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Der Israelit · 1931-12-17 · Heft 51 (17.12.1931) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
72 (1931)
Issue
Heft 51 (17.12.1931)
Date
1931-12-17
Page
– (sequence 7)
Language
German
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17, Dezember 1931 Der Israelit Nr. öl Seite 7 Preisliste, auch anderer guter Nährmittel frei! Dr. Fromm, Kötzschenbroda Frankfurt, Niederlagen *7 «ZU* Reformhaus Boermel-Ernst, Schillerstraße 27 Hirsch-Apotheke t Zeil 111 Maße kritisch angelegten, manchmal' geradezu hyperkritisch zu nennenden Geisteshaltung mit einer klassischen, selbstverständlichen cu'av n«-r, wie sie nur wahrhaftes mtnn na? erzeugen kann. Er hatte die Bildung der Zeit mit all ihrem Rationalismus und Skeptizismus in vollen Zügen ergriffen,, er war gewöhnt, nir geribs im Leben naiv zu glauben, sondern immer zu zweifeln und zu prüfen --- aber die ehrfürchtige Liebe zu dem in zraav n-nn und nun nv niedergelegten G'tteswort, die Liebe zum Talmud vor allem, hatte in seinem Innern gezündet und die leuchtende Glut einer geradezu überwältigenden crnan DSiax erzeugt, die alle Neigung zur Kritik lediglich nach außen projizierte. Er konnte in leidenschaftlicher Entrüstung aufbraufen, wenn es jemand wagteauch nur über irgend ein rätselhaft oder seltsam klingendes Wort einer talmudischen Agada-Stelle geringschätzig oder gar spöttisch zu sprechen. Er verließ kurz entschlossen ohne Rücksicht einen Lehrer, weil dieser ein kabbalistisch angehauchtes Talmudwort leise ironisiert hatte, und. in tiefster Ehrfurcht sprach er bis ins höchste Alter vom Wirken des Baalschem von Michelstadt, das in das Leben seiner Eltern hineingeragt hatte. Dafür ward ihm denn auch seine man, sein Lernen, Stab und Stütze, Licht und Freude in all den schweren Tagen wirtschaftlichen Ringens und mancher Zeit ernster Sorge, und die Stunde gemeinsamer Beschäftigung mit der G'tteslehre bis in die letzten Lebenswochen hinein zum beglückenden Höhepunkt seines Daseins. Zu Anfang der siebziger Jahre kam Jacob Strauß nach Frankfurt und er stand bald im Mittelpunkt der im Kreise'der Religionsgesellschaft um Rabb. Hirsch sich scharenden Jugend. Seiner Initiative — gemeinsam mit dem verstorbenen Salomon Beer b"i — entsprang die Gründung des Lernvereins mp»' während er im übrigen, ganz der eigenen Weiterbildung und der Gründung einer wirtschaftlichen Existenz hingegeben, wenig hervortrat. Obgleich er mit Leib und Seele der Gemeinde S. R. Hirschs V-xt angehörte, schloß er sich — zunächst vielleicht in instinktiver Konsequenz seiner bayerischen Heimattraditionen, dann aber auch aus einem gewissen subjektiven Mißtrauen des „altmodischen" Talmid Chochom gegen die weitfchauenden, philosophisch fundierten Konzeptionen des genialen Führers der Religionsgesellschaft — dem Kreise an, der auf Grund der Entscheidung Rabbi S. B. Bambergers ^xtf den geforderten Austritt nicht vollzog, sondern in einer Art von passiver Mitgliedschaft in' der Reformgemeinde verharrte. Aber er nahm jene Bamberger'sche Entscheidung ernst. Ihm uiäre es nie eingefallen, sich im Gegensatz zu Rabbiner Bamberger an Gemeindewahlen zu beteiligen und dadurch^öinen,liberalen.Memeindevorstand.als