Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 73 (1932)
- Issue
- Heft 17-18 (20.4.1932)
- Date
- 1932-04-20
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 14 Nr. 17/18 D er 3 s r a e I i t 20. April 1932 Arbeitswilligen anzufeuern und mit freundlichen Worten zu leiten. Welche Energie entfaltete sie bei den Kindertransporten, die wir durch Vermittlung des Vereins „Deutsche Kinder ins Ausland" während des Krieges und nach desselben nach Holland, Schweiz und Oesterreich entsenden konnten. Wie strahlte sie, wenn diese Transporte. deren Zusammenstellung viel erakte Arbeit kostete pünktlich abfuhren; unter ihrer persönlichen Begleitung traten die Kinder gar manchmal die Reise in das „gelobte Land" an. So war sie rastlos tätig, stets bestrebt, Höchstleistungen heroorzubringen. Durch die Kriegs- und Nachkriegszeit wurde es zur Notwendigkeit, die Unterstützungstätigkeit in geregelte Bahnen zu lenken und so wurde eine allwöchentlich tagende Anterstützungskommission eingesetzt. Wie wußte Frau Beshhoft in diesen Kommissionssihungen Jeden an den richtigen Platz zu stellen, mit Freundlichkeit gute Leistungen anzuerkennen. Man muhte gesehen haben, mit welcher innigen selbstlosen Freude und Dankbarkeit sie die Spenden an Geld und Lebensmitteln, Stoffen, Wäsche und Kleidern für Frauenvereinigung und Hort entggeenahm, als wen/ sie ein persönliches Geschenk bekommen hätte. Man kann wohl sagen, dah sie sich trotz ihres Alters ein kindliches Gemüt bewahrt hatte; es war dies wohl eine Folge ihres G'ttoertrauens und ihrer damit zusammenhängenden optimistischen Weltanschauung, daraus entsprang dann die mitfortreißende Zuversicht in das Gelingen ihrer Pläne, die sie mit größter Energie verfolgte. Hatte sie etwas für richtig erkannt, so verfocht sie diese Erkenntnis mit unbeugsamen Ernst. Es würde den Rahmen dieser kurzen Skizze sprengen, wollte ich noch in vielen Worten ihrer aufopfernden Tätigkeit für die Hermann Lehmann-Schule gedenken, der Anregungen, die sic in der geistigen und geselligen Kommission gab, ihres trotz Wind und Wetter steten Bereitseins bei Vorträgen und last not least der vorzüglichen Leitung der Vorstandssihungen. Sie trug die Bürde der Vorstandschaft mit Anmut, nie war ihr etwas zu viel, nie der Abend zu spät, um den Pflichten ihres Ehren-Amtes zu genügen. So steht sie vor uns als die personifizierte Gewissenhaftigkeit in der Ausübung ihres Aufgabenkreises, ein leuchtendes Vorbild an Arbeits- und Lebensfreude. Schöpfen wir aus ihrem vorbildlichen Leben die Kraft für die Aufgaben, die sie uns hinterlassen hat. Bemühen wir uns, die beiden Institutionen, Frauenvereinigung und Hort, die sie zur Blüte gebracht hat, zu erhalten. Bevor ich schließe, möchte ich Ihnen eine Anregung Mitteilen, die von unserer geschätzten Mitarbeiterin, Frau Schwabacher, ausgegangen ist. Um das Andenken von Frau Besthoff stets, lebendig zu erhalten, wollen wir dem Mädchenhort den Namen „Henriette Besthoff's Hort für jüdische Mädchen" geben, damit anerkennend, daß der Hort ihr Werk ist. Wir wollen diese Aenderung bekannt geben und hoffen, daß die Freunde von Frau Besthoff, deren sie ja so viele gehabt hat, gerne bereit sein werden, durch Spenden ihr Lieblingskind zu erhalten. Um gleich den Anfang