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Der Israelit · 1932-05-04 · Heft 19 (4.5.1932) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
73 (1932)
Issue
Heft 19 (4.5.1932)
Date
1932-05-04
Page
– (sequence 7)
Language
German
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4. Mai-1932 Der Israelit Nr. 19 Seite 7 Personalien. Rabbi Mordechai Faust 98 Jahre. Fürth i. V. 1.-Mai Ein seltenes Geburtstagskind dürfte wohl unser ehrwürdiger Klausrabbiner, der Nestor der Talmide Chachomim Deutschlands, sein, der in körperlicher und geistiger Frische am nov 2n iidk seinen 98. Geburtstag beging, an dem sich selbst das Wort der talmudischen Alterstabelle mvV v'vNn ja kaum bewährte, da vielmehr die Kraft der Thauro und Emunoh ihn noch aufrecht und rüstig erhielt, sodatz noch heute jüngere und ältere Schüler seinen Schiurim. lauschen. Die gütige Vorsehung liest ihn noch M Doppeljubiläum begehen, indem es dieser Tage 50 Jahre sind, daß er an die Fürther Klaus berufen wurde, wo er 2 Generationen innerhalb dieses wahren vvip *>av durch sein Lernen und lebendiges Vorbild als pm, in Jiras Schomajim und Begeisterung für Thauro heranzog. In wieviel Landesteilen stehen heute vielleicht Menschen, verankert in nav, die hervorwuchs aus dem Saatkorn von R. Mordechai Faust's Schiurim. Gleichzeitig sind es 80 Jahre, dast er. damals als 18 jähriger, im Alter eines R. Elasar ben Asarjah, das Rabbmerdiplom der Hatoras Haurooh empfing und in diesem Sinne nTmV »’2i»p p, immer mehr heranwuchs als ein naa der Thauro, sodah Kinder und Enkel, seine Gemeinde, und der große Kreis seiner Verehrer mit berechtigtem Stolz zu ihm emporblicken, was auch vor 3 Jahren gelegentlich seines 95. Geburtstags durch herzliche Glückwünsche von Rabbiner- und Eemeindeverbänden, Stadt und Gemeinde, sowie den höchsten Stellen der Kreisregierung sowie des Reichskanzlers zum Ausdruck kam. Möge der Jubilar noch viele Jahre die>iin-M2 mit der Krone des Alters zur Zierde seiner Umgebung tragen. v"nv- Die Bestattung von Frau Rabbiner Horovitz n"ST fit Jerusalem. Jerusalem, 24. April. Am Montag, den 3. Nissan, traf in Jerusalem Herr Rabbiner Jonathan Horovitz ein, um die Heimgegangene Gattin aus Frankfurt nach der heiligen Stätte auf dem Oelberg zu überführen. Eine nach Tausenden zählende Menge erwartete am Schaare Zedek-Spital in der Jasfastratze die Bahre. Mn sah neben den offiziellen Vertretern der Agudas Jisroel und der Aschkenasim- Gemeinde viele bedeutende Rabbiner, leitende Persönlichkeiten der verschiedenen Institute, sowie die Schüler der unteren Klassen der Talmud Thora-Schulen. Die Bestattung erlitt dadurch Verzögerung, daß das Schiff infolge des Sturmes in Jaffa nicht anlegen konnte und nach Haifa fahren mutzte. Dadurch mutzte die n'a Die Geburt eines Töchterchens zeigen an Jacob Serlui und Frau Miriam eeb. Wolf Ffm., a"2£in p’3 rra — 1. Mai 32 Windeckstr. 