Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 73 (1932)
- Issue
- Heft 26 (23.6.1932)
- Date
- 1932-06-23
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Nr. 26 23. Juni 1932 DerJsraeliL Die Woche. Vom Haushaltsplan der Israelitischen Gemeinde. Der am 16. Juni der Gemeindevertretung präsentierte ordentliche Etat für 1932/33 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit RM. 1.238.000 (wir nennen stets runde Ziffern) ist gegenüber dem Vorjahr um RM. 380.000 kleiner und weist ein ungedecktes Defizit von ca. RM. 135.000 auf. Gegenüber RM. 321.000 ist jetzt Las Unterrichtswesen nur mit RM. 180.000 dotiert. Das P h ilantropin erhält einen Zuschuß von RM. 150.000 und wird zu weiteren Abbau- und Einsparungsmaßnahmen aufgeforüert. (Es hat in diesem Jahre 132.000 eingespart.) Die Jüdische Wohlfahrtspflege ist in ihrer Subvention von RM. 140.000 auf RM. 85.000 herabgesetzt, mithin um RM. 55.000 gekürzt. Sie sucht sich aus der Not dadurch zu helfen, daß sie durch eine große Reihe ehrenamtlich tätiger Damen Mitglieder mit Monatsbeiträgen von Mk. 1.— bis Mk. 2.— wirbt — bereits mit einigem Erfolg. — Für das Krankenhaus werden RM. 53.000, für das Schwesternhaus RM. 3000 bewilligt. Besoldung erfordert insgesamt RM. 466.000. Von wesentlichem Belange ist die Tatsache, daß sich die Gemeinde nunmehr zur Einführung der Vermögenssteuer entschlossen hat. Mitglieder, die keine Einkommensteuer zahlen oder deren Einkommensteuerzahlung hinter ihrer Vermögenssteuer zurückbleibt, müssen ab 1. April d. I. als Kultussteuer einen Zuschlag von 15 Proz. zur Reichsvermögenssteuer zahlen. Im Uebrigen ist das Kultussteueraufkommen auf RM. 779.000 geschätzt, die Ausgaben von RM. 38.000. Beim Kapitel „Krankenhaus" wird beschlossen, die Einführung der freien Arztwahl auch fürdie III. Klasse ernsthaft in Erwägung zu ziehen, obgleich manche mit Rücksicht auf die unausbleibliche bedeutende Erschwerung des Betriebs bei einem so großen Krankenhaus die Möglichkeit der Durchführung dieser Maßnahme bezweifeln. . Der gut vorbereitete und auch der Gemeindevertretung bereits vorher in der Hauptsache bekannte Etat wird, mit jeweils den halben Summen, für ein halbes Jahr angenommen, um am 1. Oktober freie Hand zu haben. Vorlage des außerordentlichen Etats bleibt Vorbehalten. f Der Mädchenhort will in die Sonne ... Wir stehen noch unter dem Eindruck des Heimgangs von Frau Henriette Besthoff. Unter allen anderen Denkmälern^ die sich diese Frau errichtet hat, ragt der Mädchenhort lervor, der gerade jetzt, bei Herannahen der Sommerferien, uns ruft, uns bittet, uns verpflichtet. Man pflegte an Denkmälern verdienter Menschen Blumen niederzulegen. Welche Blume legen wir an diesem Denkmal Henriette Besthoffs hin? Die Blume der Kindesliebe, indem wir es ermöglichen, daß die Hortkinder, wie zu Lebzeiten der Hortbegründerin, auch in diesem Sommer in die Lust, in die Sonne, in den Wald hinaüskommen und dort ihre Lungen kräftigen für den heute doppelt schweren Kampf des Lebens, dort ein paar Wochen Freude und Wärme empfangen für ein Leben, das ach so arm ist an Liebe und Sonnenschein. Die Tage der Ferien, der Freiheit und der Freude für das Kind nahen. Wer brächte es übers Herz, sich selbst und seinen Kindern die Ruhe und Erholung zu gönnen, ohne jener Kinder zu gedenken, die es genau so nötig und noch nötiger brauchen! Wir schmücken das schönste Denkmal Frau Henriette Besthoffs dadurch, daß wir für ihren Hort zum Zwecke der Walderholung seiner Kinder spenden. Eine Zahl auf einem Blättchen unter Postschecknummer 6645 bedeutet eine Segenssaat, die Ernte für die eigenen Kinder einbringt. Briefkasten. K. I. in Z>. Der Knabe wird m 's 5. November mxa in. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr Dr. E. Posen — nachmittags 2/4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal Mikro, Herr Dr. W. Hofmann. — 4 Uhr (ebenso Sonntag 8.30 Uhr vorm.) im Vereinslokal Gemoro. Herr I. Soffer. Eine Stunde vor Nacht, Midrasch, Herr Gerson Schnerb. Sonntag morgens nach Schul (ebenso Mittwoch), Herr S. Schachnowitz, vin "n — vormittags 9.15 Uhr (ebenso Dienstag 6.30 Uhr) Gemoro. Hern Rabb.