Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 73 (1932)
- Issue
- Heft 7 (11.2.1932)
- Date
- 1932-02-11
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8 Nr. 7 Der Isr a e I i t 11. Februar..1932 stimmt nach den Regeln der Mathematik, um so weniger wird sie den pädagogischen. Erfahrungen gerecht. In jeder Klasse unte.schrieet man drei Schülergruppen: 1. die Hecheegabten, 2. die Sch vachbegabten, 3. der sogenann'.e Du.ch ch.ilt. Diese Ta.sache, wie sie Herr Grotzmann seststellt, ist wohl nicht zu bestreiten. Doch der mathematische Schlug, der sich aus diesen Voraussetgungen ergibt, gehört bestimmt nicht in das Gebiet der Erziehungslehre. Erundschulmen'chlcin im Alter von 9 Jahren s eilen — nach G's Meinung laut der obenerwähnten Kategorie 1. „scheu zeigen, dag sie ihren Weg zur Hochschule ohne Schvierigkeiten gehen werden, weil sie für die Aka)emi.estaufbahn gle'chsam prädesti.üert sind... weisen ü jedem Alter Sp tzenUistungen". Wir sind im allgemeinen wenig von der „Prädestina ianslehre" begeistert, ge ig nickst im Kindesalter. Es ist die tägliche Erfahrung eines jeden Lehrers, daß sich ein Schüler „cselt", d. ch. hinter den Erwartungen weit zurückuleibt; und umgekehrt: bei Abstreisen eines jeden Vorurteils, das man gegen ein scheinbar wenig begabtes Kind hegt, entwickelt sich das Talent. Selbst später, in ber; Pubertätszeit, wo sich der junge Mensch Herauskristal.isiert, lägt sich nichts vorau sagen. Nicht selten hären wir dag ci l fast unter dem Durchschnitt stehender Schüler, ein tüchtiger und brauchbarer Mensch geworden ist, während der „Hochbegabte" versagt. (Wvraif die'e Tatsache ficht, gehört nicht in den Rahmen dieses Artikels.) Je undurchs ch iger die wirtschaftliche Lage oder besser gesagt Krise ist, desto weniger dü.fen und können wir berechnen, was morgen oder übermorgen geschehen soll. Wir haben mehr denn je gelernt, datz uns das Erwerbsleben umschult — ,,'chult" aber nicht unsere zarten Kinder um, setzt sie keinen i;nerp ovten Spekulationen aus! Was wir vor 13, 23 oder 33 Jahren für gut befunden haben, ist und mutz auch heute noch möglich sein. Kinder, die den Eltern mitoerrienen Helsen müsen, sollen aus schnellstem Wege zu einer abgerundeten Sch.llbi.dung gefördert werden. Nur sie und auch ausgesprochen Mindercegabte gehören in die Volksschule. Es Hort sich geradezu sonderbar an, wenn Herr G. schreibt: „wir glauben daran, datz auch in Krisenzeiten dir Spitzenleistung sich durchsetzen vermag, und wir möchten die Hochbegabten (!) deshalb auf jeden Fall in die Gymnasien ausgenommen wissen,' ohne Rücksicht auf di: ft tan t_I.cn Verhä.ti.isse des Elternhaises". Wahrlich, die Behandlung der Schüler nach E.'s drei Kategorien riecht stark nach geistiger Eugenik. Ferner: wir Lehrer dürfen interessierten Eltern — um diese handelt es sich ja hier — keine Vorschläge betreffs Umschulung machen. Wenn Eltern geneigt und gewillt sind, auch ein s ch w a ch b e g a b t e s Kind in dir Realschule zu schicken, ist es nur zu begrützen, denn wenn Haus und Schule Zusammenarbeiten, ergibt sich doch letzten Endes ein befrieoigenees Resultat. Die Schule verlangt heute nicht mehr als früher. Man hat vor 10 Jahren nur 2 Vorschalkla sen gehabt, was strammes- Arbeiten erforderte — allerdings war damals das Fntzbal.foiel und Tanzen noch nicht oblgatorisch. Dafür sagen.,wir nachmittags 2—3 Stunden in der Jefchiwoh ooer bei einem Pri.