Vorstand anzuerkennen. Er mochte, die. alte Gemeinde nicht preisgeben, weil er den Liberalismus füreine ephemere, geradezu unbeachtliche Erscheinung hielt; er setzte nach dem/.Richtlinienstreit durch Austrittsdrohung einen Beschluß des Gemeindevorstandes durch, daß fortan die Kompetenz des k o n s e r v a t i v e n Gemeinderabbinats Ad alleingültig für alle Institutionen und Verwaltungsakte (mit Ausnahme des liberalen Kultus- und Religionsunterrichts natürlich) anerkannt wurde. Er suchte so fn der Israelitischen Gemeinde zu bessern, was zu bessern war — aber seine geistige. Heimat, sein Zibbur war und blieb die Kehal Ad aß Jeßchurun. Bande aufrichtiger Freundschaft und tiefer Verehrung verknüpften ihn mit dem zweiten Rabbiner der Religionsgesellschaft, Rabbiner Breuer ^"xt- Ihm stand er mit glühendem Eifer bei der Gründung und Fortentwicklung seiner Ieschiwoh zur Seite; er war die Seele der Ballkommission, als das herrliche ch'tteshaus an der Friedbergeranlage erstehen sollte und Ahrzehntelang widmete er sich'der Betreuung der von Rabbiner Hirsch ^xr ins Leben gerufenen Israelitischen Volksschule. Aber sein eigentliches öffentliches Wirken, das tzn anderthalb Jahrzehnte lang mit dem geschichtlichen in seiner überragenden Klugheit und Lebensenergie, in h Still ist sie von uns gegangen, tiefbetrauert von den seiner Selbstvergessenheit und seinem nixa bv mmt auf- Ihrigen. Viele werden die edle Frau in ehrendem Ge bringen konnte Und doch erschöpfte sich seine religiöse Energie nicht in dieser praktischen Kleinarbeit. Von Anfang an stand er in der vordersten Reihe der Männer, die aus der von Rabbi Jizchok Halevy ^xr, angeregten Erez Jisroel-Tätigkeit der „Freien Vereinigung" den Antrieb schöpften, dem thoratreuen jüdischen Volke endlich die feinem Wesen gemäße Organisationsform zu schaffen — die Weltorganisation „ Agudas I i s r o e l". Jacob Strauß hat nie ein Referat, nie einen öffentlichen Vortrag gehalten; waren mehr als fünf Leute zugegen, so ergriff er nur höchst selten und ungern das Wort. Aber in-der Stille des Zwiegesprächs, im geistigen Ringen von Angesicht zu Angesicht, in der Werkstätte des Plauens und vorschauenden Gestaltens — da entfalteten sich die in ihm lebenden denkerischen Energien oft zu gewaltigen Kraftwirkungen, und sein Einfluß blieb, unerkannt von der Außenwelt, in dem Werke lebendig, das über die irdische Wallfahrt seiner Schöpfer hinaus, in der jüdischen Geschichte seine Mission vollbringen wird. Die Liebe und Freundschaft der Vesten der i>rriv-> nahm er aus seiner agudistischen Tätigkeit als köstliches Erbe mit hinein in die stille Muße der r-upr '»», die er, vor einem Jahrzehnt etwa, mit einer seltenen Bewußtheit^ frei erwählte, und die ihm, als der Tod die geliebte Lebensgefährtin, eine Tochter des Hauses Wetzlar in Altona, von der Seite riß, wohl auch zum seelischen Bedürfnis wurde. Aus dieser seiner Ehe hatte er die besten Kräfte eines beglückenden häuslichen Lebens, die wunderbare Spannkraft zur öffentlichen Arbeit geschöpft; die von Generationen geweihte adelige Würde der Gattin hatte sein Haus zu einem wahren vp» tznpn erhoben, in dem alles Unedle verstummte, alle Leidenschaft schwieg. In diesem Hause fand er nun auch jetzt Trost und