-Aff. G. Posen. Montag (auch Donnerstag) nach Schul: Mifchna Mitgliederlernen. — abends 7'Uhr (auch Mittwoch) Gemoro. Herr Rabbiner Dr. Jost Breuer. — abends 8.15 Uhr (auch Donnerstag) Gemoro Herr Dr- E. Posen Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mifchna. Herr Dr. E. Posen. . Von Montag bis Freitag morgens' nach' Schul im Sitzungszimmer Gemoro. Herr Dr. S. Ehrmann. Sonntag, Dienstag und Mittwoch abends 8.15 Uhr im Vereinslokal Schaßlernen. Herr Herz Halpern. - Jahrzeilsstiftungen. Sonntag, 26. Juni: Rabbiner Seligmann Fromm-Stiftung. Montag, 27. Juni: Erna Weil-Stiftung. Donnerstag, 30. Juni: SusanneMarburg er-Stiftung. Freitag, 1. Juli: Rektor Benjamin Falk-Stiftung. Agudas Jisroel-Zugendgruppe e. V. (Alle Schiurim wie üblich!) Liwjath Chen. Samstag mittags, 51/4 Uhr, Vortrag des Herrn S: Schachnowitz im Hörsaal Friedberger Anlage. „Eldod und« Medod, was sie sagten und uns sagen." Agudiskische Schüler-Gemeinschaft. (A. S. G0- Am Sabbat, den 25. Juni 17.30 Uhr findet AUsspracheabend statt. Einleitend spricht Herr Dr. A. M e r z-- b a ch über den Schöpfungsbericht der Thora. Ortsgruppe Frankfurt a. 2N. des Jüdischen Frauenbundes». Arbeitssitzung den 30. Juni 10 Uhr Langestr. 3„ 1... Gebetzeiten. nnip Freitag abend 7.45 Samstag nrrdivn 6.30 Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 1.00 u. 5.00 Samstag abenb 9.40 Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Tefillin-Legen am Morgen 2.35 hochfeinste PflanzenbuUer-Margarijae mit Wertreklame Man verlange Gutscheine! feinste Pflanzenbutter - Margarine. die feine Tafel-Margarine _ _ 3/ 4 ein Schlager im Zeichen h/ 4 des Preisabbaues I Ladenpreis 5Z J Hergestellt unter Aufsicht des Rabbinats der Israel. Religionsgeselischaft Frankfurt am Main Erste Elberlelder Margarine-Fabrik Gebr. Baum, W.-Elberield Gen.-Vertreter für Süddeutsch!« s Robert Aron Frankiurt a. M.t Osiendstr. 41. ifiwwmpiwwwiwHwii Wir beehren uns, zu der s. G.w. am Samstag, den 2. Juli 1932, 'S v"v, im ..355?’ 3"YN’3, Rechneigrabenstr. 12,2 stattfindenden HISS *13-1?eier unseres Sohnes *>K1E?’ freundlichst einzuladen Frankfurt a. M. Josef Padawer und Frau 5S?*n: 5 Uhr nachm, in der Wohnung Uhlandstr. 51 Dentist MAX AUSTERLITZ u. FRAU Tilly geb. Dorfzaun zeigen die Geburt ihres Sohnes an Frankfurt a. M., 21. Juni Sandweg 2 z. Zt. Krankenhaus Gagernstraße außer Samstag. Zu allen Krankenkassen zugelassen Facharzt für Lungen- und Herzkranke Bockenheimer Landstraße 124 Sprechzeit: 9—10 vorm., 3—5 nachm. “ ~ Telef. 77104 . Die Geburt eines Sohnes zeigen hocherfreut an Dr. med. Ernst Freimann und Frau Eva geb. Heckscher Frankfurt a. M, 19. Juni 1932 Hanauerlandstr. 14 15,Siwan5ö92 z. Zt. Krankenhaus Gagernstr. Gleichzeitig laden wir Freunde und Bekannte hcrzlichst zum -qt ein. Unsere geliebte Mutter Frau Chaja Michaelis geh- Slraschun ist nach längerem Leiden von uns gegangen. Die trauernden Hinterbliebenen. Frankfurt a. M., Scheffelstraße 22. Die Beerdigung hat Sonntag, den 19, Juni vom Portal des Friedhofs der isr. Religionsgeselischaft aus stattgefunden. I QNGULUS IHNE 6EGENÜBER D.FRANKFURTER HOFi ALLEINVERKAUF JETZT NÜR; b etH HA NNSTRASSE 56 S. HOLLÄNDER FRANKFURT AM MAIN ECKENH.-LDSTR. 127 ♦ TEL. ZEPP. 52014 Großes Lager fertiger Grabmäler Versand nach allen Plätzen ZISELEUR u.BILDHAUER LEO HOROVITZ Die Familie eines vor Jahresfrist verstorbenen bedeutenden Rabbiners, in mitteldeutscher Großstadt lebend, befindet sich in bitterer Not, da die bisher zu ihrer Erhaltung geleisteten Beiträge infolge Verarmung der Geber auf ein Nichts zusammengeschmolzen sind. Es werden auf diesem Wege einmalige und dauernde Beiträge erbeten, um das Äeußerste zu verhüten. Spenden unter 3806 c auf Postscheckkonto Verlag des Israelit Frankfurt am Main 19 802 erbeten. n'üm 1/2 vbv am an Vd AROSA B. Lewin Te PENSION LIBANON Mitteilung Meinen verehrten Gästen und dem geehrt. Publikum zurgefl. Kenntnisnahme, daß ich meine Pension nach dem Hotel METROPOL verlegt habe. DasHaus (Neubau) 50 Betten, sämtl. Zimmer fließ, kalt und warm Wasser, Telefonanschl., mit herrl. Aussicht auf das Strandbad, gemütl. mod. Aufenthaltsräume, Privat- Schweiz 1800 m ü. 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