-atlehrer und „lernten". Gerade wie Juden sollten unseren Zöglingen die beste Schulausbi.düng zuteil werdeu lassen, damit sie den allgemeinen und speziellen Stürmen des Lebens die S.irne bieten können. Wir trugen und tragen Jakobs stolzes Jauschew — Auholim — Los! Ein junger Mrn'ch, der mit starkem Willen und Wissen ausgerüstet ist, schult sih in der Schule des Lebens von selber um, um sein Brot zu finden. Deshalb: lagt uns nichtt am „Problem" der Umschulungs-Beratung erkranken! Lippmann Kurzweil, Kopenhagen. * i Zur Beantwortung s einer obigen Ausführungen bitte ich Herrn Kollegen Kurzwci.': .1. sich darüoer zu informieren, was man in Deutschland unter „Umschulung am Ende des vierten Grundfchuljahres" ve.steht. — Er wird dann einsehen, datz seine Forderung: „Wi: haben gelernt, datz uns da-: Erwerbs-' leben umschult, schult aber nicht unsere zarten Kinder um, setzt sie keiren unerprobten Spekulationenaus!" durch, aus unverständlich ist und er wird sie wahrscheinlich zunehmen. - -i 2. sich darüber zu informieren, was „Prädestinationslehre", „Begabung" und „mathematische Schlüge" sind. — Er wird dann einsehen, datz meine Behauptung: „Hochbegabte Schüler berechtigen schon in der Grünt schule zu wer Hoffnung, in jeoem Alter Spitzenleistungen zu erreichen" rich.ig ist, mit- Pcädestinationslehre nichts zu tun hat, und alles anoere als ein mathematischer Schlug aus der Einteilung der Schüler in drei Gruppen ist. 3. sich über die Rolle des.Klassenlehrers der-vierten Erundschulkla se der ausnehmenden Schule und den anmeldenden Eltern grger.üler zu informieren. Er wird dann einseheu, datz man fragende Eltern nicht ohne „Vorschlag betreffs Umschulung" stehen lassen und nähren ZMeifetn überlassen kann. ' 4. mir nochmals zu erklären, warum er begrützen würde, wenn auch ein fchwachbegabtes Kind auf Wunsch der Eltern in die Realschule käme, nach dem er einige Zeilen vorher „Minderbegabte-"- als in die Volksschule gehörig erklärt. Seine Begründung ,,"vm letzten Endes doch zu erreichenden befriedigenden Resultat" ist mit unseren Auffa sungen nicht zu vereinbaren. 5. mir inh: Dinge vor uha'ten, die ich weder bestritten noch als „heute oollgatorisch" propagiert habe-z. B. Futzbal st iel, Tanen (in der Erundsch ile!?) oder Jakobs stoizes Jauschew-Auholim-Lo", um desentrilen wir nicht «m Problem der Umschulungs - Beratung erkranken mögen (??) 6. mir st>ie auch jetzt noch offene Frage zu beantworten, di; am Anfang seines Artikels steht: In welche Schule schicken wir unser Kind? --— - i - N. B.: „Non scholae sed vitae disclmus."?? * - ' Bei di ser Gelegenheit möchte ich noch auf einen Einwand eingehen, der mir von anderer Seite auf meinen Artikel entgegengehaltcn wurde. - Es wurde mir gesagt, datz nach dem Ministerralertatz vom März 1931 in den un.ersten Klas en der höheren Schulen ohnehin eine starke Auslese siatlsinden mutz, so datz tatsächlich nur dir Hochbegabten bis zum Abiturium Vordringen, und datz der hentr leioer herrschende Bercch igungswahnsinn, duech den jeoer Kaufmann eher einen „ha.'bfcr.igen" Gymnasiasten als einen „fertigen" Volksschüler