Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 33 (13.8.1931)
- Date
- 1931-08-13
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 Nr. 33 Ser Israelit 13, August 1931: Brief aus Reichenhall. Der Begriff „Kursaison" als Rechtstitel für hohe Zimmerpreise kommt kaum mehr in Betracht. Wohnungen sind durchschnittlich um 30—40 Proz. billiger als in den Vorjahren. In den Wandelgängen und im Kurpark sieht man es sehr deutlich, daß viel weniger Kurgäste da sind als in den früheren Jahren. Die Wirtschaftslage, die Wirtschaftslage! Von Antisemitismus ist in diesem weitberühtmen bayrischen Kurorte nichts zu bemerken. An den amtlichen Stellen größtes Entgegenkommen. In den Bädern für Minderbemittelte weitgehendste Begünstigungen. Im herrlich schönen „Fürstenbad", im Mittelpunkt des Kurortes, hat z. B. eine ganze Anzahl unbemittelter jüdischer Kurgäste Freibäder. Auch die Äerzte teilnahmsvoll und entgegenkommend. Mit dem bayrischen Schächtverbot ist hier kaum jemand zufrieden. Man hört sogar von Protestkundgebungen der Mehgerzünfte und fonftigen Interessentenkreise. In den zwei jüdischen Restaurationen, Bermann und Brandeis, die beide dem Hamburger Speiseverein unterstellt sind, hört man oft darüber klagen, daß das Schächten auch in dem benachbarten Salzburg mit größten Schwierigkeiten verbunden ist. Das Fleisch wird deswegen zumeist aus München bestellt. Der Kurgast, dem sonst strengste Diät angeordnet ist, muß oftmals mehrere Tage alt gewordenes Fleisch genießen. Die Kurverwaltung kann das Schächtverbot nicht außer Kraft setzen. Sonst herrscht im Kurorte selbst, sowie in den Bergwäldern die alte Behaglichkeit, die alte Zufriedenheit, wie man sie nur an einem g'ttgesegneten Stück Erde, wie es Bad Reichenhall ist, mit dankerfüllten Herzen genießen kann. Eine jüdische Gemeinde gibt es nicht in Reichenhall. Außer einigen jüdischen Aerzten gibt es nur die genannten zwei jüdischen Restaurateure, die mit Beginn der Kursaison sich zu zwei autonomen Austrittsgemeinden konstituieren. Jede Restaurationsgemeinde hat einen eigenen Schachet, eine eigene Synagoge, in denen regelmäßige G'ttesdienste abgehalten werden. Nach einem Spaziergange, auf dem Heimwege nach meiner Wohnung. Ein Herr kommt auf mich zu. „Bon der Schulter ragend", ein stattlicher Mann in buntfarbiger bayrischer Tracht und spricht mich an: „Sind Sie nicht der Herr Rabbiner.aus .? Als ich das bejahte, stellte er sich mir vor: „Regierungsdirektor Dr.in . . . ." Er interessiere sich lebhaft für jüdische Angelegenheiten. Er habe auch in amtlicher Eigenschaft oftmals mit jüdischen Dingen sich zu befassen. Es wäre ihm--angenehm, sich mit mir über jüdische Probleme zu unterhalten. Cr wolle in absehbarer Zeit auch nach Jerusalem reisen. Er möchte dort bei einem Rabbiner auch am Sederabend teilnehmen. Zwischendurch spricht er auch von Mischna und Talmud und verriet bald eine gewisse Versiertheit in jüdischen Dingen. Wir verabredeten eine erste Zusammenkunft im staatlichen Kurpark. Zur vorläufigen Orientierung schicke ich meinem Gewährsmann einige jüdische Zeitschriften. Als wir uns am folgenden Tage zur verabredeten Stunde im Kurpark trafen, dankte mein Partner für die geistvolle Lektüre, die ihn sehr befriedigte. Ihn haben die instruktiven Aufsätze über „die Entwicklung in den preußischen Synagogengemeinden" sehr interessiert. Das