesetzt." Hier zeigt sich also, wie nötig die '"a- Schulen sind. Die Kinder sind allerliebst, wie überall und ich mußte ihnen versprechen, daß die Lehrerin bald kommt, damit Fradele. Peirele und Reisele auch bald jüdisch lernen. Zu Chust wird der Schule wahrscheinlich auch ein '"a,-Kindergartem angegliedert, der sich dort ebenso notwendig erweist 'wie die Schule. — Es ist mit Bestimmtheit zu erwarten, daß all die guten Pläne auch zur, Wirklichkeit reifen und unter diesen Wünschen verabschiedet ich mich am andern Morgen frühzeitig, um das mir schon bekannte U z h o r o ü aufzusuchen. Dort wurde ich wie eine alte Bekannte mit großer Freude von einer Schar junger Mädchen und Kinder empfangen, die sich alle schon zu meinen Schülerinnen rechneten und ganze Berge von Blumen zum Empfang aufgeboten hatten. Die Stunden bis zum Vortrag waren der praktischen Beratung und Arbeit gewidmet. Ich bezog mein früheres Quartier, in dem ich schon ganz zu Hause war und zur festgesetzten Stunde fuhr mich derselbe Kutscher zum Voartragssaal. Er war ordentlich stolz darauf, daß er mich schon wieder fahren durfte. „Unser Saal" war bei meinem Erscheinen überfüllt und brausender Applaus war mein ''bv Gruß. Dann mußte ich die Einzelnen begrüßen und wieder erkennen, wobei es nicht ohne Heiterkeit abging. Man glaubte, ich wollte schon dort in Uzhorod bleiben und war sehr enttäuscht, als ich vertröstete, daß ich selbst zwar nicht bleibell, aber einen zuverlässigen Menschen besorgen werde, der die Schule leitet. Die Einweihung soll ja auch wirklich schon amananv» vvn stattfinden. Mein Vortrag „Die jüdische Frau in Vergangenheit Gegenwart und Zukunft" hatte die Einschreibung weiterer ca. 100 Schülerinnen zur Folge und somit konnte das Komitee, das sehr rührig ist, mit dem Erfolg zufrieden sein. Nach einer gemütlichen „Jause" war der offizielle Besuch zu Ende und um 8 Uhr abends begab ich mich unter den besten Wünschen und wiederum begeistert von der Liebenswürdigkeit und Freundlichkeit des llzhoroder Publikums, zur Bahn. Glaubt Ihr aber, damit ist meine Schilderung zu Ende, so irrt Ihr Euch. Im Zuge hatte ich noch evrige nette Erlebnisse und Begegnungen, so daß ich wrklich bereichert nach Hause fuhr. In meinem Kupee befanden sich nämlich neben etwa 10 Nichtjuden auch 6 Glaubensgenossen. Da es gerade .im» (für deutsche Begriffe beinahe «»» 2'»»» )-Zcit war, suchten sie sich noch 4 pw-Männer und wie der Zug sich in Bewegung setzte, begannen sie laut nm» zu beten mit einer Selbstverständlichkeit, als feien sie in Schul. Die Mitreisenden, soweit sie nüchtern waren, verhielten sich ruhig und keine Miene verriet, ob sie. an den Vorgängen Anteil nehmen oder nicht. Während des Betens setzte die Zugkontrolle aus und der einzige Mensch, der ihre ruia störte, war ich, da ich doch natürlich auf vup und nsvp reagierte, was ihnen wohl noch nicht vorgekommen sein mag. Pötzlich beim Schluß-nach iZ'i'S' erlaubte sich ein Nichtjude, der wohl nicht mehr nüchtern war, den Ton des Vorbeters nachzuahmen. Sofort stürzten sich das ganze Minjan auf ihn. Du Beheme, was brüllst di wi an Ochs un an Esel, di Beheme di! (Auf Jiddisch ist das aber noch viel origineller, das Geschimpfe) und sie zogen den Störenfried bei Nase und Ohren, daß ihm „Hören und Sehen" verging. Glaubt Ihr aber, seine Glaubensgenossen kamen ihn: zu Hilfe, weit gefehlt. keiner rührte sich vom Fleck und erst, als der Ruhestörer das Kupee verlassen hatte, war der Frieden wieder hergestellt. Alsdann knüpfte einer der pn« Männer, der sich nachher als Sohn des Coper '"i an entpuppte, mit mir ein Gespräch an und sagte mir. in Jugoslawen, das er oft bereise, seien die Juden noch viel ungestörter. So kamen wir auf allerlei von Welt und Juden zu sprechen und ich konnte bei ihm ein außerwöhnliches i-^-Gefühl feststellen, das hierzulande nicht alltäglich ist. So vermutete ich, daß er auch unseren Ideen nicht fernsteht, was sich bestätigte. Er sagte mir,