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Der Israelit · 1932-03-03 · Heft 10 (3.3.1932) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
73 (1932)
Issue
Heft 10 (3.3.1932)
Date
1932-03-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 Nr. 10 Der Israelit 3. März 1938 Bezirke amtierenden ostjüdischen n’am sich zu einer Lwimn miss zusammenschliehen sollen, um durch gemeinsame Arbeit die religiöse Lage in den ostjüdischen --'xi-p dieses Bezirkes zu bessern. Am Sonntag '2 r"-> niw fand die konstituierende Vresammlung in Essen statt, auf der sämtliche in Betracht kommenden wirn anwesend waren. Wichtige Beweggründe haben die Gründung veranlaßt. Fast in sämtlichen liberalen Gemeinden dieses Bezirkes leben Ostjuden, die sich zum Teil eigene religiöse Institutionen schufen wie mp« rnvrnip und Talmud Thoraschulen. Bisher lebten diese nmap ohne jede Verbindung miteinander, und was noch schlimmer ist, ohne jede rabbinische Leitung. Nur die größeren konnten sich eigene erlauben. Im allgemeinen war jeder füp aus sich allein angewiesen. Die Folge hiervon war, daß die religiösen Institutionen stark vernachlässigt wurden, und da die Gemeinden seitens der b'mi wenig bearbeitet wurden, machte sich ein starker Abfall von der nx-ni mm, insbesondere innerhalb der Fugend bemerkbar. Die Schuld hieran liegt weniger an den a'jm' als an den ostjüdischen nii>np selber, die in sich oft uneinig sind und es dem einzelnen m unmöglich gemacht haben, Einfluß auf die Gemeinde zu erhalten. Ja, oft kam es vor ,daß der poa eines ’m von einem anderen aufgehoben wurde. Um diese Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen, beschloß die Essener Konferenz die Zusammenfassung der ostjüdischen rniirnp in eine D'-nn miss an deren Spitze die orrnn mwx steht. Die einzelnen unm sollen jetzt im Aufträge und kraft der Autorität des Gesamtverbandes die Aufsicht über die religiösen Institutionen führen und durch Vorträge und persönliche Beeinflussung das religiöse Niveau in der Gemeinde heben. Die Mitglieder des Verbandes haben sich verpflichtet, diese Arbeit ohne jedes Entgelt zu leisten. Dis Arbeit in ostjüdischen Gemeinden ist eine grundverschieden andere, als in den deutschen orthodoxen rn^.ip- Selbstverständlich soll eine enge Zusammenarbeit mit den deutschen orthodoxen D’am stattfinden, um durch gemeinsame Arbeit das Unheil, das den ostjüdischen a'imp insbesondere ihrer äugend droht, abzuwenden. Um diese enge Zusammenarbeit zu erleichtern, sollen die ostjüdischen Mitglieder der gesetzestreuen Rabbinerverbände werden, was bisher nur in einzelnen Fällen der Fall war. Es wurde ein vorläufiger Vorstand gewählt, der die Gesamtarbeit zu leiten hat. Der Vorstand besteht aus den Herren Rabb. I. H o r o w i tz , Düsseldorf, Rabb. B e r e i s ch, Duisburg und Rabb. M. Findling, Elberfeld. Holland. Steuerrückgang in Amsterdam. Amsterdam, 27. Febr. Die Steuereingänge der jüdischen Gemeinde in Amsterdam sind für das Jahr 1932 auf fl. 280.000 präliminiert gegen fl. 367.000 im Jahre 1931 uird über fl. -<00.000 im Jahre 1930. Die Ziffern zeigen deutlich, wie sehr auch in dem wohlhabenden Holland die wirtschaftliche Krisis ihre Wirkungen geltend macht. Lettland. Aus dem lettischen Sejm. Riga, 22. Febr. Bei der Budgetberatung hielt Deputierter M. D u - b i n eine längere Rede, in der er ganz besonders auf die Not der sogenannten „jüdischen Ausländer" hinwies. Es sind keine Ausländer natürlicher Art, sondern Menschen, die seit vielen Jahrzehnten in Lettland leben und sich redlich ernähren. Viele sind