zu machen, wollen wir jeder nach eigenem Ermessen in die Bridge-Büchse von Frau Besthoff einen Betrag geben, hoffend, daß sich ihm noch weitere ansügen werden. Da wir eine Neugründung oder Festlegung von Geld in einer Stiftung in der heutigen Zeit nicht für angebracht halten, glauben wir, mit der Ausführung dieser Idee das Richtige getroffen und im Sinne unserer teuren Verstorbenen gehandelt zu haben. Möge ihr Sechus uns stets beistehen und uns befähigen, ihr Werk fortzusetzcn und im gleichen Geiste Weiterzuführen. In diesem Sinne wollen wir uns an unsere Arbeitssitzung begeben." Als letzte Rednerin ergriff Frau Naftali Schwab a ch e r das Wort, um zunächst der eigenen Erschütterung über den Heimgang ihrer tiefgeliebten Freundin Ausdruck zu geben. Als Rednerin vor zweieinhalb Jahren der Verlust des Gatten so niederschmetternd traf, schrieb ihr eine ihr nahestehende Dame: „Nur wer, wie Sie, so unermeßlich viel besessen, konnte so viel verlieren!" Diese Worte möchte sie auch auf den Verlust,. den die Frauenvereinigung betroffen hat, anwenden. „Wir hatten das Glück, eine solche Vorsitzende zu besitzen und wir dürfen der höheren Vorsehung danken, sie so lange besessen zu haben". Herr Besthoff selbst, . der tapfere Gatte, erinnerte an die drei Namen, die jeder Mensch besitzt: der Rufname, wie man ihn von Vater und Mutter empfängt, der Name, den einem die Welt gibt und schließlich der Name, mit dem der liebe E'tt den Menschen nach seinen Verdiensten bezeichnet. Der Name Henriette Besthoff, der von heute ab in ihrem Werke, im M ä d ch e n h o r t, verewigt ist, wird der g'ttgegebene bleiben. Rednerin schließt mit- Trostworten und mit der Hoffnung, das es den Damen gelingen möge, das Werk der Frau Besthoff aus der Höhe zu erhalten und weiter auszubauen. Die Vorstände der Jüdischen Frauenvereinigung und des Hortes hoffen bestimmt, daß Freunde der Verstorbenen und Gönner des Hortes gerne das Andenken der Heimgegangenen durch Spenden für Henriette Besthoff's Hort für jüdische Mädchen ehren werben. (Postscheckkonto Fra« H.'Besthoff Nr. 51113 Ffm.) Heinemann Birnbaum Im Alter von 31 Jahren ging am Mittwoch, den 13. April, Heinemann Birnbaum von uns, ein Patriarch seiner Familie, ein hochangesehenes Glied unserer Kehilla. ein lebendiger Zeuge aus der glorreichen Werdezeit unserer Gemeinde Adaß Jeschurun. Schon im'Kindesalter kam er mit seinen anderen vier Brüdern nach Frankfurt, um in der Schule von Samson Rapchael Hirsch und in der Familie von Direktor Mendel Hirsch b"ih wo sie ein Heim fanden, nach dem Wunsche der frommen Eltern zu den Menschen und Jehudim ertüchtigt zu werden, als welche wir sie kannten und alle Zeit hochschätzten. Schon von früher Jugend her zählte Heinemann Birnbaum, der vor fünfzig Jahren die Firma mitgründete, zu den Unsrigen. Durch das Vertrauen seiner Kehilla und seiner Mitbürger, wurden ihm Ehren und Aemter, die seinem idealen jüdischem Empfinden große Befriedigung boten. Bald fünfzig Jahre war er Mitglied der Chewra Kaddischa v'ion rn^'aa und, so lange feine Kräfte ausreichten, eines der eifrigsten und tätigsten. Als Mitglied der Spitalverwaltung war sein kluger Rat und seine eifrige Mitarbeit sehr geschätzt. Eine Reihe andere Wohltätigkeitsvereine hatte ihn zum