Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 73 (1932)
- Issue
- Heft 46 (10.11.1932)
- Date
- 1932-11-10
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Nr. 46 Das Fest-Komitee, bestehend aus den Damen Sofie und Selma Blumenthal, Fine Hackenbroch, Fanni Neuberger, Selka Ochsenmann und Paula Weil!, hatten in aufopfernder Arbeit für Arrangement und kulinarische Genüsse zu aller Befriedigung gesorgt. Vier Hortkinder trugen als Schusterjungen von Frl. Nettr Golde sinnig verfaßte und einstudierte Verse in reizender Weise vor. Frau Selma Blumenthal leitete als Conferencier die von ihr felbstverfahte und einstudierte Aufführung ganz famos. Der gut gesprochene Prolog und das künstlerische Auftreten der Mitwirkenden brachte die Vielfältigkeit der sozialen, geistigen und geselligen Leistungen der Vereinigung zu schönstem Ausdruck. Das Zusammenwirken der fachmännischen Regie Frau Blumenthals und der talentvollen jungen Künstlerinnen fand große Bewunderung. Frau Klärchen Wohlfarth bewährte sich wie immer am Klavier. Frl. Ilse Stern erfreute die Zuhörerinnen durch Rezitation, die ihre gute Schulung zeigte. Ein reizender Tanz bildete den Abschluß. Die Harmonie, in der dieses schöne Jubiläums-Fest verlief, fei Auftakt und Ansporn zu nie ermüdender Arbeit und Gebefreudigkeit! Der Heimgang Dr. Brinkmanns Die Verehrung für den Menschen, Rechtsanwalt, Jehudi und Gemeindebruder Dr. Brinkmann nicht zuletzt aber die Teilnahme an jähem Schmerze der so schwer betroffenen Familie, führten viele Hunderte am Donnerstag vormittag auf den Friedhof der Israelitischen Religionsgesellschaft, so daß die Halle kaum die Menge faßte. An der Bahre stand der Freund, Lehrer und Schwager des Heimgegangenen, Herr Rabbiner Dr. Joseph Breuer und schilderte tiefergriffen und mächtig ergreifend, was Dr. Brinkmann seinen Freunden, seiner Gemeinöd, vorab aber seiner Familie, seiner Gattin und seinen Kindern gewesen ist. mnn p’is nnhn An den nnbin» eben an diesen Kindern kann man den Vater in seiner ganzen menschlichen und jüdischen Charakterrundung erkennen. Er war ein pix i-vivi D’nn *pin und darum weiß es nur G'tt allein, derii>vsv'vn iiirn-warum dieser Frühvollendete uns und den Seinen in der Vollkraft seines Lebens, auf der Höhe seiner Wirksamkeit genommen werden mußte. Aus diesem dreimaligen sahen wir das Charakterbild Brinkmanns in seinen kleinen Einzelzügen und als Ganzes erstehen, und einen Strahl der Liebe und des g'ttlichen Erbarmens sahen wir aus dem Gedanken an den own nsn im Dunkel des Ungemaches aufleuchten, das hier eine Gemeinde und eine Familie betroffen hatte, im Aufblick zu Ihm, „dessen Werk vollkommen und unerforschlich, dessen Wege gerecht sind . . Im Namen des Anwaltsvereines überbrachte nun Herr Rechtsanwalt Dr. F l e f ch die letzten Grüße der Kollegen. Dann betteten wir Dr. Brinkmann zur letzten Ruhe. Im Hause sprachen am Sonntag nachmittag die Herren Studienrat Dr. Munk und Herr Dr. Isaak Breuer. Für die Teilnehmer wird diese häus- D e r Israelit liche Feierstunde und die in ihr gefallenen schönen und tiefen Worte der Trauer, der Weihe, des Trostes und des Dankes unvergeßlich bleiben. Am Dienstag abend schloß Herr Redakteur S. Schachnowitz, der Dn Brinkmann ,zu seinen verständnisvollsten Hörern im Mekor Chajim und Liwjath Chen zählen durfte, mit einer kurzen herzlichen Gedenkrede die Reihe der wnvvn im Hause ab. Eine Gedenkfeier für Israel Varuch. Die im intimen Kreise veranstaltete Gedenkfeier für Oberkantor Baruch $»*!», (der in den Sukkaustagen ohne laute Klage zur letzten Ruhe kam), wuchs sich mit Hinsicht auf die große Zahl der erschienenen..Verehrer Varuchs zu einer öffentlichen Trauerkundgebung aus. Der große Raum der N i e d e r h o f h e i-m'f ch e n S ch u l in der Rechneigrabenstraße 3 war schon vor Beginn dicht gefüllt. Auch von auswärts waren neben den Söhnen welche erschienen. Nach dem feierlich von Herrn Robert Aron vorgetragenen Minchogebete erklang ein melodisches und ergreifendes i"»rr-Gebet, gesungen von Herrn Lazar F i n k e l st e i n. Darauf entwarf der erste Redner. Herr Redakteur S. S ch a ch n o w i tz , ein packendes Bild des Kantors Baruch, wie er ihn gesehen, wie wir ihn alle gekannt haben, unter Zeichnung vieler Einzelzüge, unter Wiedergabe vieler schöner Worte aus dem Munde des Heimgegangenen G'ttesboten. Nach ihm hielten die Herren Rabbiner Mosche Schneider und G o r f i n - kel groß angelegte Hespedim, die mit ihren vielen Zitaten und Ausdeutungen eine sinnige Ehrung des Heimgegangenen osn waren. •rr’axim Stellenvermittlung Schaumre Schabbos-Agudas Iisroel Schwanenftraße 12. Die Stellenvermittlung schreibt uns: Die Sprechstunden finden statt: Montag 20—21 Uhr, Mittwoch 11—13 Uhr. Meldet uns sabbatfreie Stellen! Nehmt Rücksicht auf jüdische Angestellte! Anfragen und Mitteilungen an Frau Jenny D. Strauß, Palmstr. 9. Tel. 44773. Vorträge über Turnmethoden in der Agudistifchen Grauen-Ortsgruppe. Am Montag, den 14. November, abends 8.30 Uhr, werden im Hause von Frau Rechtsanwalt Josef Klibansky, Hochstraße 6, drei Vorträge über verschiedene Turnmethoden gehalten: Frau Inge Brand eis referiert über Msnsendiöck, Frau Lotte Stern-Marcuse über Loheland und Frl. Bella Stern über Laban. Gäste, Damen, herzlich willkommen. _ Synagogales Konzert. Der in unseren Kreisen durch seine herrliche Tenorstimme und vollendete Gesangstechnik rühmlichft bekannte Herr Lazar Fin kel stein veranstaltet am Samstag,! den 26. November, einen Konzertabend in der Frankfurt-Loge. Herr Finkelstein wird neben eigenen Kompositionen solche von Rosenblatt, Sirota, Kwartin singen und bekannte wie noch unbekannte jiddische Volkslieder vortragen. Die Klavierbegleitung hat 10. November 1932 Herr F i r n b e r g übernommen. Karten find zum Preise von Mk. —.80 bis Mk. 2.50 zu haben in der Expedition des „Israelit", Rechneigrabenstraße 7, Buchhandlung Rachelsohn. Sandweg 6, Pension Rosiner, Zeit, Konditorei Freimark, Sandweg, Musikalienhandlung Firnberg, Schillerstraße 20, sowie an der Abendkasse. konzerkabend Nathan IMlstein. Nathan Milstein, der berühmte und schnell gum Weltenrühm aufgestiegene jüdische Geiger, gab im großen Saal des Saalbaues feinen einzigen, diesjährigen Konzertabend. Der erst 27jährige fesselt immer wieder durch seine schon an das Phantastische grenzende technische Griffsicherheit. Dazu kommt noch die souveräne -geistige Beherrschung der Materie. Milstein kennt bei seinem Spiel keine Gefahren, da