anstcllt, meiien Vorsch ag ilrsor.sch macht. Zum zweiten Teil dieses Eiuvands kann ich nur sagen, datz ein Bes'erungsro schräg nicht durch einen her schenden Fehler utopisch wird, selbst dann nicht, wenn dieser allgemein gemacht wird. Vielmehr verdankt der Vorschlag überhaupt dem Fehler seine E.i'leuz, denn ich wage sogar zu behaupten, datz der Bercchtigungswahnsinn teilweise gerade auf die fatsche Behandlung der Umschulung zurückgeht, so daß eben hier der bessernde Hebel angesetzt werden mutz. Was aber dir Berufung auf den genannten Erlaß vom März vorigen Jahres iu .ersten Teil des obigen Einwands betrisft, so sehe ich nicht ein, welchen Zweck cs haben könnte, die Entscheidung über den Schüler noch ein ober zwei Jnhre hinauszuschi.-ben. D ei Grünte spreche: m. E. dagegen 1. Habe ih die Befürchtung, daß sich in der heutigen schoierigen Situation der höheren Schuleln mancher Direk.or von dem Wunsche leiten lasten wird, zahlenmäßig große Klassen zu haben, und auch Durchsch'ittsschü'cr mi shleppeu wird. 2. Möchte ich der höheren Schule nicht allein die Entscheidung über einen Schüler überlassen, den sie im .Höchstfall zwei Jahre hat, ohne den Grundschullehrer heranzuziehen, der dar Kind in den für seile geistige Entrückung wahrsch iilich bedeutsamsten vier Jahren eingehend kennen gelernt hat. Diese Heranziehung ist aber im Miüsteriale laß nicht gefordert, hätte wohl auch nicht gefordert werden können. 3. Bitte ich zu bedenken, datz, sogar wenn der Grundschullehrer irrt und einen Schüler in die Volksschule nimmt, der auf das Gymnasium gehören würde, dieser in seiner Laufbahn nicht behindert ist, sondern auf dem Wege über die Ausbauschulc zur selben Zeit das Abiturium bestehen kann, wie seine ehemaligen Erundschulkameraden, die sofort dir höhere Schule besuchten. Bernhard Grotzmann, Köln. Aufsätzchen in der jüdischen Schule. Von L. Freimark in Mainz. Angefertigt nach einer Stizze von der Wandtafel in Anlehnung an St. Benders Bild „Schwere Zeiten". Schwere Zeiten. Von Mar L onnrrstädter. 4. Schuljahr. In Wilna steht an einer Straßenecke ein jüdischer Mann mit einem Tragkorb, in dem er seine Waren hat. „Ach. ich habe in dieser Woche nur ll/2 Rubel verdient und morgen ist i>in,n nav Wie wird es mit denwecn und dem nos bv aussehen?" sagte er sich. Die Leute, die vorübergehn, bemitleiden den armen Hausierer, der an seinem- Kaftan viele Flecken hat. Sorgend denkt er an Rahest seine Gattin, und an Ephraim, ihr Kind. „Ob ich das Schulgeld für ihn bezahlen kann?" Er ruft immer wieder: "rx’s ,r,il-vn ,rnmV -cvvain ,nb-w,-i bv ne-" Eben kommt ein Kunde. Das Gesicht des Mannes erhellt sich. „Wieviel kostet eine Hawdolohkerze", fragte der Käufer. „10 Kopeken", lautet die Antwort. „Das ist mir zu teuer." „Ich kann's nicht' billiger abgeben, denn sonst würde ich ihnen den Selbstkostenpreis berechnen." „Auf Wiedersehen." „Halt, warten sie' einmal, - ich geb's -sie auch - für 9. Koveten." „Noch zu teuer. Hallen sieumich nicht länger auf, ich hab's eilig." Er ging -fort. „Ja,- ja, seufzte 'der Alte, das sind schwere Zeiten.-' Furchtbar schwer. Doch ich mutz jetzt den Tragriemen' anschnallen und nach Hause gehen." Dermrme Ilde ging mit sorge'nümwöltter St'rne weg. „Josua, wie ging's Geschäft", fragte ihn Rahel. „Ach, ich bi t immer noch der Spott der Kinder. 