Mitarbeiter und Förderer. Bis in das Greisenalter hinein bewahrte er sich eine rührende Liebe zu seinem füheren Lehrer und Erzieher Mendel Hirsch, zu der Hirschrschen Gedankenwelt und zu allem, was mit der Gründungszeit unserer Gemeinde und ihrem genialen ersten Führer irgendwie zusammenhing. Als vor zwei Jahren das fünfundsiebzigjährige Jubiläum der Samson Raphael Hirsch- Schule gefeiert wurde, konnten wir die fünf Brüder Birnbaum,; die „fünf Frankfurter" aus den Erstlingsjahren der Schule unter Leitung ihres Begründers, auf ihren Ehrenplätzen sehen und dabei an das Psalmwort denken nm t» n’n« nas? D'ya nai ans na- Zwei aus diesem Bruderkreise sind inzwischen von '"on heimgerufen worden, und ihnen folgt Heinemann Birnbaum. Möge erivi'p'^a für die anderen Brüder n^nai-ii» sein und möge sein rnar Kindern und Kindeskindern, die ganz in den Traditionen der Väter leben und großgezogen werden, beistehen. Frau Henriette Eutmann geb. Riejer In den ersten Nissantagen hauchte in Hamburg, Frau Henriette Eutmann, im Alter von 76 Jahren ihre reine Seele aus. Frau Eutmann, die Witwe des bekannten Bankier Hermann Gutmann in Stuttgart, war auch in Frankfurt wohlbekannt, geliebt und geachtet. Bei ihrem längeren Aufenthalte im Hause ihres Schwiegersohnes, Herrn Julius Holländer, konnte sie sich in kurzer Zeit eine geachtete gesellschaftliche Stellung und allgemeine Beliebtheit erwerben .Eine feinsinnige, ungemein kluge und vornehme Frau, hatte sie stets nur das Schöne und Gute im Auge und erntete die grenzlose Liebe und Verehrung ihrer Kinder und Enkel, ihrer Freunde und aller, die ihr je im Leben näher traten. Obwohl in bescheidener fraulicher Pflichterfüllung aufgehend, hatten doch viele zu ihr als einer sozialen Helferin von großem Erfolge hinaufgeschaut. In Stuttgart leben die Namen von Hermann und Henriette Gutmann als die der Begründer der Israelitischen Religionsgesellschaft fort, und viele Wohllahrtsinstitutronen dieser Stadt erinnern sich dankbar all der Hilfe und Förderung, die ihnen Frau Gutmann in ehrenamtlicher, führender Stellung zuteil werden ließ. Man wird dieser seltenen Frau in weiten Kreisen ein ehrendes Angedenken bewahren. . rr-asan- Frau Judith Frank geb. o. Gelder Ende Adar haben wir auf dem Bes hachajim der Israelitischen Religionsgesellschaft von einer wackeren Frau, Frau Judith Frank, schweren Herzens Abschied genommen. Aus ihrer Heimat Hamburg war sie als junges Mädchen zu uns gekommen, und hatte es durch ihre seltene Herzensgüte und ihre überzeugte Frömmigkeit rasch verstanden, sich einen Kreis warmer Freundschaft zu schaffen. Bald eröffneten sich ihr die Wege häuslichen Glückes, aus dem sie nun nach einem schweren Leiden durch ein unerforschliches Geschick jäh heraüsgerissen wurde. An ihrer Bahre trauern der schwer geprüfte Gatte und zwei kleine Kinder.. Möge N"apN' ihnen in diesen Pesachtagen Trost und Frieden geben. Bon anderer Seite geht uns folgende Würdigung der Heimgegangenen'zu: Kranke sind Heilige. Das ist nicht nur moderne Dichterweisheit, das ist seit Jakobs Krankenlager jüdisches Bewußtsein. Wer diese Jüdin, diese junge Frau leiden sah, der spürte etwas von dem heiligen Hauch, der ihr Haupt umwehte. Wie hat sie dieses Martyrium des Körpers und der Seele