im Lande geboren.. Schließt man diese Menschen aus der Arbeitsversorgung und sozialen Fürsorge aus, so kann es leicht passieren, daß lettische Bürger in anderen Ländern ein ähnliches Schicksal erfahren. Für die Verminderung der Ausländer in Lettland gebe es nur ein Mittel: all die sogenannten Staatenlosen auch de jure einzubürgern. Redner polemisiert gegen den Vorschlag, die Gebühren für die Einbürgerung zu erhöhen. Es sei auch nicht recht, daß solche Gesuche jahrelang verschleppt werden. Darauf wird auch der Antrag des Deputierten Breiks, das Einkommenminimum der Staatenlosen herabzusetzeu, abgelehnt, dagegen die Anträge auf Erhöhung der Einbürgerungs- und Paßgebühren mit kleiner Mehrheit angenommen. In der folgenden Sitzung trat Deputierter Dubin mit einer scharfen Rede gegen den Plan auf, die Posten für die Bildungsbelange der Minoritäten zu kürzen, insbesondere die jüdischen Handwerkerschulen zu schließen. Hierbei spielen weniger Sparsamkeit, als vielmehr Chauvinismus eine gewisse Rolle. Es ist zu hoffen, daß unter dem Eindruck dieser und anderer Reden von Vertretern der Minderheiten die Pläne des Bildungsministeriums abgelehnt werden. Polen. Andenken an Rabbi Elije Rirschbraun. Warschau, 22. Febr. Die Sitzung des Kehillorates am Donnerstag war ganz dem Andenken von Rabbi Elije K i r s ch b r a u n V'xraus Anlaß der Jahrzeit, gewidmet. Unter Anwesenheit sämtlicher Ratmänner und auch der Familie hielt der Vorsitzende, Herr T r o ck e n h e i m, eine ehrende und gehaltvolle Gedenkrede. Anschließend wurde ein lebensgroßes Bild Kirschbrauns, das nunmehr den Saal schmücken wird, enthüllt. Vries aus Lodz. Lodz 29. Febr. Bei der dritten Lesung des Budget im Stadtrate mußte der Deputierte Minzberg sich in einer längeren Rede mit der ausgesprochen antisemitischen Politik des Lodzer Magistrats auseinandersetzen. Alles Gerede von der Gleichberechtigung, sagte der Redner, sei nur eine Farce. Es ist soweit gekommen, daß man unter allen möglichen Vorwänden keine jüdischen Patienten in das Poznanski'sche Spital aufnimmt. Man verweigert konfessionelle Sommerkolonien für jüdische Kinder, die die Speisegesetze nicht verletzen wollen, während dieses in Warschau ohne weiteres geschieht. Das jüdische Waisenhaus bekommt keine genügende Subvention. Die Gesamtsubventionen für jüdische Institutionen betragen kaum ein Drittel von den früheren Unterstützungen. Ein Stadtrat verteidigte der Magistrat. Aber Minzberg ergreift noch einmal das Wort, um die Argumente des Stadtrates zu widerlegen. Das Budget wird nachher angenümmen. * * Am Sabbat Abend fand im großen Agudalokal eine Massenversammlung statt unter der Parole: „Zur Stärkung des Agudagedankens!" Der Präses des Kehillorates, Rabbi Fischel Liebermann, eröffnete die Versammlung mit einer längeren Rede, worauf P a r n e s A. G. Friedensohn und Deputierter Leib Minzberg ausführliche Referate hielten. Es sollen öfters solche Versammlungen stattfinden. Rutzland. Die Jüdische Uommumsten-presse gegen die ausländische Pessachhilfe. Moskau, 22. Febr. Die jüdische kommunistische Presse in der Sowjetunion führt eine scharfe Kampagne gegen die Pessachhilse für russische Juden, die von Hias of America in Riga, dem Verband der jüdischen Hilfsgesellschaften in London und anderen ausländischen jüdischen Stellen durchgeführt wird. Die in Charkow erscheinende Tageszeitung „Stern" schreibt, diese Hilfe komme den Parasiten, Faulenzern Müßiggängern und Klerikalen zugute, die noch in der Sowjetunion ein Dasein fristen und von denen Fäden zu den „finsteren