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Der Israelit · 1932-06-23 · Heft 26 (23.6.1932) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
73 (1932)
Issue
Heft 26 (23.6.1932)
Date
1932-06-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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23. Juni 1932 Der Israelit Nr. 26 Seite 3 1932 so sehr t reiner *r vor ungsr jetzt re Aufbemüht, Wollet ssichtigt, t seiner ustellen. 1 wohlhaben, ng des einzu- Willen . Unser ollendet ser der len. uns zu die sich Erzien r. in der er tatersten Gipfel Lt dem k alisiert k t jeher i cufflcht § s ruht 6 B Tode 1 per- 8 roim 8 pro- 8 H in 8 ntett E aber I Israel, f indern r Büu n g! ü h r t iz in latiker sronie wohl wird. che n. fromfehen I P. U n i f - W i ent- K Ideal 8 ühren K >er in 8! und 8 'er in 8 r nur 8 viele Lehre, s für ' die i die i, da h der >t ein i. Sie >ie ist r, die widg sei, ernen seines alle V'X hier Men^; berj tende aus ovene sars i n der Person des Herrn Schmuel Weber, um zwar nicht die Waisenkinder im Diskin'fchen Waisenhaus vor den profanen Büchern zu retten, wohl aber um den Kassenschrank und das Lankkonto des Waisenhauses unter die sichere Aufsicht des Oberrcrbbinates von Palästina zu bringen. wir sind nicht gewöhnt, an dieser Stelle so starke Ausdrücke zu gebrauchen. Aber wir sind der Rleinung, daß in diesem Falle jede höfliche Verschleierung des Tatbestandes ein verbrechen wäre. Cs geht mn die Zukunft der ehrlichen religiösen Treue im heiligen Lande, es geht um den Schutz der religiösen Gewissensfreibeit gegenüber einer machtgierigen, von äußeren Faktoren hin und berge w o r f e n e n geistlichen Instanz. wöge die jüdische Welt diesseits und jenseits des Ozeans die Augen aufmachen und möge sich eine Phalanx der am ständigen wenschen bilden, die dem von Herrn Schmuel Aron Weber geleiteten Oberrabbinat zurufen: Bis hierher und nicht weiter! Ihr möget versuchen, die Kneses Israel zu bekehren, und ihr die religiöse weihe zu erteilen — außerhalb der Riauern dieser Kneses Israel enden Cure Rechte, und die gesicherte H e i m st ä t t e f ü r die alte j ü d i s ch e w ahrbeit, die Rabbiner Sonnen seid erbaut hat, werdet Ihr mit all Türen gesetz- und thorawidrigen Herrschgelüsten nicht ü b e r r e n n e n können: .arp'rna ‘inr’ Dnrv’an v'p'nx Aufruf erlassen, der für die „Lösung der Iuöensrage" folgendes Programms vorsteht: Widerruf der den Juden gewährten politischen Rechte, verbot jüdischen Bodenbesitzes. Revision der Cinbürgerung von Juden. Ausweisung der seit dem!. August 1914 eingewanderten Juden, die bisher die rumänische Staatsangehörigkeit nicht erlangt haben. Ausweisung der Juden aus den Landgemeinden und Aufteilung des ländlichen jüdischen Grundbesitzes unter die rumänischen Bauern. Enteignung aller möglichen jüdischen Besitzrechte auf Wälder, Bergwerke usw. Ausschluß der Juden von allen staatlichen Lieferungen, öffentlichen Arbeiten und öffentlichen Aemtern. Einführung der prozentnorm auf allen Gebieten des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens. Wan sieht, daß dieses Programm eine verzweifelte Aehnlichkeit mit demjenigen der deutschen Rationalsozialisten hat, nur daß leider bei der ganz hochgradigen Verwilderung des öffentlichen Lebens in Rumänien die Auswirkungen