Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 73 (1932)
- Issue
- Heft 35 (25.8.1932)
- Date
- 1932-08-25
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 Nr. 35 D er Israelit 25. August 1932 alle Tage des Ferienmonates in dem schönen „Tivoligarten", dessen Besitzer sich stets von neuem auf die Ankunft der liebgewordenen Gäste freut. Unter Aufsicht von drei Hortleiterinnen entwickelte sich schnell und in schöner Harmonie ein vergnügtes Ferienleben; gesellige Spi</e und zum Ausruhen für jedes Kind ein Liegestuhl, dabei angemessene Verpflegung und dazu die herrliche Sonne — ist es da zu verwundern, daß sich die Mädchen wiederum ausgezeichnet erholen konnten und daß durchschnittliche Gewichtszunahme in einer Höhe zu verzeichnen sind, die sogar von regelrechten Kinderheimen kaum erreicht wird? Den unermüdlichen Damen, die in diesem Jahre der Trauer um die Gründerin des Hortes besonders hingebungsvoll für das Zustandekommen des Werkes arbeiteten, gebührt aufrichtiger Dank und dem Henriette Besthoff-Hort, der nicht nur in den Ferien, sondern das ganze Jahr hindurch für die von ihm betreuten Kinder Freude und Segen bedeutet, gebührt die wärmste Sympathie und nie erlahmende Förderung von Seiten aller Kreise, damit der Fortbestand dieser segensreichen Einrichtung auch weiterhin gesichert bleibe. Mussacvorträge im Mekor Chastm. Der Anregung aus Mitgliederkreisen folgend, beabsichtigen wir an den Sonntagen des Ellül-Monats durch geeignete Pe.sönlichkci en Mussar-Borträge in unserem Lokal halten lassen. Wir weisen unsere oerehrlichten Mitglieder und Freunde bereits heute aus die Veranstaltungen hin und werden nächste Woche an dieser Stelle Zeitpunkt der Vorträge und Redner bekannt geben. Gemeindevertretung der Jrrarl ti'chen Gemriudr. Man könnte es als hübsch und förderlich betrachten, wenn man im stände gewesen wäre, den Verhandlungen der Gemeindevertretung der Israelitischen Gemeinde am 17. August in allen Teilen zu folgen. Aber da der Vorsitzende sich wieder einmal seine Leisesprecherstimme zugelegt hatte, gegen die auch einige Gemeindevertreter opponierten, unv da manches, so z. B. der Bericht des Gefängnissselensorgers in das Gebiet der persönlichen Einsichtnahme verwiesen wurde, so muh sich ein Bericht auf Bruchstücke beschränken. — Am bedauerlichsten war wohl die Mitteilung, dah Rechtsanwalt Simon aus Gesundheitsrücksichteu aus der Gememdevertretung ausgcschieden ist, er war einer ihrer besten Köpfe und glänzendster Redner. An seine Stelle tritt Frau Emilie Darmstädter. — Haben wir recht gehört, so hat sich der Vorstand den — ja nicht wesentlichen — Abänderungsvorschlägen der Gemeindevertretung zum Haushaltsplan angcschlossen. Wie erinnerlich sein dürste, konnten der I ü d i sch e n Wohlfahrtspflege nur vcrhältnismähig geringe Mittel zur Verfügung gestellt werden. Der Vorstand legt nun einen Beschluß vor, dah diese Mittel ausschliehlich der offenen Wohlfahrtspflege zu gute kommen sollen. Unter Anerkennung der bedauerlichen Erwartung, dah in prari die Sache wohl derart gehandhabt werden müsse, wehren sich doch Finanzkommission unb Soziale Kommission gegen eine so scharf zupackende Formulierung. Wenn auch Untersuchungen ergeben hätten, dah die geschlossenen Anstalten dank ihrer eigenen Werbetätigkeit im Allgemeinen in der Lage seien, sich selbst zu erhalten, also keines Zuschusses bedürften, so wolle man doch nichr von vorneherein einen Riegel