Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 73 (1932)
- Issue
- Heft 7 (11.2.1932)
- Date
- 1932-02-11
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 Nr. 7 Der Israelit 11. Februar 1932 Hause sprachen zunächst die beiden Söhne, David Sonn, Lehrer, Würzburg, Abraham Sonn, Lehrer in Fulda, tiefempfundene Worte des Schmerzes. Auf dem Friedhofe in Höchberg nahm zunächst Herr Rabbiner Dr. Hannover, Würzburg das Wort, um im Anschluß an einen Midrasch das Leben und Wirken dieses frommen Lehrers zu schildern. Hierauf nahm der dritte Sohn des Heimgegangenen, Hauptlehrer Moses Sonn, Buttenwicsen, Abschied vom teuren Vater. Studiendirektor Stoll, Würzburg, widmete dem Heimgegangenen einen Nachruf als Vertreter des jüdischen Lehrervereins in Bayern. Rührende Worte der Trauer und des Schmerzes fand auch der Enkel des Verblichenen, Herr Krankenhausverwalter Moses Sonn, Würzburg. Im Namen eines engeren und weiteren Verwandtenkreises widmete Hauptlehrer Mannheimer, Dettelbach, dem Unvergeßlichen einen letzten Gruß. Durch alle Reden zitterte der Schmerz um den Hemrgang des seltenen Menschen und Jehudi. y"'i Dietzenbach (Krs. Offenbach), 8. Febr. Herr Hermann Wolf feiert am n»nn 'a ra» seinen sechzigsten Geburtstag. Ein Mann von tiefer, schlichter Frömmigkeit, dem kein Opfer für die nr»s zu groß ist, weih er auf kleinem Platz eine Insel echter Jüdischkeit zu erhalten. Mit seiner strengen Redlichkeit und Rechtlichkeit im Handel und Wandel, seiner peinlichen Beobachtung des Sabbat und aller anderen Mizwaus ist er Muster und Beispiel für seine enge und weitere Umgebung. Möge dem trefflichen Mann ein heiteres, arbeitsames und erfolgreiches Leben an der Seite der gleichgearteten Gattin und im Kreise der ganz im Geiste der Eltern erzogenen Kinder beschieden sein.___trsrny- Briefkasten. A. K. in Miltenberg: Die Parscho ist Z Gr. in Z. M (Slowakei). Wohin sollte das führen, wenn wirüber Hochzeitsfeierlichkeiten lange Berichte bringen wollten. Wir können von unserem Prinzips, Familienangelegenheiten dahin zu verweisen wohin sie gehören, in die Familie, auch in Ihrem Falle, der einen Rabbiner betrifft, nicht abgeben. FamUiennachrichten. Geburten: 1 Tochter, Margot, Max Mayer und Frau Hedy geb. Strauß. Hanau, Deethovenpl. 8. 30. Jan. Barmizwoh: Walter, Sohn des Herrn Dr. Hugo Zuntz, Hamburg, Hallerftr. 9, rutr, 13. Februar 1932. — Arthur, Sohn des Herrn Eh. Lioerhant, Frankfurt a. M. Wittelsbacher Allee 7611. vviiv natr Synagoge Friedberger Anlage. Die Woche. Trauerkundgebung für Rabbiner Dr. Raphael Breuer in der Frankfurl-Loge. Zu der angesagten Trauerfeier für den Aschaffenburger Raw in der Frankfurt-Loge kamen am Donnerstag abend so viele Teilnehmer, daß man schon vor Beginn die Eingänge polizeilich sperren mußte. Es herrschte weihevolle Stille, da Rabbiner Dr. Pinchas K o h n als erster Redner das Wort ergriff, um die Persönlichkeit Raphael Breuers zu zeichnen. In bewegten, aus tiefem Freundesherzen kommenden Worten schilderte er den Menschen, in dem und durch Bekenntnis zur Tat geworden war. „Wehe um die viele Schönheit, die in die Erde finkt!" Man könnte diese talmudische Klage umbiegen: „Heil der Erde, die so viel Schönheit umschließen darf!" denn aus ihr müssen Segen und Frieden erblühen. Die alte Formel n"axjn „die Seele des Abgeschiedenen bleibe im Bunde des Lebens und der Lebenden," fei hier Gelöbnis und Prophezeiung, und das bekomme den Sinn, daß wir in Ehrung seines Andenkens den Frieden und die Einigkeit suchen. Redner zeichnete die Eigenart der Breuer'schen Kommentare und wie ihm in einem seiner Werke auch die trockene Halacha zum Erlebnis wurde. Ein Schlüsselbewahrer heiliger Traditionen der großen Ahnen, war er, wo es um den Kampf für das Heiligste ging, nicht mehr Epigone. Er gab sich ganz und gar und gab es der ganzen Welt. Daraus müsse Herrliches noch für spätere Zeiten entstehen, wie es in Mischte heißt: /usttsn v'»m;vu ’3 D’»n