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Der Israelit · 1932-10-13 · Heft 42-43 (13.10.1932) · page 24

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Journal
Der Israelit
Volume
73 (1932)
Issue
Heft 42-43 (13.10.1932)
Date
1932-10-13
Page
– (sequence 24)
Language
German
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Seite 4 Nr. 11 msinschaft, wenn sie sich der ihnen gestellten Thoraausgabe entziehen oder sie als eventuell „tolerierte" Nebenerscheinung auch dulden, aber nicht als „Konstituante" des Judentums anerkennen und sie nicht zum Daseinsziel machen, auf die Zuhörerschaft mit unwiderstehlicher Ueberzeugungskrast. Die Fülle der Gedanken, die hierbei in scharf pointierten Sätzen zum Ausdruck kamen, gestaltete den Vortrag zu einem seltenen geistigen Erlebnis, das wohl allen Anwesenden unvergeßlich bleiben wird. Der Redner wurde an vielen markanten Stellen seines Vortrages von frenetischem Beifall unterbrochen, der sich zum Schlüsse zu einer großartigen, minutenlang anhaltenden, applaudierenden Kundgebung der allgemeinen Zustimmung steigerte. Gewissermaßen als Exempel auf die von Dr. Breuer dargelegte jüdiche Verfassungslehre beleuchtete Herr Dr. Salomon E h r m a n n die praktische jüdische Arbeit für Erez Iisroel im Sinne des Chasam Sofer b~i, wie sie sich im Tätigkeitsprogramm der Agudas Iisroel auswirkt. An der Hand geistreicher .imn »iai aus den Schriften dieses Genius loci, wies er den wahren jüdichen Sinn der Fürsorge für Erez Iisroel auf. Im Gegensatz zu „Palästina", dem Sinnbild des von der Thora nicht beherrschten und nicht regulierten Landes, das gleich allen anderen Ländern aus dem Boden, auf dem das Volk seßhaft ist, eine ry macht, kann „Erez Iisroel" nur die von G'tt gewollte, im Judentum der Thora verankerte Heimat bedeuten, die ein Bestandteil des jüdischen Gemeinschaftslebens ist. Was der Zionismus lehrt und betätigt, ist, auch wenn das Land von Kindern des jüdischen Volkes bewohnt und bearbeitet wird, nichts anderes als ein „Palästina" eines kleinen Balkanstaates, das die Menschen nicht glücklicher macht als irgendwelches Golusland. Das Judentum aber sehnt sich nach „Erez Iisroel" und nicht einem „Palästina". Hierbei entwickelte der Redner das Erez Jisroel-Programm der Aguda in seinen aktuellen Teilen und forderte die Anwesenden unter dem lauten Veisall der Versammelten auf, sich einhellig der Aguda anzuschließen. Herr I. I. Braun dankte sodann den Rednern namens der begeisterten Versammlung für den inhaltsreichen „Lernabend", zu dem sie den „Vortragsabend" erhoben, und schloß die wohlgelungene und harmonisch verlaufene Veranstaltung unter den Tönen des „Hikowzu"-Liedes, in das die Versammlung einstimmte. Berichtigung. In Spalte 3 des in der vorigen Ausgabe der „Blätter" veröffentlichten Aufsatz „Lin Lebenslauf" ist das Wort „Bürgerperfonäl" abzuändern in „Büropersonal." Erinnerungen an kattowitz. Wir veröffentlichen in dieser und den nächstfolgenden Nummern mehrfachen Anregungen folgend, die uns von älteren Teilnehmern an der kattowitzer Konferenz zugegangen sind, eine Reibe von hebräischen Begrüßungen, die damals von den angesehensten rabbinischen Führern der Zeit an das provisorische Komitee der Agudas Iisroel gerichtet wurden und die auch für kommende Zeiten von hohem geschichtlichen Interesse sind. Die Veröffentlichung erfolgt in der alphabetischen Reihenfolge der Ortsnamen. daß fein Vater mit dem Schulinspektor seines Ortes freundschaftlich stehe und es zuwege gebracht habe, daß dieser den Unterricht in der' staatlichen Elementarschule so eingerichtet hat, daß die jüdischen Kinder am vav von dem Besuch der Schule befreit sind, wohlbemerkt von dem Besuch, nicht nur von den warri-v- Dagegen mußte der Raw sich natürlich verpflichten, daß die jüdischen Kinder die Staatsschule und nicht die der Minderheiten besuchen. Diese sind vom Besuch am natf nicht befreit. Das ist ein einzig dastehender Fall, da hierzulande die Kinder, soweit keine jüdischen Elementarschulen vorhanden sind, immer fiat? zur Schule gehen müssen, aber von den ivdk?» befreit sind. Trotz aller Loyalität ist das nicht zu erreichen und von größtem Schaden für die Kinder, da sie