27 Kopeken an einem Tag zu verdienen ist sehr wenig. Mit unserem Ersvarnis reicht es gerade für mva — Dienstg. „Das Geschäft ist etwas besser alz vorige Woche," dachte Josua. Der - Graf von Hohenstein, r bar jüdisch ist, war nach Wilna gekommen. Er fuhr durch die Stabt. Auch am Juden vorbei. „Os Herr, kaust mir etwas ab." Der Graf ließ den Kutscher anhalten und fragte den Alten, ob er Ritualien zu verkaufen habe. „Ja, Herr." „So gebt mir 10 übersetzte rnbon. Was kostet die-?" „6 Silberrubel, Herr." Es war sehr schön, datz der-hohe Herr fragte, wie es feilem Glaubensgenossen geht, dieser dachte: „Es geht mir schlecht. Man weiß, datz es uns schlecht geht aber unterstützen tut uns niemand. Der Graf lächclle: „Wenn's nur das ist, soll dem Hebel abgeholfen werden. Nehmen sie diese 53 Rubel als Darlehen an." Er hieß den Kutscher foetfahren. — 1 Jahr sJäter sitzt Josua im Schlcsse des Grasen. „Gnädiger Herr, ich bringe euch das Darlehen dankendzurück. Es' hat mir Glück gebracht. Ich kann jetzt Armen helfen.-Das tue ich sehr gern, denn ich mutz immer daran denken, wie ich tagaus, tagein, vom wärmsten Sommertage bis zum kältesten Wintertage mit meinen Korb an der einen Ecke der Alerandrowitschstratze stand. Da kamt ihr, Herr, und halft mir, dem von aller Welt verla srnen, indem ihr mir Geld geliehen habt. Möge G'tt euch ein langes Leben zukommen lassen, und dem Herrn Grafen immer seine väterliche Huld zeigen."- „Amen." Der Gebieter freute sich, daß er einem braven Manne Gutes getan hatte und ihm geholfen hatte, andere armen Menschen durch eine kleine Geldspende glück.ich zu, machen. l . 49. Jahresversammlung der jüdischen Lehrer Schlesiens. Die am 18. November in Breslau stattgefundene Jahresversammlung des jüdischen Lehrervereins der Provinz Schlesien war in Anbetracht der schlechten Zeiten verhältnismäßig recht gut besucht. Der Vorsitzende, Lehrer Moops aus Breslau, begrüßte die offiziellen Gäste, beleuchtete die Notlage unserer Gemeinden und;b-te daraus resultierende Not der jüdischen Lehrer und Beamten, erwähnte die Hilfseinrichtungen des Lehrerverbandes und berichtete von Verlusten und freudigen Anlässen - unter den Mitgliedern. Er schloß wirkungsvoll mit einem optimistischen Zitat von Goethe. Die Aussvrache über den Jahresbericht, woran sich öie. Herren J.-R. Kalischer, Rabb. Dr. Hoffmann und Prediger Brock besonders beteiligten, brachte nähere Einzelheiten über ungerechtfertigte Kündigungen, die in zwei schlesischen Gemeinden gegenüber ihren Kultusbeamten vorgekommen waren. Eine sofort ernannte Kommission tagte über diese Fälle: und wird versuchen, die Vermittlung in geeigneter Form zu übernehmen, damit die Kündigungen zurückgezogen werden. Der Vorschlag des Kassenwarts Falkenstein, den neuen Jahresbeitrag auf Mk. 16.