vorschieben, der es unter Unlständen verbiete, das Tor im Geringsten zu öffnen. Das Wort „ausschliehlich" wird durch das lohnbarere „insbesondere" ersetzt. Die Toynb'ee-Halle erhält zu Ehren des verstorbenen Rabbiner Lazarus den Namen „Arnold Lazarus-Halle." Die Wochenschrift „Sonntagsgruh", von deren Herausgeber Pfarrer Probst letzhin in diesen Blättern die Rede war', wird auch stets im Gefängnis in Preungesheim verteilt, was wohl kaum zum guten konfessionellen Einvernehmen unter den Gefangenen beitragen dürfte. Dio Gemeinde wird sich mit der Eefängnisverwallung in Verbindung setzen, im klebrigen sind wir der Meinung, dah der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und auch die Frankfurter Zeitung sich einmal der Sache annehmen sollten, insbesondere da behauptet wird, das Blatt sei ein offizielles Organ der Evangelischen Landessynode. Rudolf Kahn hat dem Krankenhaus Gagernstrahe eine Schenkung von 600 Bänden für seine Bibliothek gemacht. Angetanst wurden einige Kultusgegenstände in nicht sehr hohem Werte. Eine Srfecwcihr in Bad Homburg. Am n®»n, den 17. August, fand im Sanatorium D r. G o l d s ch m i d t in Bad Homburg anlählich der 6. Jahrzeit des Gründers, Dr. Siegfried Goldschmidt V"xr, eine schlichte und eindrucksvolle Feier aus Anlah der Einweihung einer neuen nun nsv statt. Nach den üblichen „Einschreibungen", sowie den Gesängen unter Leitung des Herrn Oberkantors Herz und den niopn hiell Herr Rabbiner Dr. Wreschner in der .Sanatorium- Synagoge eine schöne feierliche Ansprache, in der er aus die Bedeutung des Tages, besonders der nx'nv nixv n"o hinwies, sowie die Stisterin des Sefer, Frau Dr. Goldschmidt, würdigte. Bei dem gemütlichen Beisammensein hob Herr Rabbiner Dr. Wreschner in seiner Rede besonders den religiösen Charakter des Sanatoriums hervor, und verlieh dem ärztlichen Leiter des Sanatoriums, Herrn Dr. Leib o w i tz als Zeichen der Anerkennung seiner Verdienste, die er sich nicht nur auf medizinischem, sondern auch auf geistig religiösem Gebiete erworben, den ixn-Titel. Herr P. A b r a m o w gedachte in einer mit vielen Talmudzitaten geschmückten Rede seines Schwiegersohns Dr. Goldschmidt b"i, und kennzeichnet den Geist, in dem er dieses Haus gründete und der nach dem Worte ivrrn,tj apy’ v'3kauch heute noch stets treulich gehütet wird. Herr Dr. I. Leibowitz dankte herzlichst Herrn Rabbiner Dr. Wreschner für die ihm durch Verleihung des non-Titels erwiesene Auszeichnung und schilderte in geistreichen Ausführungen die Bedeutung aer rro na’na. Herr stud. rer. pol. P. W olkmann wies in einer halachifch-gefchichtlich aufgebauten Rede den engen Zusammenhang zwischen 3X3 nvv rwnn und nun nso jon nach. Zum Schluß dankte ein ehemaliger Gast des Sanatoriums, Herr Bergen, im Namen der Gäste Frau Dr. Goldschmidt und Herrn Leibowitz. Die würdige Feier gestaltete sich zu einer wahren nix» bv nn»v und hiuterlieh bei den Teilnehmern einen erhebenden Eindruck. "P. W. Eine Brrufung. ■ Herr Kalman Weitz, Hörer unserer Thoralehranstalt n3'D'/der schon als Kind große niom-Eignung zeigte, wurde von der SynagogenoiVrrnn non ni>'»ain Buenos Ayres (Argentinien), als Kantor für die Hohen Feiertage berufen. Herr Weitz hat die Reise nach Argentinien bereits angetreten. Frankfurter vereinskaleuder. Bettln Mekor Chajlm. Schabbos abend eine Stunde vor Nacht Midrasch. Schlußvortrag, Herr Studienrat Josef Kaufmann. Samstag morgen nach Schul im Hörfaal: Dinim, Herr