56 von 11 Uhr morgens auf 5 Uhr nachmittags verschoben werden..;;- Um diese Stunde setzte sich der Zug in der Jaffastratze in Bewegung. Vor Mea Shearim schloß sich ihm noch eine große Menge an. Man sah u. a. auch Vertreter aus Tel-Awiw und den Kolonien, Chacham Rabbi Meir u. v. m. Mit Rücksicht auf Nissan wurde von weiteren Hespcdim abgesehen. Nur Rabbi Tokzinsky, Leiter der Talmud Thora und Jeschiwa „Ez Ehajim", hielt eine kurze Rede, in der er alle Leistungen von Rabbiner Horovitz für Erez Israel und seine Thorainstitutionen, insbesondere in den Kriegsjahren, rühmend hervorhob. Er bemerkte zunr Schluß, daß bei all dieser erfolgreichen Arbeit die nun zur letzten Ruhe kommende Rabbinerfrau in hervorragendem Matze mitbeteiligt war. Die Thorainstitutionen in Jerusalem werden das Andenken der seltenen Frau ewig Hochhalten. In stiller Trauer geleitete die Menge die Heimkehrende zum »mm in hinaus, wo sie v'p'mcn nnap Vxrr nvjpaxni, ihre letzte Ruhe fand. n"a2m. Treuchtlingen, 1. Mai. Ani Tage vor no» au? wurde hier Frau Regine Mayer im Alter von 71 Jahren zu Grabe getragen. Mit ihr ist der Stolz dieser alten Kehilloh von uns gegangen, eine seltene Frau, deren Leben vorbildlich, war auf allen Gebieten jüdischen Wirkens. Sie hatte es verstanden, ihre Güte und Klugheit auszuwerten als ’ fürsorgliche Mutter ihres großen Familienkreises, als würdige Gattin ihres ob seiner Frömmigkeit und Rechtlichkeit in jüdischen und nichtjüdischen Kreisen gleich angesehenen Mannes,,aber auch als Helferin und Beraterin der Armen. Es patzte ganz zu ihrer Bescheidenheit, daß an ihrem Grabe von »'isvn abgesehen werden mutzte, trotzdem würdigte Herr Rabbiner Dr. Mannes '"2aus Schwabach, sowie Herr Hauptlehrer FUlder in wenigen, aber herzlichen. Worte ihre edle Persönlichkeit vor einem ganz ungewöhnlich großen Kreis, der aus nah und fern trotz der Pessäch-Nähe sich zusammengefunden hatte, um der Heimgegangenen den letzten Zoll liebevoller Verehrung zu beweisen. -n"nx2n Hatzfurt, 25. April. Am 7. Pessach-Tage feiert Regine Frank ihren 70. Geburtstag. Die Jubilarin erfreut sich ihrer vollen körperlichen und geistigen Rüstigkeit. Durch seltene Herzensgüte, religiöse Lebensführung, tätige Nächstenliebe und edle Menschlichkeit gewann sie die Wertschätzung und Zuneigung ihrer Mitmenschen in hohem Maste. Möge sie ihren Kindern, von denen fünf in Deutschland und vier in Amerika als tüchtige, zielbewußte Menschen leben und streben, ihren übrigen Angehörigen, sowie allen, die ihr nahestehen, und nicht zuletzt den Hilfebedürftigen noch recht lange erhalten bleiben. •nat? onipsn rm» iv Leipzig, 30. April. Am 2. Nissan wurde Frau Johanna R a b i n o w i tz , die letzte Tochter des Leipziger Rabbiners Schimon Hurwitz V-st, unter Beteiligung aller Kreise zur rrnap gebracht .Die Nachricht von ihrem Hinscheiden, versetzte die ganze Gemeinde in tiefste Trauer, denn es gab wohl kein jüdisches Haus, dem nicht schon ihr Rat oder ihre Hilfe zuteil geworden war. Sie hat sich immer nur als Tochter ihres großen Vaters gefühlt, und doch ging von ihr der nachhaltige Eindruck einer selbständigen jüdischen Persönlichkeit aus, die mit heißer Leidenschaft ein ursprüngliches Judentum vorlebte. Für sie gab es keine Halbheiten und keine Kompromisse, und so verlangte sie es auch von andern, die ihr in der Ausübung von nur» zur Seite standen. Trotz ihrer vielseitigen Bildung traten alle profanen Interessen vor der kleinsten nur» zurück, die der Augenblick zu tun gebot. Neben dieser ernsten Lebensauffassung besaß sie einen originellen Humor und eine seltene Schlagfertigkeit, in denen sich ihre urwüchsige