es für ihn keine solchen gibt. Zu Gehör kamen u. a. die Ciaconna von Vitali, die D-moll- Sonate von Brahms, von Milstein schärf Umrissen, ohne jedoch ihrer Intimität beraubt zu werden. Höhepunkt des Abends: Das Violinkonzert von Carl Goldmark. Es folgten noch kleinere Virtuosenstücke von Paganini. I. Gimpel am Flügel erwies sich als ein -sehr gewandter Begleiter. Alles in allem ein Abend seltensten Kunstgenusses. Alfred Kahn. Erez Iisroel-Amk der Agudas Iisroel-Jugendgruppe. Das vorläufige Ergebnis der G r o.'f ch e n f p e n d e für die Beth Jakob-Schule in Liberias beträgt Mk. 131.50. Mit Preisen für eifriges und erfolgreiches'Sammeln wurden ausgezeichnet: Moses Schwab, Erich Hofmann, Edgar M. Stern. Liesel Strauß, Bertel Bamberger. Attersjubiläum. . Frau Lina P o l i a n, geb. Ganz, Grüneburgweg 12, feiert am 12. November in voller Rüstigkeit und Frische ihren 7 0. Geburtstag. -v"xi»v Briefkasten. W. W. Mk. 2.64 eingegangen. Am 14. und 15. November findet im Kunst haus Heinrich Hahn eine große Versteigerung statt, die Gemälde alter und neuerer Meister, Möbel, Uhren und Keramik aus verschiedenem Fürsten- und -anderem Privatbesitz enthält. Außerdem eine kleine Sammlung alter Silbergefätze. Unter den alten Meistern sind drei Tafeln eines niederrheinischen Altarwerks um 1500, ein Jünglingsporträt des Rembrandtfchüler Chr. Paudiß, ein Früchtestilleben v. Pieter Claesz Und zwei Jagoftücke v. Adr. Gryeff hervorzuheben. Die Silberpokale des 17, u. Anf. 18. Jahrhunderts, find durchweg Arbeiten erster Meister. Unter den Möbeln nennen wir einen Jntarsienschrank aus dem Kloster Limburg bei Dürkheim und andere Renaissance-Jntarsia-Möbel, eine englische Kredenz des 16. Jahrhunderts. Von den Wandteppichen fei eine Brüsseler Tapisserie um 1600 erwähnt mit der Darstellung: Josef in Aegypten, an seine Brüder Korn verteilend. Ferner: Gläser^ Zinn, Dosen, Miniaturen. Was lagt die Brille jedem Leier 1 Optik Das ilt das Haus für Aiigengläier! | Bleichstr.19 am Peterstor Telefon 21211 rra Wir beehren uns die Geburt eines gesunden Knaben anzuzeigen und laden herzlichst zum -,^1 ein NATHAN SONDHEIMER und FRAU Dr. med. Anna geb. Ettlinger Frankfurt a. M., 1. November 1932 Fellnerstr. 5 r b- RACHELSOHN ä Buch-, Papieru. Schreibwarenhandlung Drucksachen für Privat und Geschäft (früher Zeil 2) verzogen nach ^Telefon 43543 Sandweg Oc 7 Größte Spezialfabrikation in Deutschland für Rasiermittel ohne Messer. Victors Rasier-Paste „Tagtäglich“ M. 1.25 Victors Rasier-Paste „Dicke Tube“ „ 1.25 Victors Rasier-Paste „Lange Tube“ „ 1.00 Victors Rasier-Pulver ,Grünetikette‘ „ 1.20 Victors Rasier-Pulver .Rotetikette* „ 1.65 Victors Rasier-Pulver ,Gelbetikette‘ „ 1.80 Für Wiederverkäufer hohe Rabattsätze. Victor-Victor, Frankfurt a. M. Suche zu mein. 6 Kindern. 1—11 Jahre, tücht. orthod. Kinderfräulein mit höh. Schulbildung, die auch v-Hauswirtschaft etw. versteht. Off. m. Bild und Zeugn.-Abschr.u.4357c Exp. Waise. 19 I. fremdsvrachl. Kenntn.. aus gut. Hause, pädag. Tätigkeit im Ausld. Haushaltskenntnisse, sucht Llettllng als Kinderpflegerin, Erzieherin od. Haustochter in orth. Hause. Off. a. Moriah-Helm, Salier-Ring 48, Köln a. R. 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