Dr. E. Posen — nachmittags 3/4 Stunde vor Mincho im Beremslokal Mikro, Herr Dr. W. Hofmann. — 4 Uhr (ebenso Sonntag 8.30 Uhr vorm.) im Vereinslokal Gemoro. Herr I. Soffer. Sonntag morgens nach Schul (ebenso Mittwoch), ctk ”n, Herr Red. S. Schachnowitz. — Vormittags 9.15 Uhr (ebenso Dienstag 6.30 Uhr) Gemoro. Montag (auch Donnerstag) nach Schul: Mifchna Mitgliedeclernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) Gemoro Herr Rabbiner Dr. Iof. Breuer. — abends 8.15 Uhr. (auch Donnerstag) Gemoro Herr Dc- E. Posen Tienstag (auch Freitag) nach Schul: Mifchna. Herr Dr. E. Posen Von Montag bis Freitag morgens nach Schul im Sitzungszimmer Gemoro. Herr Dr. S. Ehrmann. Sonntag, Dienstag und Mittwoch abends 8.16 Uhr, im Vereinslokal Schaßlernen. Herr Herz Holpern. Iahrzeilsftifkungen. D31P» 27. August: Leopold Lob-Stiftung. Dienstag, 30. August: Rosa Seckel, geb. Schottenfels- Stiftung. Mittwoch, 31. August: Jsac Vier-Stiftung. Liwjalh Ehen. Samstag nach Mincho (5.15 Uhr), im Hörfaal Friedberger Anlage, Vortrag des Herr S. Schachnowitz: „An der Quelle des Schma-Gebetes." Gebetzeiten, nun raff Freitag abend 6.45 Samstag n»Dffn 6.30 Samstag morg. 7.45 Predigt Samstag nachm. 1.00 u. 5.00 Samstag abend 8.10 Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 6 30 T>fillin-Legen am Morgen 4.30 Familiennachrichten. Barmzwoh: Willi, Sohn des Samuel Flnkelstein, Köln-Ehrenfeld, 's mw, Synagoge Israel. Kinderheim Lützowftraße. — Max, Sohn öes Benjamin Meyer, am d’D3e? 'a mv, 3. September, Hamburg, Klaus-Synagoge, Rutschbahn 11. Verlobte: Ruth Frankfurter, Joses Löwy, Vinkovci (Jugoslavien). Gestorben: Herr Jakob Strauß, Lehrer, Griesheim bei Dormstadt, 11. Aug. (Tischo beaw), im 60. Lebensjahr^ Der Sommer ist im Vergehen, die Abende werden länger. Gute Beleuchtung wird jedem für Arbeit, die man des Abends ansführt, wieeec mehr Bedürfnis. Anheröcm nahen wieder Feiertage und eite neue Umzugsperiode heran. Für jeden Bedarf liefert Ihnen billigst die Firma Ing. A. I. Heinrich, hier, Hanauerlandstrahe 33, Lampen, Glühbirnen etc. Neuanlagen werden preiswert ausgcführt. Vorauf h'äge kostenlos und unverbindlich. Auch für Radio führt die obige Firma alles Erforderliche und preiswert Neuanlagen und Reparaturen werden prompt und billigst erledigt. (Siehe Inserat). Herr Herbert Levi, der Inhaber der Firma A. 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K a u f m a n n. in Sprendlingen (Kr. Offenbach). — Verlag oes Israelit und Hermon G. m. t>. tz., Frankfurt a. M. - Druck Hermon Druckerei. Frankfurt a. M. Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen an Dr. ISAAK BAMBERGER und FRAU Gerda geb. Lewinski Hamburg 13, Heinrich Barthstr. 23 71 "3 Die glückliche Geburt eines Sohnes zeigen ISRAEL ROSENBAUM und FRAU Bine geb. Turner höflichst an Berlin In nächster Nähe Franlcfurls (in 40 Min. bequem erreichbar) in hochgeleg. herrlich. Taunusluftkurort können S'st DauerpensSonäre tehövn0enr großem Park umgeben, unmittelbar am Wald, zu allerbilligst. Tagespreisen bei streng ritueller, erstklassiger Verpflegung Aufnahme finden. Auch besonders geeignet für vorübergehenden Aufenthalt für Erholungsbedürftige u pensionierte Beamte. Bequemer schön. Winteraufenthalt. Allererste Refer. orthod. deutscher Rabbonim. Anmeldung, u. Anfragen unt. S. 90 an Ann.-Büro Jeidel, Sandweg 6, Frankfurt a. M. Baer. flhodatii Israel (deutsch. 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