Kräften der faschistischen und klerikalen jüdischen Bourgeoisie" im Auslande geknüpft werden. Diese Bourgeoisie nütze die Pessachkampagne zu konterrevolutionärer Propaganda aus. Man müsse die Massen über die Absichten der Konterrevolution aufklären und eine Atmosphäre gesellschaftlicher Aechtung gegen diejenigen schaffen, die diese ausländische Hilfe annehmen. Palüsttns. Der Gerer Rebbe in Jerusalem. Jerusalem, 22. Febr. Schon vor Ankunft des Gerer Rebben wurde von Agudas Jisroel mit großen Plakaten die Stunde der Einfahrt bekanntgegeben. Eine gewaltige Menschenmenge versainmelte sich am Jaffatore, allein das Auts war schon eine Stunde früher in der Stadt. Nun drängte sich, die Menge vor der Wohnung des Rabbi bis in die späten Nachtstunden. Am Dienstag früh empfing der Rabbi eine Delegation der Agudas Jisroel und des Waad der A f ch k e n a s i m, darauf begab sich der Gerer Rebbe nach der Westmauer und von dort zum Besuche bei Oberrabbiner Rabbi Chajim Sonnenfeld. Auf einem Agudabankett, das abends stattfand, war der Rabbi durch seinen Schwiegersohn, Rabbi M. I. L e w i n, vertreten. Alle orthodoxen Institutionen waren anwesend. Die erste Begrüßungsrede hielt Rabbi Mosche Blau, indem er die Derdienste Löwins für die polnische Landesorganisation schilderte. Rabbiner Jungr e i s überbrachte den Gruß der orthodoxen Gemeinde und schilderte den schweren Kampf, den die Gemeinde um ihre Existenz zu führen hatte und noch hat. Rabbiner Katzen eil endogen begrüßte die Gäste im Namen der Zeire Agudas Jisroel. In einer glänzenden Rede dankte I. M. L e w i n für den Empfang und behandelte dabei ausführlich alle wichtigsten Agudaprobleme in Erez Jisroel und in der Gola. Es enstpann sich im Anschluß an die Rede eine friedliche, aber lebhafte Aussprache über die Frage der Kehillot. Dr. B u x b a u m appellierte an bei Gäste, Erez Jisrosl zum Zentrum der jüdischen Arbeit in der Diaspora zu machen. Sprechsaal. Zur Frage des Die Frage nach -vs.i wird bereits in b^nn 'pbr Abschn. rn'vis 'i berührt. Dort wird or-im asm berichtet, daß der mm vzni man noch die zwei ersten Verse von «cm hingugesügt werden, weil darin von der wirklichen Vollendung des Tempelbaus erzählt wird: der Rest des Kapitels komme denn am zweiten Tage rmo zum Vortrag. Dem entspricht auch der Frankfurter Minhag. In einfachen Jahren mit der nsrnp wird an dem zweiten nsn mi? tatsächlich nach Anordnung des srnn» verfallen. Dasselbe geschieht im Schaltjahre, wo ‘rmp'i und mips getrennt sind, an dem 0227der nporn hat. Ist auch das Schaltjahr, wie das diesmalige, nach v"t angeordnet, so gehen die Meinungen auseinander. Geiger, der für den zweiten 02m rup keine Anordnung gibt, läßt die zwei Verse dV«?jti sagen, die nach einigen in diesem Falle dann am 02m nicht gesagt werden,- nach Feist wird das ganze Kapitel rnirni gesagt. Auch das für den deutschen Minhag im allgemeinen maßgebende, auf Frankfurter Minhag beruhende I«r2 aru '0 nov gibt für die getrennten Abschnitte mips t-?npn für den ersten Abschnitt d-ph m'v für den zweiten merkwürdigerweise aber auch für die gemeinsame Lesung beider Abschnitte das dann allerdings unmögliche, cii’cm an. Vielleicht sind die Angaben in unseren B'Emm auf gvi' ikxb am zurückzuführen, wobei allerdings Markender Tabgerm Und er Schokoladenfabrik Neu auf genommen flO£3 Neu auf genommen Alle in v ertrieb durci die Firma 3. «Ttnfon IRIexander, fierfin 310.18, Candsbergers(raße 91 Niederlage für Frankfurt a. M.: Fa. A. Metzger, Langeslraße 7

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