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Der Israelit · 1932-06-09 · Heft 24 (9.6.1932) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
73 (1932)
Issue
Heft 24 (9.6.1932)
Date
1932-06-09
Page
– (sequence 19)
Language
German
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-- 9. Juni-1932 Der I s ra t 1 it Nr. 24 Seite 3 tuellen Aufgaben. Niemand, der verantwortlich ist für die Zukunft seiner Religion, kann der Verpflichtung sich entschlagen, die religiös-feindlichen Strömungen zu bekämpfen und die Menschen, die durch Schicksal und Erziehung ihrem G'tte entfremdet sind, wieder an den seelischen Urquell zurückzuführen. ' In vorbildlicher Weise widmet sich Adam einer Diskussion über Wesen und Aufgabe der Apologetik. Er gibt zunächst einen interessanten Ueberblick über Systeme der Vergangenheit, die hauptsächlich im philosophischen Rationalismus wurzelten und die Religion mit den Mitteln der Philosophie begründen zu können glaubten. Daran schließt sich dann eine Darstellung der eigenen Auffassung des Verfassers, der die Aufgabe der Apologetik, ihre Begründung und Voraussetzung prüft und dann ihre Durchführung kennzeichnet gegenüber dem Tatbestand aller Bewußtseinshindernisse und in Darlegung der Methoden, die bald einen Angriff, bald eine Abwehr oder eine Anknüpfung bedeuten. Das Werk ist für die speziellen Bedürfnisse der protestantischen Kirche geschrieben, aber es gibt auch sehr wertvolle allgemeine Gesichtspunkte, ganz besonders in der Darlegung der Seelenverfassung des heutigen Menschen, der durch Parten- und Jugendeinflüsse ebenso wie durch die schweren Schicksalserlebnisse den Zusammenhang mit der Bibel verloren hat. Die vornehme Sachlichkeit, in der das Ganze gehalten ist, und die Fülle wissenschaftlicher Materialien, die beigebracht werden, verdienen ebenso rückhaltlose Anerkennung wie die klare Disposition und die Brauchbarkeit der Register im Quellennachweis. Neunzehntes Jahrbuch der Schopenhauer - Gesellschaft 1932, Heidelberg 1932. Carl Winters Universitätsbuchhandlung. Das vorliegende Jahrbuch der Schopenhauer-Gesellschaft stellt in den Mittelpunkt das von der Gesellschaft bei ihrer letzten Tagung in Hamburg-Altona behandelte Generalthema.- „Theorie und Wirklichkeit". Die zu diesem Thema in der philosophischen Abteilung des Buches beigesteuerten Beiträge von William Stern-Hamburg (Theorie und Wirklichkeit als metaphysisches Problem), Friedrich L i p s i s u s - Leipzig (Theorie und Wirklichkeit vom Standpunkt des Erkenntnistheoretikers und Naturphilosophen), Brunno Wehnert -Hamburg (Zur Aussprache über Theorie und Wirklichkeit),, Leo Hamburger - Frankfurt a. M. (Der Pragmatismus und seine Ueberwindung), Ludwig Fulda- Berlin (Schopenhauer und das Problem der Willensfreiheit), Franz Mockr a u e r - Dresden (Die Verantwortung des geistigen Menschen in der Krisis der Gegenwart) enthalten auch für den Leserkreis dieser Zeitschrift eine große Fülle wichtiger und bemerkenswerter Gedanken. Während Hamburgers Arbeit als einzige die Seelenstimmung des wissenschaftlichen Wahrheitsfanatikers wiüerspiegelt, der noch an die Möglichkeit absoluter Wahrheitsfindung auf dem Wege der wissenschaftlichen Forschungsmethoden glaubt, zeigen die Beiträge aller übrigen Philosophen, daß hiervon im