getragen! Jüdisch-heilig d. h. wie alles Heilige im Grunde unabhängig vom irdischen Geschehen, trotz allem vertrauend, den Blick stets gerichtet auf Den, in dessen Hand die Seelen ruhen, der Lebendigen hier und Lebendigen — dort... Denn das ist unser Glaube, daß all' diese Güte und Frömmigkeit, all' diese Lebensklugheit und jüdische Geistigkeit, in der sie sich in gesunden Tagen so sehr bewährte und die sie in schlimmmen Zeiten nicht verließ, mit 36 Jahren nicht geendet ist. So möge sie ihrem Manne, der von gleicher jüdischer Haltung, opferwillig alles Schwere mit ihr trug, so ihren beiden kleinen Kindern, auf deren Nähe — welch' Schicksal einer Mutter! — sie in der letzten Zeit ganz verzichten mußte, so ihren anderen Angehörigen, die in den letzten Jahren so viel Leid erfahren, Helferin aus der Ferne her sein: Vorbild durch ihr Leben hier, Fürsprecherin durch ihr Leben dort! n"as!m. Die „Mitteilungen" des Vereins ehemaliger Schüler und Schülerinnen der S. R. Hirsch-Schule. Das Aprilheft (Nr. 24) ist zu Peffach erschienen. In seinem anmutigen Format bietet das Heft ein kleines, klares Spiegelbild der Arbeit, Hoffnungen und Sorgen der Schule in den letzten Monaten. Ueber die Arbeit des Schuljahres 1931/32 berichtet ausführlich Herr Direktor Dr. Elias unter der Ueberschrift „Zwischen Furcht und Hoffnung". Als Eindruck der Lektüre bleibt: Mehr Hoffnung als Furcht. Ein solcher gesunder Schulorganismus kann nicht untergehen! Es folgt ein Bericht über die Schluß feie r am 20. März mit der wörtlichen Wiedergabe der Ansprache des Herrn Direktors. Ein weiterer Artikel ist Herrn Rektor Karl Orhfenm a n n gewidmet, der zu Beginn des Schuljahres aus dem Kollegium der Realschule ausgetreten ist, um als Nachfolger des hochverdienten Herrn Rektors Baruch S te r n das Rektorat der Israelitischen Volksschule anzutreten. Statistisches, Berichte über Veranstaltungen, besonders Führungen und zuletzt Nachrufe füllen die letzten Blätter des Heftes aus. An der Spitze ist die O r deutliche Mitgliedervers am m l u n g für Dienstag, den 10. Mai, in der Aula der Realschule, Am Tiergarten 8, angezeigt. Der Mitgliederversammlung geht ein Vortrag des Herrn Redakteur S. Sch ach - n o w i tz voraus über das Thema „Wie wirkt sich das deutsche gesetzestreue Element in Erez Israel aus?" Das Heft ist den Mitgliedern zugegangen. Weitere Nummern können in der Schulkanzlei Am Tiergarten 8 bezogen werden. Verlosung. — Das Bild Rabbi Ehajim Sonnenfelds. Die PalästinaZentrale der Agudas Jisroel, Frankfurt a. M., teilt mit: Auf vielfachen Wunsch, insbesondere der ausländischen Gruppen, findet die Verlosung des Preisausschreibens erst am 6. Ijar 5692 (12. Mai 1932) statt. Sammelbeträge, die bis zum 4. Jjar (10. Mai) einlaufen, werden hierbei, noch berücksichtigt. Das künstlerisch ausgeführte Bild von Rabbi Chaim I. Sonnenfeld in Postkartenformat ist zum Preise von Mk. 0.25 pro Stück zu haben. Bei Bestellung von 100 Karten ermäßigt sich der Preis auf Mk. 0.20 pro Stück. Die Festwoche im Mekor-Chajim. Veranstaltungen in der stvO-Woche. 1. Tag (Donnerstag), morgens nach Schluß der Synagoge im Hörsaal, Jahrzeitslernen: Hanna Moos- Stiftung. — abens 1 Stunde vor Nacht im Hörsaal amas?!