ms bv '»»> nVs? und Redner ist überzeugt, daß sich über kurz oder lang führende Menschen in seinem Schatten suchen und finden werden. Alsdann betrat Herr Dr. Isaak Breuer die Tribüne, um über „Raphael Breuer und die deutsche Orthodoxie" zu sprechen. Da der Redner erklärte, daß es ihm bei seinen Ausführungen darum zu tun fei, dem Frieden und der einträchtigen Zusammenarbeit innerhalb der selbständigen Orthodoxie den Weg zu ebnen, so möchten wir nicht durch abgekürzte und daher leicht zu Mißverständnissen führende Wiedergabe ein Friedenswerk gefährden, zumal das Referat an anderer Stelle im Wortlaut erscheint. Daß hiermit nicht etwa der Gesamtinhalt des Referates, soweit es polemisch war, als objektiv richtig anerkannt werden soll, bedarf keiner Erwähnung. Mit einigen herzlichen Worten bereitete sodann Herr Rabbiner Dr. Kohn die Stimmung für das i"»rr vor, mit dem die Trauerkundgebung ihr Ende fand. Hefped im Beshamidrafch Osiendstraßs. Im Beshamidrafch Ostendstraße hielt am Sonntag, 31. Januar, Herr Rabbiner Mosche K a r p e l unter großer Beteiligung einen ergreifenden Hefped. Mit tiefschürfenden Thoraworten wußte er den Aschaffenburger Raw zu würdigen und dem Schmerz der Familie und des Thorajudentums Ausdruck zu verleihen. Eine sinnige Ehrung Ascher Eschweges. Am Dienstag, den 2. Adar I (9. Februar), rundete sich ein Jahr seit dem Heimgange von Ascher Eschwege b"-n> der sich, obwohl nur einige Jahre im Ruhestande hier lebend, ein Ehrenbürgerrecht in den Herzen so vieler Verehrer und Freunde erworben hat. Der Tag des Gedenkens, führte alle Kinder hier zusammen, und abends klang die Jahrzeit in ein Fest eigener Art aus. Einer der Söhne, Oberkantor Mois Eschwege, Würzburg, ließ zum Andenken an den Vater und aus anderen Familienanlässen ein Sefer schreiben, das er an diesem Abend im Hause der Tochter, Frau Rosen selber, in dem das nun geschloffene Minjan Rothschild-Eschwege seit vielen Jahren stattfand, eingeweiht wurde. Die Kinder, die stattliche Enkelschar und mehrere geladene Gäste aus dem engeren Familien- und Freundeskreise des Heimgegangenen fanden sich nach den üblichen Gesängen und Rundgängen bei einer reich gedeckten Tafel zusammen, die gewürzt und geadelt war von tiefen mm -nai und zum Teile ganz vortreffliche Reden des Gedenkens, der Liebe und Verehrung für den?'fx< der „satt an Jahren" und dennoch zu früh von uns gegangen ist. Man schied in später Abendstunde gehobenen Herzens, im Bewußtsein: Ascher Eschwege b"^, lebt unter uns weiter und wirkt zum Segen, »'p'ix *ot- Jüdische Frauenveremigung. Die Jüdische Frauenvereinigung e. V. möchte hierdurch ihre Telegramm-Ablösungsformulare ihren Freunden und Gönnern wieder mal in Erinnerung bringen. Sie sind bei Frau Besthoff, Palmstr. 10, Konditorei Grünebaum, Hanauerlandstr. 4 und Max Philipvs, Zeil 4 zum Preise von 75 Pfg. pro Stück, 3 Stück Mk. 2.— zu haben. Wir bitten um eifrige Benutzung und wünschen recht viele frohe Anlässe. Die Veranstalkung des Jüdischen Turnerbundes verschoben! Infolge'des allgemeinen Fasttages am Sonntag findet das K i n d e r f ch a u turnen erst eine Woche später und zwar am Sonntag, den 21. Februar, in der Aula der Herderschule, Wittelsbacher Allee statt. Da der Kartenverkauf rege eingesetzt hat, bittet man, sich rechtzeitig mit Karten zu versehen. Der Reinerlös ist für die Jüdische Notstandsküche bestimmt. Die gelösten Karten behalten für die verlegte Veranstaltung ihre Gültigkeit. Drucksehlerberichligung zu dem Artikel: „Ein halbes Jahrhundert" in der letzten Rümmer. Note 3 lies: Rabbiner S. Kuttner (statt Rabb. S. Kühne). Kuttner war der hochangesehene Amtsnachfolger Dr. Hildesheimers in Eisenstadt, ein Schüler S. R. Hirschs aus der Nikolsburger Zeit. Seite 5 lies: „Der Dichter L. A. Frankel" (statt Direktor L. A. Frankel). In dem Gedicht am Schlüsse lies: „dunkle Kutten" (statt dunkle Kulten). Die Flut des Wohnungswechsels bringt für Vermieter sowohl, als auch für Mieter, viele Neuanschaffungen und Umänderungen, die in das Gebiet des Installateurs und Spenglers fallen. Wir empfehlen unfern Lesern hierfür die seit 15 Jahren für erstklassige, preiswerte Arbeiten bekannte Firma Johann Heil, Bauspenglerei, Hanauerlandstraße 64, Tel. 45 637. (Siehe Inserat.) Ausgeführt werden von dieser Firmaalle Installationen für Gas und Wasser und sämtliche sanitären Anlagen. Eine Spezialität dieser Firma ist die Anfertigung von Sabbatösen für alle Feuerung und Sabbatbleche. Frankfurter veceinskaleader. Verein Mekor Ehajtm. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro. Herr Leopold «Schwab. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr Dr. E. Posen — nachmittags 3/4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal L-?s:n Herr Dr. W. Hofmann. — 1 Stunde vor Nacht (ebenso Sonntag 8.30 Uhr vorm.) im Vereinslokal Gemoro. Herr I. Soffer. — 8.30 Newiim, Herr Dr. Marcus Lange. Sonntag abend 6 Uhr, fällt der Vortrag aus. Sonntag morgens nach Schul (ebenso Mittwoch) »irr "n Herr Red. S. Schachnowitz. — vormittags 9.15 Uhr (ebenso Dienstag 6.30 Uhr) Gemoro. Montag (auch Donnerstag) nach Schul: Mischna Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) Gemoro. Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. — abends 8.15 Uhr (auch Donnerstag) Gemoro Herr Dr. E. Posen Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr Dr. E. Posen. Von Montag bis Freitag morgens nach Schul im Sitzungszimmer Gemoro. Herr Dr. S. Ehrmann. Sonntag, Dienstag und Mittwoch abends 8.15 Uhr im Bereinslokal Schaßlernen. Herr Herz Halpern. Jahrzeilsstiftungen. D2V 13- Februar: Louis Jofeph-Stiftnng. Sonntag, 14. Februar: Karl Guggenheim-Stiftung. „ „ Joseph Rosen selber-Stiftung. Montag, 15. Februar: Vabette Goldschmidt-Stiftung. Mittwoch 17- Februar: Willy Max Bier-Stiftung. Freitag, 19. Februar: Jeanette Hirsch geb. Stern-Stiftung. Agudas Jisrcel-Jugendgruppe e. V. Winterarbeit, a) Schiurim Hlichaus Schabbos. Dozent: Herr V. Rachelsohn, Zeit: Montag 20.30—22 Uhr in der Wohnung Zeil 2 Bawo Kamo (Gemaro). Dozent: Herr Dr. W. Hofmann, Zeit: Dienstag 2015—21 Uhr (Mauerweg 34), Schabbos 14.30—15.15 Uhr im Heim. Schulchan Aruch. Dozent: Herr Leop. Oppenheimer, Zeit: Mittwoch 21—22 Uhr in der Wohnung Bärenstr. 12 Mischna Seder Maued). Dozent: Herr Gerson Schnerb, Zeit: Donnerstag 20.45—22 Uhr in der Wohnung Kantstraße 4. Schulchan Aruch. Dozent: Herr Louis Kahn, Zeit: Schabbos 11—12 Uhr im Heim. Schulchan Aruch. Dozent: Herr Th. Spiegel, Zeit: Schabbos 15.30—16.30 Uhr in der Wohnung Ostendstr. 11 Samstag abend 9 Uhr, Arbeitsgemeinschaft Erez Jisroel (Nachmanides). Besondere Schiurim der Mädchengruppe: Jehoschua. Dozent: Herr Jul. Lewin, Zeit: Schabbos vorm, nach Schul im Heim. Thauro. Dozent: Herr Konrektor Hirschberg, Zeit: Schabbos 16 -17 Uhr im Heim. Dinim. Dozent: Herr Konrektor Hirschberg, Zeit: Mittwoch 20.30—22 Uhr 14tägig im Heim. Schiurim des Herrn Herz Halpern in der Ortsgruppe der Agudas Jisroel. Täglich 9 — 11 Uhr Lernen jeglicher Art. 11 — 12 Uhr Gemoro »mos.. 12—1 Uhr Daf Jomi. Liwjalh Ehen. Samstag nachm. 4'/4 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz, „Warum wir fasten". Agudistische Frauenorksgruppe Frankfurk a. M. Am Montag, 15. Februar, abends 8 30 Uhr. in der Aula der S R Hirsch-Schule, Damen-Tee -Abend mit buntem Programm, zu Gunsten der S. R. Hirsch-Schule Gebetzeiten. norm na»; Freitag abend 5.10 Samstag naavn 6.45 Samstag morg. 8.00, . Samstag nachm. 1.00 u. 4.00 Samstag abend 6.25 Wochengottesdienst: Morgens 6.45 Nachmittags 5.00 Tefillin-Legen am Morgen 6.25 Sonntag nach nm» (mit nsnp): Mussaransprache des Herrn Rabbiner. LSTERATURZIRKEL. neuere und neueste Richtung, unter akademisch-fachlicher Leitung. Gründliche mod rne Interpretation. Beginn: Anfang März Anmeldungen vermitteln: Frau Dr. 8. Rosenbaum, Grünestraße 42 Dr. £. 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