Durchschnitt der heute durchdrungenen wissenschaftlichen Erkenntnis keine Rede mehr sein kann. Besonders scharf und deutlich spiegelt das der Aufsatz von Lipsisus wider, der in wunderbarer Klarheit die Abhängigkeit des scheinbar reinen Denkprozesses von den emotionalen und WillensJmpulsen jeder Gegenwart nachweist. Wie alles Erkennen im Willen, so wurzelt alles Denken überhaupt in dem breiten Boden einer Kulturepoche und ihrer Tendenzen. Damit ist auch das rationalistische Ideal einer reinen und gleichsam über den Dingen schwebenden Wahrheit und der naive wissenschaftliche Objektivismus mit seinem Glauben an die Möglichkeit einer völlig standpunktfreien Erkenntnis zu Grabe getragen. Es liegt aber auf der Hand, von welch entscheidender Bedeutung diese Erkenntnis, die ja ganz auf der Linie einer schon seit einem Jahrzehnt deutlich wahrnehmbaren philosophischen Entwicklung liegt, für die Unterbauung aller religiösen Weltanschauung ist. Die rein religiösen Erkenntnisquellen mit ihrer Gewißheit vorlogischer Art gewinnen damit einen ganz anderen Rang, als es der Fall fein konnte, solange die Wissenschaft in seltsamer Selbsttäuschung über die Zulänglichkeit der ratio noch gänzlich im unklaren war. Wenn Hamburger auf der anderen Seite den Pragmatismus von James in einer an sich wundervollen eindringlichen Darstellung als wissenschaftliche Unmöglichkeit entlarvt, so rennt er offene Türen ein, denn es ist selbstverständlich, daß die bloße Nützlichkeit einer Erkenntnis für die Lebensentsaltung allein ihre Wahrheit nicht beweisen kann. Wohl aber dürfte nicht zu bestreiten sein, daß die absolute Lebensseindlichkeit rein logischer Denkergebnisse zu starkem Mißtrauen gegen ihre Richtigkeit mahnt und bis zu diesem Grade ist der Pragmatismus immerhin im Recht. Das Jahrbuch hat auch sonst, insbesondere in seinen Buchbesprechungen, einen außerordentlich reichen Inhalt und ist für jeden an der philosophischen Entwicklung Interessierten eine kostbare Gabe. Die Arbeit am Charakter. Die neuere Psychotherapie in ihrer Anwendung auf Erziehung, Selbsterziehung und seelische Hilfeleistung. Von Dr. med. Fritz Künkel, Schwerin 19 31, Verlag Friedrich Bahn. Preis Mk. 4.30. Die vorliegende Schrift des bekannten, der Adler'- schen Schule ungehörigen Psychologen läßt mit besonderer Eindringlichkeit die nahe Verwandtschaft der modernen Psychotherapie mit den Tendenzen der jüdischen Mussarbewegung hervortreten. Die Behauptung mag auf den ersten Blick frappieren, weil man gewohnt ist, den brutalen Atheismus Siegmund Freuds, des Schöpfers der neueren Psychoanalyse, mit dem Wesen der psychologischen Methode zu identifizieren. Das ist aber ein kompletter Irrtum. Im Gegenteil muß man die materialistische Tendenz der Freud'schen Arbeiten als eine Kinderkrankheit der Psychoanalyse betrachten, die in zahlreichen Fällen ihre Erfolge gefährdet und die Wirksamkeit ihrer an sich fruchtbaren Heilmethoden illusorisch gemacht hat. Das gerade ist es, was bei Künkel in ganz bewußter Weise reformiert wird. Die.richtige Würdigung des Subjekt begriffes ist für Künkel geradezu die Grundlage aller Selenkunde und aller aus dieser Kenntnis des Seelischen hervorgehenden Therapien. Aber alle Subjektivität bleibt irrational. Die Voraussetzung eines in Freiheit, Verantwortung