Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 73 (1932)
- Issue
- Heft 10 (3.3.1932)
- Date
- 1932-03-03
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Nr. L D , r 3»n» lit Slä'Het s. März 1932 sen sorgen» öie Thora in die breiten Volksschichten tragen, das; jeder im Volke nach Maßgabe seiner geistigen Fähigkeiten thorakundig werde. R. Thanina neigte zu der Ansicht, daß es vollauf genüge, daß die Thora im Besitz der großen und genialen Persönlichkeiten sei, die stets für die Wiedererweckung der Thora sorgen können. Der Sinn aller Erziehung ist nach ihm die Bildung der großen Persönlichkeiten, die dem Volke führende Geister seien. R. Thija war dagegen anderer Ansicht. Große, geniale Persönlichkeiten sind ein Gnadengeschenk G'ttes, die er hie und da seinem Volke schenkt; diese schaffen neue Werte, geben neue Impulse, aber sie sind ein Wunder und V2N bi? P2viv ptt nicht durch sie ist die Thora gechert. Die einzige Sicherung der Thora besteht darin, 0'1'N ^lj? Vlpnff ]»T2 1V? 'T5 Ö'Tiil 2p5T - 1V? 'T wenn öie Stimme öie Stimme Jakobs ist, so gewinnen Tsaus Hände keine Macht über Jakob. Wenn wir die Worte des heidnischen Denkers richtig deuten, so wollte er öie Wahrheit künden, daß die Stimme Jakobs allein die Stärke Jakobs verbürge. Wenn die Stimme Jakobs laut und kräftig in den Lehrhäusern widerhallt, so braucht Jakob Tsaus Hände nicht zu fürchten, denn die Stimme Jakobs macht Jakobs Hände zu Händen Tsaus. 'i' 0’T»m 2p?' ^>lp!?1P,1 1V? Ist die Stimme Jakobs Stimme, so sind Jakobs'Hände öie Hände Tsaus. wir haben die Pflicht, dafür zu sorgen, daß, wenn nun die großen Massen nach Palästina kommen, sie daß möglichst alle Kreise des jüdischen Volkes in die ( dort Jakobs Stimme hören sollen P2828» mpian!?ip Thora eingeführt werden, daß es auch dem Aermsten niVln» 'fm und diese Stimmen dürfen von den durch weitgehende Unterstützung ermöglicht werde, Thora zu lernen, nur so ist Sicherheit geschaffen min ron^n Ist die min vergessen, so muß man auf das Erscheinen der großen Männer, der genialen Persönlichkeiten, die nur hie und da Meteoren gleich am Himmel jüdischen Geisteslebens erscheinen, warten. Vorsorgen, daß die Thora nicht vergessen werde, das ist der einzige weg, der die Erhaltung der Thora verbürgt. Cs wäre aber auch eine Verletzung der Würde der großen jüdischen Massen, wenn man an ihnen achtlos vorbeiginge und sie ihrem Schicksal überließe. Im Judentum zählt jeder, ein jeder ist wichtig und bedeutend genug, daß ihm die größte Sorgfalt zugewendet werde, darum müssen Institutionen geschaffen und erhalten werden, in denen alle Kinder des jüdischen Volkes in der Thora unterwiesen werden. Rabbi Iehuda Hanassi, der große Lehrer und Führer des Volkes pflichtet hierin Rabbi Thija bei und bewunderte fein selbstloses Wirken für die Sicherung und Trhaltung der Thora. HDD «"N ND?»rMoscheh, der große Lehrer seines Volkes, sprach die Befürchtung aus, daß er und sein Wirken nach seinem Tode der Vergessenheit anheimfallen konnte. Da tröstete ihn G'tt und sprach zu ihm: die Lehre des Schekels, mit der du öie Häupter aufrichtest, sorgt dafür, daß du nicht vergessen werden kannst. Die Lehre des Schekels ist die proklamierung der Würde aller Einzelnen in Iisroel, ein jeder zählt, ein jeder ist wichtig, für jeden Einzelnen muß gesorgt werden, daß er im Geiste des jüdischen Heiligtums heimisch werde. Die Leistung aller Einzelnen verbürgt aber auch die Trhaltung der jüdischen Heiligtümer. Aus den v'^pV werden die Heiligtümer errichtet, die die großen Massen der Thora erhalten und so den Bestand der Thora verbürgen. Solange der Geist der Schekellehre in Iisroel heimisch ist, lebt Moscheh und lebt sein Wirken im dankbaren Gedenken seines Volkes. K"n NV?» O'Vm n»2 kann man auch von dem Wirken der Palästina-Zentrale der Agndas