Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 73 (1932)
- Issue
- Heft 4 (21.1.1932)
- Date
- 1932-01-21
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 8 Nr. 4 Der Israelit 21. Januar 1932 Personalien. Miltenberg, 18. Jan. Am vergangenen Sonntag veranstaltete die hiesige Kultusgemeinde zu Ehren des verstorbenen Bezirksrabbiners Dr. Breuer S»-'*:, einen Trauerg'ttesdienst. Nach Gesang und Rezitation des vxro v-^'-Gebetes würdigte Lehrer Heß in einer Ansprache die überragende Persönlichkeit und das segensreiche Wirken des Entschlafenen, dessen reines Streben und Wollen oft verkannt wurde, der aber nur nax pix die Tradition seines Hauses und damit das gesetzestreue Judentum in seinen Gemeinden aufrecht erhalten wollte. — Mit einem Mischnah-Schiur und dem Lernkaddisch endigte die erhebende Trauerfeier, .T'axan Wuppertal-Rinsdorf, 19. Jan. Ein Abraham unserer Zeit, ein trotz Isoliertheit g'ttergebener Jehudi, ist Herr Moses Loewenthal in Wuppertal-Ronsdorf, der am v2D 2"',seinen 7 0. Geburtstag feiert. Herr Loewenthal ist ein in weiten Kreisen wohlbekannter und geach- . teter Mann. Stets strebsam und fleißig, hat er sich als tüchtiger und reeller Kaufmann einen guten Namen erworben, und seine Wertschätzung, ist auch bei der nichtjüdischen Bevölkerung, die ihn ob seiner streng konservativen Lebensführung respektiert, allgemein. Obwohl abseits vom jüdischen Zentrum wohnend, — das nächste 1'w ist in Elberfeld — hat er es in hervorragendem Maße verstanden, sein Haus zu einem wahren 'ovn anpa zu gestalten. Im Verein mit seiner ihm in tiefer Religiosität gleichgesinnten Gattin hat er, selbst ein leuchtendes Beispiel von Pflichterfüllung und Opferbereitschaft seine Kinder zu frommen, echten n=m,T» erzogen. In jugendlicher Elastizität übt er noch heute das Ehrenamt eines rpsn bvi und jr? n bys aus. Möge dem freundlichen und gütigen Manne an der Seite seiner Gattin und im Kreise seiner Kinder noch eine lange Reihe von Jahren der körperlichen und geistigen Frische beschieden sein!!naer o’itpyi nsa ly Sprechsaal.?1nt2oa to?£ In einer Kleinstadt wohnend, bin ich darauf angewiesen, bei nichtjüdischem Bäcker die dunklen Brotsorten zu kaufen. In einer hiesigen, sehr großen Bäckerei erfuhr ich kürzlich, daß Weizenbrot, auch Bauernstuten genannt, mit Milch gebacken wird. Ebenso auch Weizenmischbrot. In einer anderen Bäckerei wurde mir dieselbe Backart bestätigt. Wenngleich sich vorstehende Mitteilung nur auf Weizenbrot bezieht, ist keinesfalls „Weißbrot" damit gemeint. Letzteres kaust man gewiß nicht in der nichtjüdischen Bäckerei. Weite Kreise sind zweifellos in dem Glauben befangen, oben ermähnte Vrotsorten sorglos überall, zumindest jedoch in größeren Bäckereien kaufen zu dürfen. Frau R. o,.: vermischtes. ‘“Berlin, 17. Jan. Das Stellenvermittlungsamt des B. I. A- (Rechtsanwalt Dr. A. Katz, Berlin C 54, Rofenthalerftraße 40—41) gibt bekannt, daß Niederlassungsmöglichkeiten bestehen für einen praktischen Arzt in Mittelstadt, nahe Berlin, sowie an einem schlesischen Badeplatz, Augenarzt in Oberschlesien, Kinderarzt in größerem norddeutschen Ort und Zahnarzt in Berlin (Praxisübernahme). Zahnärzte suchen Assistentenstellen, K a u f l e u t e (jahrelang vorgebildet) Beschäftigung im In- und Aus- Die Woche. Trauerkundgebung für Rabbiner Dr. Raphael Breuer Vxr. Vom Vorstände des Mekor Chajim wird uns geschrieben: Der nächsten Sonntag, 6 Uhr abends, fällige Vortrag im Mekor Chajim (Langestr. 