Glück im Lichte der p~nin, das ihn fast bis in die Todesstunde hinein geleitete: inin nmn "p^nnm --zwvn trn nms’pni -pV» nivvn *p3»a denken behalten. Mögen die Verdienste dieser frommen Frau am Throne von ’"n zu warmen Fürsprechern werden für ihre hinterlassene Familie und unser jüdisches Volk. n'as:n- Ohne ein Wort der Trauerklage mußten wir, den ausdrücklichen Wunsch des Heimgegangenen ehrend Jacob Strauß zur letzten Ruhestätte geleiten. Daß ihm die uma-Würde öffentlich verliehen wurde, er wird es verzeihen, denn so soll ja seine Persönlichkeit und 'ein reines g'tterfülltes Wirken zum Ansporn, zur Quelle neuen, kraftvollen jüdischen Lebens werden. n-'asin. Ichenhausen. 13. Dez. Anläßlich seines 50. Geburtstages wurde Hauptlehrer Hammelburger, dahier, von Herrn Vezirksrabbiner Dr. Neuwirth den -no-Titel verliehen. Die Woche. . Iran Bertha Lindenbaum n"y Als im Nebenzimmer die Sabbatleuchter brannten und der milde Glanz der Chanuckohmenorah zum ersten Male erstrahlte, schlummerte eine Frau hinüber in die lichten Höhen einer besseren Welt, die es wahrlich ver diente, daß man ihr in diesen Blättern einige Worte ehrender Anerkennung widme, Frau Bertha Lindenbaum r-rx. Lange Krankheit hatte sie ans Hans gefesselt, so daß sie den Vielen, die sie kannten und hochschätzten, aus dem Gesichtskreise entschwunden war. Doch auch in gesunden Tagen war es ihrem feinen bescheidenen Wesen abhold, in der Oeffentlichkeit irgendwie von sich reden zu machen. Gehörte sie doch zu den immer seltener werdenden m’jjnx o’w alten Schlages, die ihren ganzen Stolz und ihre höchste Befriedigung im häuslichen Wirkungskreise erblicken, nmaa na niiaa bereit größtes Glück es ist, nma nw’bn "wx zu fein. Seitdem sie fthrem vor 6 Jahren ihr in Ewigkeit vorangegangenen unvergeßlichen Gatten r\"v die Hand zum Lebensbunde gereicht und beide sich gelobt hatten, ein echt jüdisches Haus zu gründen, war sie nur bestrebt, dem Glücke ihres Mannes zu leben und sich der Erziehung ihrer Kinder zu widmen. Ihre eigene Person stellte sie stets in den Hintergrund bis zur Selbstaufopferund, wenn es das Wohl der Familie zu wahren galt. __..v _ „ . , , , Eine weife Beraterin der Ihren in Freud und Leid, fand Geschehen im Schoße der Orthodoxie aufs" engste versie bei ihrem tiefen G'ttvertrauen auch in schwierigen knüpfte, begann erst im Jahre 1906, als es galt, die srcw «tw,,™ bisher voy einander getrennten Gruppen der deutschen gesetzestreuen Judenheit im Rahmen.. der „Freien Ver ei nigung für die Interessen des orthodoxen Judentums" auf gemeinsamer Plattform zu einheitlicher praktischer Aufbau- und Abwehrtätigkeit zu vereinigen. Hier war er die prooidentielle Persönlichkeit, die berufen schien und der es auch jahrelang Lebenslagen stets ein erlösendes Wort. Darum hingen der Gatte und die Kinder an ihr in inniger Liebe und Verehrung. Einer feinen westfälischen Familie entstammend, hatte sie eine sorgfältige Erziehung genossen. Sie verschloß sich daher, besonders in jungen Jahren, trotz aller häuslichen Pflichten keineswegs einer edlen Geselligkeit. Groß war die Zahl derer, die gern in ihrem gastlichen glückte, die Zusammenarbeit zu sichern und hüben wie Hause weilten und dabei oft ihre kleinen und großen drüben Reibungen