Iisroel ausrufen, die seit Jahren für die Erhaltung der Thora im heiligen Lande der Väter sorgt. Rabbi Thija gleich sorgt sie in erster Reihe für öie Aermsten der Armen, daß auch sie eingeführt werden in den Geist der Thora. Und wenn sie nun den Schekelruf im Adar erläßt, so muß jeder diesen Schekelruf hören und trotz der schweren wirtschaftlichen Depression, unter der wir leiden, trotz aller Krisen seinen Schekel zur Trhaltung der Heiligtümer in Crez Iisroel beitragen. Und erst recht in diesem Jahre, wo von anderer Seite zu einer Olympiade in Erez Iisroel ein- ' geladen wird, die die Erinnerung an die trübsten und beschämendsten Blätter der jüdischen Geschichte im Lande der Väter wachruft, die Erinnerung an die Zeit, da die Hellenisten diese olympischen Spiele in Palästina heimisch machen wollten und damit öie ersten und wuchtigsten Hiebe gegen den Bestand des jüdischen Staates führten, die schließlich seinen Untergang herbejführtcn, müssen wir zeigen, daß in Crez Iisroel auch der alte Geist jener Makkabäer lebendig ist, öie mit.Einsetzung ihrer ganzen perönlschkcit gegen diesen fremden unjüöischen Geist ankämpften. Jur Midrasch wird erzählt, daß öie heidnische Welt an ■nun oiö'J2K die Frage richtete, ob sie dem jüdischen Volke beikommen könne. Da antwortete er ihnen: „Gehet hin und horchet, ob die Kinderstimmen in den Lchrhäusern in der Thorasprache zwitschern, wenn dies der Fall ist, so werdet ihr sie nicht besiegen, denn so lautet die Versicherung ihres Ahnherrn bij? ^>ipn angz anders gearteten Stimmen der olympischen Spiele nicht übertönt werden. Unser Ruhm und unsere geschichtliche Bedeutung ist in denniVrnn 'N2 beschlossen. Wer daher noch etwas für Palästina fühlt, wem noch an der Ehre der mifv an der wahren würde des jüdischen Volkes liegt, der öffne seine Hand für das thoratreue Schulwerk im heiligen Lande. Es verlasse sich keiner auf den andern, es darf niemand sagen, daß der Reichere schon geben wird. v'?v' rrb Inm rav xb *i’i??n Der Reiche gibt nicht viel, darum darf der Arme nicht wenig geben. Cs geht um die Erhaltung der nun im heiligen Lande, von der Erhaltung dieser Heiligtümer im heiligen Lande hängt die Zukunft des heiligen Landes ab. Erhalten wir diese Heiligtümer durch unseren Schekel, so werden wir es erleben, daß G'tt uns würdigt. Den Aufbau seines Heiligtums auf Morijahs Höhen zu erleben. on bp pwa 2'vni xr^i jid: n’32 iwk bpm Leitsätze für die Adar Aktion 5692. Jeder einzelne Agudist wird gebeten, in seinem Bekanntenkreise darauf binzuweisen, daß von dieser Adar-Aktion der Bestand unseres Schulwerkes in Crez Iisroel in seinem jetzigen Umfange abhängt. Jeder Agudist uitÖ jede Agudistin verlange von mindestens zehn Bekannten einen Sympathie-Beitrag, der, wenn er auch noch so klein ist, ein Symbol von Ehibas Hoorez öarstellt. Eltern und Erzieher, welche Kinder zur jüdischen Liebestat erziehen wollen, werden gebeten, unsere p u r i m t ä s ch ch e n für Kinder zu bestellen. Grts- und Iugendgruppen, welche Ernst damit machen wollen, der Stimme unserer geistigen Führer öie notwendige Resonanz zu verschaffen, bitten wir, den Rabbiner-Aufruf für unser Schulwerk zu verlangen. Dieses historische Dokument, unterzeichnet von ca. achthundert Rabbinen aus Crez Iisroel und der Diaspora, eignet sich ganz besonders zum Aushang in Synagogen, Bothe Midroschim und Aguöa-Lokalen. Sammler und Sammlerinnen, welche sich an unserem diesjährigen Preisausschreiben betritt gen wollen, machen wir darauf aufmerksam, daß dieses Jahr nicht nur eine Crez Iisroel-Reise an der Spitze steht, sondern daß eine ganze Reihe von Gegenständen, öie in Crez Iisroel bergestellt wurden, wie Megilloth, Sederschüssel, Mesusoth usw., welche von gesetzestreuen Sofrim und Handwerkern angefcrtigt wurden, zur Verlosung unter allen Sammlern gelangen, die mindestens Mk. 75.