Gespräch kam bald aus die Verhältnisse der deutschen Juden. „Ihre Lage" — meinte der Herr Regierungsdirektor — „ist ohne Zweifel durch, den Ansturm der Nationalsozialisten eine schwierige. Ich glaube jedoch, daß bei den deutschen Juden zurzeit auch eine innere schicksalsreiche Auseinandersetzung stattfindet, ob pro Zionismus oder contra. Diese Auseinandersetzung, wenn sie auch einstweilsn noch nicht den Höhepunkt erreicht hat, ist unausbleiblich. Es ist letzten Endes die Frage, ob die deutschen Juden selber sich als eine Stammesgemeinschaft oder als eine Religionsgemeinschaft erachten." Aus meine Bemerkung, daß die große Mehrheit der deutschen Juden nichtzionistisch sei, bekam ich etwa folgendes zu hören: „Das ist mir wohl bekannt. Ich kann Ihnen aber nicht verhehlen, daß man in den jüdischen Groß-Gemeinden — ich amtierte früher in einem Regierungsbezirk Süddeutschlands —, die ja kein eindeutiges religiöses Bekenntnis als Basis besitzen, überschläglich nur Stammesgemeinschaft erblickt. Die Groß-Gemeinden haben sowohl strenggläubige, wie auch ganz liberale Einrichtungen. Das gemeinsame Band scheint also nicht die Religion, sondern der Stamm. Dagegen erblicke ich in den Gemeinden der sogenannten unabhängigen Orthodoxie die wirklichen Religionsgemeinden." „Sie sympathisieren offenbar mit den orthodoxen Juden?" „Ganz gewiß. Für den nicht-jüdischen Betrachter jüdischer Dinge liegt die Sympathie von vornherein beim gesetzestreuen Juden. Das ist der fromme, den durch Jahrtausende überlieferten Glauben der Väter pflegende, eben durch die größten Opfer ständig bewährte Zeitgenosse. Dafür hat man im Lande der Religions- und Weltanschauungskämpfe Verständnis." „Und doch kann man es auch in Deutschland wahrnehmen, daß in der öffentlichen (staatlichen) Behandlung die liberalen Juden den Ton angeben. Diese genießen gewissermaßen eine offiziöse Vorzugsstellung." „Das stimmt nicht ganz. Hat nur diesen Anschein. Die liberalen Juden sind weitaus in der Mehrzahl. Ein Moment, das man verfassungsrechtlich nicht ignorieren kann. Neben anderen Gründen wirkt dazu noch mit, daß man den innerjüdischen Verhältnissen bislang nicht tereffe entgegenbrachte.- Gin' Nicht-Jude versteht audp nm selten die Feinheiten in: jüdischen ideellen AngeleWnheiten. Kieles hängt von den gesinnungsfesten jüdischen orthodoxen Wortführern: selbst ab. Die modernen poMschen Strömungen und <^laaworte haben übrigens auch in der Beurteilung der jüdischen Verhältnisse eine neue Situation geschaffen. Jrw Drange nach Befreiung von „Gesetzesfesseln", d. h. unMquemen religiösen Bindungen hat der findige Geist Verbünde, Gruppen und Grüpp-- chen auch innerhalb der Judenheit geschaffen, die dem- Außenstehenden meist unvQfftändlich und müßig erscheinen müssen. Solche Parteien innerhalb der Judenschaft erscheinen — wiederum dem Betrachter von außenher und im Hinblick auf die Einftigung der Juden in den öffentlichen Organismus — vielfach nur dazu bestimmt, die Juden als Staatsbürgen mit Sophistik und Gemeinplätzen zu verteidigen, nicht aber die Stellung und Haltung der Juden mit der Macht wahrhaften religiösen Glaubens auszufüllen und zu behaupten. Der primavista-Eindruck vom Juden als einem Fremdstämmigen oder Fremdrassigen ist ja irrig und beim näheren Hinsehn zu Gunsten seiner religiösen Durchdrungenheit abzuwandeln. Für den echten Juden