18) ist als T r a u e r k u n dgebung für Rabbiner Dr Raphael Breuer b"xi' gedacht. Die Gedenkrede hält unser Dozent, Herr Redakteur S. S ch a ch n o w i tz. Um zahlreiches Erscheinen 1122b wird gebeten. TrauerMr für Julius Goldfchmidk V"t• Eine erhebende Gedächtnisfeier fand im Gumpertzfchen Siechen haus und der Minka von G o lösch midt-Rothschild-Stiftung für den dahinge' schiedenen 1. Vorsitzenden am Sonntag, den 17. Januar nachm, statt. In der weihevollen Anstaltssynagoge versammelten sich neben der Familie und deren Angehörigen die Verwaltung, die ärztliche Leitung, die Schwesternsähaft und die Patienten mit den ständigen Besuchern des kleinen G'tteshauses. Nach dem Minchagebet ergriff zunächst der 2. Vorsitzende, Herr Joseph W i s l o ch, das Wort und schilderte in tiefer Bewegung den schweren Verlust, den die Verwaltung durch das Ableben dieses seltenen Philanthropen erlitten. Was der Verblichene vierzig Jahre lang zugunsten mittelloser, zum Teil völlig gelähmter Kranker geleistet hat, wie er gemeinsam mit seiner geliebten Gattin die Patienten liebevoll betreut, das sei in aller Herzen unvergänglich eingegraben. Hierauf gab der Chefarzt, Herr Dr. Löffler, eine lebendige Schilderung des Verklärten, der gewiß in höchstem Maße und in edelstem Sinne als Arzt der Seele bezeichnet werden konnte. Alsdann sprachen die Dozenten der kleinen Siechenhausgemeinde, die Herren W o l p e r t, Rabbiner K o r n und Studienrat Joseph Kaufmann, schöpfend aus den Quellen unserer Tauroh, in beredter Weise über das beispiellos edle Wirken Julius Goldschmidts für dieses Heim der Liebe. Zuletzt gedachte in tiefer Ergriffenheit Herr Hermann Seckbach des Verewigten, der durch seine sonnige, gütige Art es immer wieder vermochte, den grauen Alltag vergessen zu lassen, und der gemeinsam mit seiner edlen Gattin stets und immer helfend und schützend der geliebten Wirkungsstätte zur Seite stand. Mit dem hingebungsvollen i"»"rr-Gefang des Herrn Studienrat Joseph Kaufmann und dem Maariw-Gebet war die feierliche Gedenkstunde zu Ende. Mitteilungen des «Vereins ehemaliger Schüler und Schülerinnen der S. R. Hirsch-Schule". Die Januarnummer der „Mitteilungen" in etwas verkleinertem Umfange, bringt an leitender Stelle ausführlichen Bericht über die Veranstaltung des Elternbeirats am 21. November und die Reden der Frau Offenbacher, Herrn Direktor Dr. Elias und Jacob R o f e n h e i m über das Thema: „Wie steht es um die S. R. Hirsch-Schule?" Man liest die Ausführungen, ruft sich jene Veranstaltung nocheinmal in Erinnerung und gewinnt die Zuversicht: Unsere Schule wird bestehen! lieber weitere Veranstaltungen zu Gunsten der Schule wird berichtet, auch über die zur Ausgabe gelangten Anteilscheine von je einer Mark. Es haben Schülerkonzerte und Führungen stattgefunden. Ein zusammengefaßter Bericht über den Vortrag Dr. Raphael Breuers ^"xi, am Jahrzeitstage von S. R. Hirsch über „Rabbiner Hirsch und feine Schule" schließt mit einem kurzen, wehmutsvollen Nachruf auf den Referenten. Es wird auch einiges aus alten Chroniken ausgegraben und in der Rubrik „Nachrufe" sind alle Mitglieder ehrend genannt, die seit der letzten Ausgabe das Zeitliche gesegnet haben. Es ist leider eine große Liste. Möge ihr -lim unserer Schule beistehen! Gesellschaftsreife nach Palästina. Ueber den Stand der von der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel organisierten Gesellschaftsreise nach Erez Jisroel siehe Bericht in den der heutigen Nummer beigelegten Blättern der Agudas Jisroel. Bes hamidrasch. Osiendstraße 18. Jeden Donnerstag werden rrn d-osiem ->a'2,5/4 Stunden vor Nacht mn^o gesagt und nma geort. Bei genügender Beteiligung wird geleient. Gemütlicher Freitag-Abend am Chamischo-Osor. Dem Wunsche einer großen Zahl junger Freunde folgend, veranstalten die Vereine „Mekor Chajim" und Agudas Jisroel-Jugendgruppe anläßlich Chamischo-Osor abermals gemeinsam einen gemllltlichen Freitag-Abend am Freitag, d. 22. Jan., 20 Uhr in den Räumen des Mekor Chajim-Vereins, Langestraße 18. Für einen harmonischen Verlauf sind bereits die nötigen Vorbereitungen getroffen, so daß zu erwarten ist, daß auch dieser Abend einen gleich schönen Verlauf wie die letzte derartige Veranstaltung am Chanukka nehmen wird. Wir erwarten zahlreiche Beteiligung. Gäste herzlich willkommen. Gmoro-Schiur im Verein „Mekor Chajim". Der während der Ferien unterbrochene Gemoro-Schiur snm 832 findet nunmehr wieder regelmäßig Montag und Mittwoch abends, 7—8 Uhr, im Vereinslokal statt. menden Reparaturen. Für alles dieses und überhaupt Neuanlagen jeder anderen Art auf elektrischem Gebiet empfiehlt sich in den Spalten unseres Blattes (Siehe Inserat) Herr Ludwig Nlichter, Hanauerlandstraße 7, ein erfahrener Fachmann mit 27jähriger Praxis und allerersten Referenzen von Architekten, Industriellen usw. Von diesem, uns als sehr solid bekannten Unternehmen, das über nur tüchtiges, bestgeschultes Montage- Personal verfügt, werden alle Neuanlagen und Reparaturen bei zeitgemäßer, billigster Berechnung prompt und gewissenhaft ausgesührt. Nur eine gute Arbeit ist billig und soll man gerade in elektrotechnischer Beziehung auf allererste Qualität sehen. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro. Herr Studienrat Dr. D. Weger. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinlin, Herr Dr. E. Posen — nachmittags 3/4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal t-wr:n Herr Dr. W. Hofmann. — 1 Stunde vor Nacht (ebenso Sanntag 8.30 Uhr vorm.) im Vereinslokal Gemoro. Herr I. Soffer. — 8.30 Newiim, Herr Dr. Marcus Lange. Sonntag abend, 6 Uhr, im Vereinslokal, Langestraße18, Trauerkundgebung für Rabb. Dr. Rafael Breuer S.xr. (Alle anderen Schiurim wie üblich.) Jahrzeilsstistungen. 23 Januar: Lina.Sänger, geb. Sänger-Stiftung. „ „ „ Prof. Michael Altmann-Stiftung. Sonntag, 24. Januar: Jsaac Blumenthal-Stiftung. Montag, 25. Januar: Frau Berta Rosenthai-Stiftung. Dienstag, 26. Januar: Josef Hermann Jülich-Stiftung. Donnerstag, 28. Januar: Josef Grebenau-Stiftung- Freitag, 29. Januar: Maximilian Michel-Stiftung. Agudas Ji-roel-Jugendgruppe e. B. (Alle Schiurim wie üblich.) Agudas Iisroel-Orksgruppe. (in Gemeinschaft mit der Agudistischen Frauengruppe.) Am Donnerstag, 28. Januar 83/4 Uhr wird Herr Dr. Leo Dentschländer in der Aula der S. R. Hirsch- Schule sprechen über: „Wie bringen wir uns und unfern Kindern die Schönheit der Psalmen bei?" Gäste (Damen und Herren) herzlichst willkommen. Liwjalh Chen. , Samstag nachm. 4l/4 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz, „Schabbos Schiro am Chamischo ossor". ^bräifcher Vortrag im Schein Waewer. Am ni'Va '3 y /nv »sxia spricht Herr Iaeob Katz über a*w»2 mra '32. Der Vortrag findet um 8 Uhr pünktlich im Lokal des Mekor Chajim. Langestr. 18, statt. Agudistifche Frauenorlsgruppe Frankfurt a. M. Am Montag, den 25. Januar wird Herr Dr. Leo Deutschländer sprechen über: „Wie bringen wir uns und unserem Kinde die Schönheit der Psalmen bei?" Zur Vorbereitung werden folgende Psalmen angegeben: 8, 19, 24, 42, 99, 91, 137, 133,- 148. Unser Damen-T e e a b e n d ist auf Montag, 16. Februar, in der Aula der S. R. Hirsch-Schule endgültig festgesetzt Kartenverkauf b. Frau Berthe!Strauß, Schwanenstraße 9, Tel. 41067. Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes. Donnerstag, 28. Januar, 10 Uhr, Langestraße 31: Arbeitssitzung. Wer umzieht, hat neue elektrische Anlagen bezw. Umänderungen an den elektrischen Apparaten und Einrichtungen nötig. Auch wer in seinen Räumen bleibt, gebraucht ab und zu neue Glühlampen oder einen Leuchtkörper und anderes mehr, ganz abgesehen von vorkom- Gebetzeike«. . nVts>3 mip Freitag abend 4.40 Samstag 7.00 Samstag morg. 8.15, Samstag nachm. 1.00 u. 4.00 Samstag abend 5.55 Wochengottesdienst: Morgens 6.55 Nachmittags 44,80 Tefillin-Legen am Morgen 6.55 Täglich frische Mazzen und Delikatessmazzen Frankfurter Automatische Mazzentabrik unter Aufsicht der Ritualkommission der isr. Gemeinde, Frankfurt a. M. Heidestr. 79, Tel. 58076 u. (27544), Neuer Pächter: J. Benjamin Briefadre3se: Eschersheimerlandstr. 11 Ve rlreler an alle Ti Plänen gesucht._ Neuanlage von Zier-, Stauven- und Obstgärten. rlnlerNalt. u. Umänderg. von yartenanlagen. Gärtnerei W. JOST Blumengesch., Neebsir.10. Gutdeulschsprechiin2 02'^' ™?‘e Wohnung Unterricht in allen talm. Fächern wie i.Neubebr.tzrlellen. Off. u. 2254c Erp. Kleines streng rik. 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Dauerpsnsion in rituellem Arzthaushalt (vorzugsweise Nervenarzt) gesucht. Off. unt. 3249c an die Erp. Restaur.u-Metzg.A. Strauß Skraubing, steht zürZeit nicht: unter Rabb.-Aufs.» ist daher bis arf weiteres aus unser. Register gestrich. Verein zur Förderg. rit. Speiseh. e.V., Hamburg. j