zumindest den halben nas? in nichtjüdischer Umgebung zubringen, die noch außerdem atheistisch ist. An der Umsteigstation gesellten sich zu mir plötzlich mehrere Leute, die mir unbekannt schienen, die mich aber sehr gut kannten und mich nach dem Resultat meiner Fahrten frugen. Sie waren auf einer njuin und darum an dem Besuch des Vortrages verhindert, hörten von meiner Durchfahrt und wollten mich wenigstens auf dem Bahnsteig begrüßen. Auf der Weitersahrt reiste wiederum ein 'ti.t mit mir, der sich lebhaft für ’-a interessierte, den ich nie zuvor kannte, der sich aber als Freund unserer Arbeit legitimierte, so daß ich ihm versprechen mußte, daß er einmal meinem Unterricht beiwohnen darf. So waren also auch die Bahnfahrten mehr oder weniger für unsere Arbeit von Nutzen und auch in Kaschau bestürmt man mich auf jedem Weg, den ich tue, mit Fragen und Auskünften über die Schule. „Wenn einer eine Reife, tut, so kann er was erzählen", und da ich Sonntag, so G'tt will, in Sevlus sein werde, werde ich meinen Reisebericht bald fort- D e r -I s r a e l i t Blätter Grand-Rabbinat Aleppo (Syrie). .p"Db 3"31)3 ]1'D 1"D 331D D3M bnj b3;tdj> 'nnDts/i ,23332 tn^a '33333J n'bbs rrmnon 3v'b nibnan DnTroffno vimdd □’3ysn nniD'3. n&nh) .bjoty bb3 mowo iVDcyb lmiym ini3bi''bM3£y' Dy“? cnöDi o'p'1321 □»non! in'bs»3i urch! b'33 . ni3J D32y "n .3'3in mro! 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Während der „Propaganda-Periode" werden mich meine erwachsenen Schülerinnen insofern vertreten, als sie die niio-Vorträge teils selbständig, teils nach meiner Ausarbeitung halten werden, da ich hierzu nicht auch noch Zeit habe. So ist Praktisches mit Nützlichem verbunden, denn auch hier in Kosice bleibt die Arbeit natürlich nicht stehen. Zum Schluß noch einige gute Antworten meiner Schulkinder: Wir sprechen von nvn 'bei Was das ist, ist allen natürlich bekannt. Eine Zehnjährige meldet sich: „Fräulein ist das nicht derselbe Gedanke , wie bei ivarr ap?’, als er von zu Hause weggegangen ist, gelobte er auch für v"apv,daß er Ihm alles verzehnten werde, wenn Er ihn behütet und wohlbehalten. nach Haufe bringt, ihm Brot zum Essen und Kleider zum Ankleiden gebe?" ks'i nviv hatten wir davon gesprochen, seitdem nicht mehr. In einer Klasse von 11—12 jährigen erkläre ich den Begriff des rwyn und der nairm- Sagt eine 11 jährige: „„Fräulein, wegen mir soll der n'v» nicht sein Kommen verzögern, ich werde fortan nur Kleider mit langen Aermeln tragen." Wir sprechen vom sagt eine: „Aber viele Leute empfinden doch gar nicht, daß wir im mbi sind, sie haben alles, was sie brauchen, leben ohne Sorgen. Verzögert dann auch mv» sein Kommen, weil diese ihn nicht sehr ersehnen?" Ich könnte beliebig von allen Phasen des jüdischen Lebens solche Schüler-Aussagen bringen; dies soll für heute genug sein und zeigen, wieviel Intelligenz hier aus falsches Gebiet abgelenkt worden wäre, wenn die Schulen nicht rechtzeitig ins Leben gerufen worden wären. Auch von den Erwachsenen könnte ich Aehnliches bringen, doch das ein anderes Mal; der Bericht ist groß genug. '; - 13. Oktober '1932 .333.3 331?j;Rb D3J Ijbw 31333 31131 3133 bM3tT- DP3b 313333 313'Ml 333 33'J3 1J33p3 33'bl3 3ty.N 'JIUP tyiM'1 331331 333 '31MQ 33^131 31D 331-O .RTD 331/2 3DDM3 3Dbl33 3M 31T,b D3'333b 3332 'JJ3 AM PIVOT D3'bl33 3VM 33131/3 'D3D1 3033 3M1 .p3J31 3jy&N3 b33 Dvb 3tyb 332 3J/33 U'3331 1J2y PP D'33b DD3Sy by /3 A'v" '3 3bS3 AMI 3lbJ3 D' '333/2 by 3M3L/' 3J'DD p'133b U33131 D'2B/3Sy 1J'3M 'Jöb J11»3 3bst' 3E/M- 31? 3'blt sj.3bl .bM3£7'“f3M3 3b3J3 bMI 33U23 ZM 331M M'33,b 33 'M3'b 333 D3'333b 3DSD3 '333 .b y 11 y 3 "33 3J1323 b"\ 3"L/J J1MJ3 3"12Mb3 3 1 3 Rabbiner Schneiersohn, Bobrujsk. .pD'133M3 ,3"31/3 P"3DDb 3"b 3"3 ,'3b3p p'IIMDMpb 3D'DM3b D3J2131 D3M'3p blp 3D'DM3 P]33ty3b 01S31 '3Z/3 AM 3bl31 ££/lb3 '3 DM “2 “M .,3M3',31 ,3313,3 pp 323.31 313,3',3 pHTlb 3'£7M3 .Rt!/p 333 1,31 jl'D 3"'“M"'b (213 3M lb'3J“t£/ D’3332 31D'br,3 M13b "'D13 A33b ]21 33b R'R ...□'333 31'M 311)1 D'1)D1J3 'Dl 'D 31)33 1"1)1 □331)3 D3332 Ly"133 D3'3' AJ31 . n J " ' 3 2 VJ Oberrabbiner Isaak Friedmann Bojan. ,}M'M3 ,3"3p3 '"32b 3 "2 3"',3iJ>3! 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