ist die Religion immer das Primäre. Demgemäß feine Gesamthaltung. Ich hatte auch in meiner früheren Tätigkeit verschiedentlich Gelegenheit, den religiösem Idealismus und Opfermut der Juden zu bewundern. Ich bin überzeugt, daß nur sie allein ein wirkliches Bollwerk auch gegen die verschiedenen nicht positiv religiös orientierten jüdischem Parteischattierungen bildem und dem Staat gegenüber wirklich nur eine Religionsgemeinschaft bilden wollen, vorausgesetzt, daß der Staat ihnen unter diesem Titel gestattet, sich entsprechend dem Vorschriften ihrer Religion auszuleben." Die einzelnen Erklärungen des Regierungsdirektors bezogen sich selbstredend auch auf Zwifchenfragen, die ich an ihn richtete. Die Gedankengänge dieses in führender Amtsstelle befindlichen hochgebildeten Mannes sind allenfalls aktuell und beachtenswert. Reb Benjamin. Von A. Voda. ^Schluß.) „Nun, wenn Sie ihn ansehen, erkennen Sie es sofort. Haben Sie bemerkt, daß er einem nicht in die Augen sieht? Er schaut immer weiter. Wer aber steht hinter einem? Der Satan. Und zu dem geht Reb Benjamins Blick. Ich sage Ihnen, ein unglücklicher Mensch! Glauben Sie, daß ein Lamdan wie er so etwas tun würde, seiner Frau ein Glas an den Kopf zu schleudern, wenn nicht der Satan ihn dazu zwingen sollte? Aber der Satan hat es mit ihm auch nicht leicht. Jeden Tag kämpft er mit ihm. Und zum Schluß wird gewiß Reb Benjamin siegen. — Aber bis dahin verbittert ihm der Satan das Leben." „Er kämpft mit dem Satan, woher wissen Sie es?" „Nun, wenn Sie seine Nachbarin wären, würden Sie's auch bemerken können. Reb Benjamin geht nie vor 2 Uhr nachts schlafen. Manchmal finden ihn Handwerker, die vortags zur Arbeit aufstehen, noch wach. Oft ist es vorgekommen, daß man lange vor seinem Fenster geblieben ist und hineingeblickt, was er tut. Und da hat man gesehen, wie er eine Gemara vor sich hat; aber er sitzt da, ohne hineinzusehen, stützt l konnte, mich über das Gute freuen konnte, suchte ich den Kopf in die Hände und denkt und ringt. Und zuj das Böse immer mehr zu bezwingen, bis es immer weilen hat man gesehen, wie er geweint hat. Schließlich > schwächer und ich immer stärker wurde." hat es doch der Satan hier mit einem Talmidchacham ' \ä)ömn langen Ringern ben'MCttt dazu klopses und bann unvermittelt: erzählen, die Kinder hätten sich ganz nett eingerichtet, die Kinder hätten einen Sodawasserstand gepachtet unL ähnliches. „Siet Kinder", das war das junge Paar, das er mit dem Gelds seines hypothekierten Hauses verheiratet hatte. Einmal entschuldigte, er sich, sortgehen zu müssen, die Kinder hätten ihn für heutezur Jause gebeten. Dann war w eine Zeitlang: unruhig, bis er eines Tages kam, um freudestrahlend-mitzuteilen, seine Nichte habe ein Mädel geboren, das-den. Namen seiner Großmutter tragen werde. Nach Jahrzehnten habe ich Reb Benjamin: wiedergesehen. Der Mrs seiner Unterrichtsmethoden war hinausgedrungen, weit über die Grenzen des Städtchens. Und er hatte einen Antrag erhalten als Lehrer an eine höhere jüdische Anstalt. Er folgte, dem Rufe. Bevor-er wegzog, verkauften er sein Häuschen: und teilte den Erlös, nachdem er die Hypothek bezahlte, zwischen seinem Bruder, der sich damit einen Laden gründete und. der Nichte. Mich in der Stadt befindend, wo Reb Benjamin seinen neuen Wirkungskreis:- hatten ging ich, um ihn zu besuchen. Als ich mich nach