>’W)err Dr. Elieser Posen, nyian Vin nav morgens nach Schluß, der Synagoge im Hörsaal btt Herr Dr. Elieser Posen. — nachmittags % Stunde vor nnaa im Vereinslokal: nniöDrv Herr Julius Lewin. — abends 1 Stunde vor Nacht im Hörsaal: „Die politische Bedeutung von D'isa n«’xv Herr Dr. Willy Hofmann. 2. Tag (Sonntag): morgens nach Schluß der Synagoge im Hörsaal: ans "n, Herr Redakteur S. . Schachnowitz. — nachmittags 6 Uhr im Vereinslokal: nvs-Gedanken. Herr Dr. S. Ehrmann. 3. Tag (Montag): morgens nach Schluß der Synagoge, im Hörsaal: nuva, Herr Louis Kahn, Jahrzeitslernen für Auguste Bier geb. Heß. Herr Redakteur S. Schachnowitz. 4. Tag (Dienstag) morgens nach Schluß der Synagoge, im Hörsaal: mva Jahrzeitslernen für Jda Weil. Herr Dr. Elieser Posen. 7. Tag (Mittwoch) 1 Stunde vor Nacht im Hörsaal: „Im Lande unserer Gebete". Herr Redakteur S. Schachnowitz. an inv« (Freitag): morgens nach Schluß der Synagoge, Hörsaal: nava Jahrzeitskernen: Gretchen Wallerstein- -Slistung. Rabbiner Dr. Julius Lorsch-Stiftung. Herr Dr. Elieser Posen. 'in« nav 1 Stunde vor Nacht im Hörsaal: pna, Herr Studienrat Jos. Kaufmann. Heim des Jüdischen Frauenbundes in Isenburg. Zu seinem 25 jährigen Bestehen. Das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu- Isenburg ist heute ganz selbstverständlich als ein notwendiges Erziehungwerk in die jüdische soziale Fürsorge eingegliedert. Als vor nunmehr 25 Jahren seine Gründung in weitblickender sozialer Erkenntnis angestrebt und, nur unter den größten Schwierigkeiten erreicht wurde, waren weite jüdische Kreise entsetzt über die Voraussetzung, daß auch aus der jüdischen Gemeinschaft gefährdete, schwer erziehbare oder gac verwahrloste Jugendliche hervorgehen könnten, die die Einrichtung eines solchen Heimes notwendig machten. 1133 jüdische Kinder und Jugendliche, für die die eigene Familie in irgend einer Weise versagt hatte, haben in diesen 25 Jahren Schutz und Förderung im Jsenburger Heim gefunden. Verschiedenartig wie Alter und Herkunft dieser Jugendlichen ist auch ihre Not, der der Aufenthalt im Heim zu begegnen bestimmt ist. Verständnisvoll und individuell muß die Hilfe fein, die ihnen gebracht wird. Dessen ist sich die Heimleitung stets bewußt gewesen und hat, gestützt auf die Erfahrungen, die das Erziehungssystem in 25 Jahren ständig vor neuen Aistgaben gestellt hat, sich diesen ständig anzupassen gesucht. Man ist in keiner Beziehung stehen geblieben, und so, wie aus einem Haus und einem kleinen Garten 4 Häuser und ein Grundstück von etwa 2 Morgen qm erwuchsen, so ist man auch aus pädagogischem und hygienischem Gebiet mit der Zeit weiter fortgeschritten. Für den ganzen Betrieb bildete sich heraus eine gewisse Eigenart der Methode, über die wir anläßlich dieses Zeitabschnittes im Leben des Heims gerne den an jüdisch-sozialer Arbeit Interessierten berichten wollen. Vielleicht geschieht das am besten, indem wir bitten, mit uns in Gedanken einen Rundgang durch das Heim zu unternehmen. Treten wir, von der Straßenbahnhaltestelle Isenburg kommend, aus dem Wald und sehen die neu angelegte Taununsstraße vor uns, so suchen wir vergebens ein großes Anstaltsgebäude, das das '„Heim des I. F. B." sein könnte. Hübsche Vorstadthaus'chen reihen sich, umgeben von gepflegten Gärten,-aneinander, und 2-davon, durch