und Produktivität handelnden Subjektes, zugleich die Voraussetzung alles psychotherapeutischen Erfolges ist die innere Erneuerungsfähigkeit des Lebens, ist mit anderen Worten, G'tt und feine Gnade. Die Aufgabe der psychologischen Therazie ist lediglich die Beseitigung der H i ndernisse, die aus Abstammung, falscher Erziehung und krankhafter innerer Verstrickung der ewig neu freimachenden Wirkung des unerklärlichen g'ttlichen Freiheitsstrahles im Menschen entgegenwirken. Aber auch in praktischer Hinsicht sind Verwandtschaftszüge mit dem Mussar unverkennbar. Der Grundgedanke der Künkel'schen Theorien ist der Kampf gegen die Jchhaftigkeit, also gegen den übersteigerten Egoismus, der einmal in Minderwertigkeitsgefühle, einmal in gesteigertes Geltungsbedürfnis ausschlägt. Die Lektüre des Künkel'schen Werkes ist, so möchten wir sagen, selber ein Stück Mussar und ein tröstliches Zeichen für die aus der schaft für psychische Forschung" wird hier durch die Beobachtung der Aphasieen (Gedächtnisstörungen) die These gestützt, daß die telepathischen Phänomene keiner Wahrscheinlichkeitsrechnung zur Echtheitsprobe unterliegen können, sondern nur durch exakte Forschung über die Fähigkeiten, nicht sinnlich Wahrgenommenes geistig zu erfassen. Er schließt.mit einer Betrachtung über die Jugend und Entwicklungsmöglichkeit der exakten psychischen Forschung, die sich seither glänzend bewahrheitet hat. Die Psychik hat, wie Bergson geahnt, die anderen Wissenschaften an Ergebnisreichtum fast eingeholt; ja, sie marschiert an ihrer Spitze. Wir weredn nicht staunen, im vierten Vortrag Bergsons Traumtheorie noch ziemlich mechanistisch fundiert zu sehen. Doch ist manches inzwischen zum Gemeingut Gewordene in der Zustimmung zu dem Gedanken vorausgenommen, daß jede Sinnensphäre ihre Art der Träume-Hervorbringung hat. Vielleicht hätte es der seitherigen Psychoanalyse nichts geschadet, wenn sie die von B. innegehaltene Mittelstellung mehr gewahrt und von gewissen grandiosen Einseitigkeiten ferngeblieben wäre. (Dennoch kann es dieser Besprechung, welche einem gewissen Dankgefühle gegen Bergson resultiert, nicht versagt werden, einen kurzen dankbaren Blick zur genannten ganzen Psychologenschule zu erheben und zu konstatieren, daß. man nicht berechtigt ist, aus Animosität gegen das radikale Unglaubensbekenntnis ihres namengebenden Gründers, das durchaus nicht zu ihrer allgemein anerkannten Grundlehre gchört, die wertvollen psychischen Erkentnisse dieser Schule gering zu achten, die wie ein wahrer Chissuk Emuno wirken können. Man vergleiche nur (Berachoth 55—57 und Echn. rabbati 1, 50—60) die talmudischen Traumdeutungen mit denen von Freuds Schule. Vor allem aber beachte man, wie überzeugend seine Lehre vom Unterbewußten diejenigen Sejagim-Vorschriften der Weisen rechtfertigt, welche den geselligen Verkehr, alle unkeuschen Anwandlungen ersparen wollen, deren Existenz im B e w u ß t s e i n die Welt leugnet) Um Bergsons Theorie über das „falsche Wiedederkennen" zu verstehen, ist eine kurze Durchsicht seiner spezifischen Zeit-Theorie vonnöten, die, in ähnlicher Weise wie die hebräische Sprache, ein eigentliches „Präsens" für das selbsttätige, automatische Anschauen nicht anerkennt. Nicht das Vorkommen der fauste reconnaistance bei