seiner Adresse erkundigte, fragte ich, wie es mit seiner Strenge-den Kindern gegenüber stehe. Man war verwundert und erwidertemir, daß er der beste- Lehrer sei, Strenge und Milde zur ricktigen Zeit anwende: Alsichhinkam, trat min eine altemilde, rundliche Frau entgegen und fragte: nach meinem Begehr. Rach meiner Erklärung rief sie: „Benjamin, denke nur, wer da ist?" Und Reb Benjaminstand schnell auf.. Ich) ging auf ihm zu: — und einen Schritt zurück: Bor mir stand ein Patriarch. Bon dem Kopfhaaren bis zum wallenden Bark war alles silberweiß. Nur die Augen hatten ihre Schwärze behalten, aber auch sie glänzten hell. Seine Stimme warebenso mildeverändert wie fein Aussehen: „We freue, ich» mich; Dichzu sehen!" ries er ein ums andere Mal, „wiefreue ichmich!" Dann sagte er mit gesenktem Kopfe: „Ich habe Mendale lange beweint" — seine Frau fiel em —: „er ist darüber krank geworden", worauf er fortsuhr: „Daß: wir ihn so früh verlieren mußten?" Wir —. Wieviel Seele lag in diesem Worte!' Jdel hat recht behaltem Reb Benjamin hat den Satan besiegt. Wie das geschaht sollte ich von Reb Benjamin erfahren. Ich sagte ihm scherzweise, daß ich mich einst vor ihm fürchtete. „Kein Wunder," erwiderte er, und fein Blick irrte in die Ferne, wohl in die Zeit zurück, von welcher ich sprach. „Kein Wunder! Habe ich mich doch selbst vor mir gefürchtet. Furchtbar ist so etwas! Ich war von Natur wild und störrisch, verfiel leicht in Zorn. Da mußte ich schon als Kind immer hören, daß ich böse bin. Wie sehr ich es versuchte, dagegen anzukämpsen, blieb ich doch viel zu schwach. Man verdammte mich, statt mir zu helfen. So fing ich an zu verzweifeln. Ich glaubte, daß ich dem Bösen verfallen bin, litt unbändig und wurde nur noch heftiger. In aufrichtiger G'ttesfurcht quälte ich mich über meine Zornesausbrüche, weil sie von unseren Weisen als Götzendienst bezeichnet werden. Da geschah es, daß ich einmal das Böse überrumpelte. Ich vollbrachte eine gute Tat. Mit gewissen Opfern — eine Mizwo. Die Freude darüber gab mir Zuversicht zu mir selber. Ich fürchtete mich nicht mehr vor mir. Daraus schöpfte ich Mut zum weiteren Kampfe gegen den Feind in mir. Denn man kann nie einen Feind richtig bekriegen, den man fürchtet. Nachdem ich aber sah, daß ich gut sein zu tun. G'ttes Thora muß doch stärker sein.' Jahre vergingen. Wieviele? Wenn ich an sie zurückdenke, so erscheinen sie mir als ein langer Tag. Ein Tag, an dem die Bäume blühten und die Vögel sangen, an dem dis Erde mit Schnee, bedeckt dalag, so daß man (Zum 70. Geburtstag Eberhard Dennerts.) Am 31. Juli ds. Js. ist Prof. Dr. Eberhard Dennert in Godesberg 70 Jahre alt geworden. Die Lebenswirksamkeit dieses Mannes, der ursprünglich Hochschullehrer, Schneemänner machte und mit Schneeballen um sich! dann jahrzehntelang als erfolgreicher Pädagoge in dem warf, und an dem man vor der Hitze Schutz suchend,! kleinen Rheinstädtchen wirkte, seit 10 Jahren allerdings im Pruth badete. Ein Taq ohne Nacht. An die erinnere: durch schwere Krankheit an sein Lager gefesselt ist, verich mich nicht. Ich mochte'die Nacht nicht. Das Schlafendient es, daß ihrer auch an dieser Stelle gedacht und gehen schon bedeutete, ausaelöscht werden, während die . daß dem Siebzigjährigen ein warmer, dankbarer Gruß anderen wach blieben — also werterlebten. >der glaubenstreuen Judenheit ausgesprochen werde. Wie