einer auch nur partiellen Verwirklichung dieses Programms für Leben und Sicherheit der jüdischen Gemeinden gar nicht pessimistisch genug beurteilt werden können. Das zeigen die haarsträubenden Berichte über die amtlichen Terrorakte gegen einzelne mißliebige jüdische Individuen, die des Kommunismus oder sonst irgend welcher staatsgefährlicher Gesinnung beschuldigt werden. Die berüchtigte „eiserne Garde", die von der vorigen Regierung aufgelöst worden war, marschiert wieder durch die Straßen von Bukarest, und man darf sich nicht wundern, wenn das ohnedies nicht sehr große vertrauen zu der Regierung Va^da-Voyvod dadurch nicht gerade gestärkt wird. So kann man der Entwicklung der Dinge in Rumänien nur mit lebhafte: Besorgnis entgegcnsehen. Der Jüdische Welk Kongretz. Wochenrundschcru. Aus demrumänischenWnhlkampf. In Rumänien haben die Vorbereitungen für die Witte Juli stattfindenden Wahlen zu Kammer und Senat eingesetzt, und es ist begreiflich, daß man in der rumänischen Iudenheit angesichts der schicksalsschweren Bedeutung dieses Wahlkampfes der Entwicklung der Dinge mit pochendem Herzen folgt. Ueber den Aufmarsch der jüdischen Parteien haben wir bereits im Rachrichtenteil der vorigen Rümmer berichtet. Von nichtjüdsscher Seite hat die von E u z a geführte Antisemiten-Liga für „national-christliche Einheit" den Kampf mit der Einweihung eines neuen Parteihauses in Bukarest begonnen und zugleich einen während sich die Stimmen mehren, die, im Einklang mit der ursprünglich von uns allein vertretenen ablehnenden Haltung gegenüber dem Gedanken eines Jüdischen Welt-Kongresses zur Verteidigung der jüdischen Interessen, in der Verwirklichung dieser immer wiederkehrenden gespenstischen Idee keinen Vorteil, sondern die größte Gefahr erblicken, hat der „Amerikanisch-Jüdische Kongreß" nunmehr an die jüdischen Organisationen Europas Einladungen zu einer Art von Vorkonferenz verschickt, die Witte August in Genf stattfinden und das Weltkongreß-Projekt beraten soll. Zwar wird in öem Einladungsschreiben betont, daß die Teilnahme an dieser Konferenz noch keine Festlegung der delegierenden Organisationen auf den Welt-Kongreß be-! deute, aber cs ist doch die Befürchtung nicht von der iHand zu weisen, daß das Schwergewicht einer ein¬ '«“W» ’33 ■»33^ man 2L7 1V?X nnnn nXTV Das ist die Lehre, die Moses Israel vorlegte, — mit feinem Leben ihm einprägte: nii'vn 'v*? rwan may, Demut ist die Vorstufe der vollendeten Charakterlauterkeit. Die wahre Größe gibt sich in der Bescheidenheit kund, 'av^ may naa Die Demut sichert ungeteilte Anerkennung und Würde. Wir verhimmeln unsere Großen und Größten nicht. Moses aber lebt als größter Lehrer seines Volkes in der dankbaren Erinnerung seines ganzen Volkes fort. Die Anerkennung und Würdigung der Lehre Mosis, wie sie sein Leben uns kündet, ist das schönste Denkmal, das wir seinem Wirken immer von neuem setzen und verbürgt uns: imap nx rs Ni' xi>i „Niemand kennt sein Grab." Moses lebt unter uns ewig, weil Mosis Leben und seine Lehre in unendlicher Vollkommenheit übereinstimmend für G'ttes Lehre zeugen. Gleichnisworte des wm fvn- Aus dem Hebräischen*) übertragen von Dr. A. Mchalski. I. Ein Dörfler steht auf dem Bahnhof. Staunend betrachtet er die Züge. Der Stationsvorsteher gibt das Zeichen zur Abfahrt. Auf