und Widerstände auszuschalten. Und j Sorgen der klugen, feingebildeten und mit edlem Takthier war es ihm nun auch vergönnt, in den langen gesühl begabten Frau anvertrauten. »» r>n»v Jahren des Weltkrieges die vielseitige, nach innen und Diese Anforderung unserer Weisen befolgte die Heimauhen gerichtete Fürsorge-Arbeit der Freien gegangene im Verein mit ihrem gleichgesinnten Gatten Vereinigung zu organisieren, die für alle Zeiten ein in vorbildlicher Weise. Lange Jahre hindurch zählte sie Ehrenzeugnis für die. deutsche Orthodoxie bleiben wird. Arme zu regelmäßigen Tischgenossen, freudig und mit Die tausend Widerstände zu besiegen, die dem praktischpeinlicher Gewissenhaftigkeit wurde die Pflicht des nvv»- religiösen Leben in der Heimat jeden Tag durch Kriegs- Gebens beobachtet. Oft und tief beklagte sie es, daß die Verordnungen und inneren Parteienkampf neu erwuch- Ungunst der Zeiten es ihr in den letzten Jahren nicht sen, die kämpfenden Brüder draußen im Felde wie die mehr so wie früher vergönnte, anderen Hilfe zu spenjüdischen Kriegsgefangenen mit ritueller Kost, mit Mazden. Daß sie auch den Bestrebungen der Jüdischen Svs, mit religiöser Stärkung zu versorgen — das alles Frauenvereinigung ein reges Interesse entgegenbrachte erforderte eine unbeschreibliche Hingegebenheit des «und auch eine Zeitlang in dessen Vorstande rege mit- Geistes und der Seele, wie sie nur ein Jacob Strauß I wirkte, möge, nicht unerwähnt bleiben. Eine Siebzigerin. Frau Dr. E. H e i l b u t, die Witwe des bekannten Bezirksrabbiners in Merchingen, begeht ihren siebzigsten Geburtstag. Einer Altfrankfurter Familie entstammend, ist Frau Dr. Heilbut heute Noch unermüdlich in der Frauenkippe, wie auch sonst im Dienste der jüdischen Wohlfahrt tätig. Möge ihr ein heiterer Lebensabend in frischer Arbeit für die Menschheit vergönnt sein. •erxwx Großer Spielabend zu Gunsten der Samson Raphael Hirsch-Schule. Die Jüdische Frauenoereinigung veranstaltet Samstag, den 26. Dezember, abends 8.30 Uhr, in sämtlichen Räumen des Frankfurter Klub,. Bockenheimer Landstraße 15, einen Spiel-Abend, Skat, Bridge usw. Ein besonderer Raum ist nur für Geschicklichkeitsspiele eingerichtet. Eintritt Mk. 2.—. Tee und Gebäck frei. Der Gesamterlös ist zu Gunsten der S. R. Hirsch-Schule. Freunde und Gönner derselben sind nach Anmeldung bei Frau H. Besthoff, Palmstr. 10, zur Teilnahme an diesem Abend freundlichst eingeladen. Der „Große SijutiT des Schaßvereins. Und dennoch! Der Sijum hat allen Widerständen, Einwendungen und Bedenken zum Trotz stattgefunden, und der Erfolg rechffertigt die Meinung Vieler, daß ein Fest für n-nnn naa auch, und erst recht in Zeiten der Not „zeitgemäß" ist. Wir erinnern uns nicht, daß jemals ein Sijum so stark besucht und so rauschend belebt war von Jugend, Stimmung und dem sprudelnden Worte der Thora, wie dieses Thorafest im Heilsjahre der Notverordnungen. Zwei Faktoren, haben da freilich mitgewirkt: der „Poniewescher Raw" als Hadranredner und der „Ehp" von einer Mark. Ersterer Umstand stellte das Fest von vornherein auf das höchstdenkbare Niveau, letzterer wiederum gab jedem die Möglichkeit zur Teilnahme und machte den Abend zu einem jüdischen Volksfeste im edelsten Sinne. Der Hadran des „Poniewescher Raw" war eine Exkursion durch alle „sechs Ordnungen" des Talmuds. Und die Klarheit und Uebersichtlichkeit der Diktion reizte geradezu, den Ausführungen bis ins letzte zu folgen. Es war eine ununterbrochene Kette von Vegriffserklärungen und logischen Folgerungen, die sich auf bald zwei Stunden und alle Gebiete der Halacha ausdehnte. Bei Tisch eröffnete unser Raw, Herr Rabbiner Josef Horovitz, die Reihe der Ansprachen. Herzliche Worte der Anerkennung und Huldigung fand er für den litauischen Kollegen an seiner Seite. Nach geistvollen Deutungen bekannter Talmudstellen betonte er das Primäre der Thorakultur in der Jugendbildung. Der Schluß seiner Rede brachte eine Ehrung für Herrn Jakob Bäcker, den verehrten osn r>abn den unermüdlichen ehrenamtlichen Lehrer der Waisenkinder und Mitbegründer des Schaßvereins, aus Anlaß seiner Goldenen Hochzeit. Es wurde ihm der uma-Titel vom Rabbinate verliehen. Darauf folgte ein Grußwort des Herrn Dr. E h r - mann für Vorstand und Gemeinderat der Synagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschaft.. Rach dem Talmudsatze zu in» nn»R «nv in bezug aus die „sechs Ornungen" zeichnete er die Bedeutung des Schaßvereins für das geistige Leben der Gemeinde. Herr Jacob Rose n h e im schloß sich mit einer eindrucksvollen Rede an, in der er zunächst den „Poniewescher Raw" im Namen der Aguda begrüßte. Das Sijumsest sei ein Ausläufer der Chanukkahwoche, und wenn letztere analog dem Sukkausfeste gedacht ist, so feiere man heute, am neunten Tage, Simchas Thora. Die Verteilung der Traktate sei das schönste Symbol für die Einheit des Klall Jisroel. Es ist leider nicht möglich, die weiteren, zum Teile sehr tief und großangelegten Thorüreden auck' nur andeutungsweise wiederzugeben. Sie wurden gehalten von den Herren Rabbiner Karpel, A. Saffra und Dr. Eliefer Posen (für die Jeschiwa). Herr Red. Schach'- n o w i tz, vom jugendlichen Flügel zum Reden gezwungen, hatte einige heitere Einfälle zum Ausgleich zwischen der trostlosen Welt draußen und der höheren Welt im Saale, wo der Thora ein Fest gegeben wird. Ein Wort der Anerkennung für den unermüdlichen und unentwegten Herrn Rachelsohn löste eine rauschende Ovation für den letzteren aus. Er grüßte im Namen des Mekor Chajim und der Agudas Jisroel-Orts- und Jugendgruppe. Die Bewirtung war gemäß der Zeit und dem Preise eine gute, und den Damen, zumeist Frauen der Vortandsmitglieder, die durch Umsicht und Tüchtigkeit dieses Wunder fertig gebracht haben, gebührt Dank und Anerkennung. Erhebend war es auch, wie unsere Jugend, höhere Schüler und Mitglieder der A. J.-Iugendgruppe, sich mit vollem Herzen in den Dienst der Sache stellten und bei der Bewirtung der Gäste und Aufrechterhaltung der Saalordnung mitwirkten. Spontan erhoben sich in den Reihen Chorgesänge, und z w i s ch e n den Reihen wirbelte hie und da ein Chassidimtänzchen aus. Mit Sologesängen erfreuten die Herren Salomon Saffra, Darmstadt; Kalman Weitz und Teitelbaum. Herr K u s n i tz k i zimmerte wieder seine bekannten Reime. Ein wehmutsvoller Ton erklang noch gegen Schluß, als Herr Rachelsohn. der zusammen mit Herrn Emanuel Kaufmann den Abend leitete, in ehrenden Worten Jo-

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