oft an diesem langen Tag das Fallen der Baum-! Dennert ist bekannt geworden vor allem als Gründer bluten mit dem der Schneeflocken wechselte, weiß ich,und langjähriger Leiter des Kepler-Bundes, jener nicht mehr. Ich weiß nur, daß Reb Benjamin, den ich j Organisation, die, unter dem Namen des großen gläunun sehr aufmerksam beobachtete, um seinen Kampf mit Obigen Astronomen kämpfend, dem krassen Materialisdem Teufel zu entdecken, einmal zu Vater kam und j mus der Jahrhundertwende erfolgreich entgegentrat, ihn umgenaue Anweisungen bat, wie man ein Haus {Durch zahlreiche, streng wissenschaftliche, aber populär hyvothekiert. Er wolle auf sein Haus eine Hypothek j gehaltene Flugschriften, ist der Kepler-Bund dem Haeckel'- ausnehmen. Vater war überrascht. Wozu? Reb Venjai scheu Monismus, den Uebertreibungen der Darwinianer min verdiene doch reichlich. Habe er das denn nötig?! und den verunglückten Religionsstiftungsversuchen eines Da erzählte Reb Benjamin halbleise, daß es ihn dränge, Ostwald entgegengetreten und hat in weiten Kreisen der einer Verpflichtung nachzukommen. Er habe lange mit, deutschen Kulturwelt wiederum das Verständnis für die sich aekämpft, nun wolle er es aber unbedingt machen, j innige Harmonie von Naturforschung, ^aturverftändnis Wie" er krank war — im vorigen Jahr — hätte die j und G'ttesglaube geweckt. Dennert selbst hat eine ganze Schwester seiner Frau dieser aufopfernd beigestanden. j Reihe von wertvollen Schriften versaßt, die auch für Hausführung und Pflege allein zu bewältigen, wäre sonst > den gesetzestreuen Juden, selbst sür den, der durch einige unmöglich gewesen. Vor. kurzem hatte sich seine Frau j Kenntnis der kabbalistischen Literatur in die naturden Fuß verrenkt, und wieder war es ihre Schwester, j philosophische Lehre des Judentums eingedrungen ist, welche ihnen den Haushalt führte und der Kranken den viel Wertvolles und Interessantes enthalten. Wir, veraber doch etwas. So habe er sich entschlossen. Seit dieser Zeit fiel Reb Benjamins gute Laune auf. viel, wohl auch nicht das richtige Verständnis und In- Manchmal konnte er so vor sich hinträllern, mit seinen Verband anlegte wie ein Arzt. Und eine Menge Hilfeleistungen, die er einzeln nicht aufzählen könnte, habe ihnen diese Schwägerin erwiesen. Jetzt sei die Gelegenheit da, daß auch er ihr beistehe. Sie habe es nicht gefordert. wisse nicht einmal von seiner Absicht. Aber durch seine Frau habe er erfahren, daß sich für die Nichte eine annehmbare Partie biete. Reb Benjamin kenne den weisen insbesondere auf die 1908 erschienene prächtige Schrift, „G'tt, Welt, Mensch, drei Kernfragen der Weltanschauung" (Stuttgart, Verlag von Max Kielma^m), auch aus das Büchlein „Naturgesetz, Zufall, Vorsehung" (Hamburg, Agentur des Rauhen Hauses) und auf ovie Schriften, in denen sich Dennert, gestützt allerdings aujj Wigand, Hertwig, Fleischmann u. a. mit der Selektions-ft jungen Mann und dieser gefalle ihm. Das Mädchen ftehre des Darwinismus auseinandersetzt (Vom Sterbewäre nicht mehr jung, die Schwägerin zu arm, um der, lager des Darwinismus. Haeckels Weltanschauung, Die Tochter etwas geben zu können. Zum Heiraten gehöre > Weltanschauung des modernen Naturforschers, Stuttgart, Verlag Max Kielmann). Wir wünschen dem Jubilar1 einen ruhigen leidensfreien Lebensabend und die Kraft zu weiterem literarischen Schaffen.