seinen Wink setzt sich der Zug in Bewegung. Sicherlich ist er der Besitzer der Züge, der Eigentümer des Bahnhofs, denn ihm gehorchen alle Zugführer. So denkt der Dörfler in seiner Einfalt. Er ahnt nicht den sorgfältig ausgearbeiteten Fahrplan, nach dem der Fahrdienstleiter sich richtet. Er denkt nicht an *) Veröffentlicht von Sch. Schänfeld, Wien, in der Festschrift für Jacob Nosenheim, Frankfurt a. M. 1931. das Eisenbahnministerium, in dem die Abfahrtszeiten bestimmt werden. - Naturgesetze regeln den Weltenlauf. Gleich dem Stationsvorsteher veranlassen sie Bewegung und Entwicklung. Sie sind die Ursache der erzeugten Wirkung. Unverständige und Ungläubige halten sie für Beherrscher und Eigentümer der Welt. Sie ahnen nicht den sorgfältig bedachten Weisheitsplän, nach dem sie sich richten. Sie denken nicht an die besondere, ins Kleinste gehende Vorsorge im himmlischen Ministerium, in dem Alles bestimmt wird. II. Im Palast stehen des Königs Diener. In Samt und Seide sind sie gekleidet. Im Reisegewand, gegen die Unbilden der Witterung geschützt, verlassen, andere Diener den Palast. Unscheinbar ist ihre Kleidung, doch bedeutsamer ist ihre Sendung. Im geheimen Auftrag sollen sie in entfernte Gegenden eilen, im Dienste des Königs tätig zu sein. Klugheit und Geschick erheischt ihre Aufgabe. Besonders Geeignete werden hierzu erwählt. Wertvoller sind sie dem König als die, die ständig in Prachtgewändern ihm ihre Aufwartung machen. Von der Reife zurückgekehrt, tauschen sie das Reisegewand wieder gegen königliche Kleidung ein. Reicher Lohn wartet ihrer, wenn sie ihre Dienstreise erfolgreich beendet. In körperloses Lichtgewand gehüllt, stehen die Engel am Throne G'ttes. Im Dienste G'ttes sollen die Menschen aus des Lebens verschlungenen Pfaden tätig sein. Unscheinbarer ist des Körpers Gewand, in das sie gehüllt, doch bedeutsamer ist ihre Sendung. Klugheit und Treue erheischt ihre Aufgabe. Von der Lebensreise zurückgekehrt, tauschen sie des Körpers Hülle gegen der Seele strahlendes Lichtgewand ein. Reicher Lohn wartet ihrer, wenn sie ihre Dienstreise erfolgreich beendet. mal zusammengetretenen internationalen Konferenz, sobald sie nur einigermaßen vollständig beschickt ist, von den Initiatoren dennoch in den Dienst ihrer leidenschaftlich verfolgten Idee gestellt werden wird. Um so erfreulicher ist es, daß diese Woche wiederum das Votum einer großen angesehenen Organisation vorliegt, die besonnen genug ist, um die Gefahrenquelle, die hier geschaffen werden soll, klar zu erkennen. Es ist der Jüdische Frauenbund, der der Reichsarbeitsgemeinschaft der jüdischen Landesverbände das nachfolgende Schreiben übermittelt hat. „Aus Pressenotizen entnehmen wir, daß von Amerika ausgehend, ein Plan erwogen wird, einen jüdischen Weltkongreß einguberufen. Der Vorstand des Jüdischen Frauenbundes möchte gegen einen solchen Plan, bevor er festere Form gefunden hat, warnend die Stimme erheben. Die Stimmung der ganzen Welt ist zur Zeit eine Gegnerschaft gegen uns Juden. Unserer Ansicht nach sollten heute die Juden aller Länder in getreuer Erfüllung ihrer staatsbürgerlichen, religiösen und sozialen Pflichten, in der stillen Pflege einzel-persönlicher Fähigkeiten auf allen geistigen Gebieten unvordringlich ihr Genüge zu finden suchen. Das schließt