kraftvolle Art nach der heiteren Seite hin bekundete. Die vs'ip man/ der sie ihr Gepräge aufgedruckt hat, verliert in ihr die Vorsitzende und das unermüdlich tätige Beispiel. Keinen Hilfsbedürftigen hörte sie an. ohne ihm eineHilfe zu ermöglichen. Begreiflich ist die Trauer, die gerade in den Kreisen der »"2p um sie herrscht. Möge dem von ihr so geliebten Sohn das »ist seiner Mutter beistehen. Vermischtes. Berlin, 29. April 1932. Das Stellenvermittlungsamt des B. I. A. (Rechtsanwalt Dr. Artur Kah, Berlin E2, Neue Promenade 3), weift auf eine günstige Niederlassungsmöglichkeit für einen Rechtsanwalt in süddeutscher Großstadt hin; in Berlin besteht für einen Zahnarzt Möglichkeit, einer Prarisübernahme zu sehr günstigen Bedingungen. Berlin, 2. Mai. Vortargsveranstaltung des Welt- Verbandes Schomre Schabbos: Am Mittwoch, den ' 11. Mai d. I. spricht der Vorsitzende des Weltverbandes Schomre Schabbos, Herr Dozent Dr. S. Erünberg, im Rahmen einer öffentlichen Vortragsveranstaltung im Tiergartenhof, abends 9 Uhr präcis, über das Thema: „Der Sabbat im aufblühenden Erez Jisroel". Gäste herzlich willkommen. Berlin, 1. Mai. In der vergangenen Woche beging das König st ädtis che Realgymnasium in der Elisabethstraße die Feier seines hundertjährigen Bestehens. Die Schule ist in allen Klassen erheblich von jüdischen Schülern besucht. Zu der großen offiziellen Feier des Gymnasiums, zu der alle staatlichen und städtischen Behörden geladen waren, hatte auch die Jüdische Gemeinde eine Einladung. Der Oberstudiendirektor der Anstalt erwähnte in seiner Festrede, daß die Schule immer großen Wert auf die religiöse Ausbildung ihrer Schüler gelegt habe und .daß auch jetzt bei allen drei Konfessionen dieser Unterricht in guter Hand liege. Es unterrichten an dieser Anstalt Herr Rabbiner Dr. Sing ermann und Dr. Freier. Im Aufträge der Gemeinde überbrachte unter gespannter Aufmerksamkeit der ansehnlichen Versammlung Herr Rabbiner Dr. Singermann die aufrichtigen Glückwünsche der jüdischen Gemeinde. Er dankte der Schule für die Gerechtigkeit und Vorurteilslosigkeit den jüdischen Schülern gegenüber und versicherte die Schule der Treue und Zuverlässigkeit ihrer jüdischen Schüler gegenüber dem Staate und seiner Regierung. Berlin, 1. Mai. In Zusammenarbeit mit dem Verband der Staatenlosen in Breslau ist die Zentralstelle der Staatenlosen in Deutschland, Sitz » Anton Polak und Frau Sophie geb. Risch zeigen die Geburt ihres pnS’ Npp' “VD3 DEN HAAG, nOQ »"NUN '3 Dl’ Krayenhoffstraat 1 ■ Unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Provinz.- htWh Rabbiner Dr. Cahn, Fulda IU/«J la Süssra hmtaf el>Butter „ Handkäse in Kisten .zu 50 Stück „ Frühstükskäse in Kisten zu 40 Stück ' „ Camembert, Romadur, Siebkäse in nur la Qualität zu billigsten Preisen an Wiederverkäufer und Groflverbraucher. A. Mantheam, PETErIsTF? VTehffon 280S6. OTS Dis glückliche Geburt unseres Töchterleins zeigen in dankbarer Freude an Manfred Levisohn und Frau Recha geb. Wolf Seligenstadt i. Hessen, 1. Mai 1932_ P"bV amn p’2 rra Für Mitte September in orth. größer. Haushalt tüchtige Wochenpflegerin gesucht, Küche ist mit zu übernehmen. Referenzen, Gehaltsansprüche. Offerten unter 3622c an die Exped. 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