— zu ermäßigen, wurde angenommen. Nach dem Kassenbericht hielt Prediger Freudenthal-Vunzlau einen formell wie inhaltlich meisterhaften Vortrag über „die Entwicklung des mef« f ionischen Gedankens in der Bibel". Einleitend betonte der Redner die pädagogische und religionswissenschafruche Bedeutung dieses Gedankens. Die fast anderthalbstündigen Ausführungen ergaben eine Ueberfülle von wertvollen und interessanten Erklärungen über die Friedensideen, über soziale und ethische Probleme, über apologetische Belehrungen und über die Mission Israels. Die einzelnen Phasen, wie der Messias in der Bibel gedacht fei, find folgende: 1. G'tt ist der Erlöser; 2. Messias ist eine Person, ein Sproß aus Davids Haus; 3. Messias ist ein Kollektivbegriff, und Israel, der leidende Knecht, bringt allen Völkern die Erlösung. In, dieser Auffassung wurde das eigenartige Kap. 53 aus Jefaias übersetzt und interpretiert. — Zum Schlüsse bekannte sich der Referent als Anhänger der Konzentrationsidee im Unterricht. Der Vortrag wurde mit aufrichtigem Dank aller Zuhörer gelohnt. — Eine kleine Diskussion entspann sich darüber, daß häufigere Zusammenkünfte zur geistigen Fortbildung nötig wären. Es soll nun nach den guten Erfolgen im 1. Pflegsä)aftsbezirk (Waldenburg) nochmals der Versuch gemacht werden, in Breslau, wo so viele Lehrer sind, einen zweiten Arbeitsbezirk zu schaffen. Rabb. Dr. Goldschmidt wurde als geeignete Verfönlichkeit mit der Vorbereitung dieser Lerngsmeinschaft betraut. Nun kamen Standesfragen zur Besprechung. Auf Wunsch des Ratsmitgliedes Rabb. Dr. Vogelstein erfolgte eine eingehende Aussprache über die „Lehrervorbildung". Die Redner aus dem Lager der Lehrer wiesen in zum Teil leidenschaftlichen Äußerungen auf die recht- und schutzlose Lage der jüdischen Lehrer und auf die aussichtslose Zukunft des ganzen Standes Es fei fast ein Verbrechell, gegenwärtig so viele junge Lehrer auszubilden, wie es in Würzburg geschehe. Rabb. Dr. Voqelstein unterstrich die weiteren Schwierigkeiten dieser Ausbildungsfrage und mußte auch zugeben, daß der Preußische Landesverband nur Einfluß auf die unterstützten Kleingemeinden habe und daß er ein allgemeines Steuerrecht (wie Bayern es hat) nicht besitze! — Nach Erledigung einiger ferneren Punkte schloß die qnregende Jabresversammlung und die meisten Anwesenden beteiligten sich hierauf an dem gemütlichen Mittagsmahl im Restaurant Kornhäuser. . H. W. Dersonalien. Nach kurzem Leiden verschied vor einigen -Tagen der Lehrer i. R„ Hev Jrkob Sonn. Derselbe,war noch ein Jehudi vom alten Schlag. In seiner Jugend satz er zu Füßen der Thoragelehrten Reb Jine Rosenbaum V'xr Zell, des bekannten alten Würzburger Ravs. Er zählte zu den ersten Schülern der hiesigen israelitischen Lehrerbildungsanstalt. , Stets betätigte er größtes Jnte-e'se für die Lehrerfraaen und gehörte zu den Gründern des Bayerischen jü^i'chen Leßrer''ercins, des'en krtztcr Versammblng er trotz seiner vollständigen Erblindung doch im August 1933, als 90iähriger Greis, von einem seiner Söhne geführt, bei« wohnte. Seins 3 Söhne führte er gleichfalls den Le7>rdrberufe zu und war es für ihn eine Genugtuung, daß' sje alle segensreich in grötze-en frommen Gemeinden wirken können? Seinem ausd'ück.'ichen Wunsche gemäß, rburde der entschlafene Zaddik in dem altehrnürdigen rra in Höchbera, wo so viele Eeonim ruhen, zur letzten Ruhe gebettet. Wir werdeu ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren und sind stolz darauf,- datz er einer der Ilns'e'rn gewesen. ', ' Vriefkafken. Herrn Freudenberger, Würzburg. Wir bestä'igen Ihnen datz Cie nicht der Versa ser und Einsender des mit F. in N. gekennzeichneten Artikels „Der Chowertitel am Grabe" sind.