Einzelpersonen, sondern das Nichtvorkommen bei der Mehrheit bedarf der Erklärung. Das klare Gegenwartsgefühl ist Resultat geistigen, freien Tuns; in entspannter Geisteslage läßt diese Tätigkeit nach, und die Tempora des Gedächtnisses geraten ineinander. Nur die Tätigkeit des' Beziehungsuchens zur Umwelt, nur aktives, „handelndes" Denken hält Erinnerung und Erinnertes zu klarem Gegenwartsbilde beisammen. Ungewollte, aber auch unbewußt (aus Furcht usw.) gewollte Flucht vor der Außenwelt, stört diese Einheit und erzeugt das Gefühl des „Schongesehenhabens". Diese und ähnliche ältere Theorien werden durch Bergsons Zeiten-Auffassung zu einem neuen klaren Bilde der fauste reconnaissance vereinigt. Schon aus den vorigen Schilderungen ersieht man, welche Theorie der „Geistigen Anstrengung" Bergson im sechsten der Vorträge anbahnen muß. Wir wollen jedoch die genaue Schilderung der Bergson'schen Schilderung der „Geistigen Anstrengung" dem gewissenhaftesten Studium des Lesers empfehlen und mit dem Wunsche schließen, daß ein weiter, nicht auf Fachkreise beschränkter Leserkreis an diesem Sammelheftchen Vergson'sche Weisheit den Dank ermessen möge, den der gebildete gläubige Jude der Gegenwart dem großen Forscher der Gegenwart schuldet. Möge ihm vergönnt sein, sein System zur Ehre seiner Herkunft weiter auszubauen. - B. C. Sache selbst erwachsenden Antriebe zur Rückkehr voraussetzungsloser Wissenschaft zum Urquell aller Wahrheit. Dr. N. Die heilige Schrift des Allen Testamentes, übersetzt und erklärt in Verbindung mit Fachgelehrten, herausgegeben von Prof. Dr. Feld mann und Herkenn e, V. Band, 1. Abteilung: DasBuchJob, übers, und erklärt von P. Paul Szczygiel M. S. C.. B o n n 19 3 1, P. H a n ste i n, kl. 4° 258. Was vor kurzem an dieser Stelle über das N. Peters'sche Psalmwerk zu sagen war, gilt im Wesentlichen auch für Szczygiels Job. Als Werke mit bischöflichem Imprimatur sind diese Schriften dem sonst in der Bibelwissenschaft üblichen peinlich wirkenden Radikalismus ganz abhold. Aber bei Szczygiel kann man sehen, wieviel für uns Unannehmbares auch dann noch sich Zusammentragen läßt. Da der massoretische Text für den Katholiken nicht die gleiche Dignität wie für uns besitzt, so ist hier von wesentlichen Textänüerungen, auch aufgrund bloßer Textkonjunktur ausgiebig Gebrauch gemacht. Die Geschmacksurteile (167) und manche Umstellungen usw. muten schon durch ihren Ton in einem kirchlich sanktionierten Werke befremdlich an. Doch unbefangen gesteht Szczygiel S. 15/6 zu, daß das altbab. „Lied des leidenden Gerechten" nur sehr äußerliche Anklänge an Job aufweist und sich zur ethischen Höhe des Job-Buches nicht im Entferntesten erhebt. Daß Sc. (6, 165) wegen der Verse 3, 17—19 und 21, 23—26, die nur von der Gleichheit Aller im Grabe reden, dem Job-Buch unterstellt, es kenne keine jenseitige Vergeltung, — diese irrige Deutung ist wohl einem kirchlichen Dogma zugute zu halten, das keine vorchristliche Jenseitslehre anerkennen kann. Es ist nicht unsere Aufgabe, die Frage zu klären, ob es ein solches Dogma gibt. Doch selbst für diesen Fall wagen wir in unserer unruhigen Zeit den Wunsch, in bibelwissenschaftlichen Werken gleichviel welcher Richtung keine solchen Redewendungen mehr lesen zu müssen, die der volkstümlichen Phrase von der „Nurdiesseitigkeit jüdischen Denkens" einen Anschein von Wahrheit verleihen. Von jüdischen Kommentaren sind nur Buttenwieser und — Torczyner benutzt. Das Fehlen eines umfassenden nicht-neologen Jobkommentars macht sich hier empfindlich bemerkbar. Diehms prometheifcher Auffassung der Jobgestalt wird nirgends Folge geleistet, auch nicht der überlebten Quellenscheidung nach G'ttesnamen. Viele Ansätze sind vorhanden, mehr aus dem Inhalt als aus bloßen Sprachmerkmalen Schlüsse zu ziehen. Zeitlich Wert Sz. den Job als „Trostbuch aus der Zeit des herannahenden 1. Exils". Hierbei bleibe es nicht unerwähnt, daß es (nach A. Marcus) außer der talmudischen Auffassung, das Jobbuch sei Moses Werk, noch eine intern jüdische Ueberlieferung gibt, die es als Werk Jonatan ben Gersons ansieht (des Enkels Moses), der im Alter sein Götzenpriestertum bereute. Das düstere Zeitkolorit der Richterzeit paßt ebenso in die Rede Jobs wie das der letzten Känigsjahre, vielleicht bester. ' C. Praktisches Judentum (Richtlinien). Von Neman. Leipzig 1931. Gustav Engel Verlag. 174 S. Eine strenge Kritik an der Lebensführung moderner Juden. Anregungen auf allen Gebieten: Sexualität, Speisegesetze, Sabbat, Tierschutz, Gebet, Kunst, Rasse usw. Leider ist dem Vers, die Unbedingtheit der jüdischen Lehre nicht gewährleistet. In der Kritik traditioneller Vorschriften unterlaufen ihm manche sachliche Jrrtümer. Dies empfinden wir um so stärker, als Verf. gerade die Jugend zum Gesetz zurückrufen möchte. So macht er feine Waffe stumpf. Wenn das individuelle Gewissen entscheiden soll, in welchem Nahmen die jüdische Tradition Geltung hat, wo ist dann die Grenze? Vielleicht dürfen wir den Wunsch aussprechen, der Verfasser möge erkennen, wie gerade das „Praktische Judentum" in seiner überlieferten Gestalt Schutz vor all dem bieten kann, das er mit Recht an der Gegenwart tadelt. Sein Vekennermut und warmes Herz werden ihm zur Seite stehen. E. M. Disruptive Forces in Judaism. Yotmg Yewry’s Task. Von Dr. I. W a s s i l e v s k y, M a n ch e st e r. 20 Seiten. 2 sh. In diesem Vortrag geht es um das „Judenproblem". Die russische Judenheit sei verloren, westeuropäische Orthodoxie nicht lebendig, englisches Judentum im Verfall, Zionismus eine Organisation für Geldsamnllung. Die innere Ursache: wir leben nicht unsere eigene Individualität, sondern die Sitten und Ideale unserer Umgebung. Die Heilung: Rückkehr zum freien Geist der Bibel. „Wir fordern unser Land, nicht um anderen Völkern gleich zu sein oder unser Ghetto-Leben zu erneuern, sondern um das historische Leben unserer Vorväter fortzusetzen und Herren unseres Schicksals zu werden, nicht feine Diener." Der altjüdische Geist des Universalismus soll Auferstehung feiern. — Wir begrüßen diesen Weckruf an die jüdische Jugend, wenn auch das Ideal noch undeutlich ist und die Fruchtbarkeit gerade der Tradition für den Geist des Universalismus dem Verf. noch ungenügend zu Bewußtsein kam. M. Cid und Gelübde nach Talmud und Schulchan Aruch. Von I. Bernfeld. Berlin 193 0. Philo- V erlag. 3. verm. Aufl. (24 S., 95 Psg.) Die Schrift ist nach dem Nürnberger Talmud-Prozeß 1930 neu aufgelegt worden und angesichts der nicht endenden Anschuldigungen leider immer noch aktuell. Sie

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