nicht aus, daß man alle bereits bestehenden internationalen Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Zusammenstehens pflegt und ausbaut, jedoch soll man vermeiden, durch einen jüdischen Weltkongreß, der sich nur in weithin sichtbaren und kostspieligen Formen darß-eten kann, ohne zwingende Notwendigkeit, die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zu lenken. Das würde aus den verschiedensten Gründen Anlaß zu übelwollenden Bemerkungen, gehässigen Auslassungen und vertiefter Feindseligkeit der jeweiligen nationalen und sozialen Umwelt geben. Für die Ablehnung eines solchen Unternehmens, wie ein Jüdischer Weltkongreß, spricht aber auch außer den außerjüdischen, sozialpolitischen Gründen noch die Wahrscheinlichkeit, daß ein solcher Kongreß nicht das Bild eines einig starken Judentums, sondern der tatsächlich zerrissenen, zerklüfteten, uneinigen Iudenheit bieten würde. Auch das muß vermieden werden. Namens der im Jüdischen Frauenbund organisierten jüdischen Frauen Deutschlands möchten wir unsere starken Bedenken zum Ausdruck bringen und Zurückhaltung empfehlen." Dieses Schreiben betont zwar mit einer gewissen Einseitigkeit lediglich die Rücksicht auf die Außenwelt und erschöpft daher nicht den ganzen Umfang der Bedenken, die wir seit Jahren im Hinblick auch auf die innere jüdische Lage gegen den Welt-Kongreß ins Feld geführt haben, aber es dürfte nichtsdestoweniger geeignet fein, zum mindesten für Deutschland in voller Schwere gegen die Weiterverfolgung dieser und aller ähnlichen Projekte in die wagschale zu fallen. Inzwischen kommt auch aus Rewyork die Rachricht, daß das sogenannte „American Jewish Committee“ sowie die Vereinigung der größten amerikanischen Synagogen die Teilnahme an der Genfer Vorkonferenz abgelehnt haben. Kleines Feuilleton. Ein nachgelassenes Werk Rabbiner Dr. Sinai Schiffers V"XT* Einem lang gehegten Wunsche der vielen Verehrer des früheren Rabbiners der Israelitischen Religionsgesellschaft in Karlsruhe, Dr. Sinai Schiffer tragen die Herausgeber seiner Responsen*), seine Schwiegersöhne, Rechnung. Weit über diesen Kreis hinaus werden die geistvollen Ausführungen dieses Schülers des ans ivio Beachtung finden. Meisterhaft ist die Beherrschung und Darstellung der Q’anpxi und o>aiinx* Einleuchtend sind die Gründe, in denen die eigene Meinung verankert ist. Mit dem gediegenen Wissen verbindet sich eine scharfe, klare Beurteilung der modernen Verhältnisse Ganz aktuell sind die Fragen, die in verblüffenden Deduktionen, die von der xma ausgehen, ihre Beantwortung finden. Eindeutig und präzis sind die Entscheidungen, die sich mit zwingender Logik aus den Untersuchungen ergeben. Die Frage, in welchen Fällen es gestattet ist, eine rmb zu tun, trotzdem man von ihr befreit ist, führt zur Erörterung der Verpflichtung des pi-vn-Legens eines pix„ wenn die Beerdigung durch Polizeivorschrift verzögert wird. Die leider oft aktuelle Frage, ob auch diejenigen, die keine pt-vn legen, zu ran gezählt werden dürfen und v'ip sagen sollen, findet eine tief spürende, psychologisch schürfende Behandlung. Das p^vv-Legen am n"vin wird von Grund auf geprüft und axr mip» vinm p »a'v i"min am nx» -a-ani ’ino mt? (* •pixa ynnoVixpa d’xt> i>npa “raxi ai lyvwv

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