— aufbringen. Die Mädchengruppcn werden ersucht» besonders unsere künstlerisch ausgcfertigten Coupons zugunsten der Leih Jacob-Schulen in Crez Iisroel zu vertreiben und diese bei uns anzufordern. Jedes Eouponheft enthält 50 (Quittungen. Die Herren Rabbinen und Lehrer der Gemeinden bitten wir, in ihren Predigten und Vorträgen auf die Bedeutung des Schulwcrks in Crez Iisroel hinzuweisen. Die Vorstände der Gemeinden und die Leiter sämtlicher Minjonim ersuchen wir, am Schabboo S ch ek o l im geschnoöerte,Th o r aFp.e.nö en für unser S ch u l w e r k zu bestimmen, während die Machazis Haschekelgelder von Purim, da wo bisher üblich war, der Deutsch-Holländischen Palästina-Verwaltung zu überweisen sind. Cs wird gut sein,; •. /. Die Schlachmonaus-Ablösungskarten rechtzeitig zu bestellen. Diese haben sich im Laufe der letzten Jahre vielfach eingebürgert. Selbstverständlich ist es zunächst Pflicht, ein Schlachmonaus zu sende n, w i e e s den reliaiösen vorschriften ent - spricht. Darüber hinaus ist es eine schöne jüdische Gepflogenheit, seine weiteren Bekanntenkreis am Purim zu erfreuen. Welche Freude aber wäre jüdischer, als dem Beschenkten das Bewußtsein zu verschaffen, daß in seinem Namen ein Kind in Crez Iisroel ideell und materiell verpflegt wird.. Die Kosten hierfür betragen: für eine Woche Mk. 3.—, für zwei Wochen Mk. 5.—, für einen Monat Mk. 10.—. Bis Montag, den 2l. März 1932/13. Adar II. 5692 können der Palästina-Zentrale der Agudas Iisroel Adressen aufgegeben werden, an welche rechtzeitig auf Purim die Ablöfungskartcn gesandt werden. Auch können Ablösungskarten direkt von der Palästina-Zentrale bezogen werden. Palästina-Zentrale der Agudas Iisroel Frankfurt-M. Postscheckkonto Nr. 55 900. Für die Aöar-Aktion 6692 haben wir, wie alljährlich, wieder ein Preisausschreiben für diejenigen Sammler und Sammlerinnen vorgesehen, die mindestens Mk. 25.— zugunsten unseres Schulwerkes sammeln, sei es durch Vertrieb unserer Coupons oder durch freie Sammlungen. Die Verlosung soll am 6. Nissan 5692/12. April 1932 stattfinöen. Der Sammler hat folgende Bedingungen zu erfüllen: Bis zum 4. Nissan (10. April 1932) müssen mindestens Mk. 25.— als Sammelergebnis im Besitz der Palästina-Zentrale der Agudas Iisroel sein (durch Ueberweisung auf das Postscheckkonto der Palästina- Zentrale der Agudas Iisroel Nr. 63 900 Frankfurt a. M. oder durch Vermittlung der für ihn zuständigen Gruppe). Die Palästina-Zentrale stellt dem Sammler hiergegen eine nummerierte Empfangsbestätigung aus, die ihn berechtigt, sich an der unter Aufsicht, eines Notars stattfinöenöen Verlosung zu beteiligen. Außerdem sind wir durch die Munisizenz einesungenannt bleibend wollenden Gönners in der Lage, jedem Knaben und Mädchen, welches in der Adac- Aktion durch die Sammeltäschchen oder sonstwie mindestens Mk. 10:-^- an uns einsenöet, als Prämie ein jüdisches Gesellschaftsspiel „Eine Reise durch Crez Iisroel" zu gewähren, wir hoffen, daß unsere kleinen Freunde und Freundinnen sich recht zahlreich an der Sammlung beteiligen werden. Sammeltäschchen bitten Wirbel uns einzuforöern. Preisausschreiben. Bei einem Sammelergebnis von mindestens Mk. 100—: 1. Preis: Eine Reife nach Erez Iisroel (Schiffskarts für Hin- und Rückfahrt inkl. Bett und Verpflegung.) Sobald für die Auslosung des 1. Preises mehr als 100 Sammler in Betracht kommen,. wird als 2. Preis: gleichfalls eine Reife nach Erez Iisroel zu, den gleichen' Bedingungen ausgesetzt, mindestens Mk. 75.—: 3. Preis: Eine in Erez Iisroel geschriebene Megillo in, einem Gehäuse von Olioenholz, reich ge- ' schnitzt, 4. Preis: ebenfalls eine in Erez Iisroel geschrieben-- Megillo in einem Gehäuse von Olioenholz, reich geschnitzt, 5. Preis: eine in Erez Iisroel geschnitzte Sederschüssel von Olivenholz,