Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 29 (16.7.1931)
- Date
- 1931-07-16
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 8 Nr. 29 16. Juli 1931 München. 8. Juli. Am schwarzen Brett der Universität und in den Münchner Tageszeitungen gibt die Universität bekannt, daß die von der medizinischen Fakultät im Jahre 1930 gestellte Preisaufgabe „Die Bedeutung der Ziliarfortfätze für den intraokularen Flüssigkeitswechsel soll unter besonderer Berücksichtigung der anatomischen Struktur einer vergleichenden Untersuchung durch die Wirbeltierreihe hindurch unterzogen werden" eine einzige Bearbeitung erfahren hat, für die dem Verfasser, dem Studierenden der Medizin, Heinrich Lamm aus München, Sohn des Kaufmanns Jgpaz Lamm in München, die Belobigung der Fakultät ausgesprochen wird. Stud. Lamm ist orthodoxer Jude. Die Woche. Thoralehranstalt Wie alljährlich begeht die Thora-Lehranstalt Jeschiwa den Jahrzeitstag ihres unvergeßlichen Gründers, Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Salomon Breuer Vst Sonntag, den 5. Aw, abends 8. 45 Uhr, durch einen öffentlichen Schiur mit anschließenden Gedenkworten seitens des Leiters. Liwjath Chen., Die Sabbatvorträge im Liwjath Chen fallen in den Ferienwochen aus. Die Wiederaufnahme wird bekanntgegeben Sprechsaal. Oyekta. Die Lebensmittelkommission der Vereinigung traditionell gesetzestreuer Rabbiner Deutschlands schreibt uns: „Nach unserer Feststellung enthält Opekta keinerlei Gelatine und ist es zum Genüsse erlaubt." (Hiernach ist die in der vorletzten Nummer an dieser Stelle erschienene Veröffentlichung zu berichtigen.) Schaatnes. Zu der im Sprechsaal Ihrer Zeitung Nr. 26 gegebenen Aufklärung, daß als Nähgarn für die Konfektion nur Baumwolle, je nach dem auch Nähseide, kaum aber Leinenzwirn in Frage kommt, möchte ich folgendes bemerken: Bei Konfektion steht es außer jedem Zweifel, daß sowohl bei Anzügen wie Mänteln — bei jedem Teil — Leinenzwirn verwendet wird. Dieses bezieht sich nicht nur auf das Annähen der Knöpfe! Bei Maß^eidung empfiehlt es sich, zu einem zuverlässigen jüdischen Schneider zu gehen, welcher die Gewähr bietet, daß Schaatnes — ganz gleich in welcher Form — nicht verwendet wird. Hierzu möchte ich noch bemerken, daß es nicht genügt, wenn man einen nichtjüdischen Schneider lediglich beauftragt, kein Leinen oder Leinenzwirn zu verarbeiten. Auch wenn man Koscher-Zutaten zur Verarbeitung abgibt, besteht die Gefahr, daß für viele Nebenarbeiten trotzdem Schaatnes verwendet wird. Es würde zu weit führen, -diejenigen Stellen anzugeben, bei denen auf den Werkstätten ohne jedes Bedenken Schaatnes noch mitverwendet wird. ■ :• M. L. Vermischtes. London. 9. Juli. Die Londoner Agudas Jisroel" gibt soeben Nr. 1, Jahrg. 11 ihres London Jewish Bulletin heraus (Redaction: 31 Commercial Street, Telefonnummer Avenue 6023/4). Die sehr reichhaltige Nummer enthält an der Spitze eine sogenannte Monatsbotschaft, unterzeichnet von den Oberrabbinen Josef Chastm Sonnenfeld und Jacob Meir, worin zur Förderung der Agudo-Schulen im heiligen Lande aufgerufen wird. Dann folgen Nachrichten über die agudistisch bemerkenswerten Ereignisse der letzten Monate, den Sieg bei den Gemeindewahlen in Polen, die große Bewegung gegen Der Jsrae I 1.1 ,. die Sabbatentweihung im heiligen Lande, den Aufbau der Talmud Thora-Schule in Hebron, den Empfang bei Emir Abdalla in Transjordanien, Nachrichten über Machane Jisroel, Keren Hajischurv, Kalenderresorm, die polnische1 Smichokommission, die Stadtratswahlen in Lettland und vieles andere. Amsterdam. 10. Juli. In Amsterdam fand in Anwesenheit zahlreicher Vertreter jüdischer und nichtjüdischer Behörden und Institutionen die Eröffnung eines Flügels des großen jüdischen Hospitals statt. Die Kosten des neuen Gebäudes, das 300 Betten enthält, beliefen sich auf 425.000 holl. Gulden. Anläßlich' der Eröffnungsfeier übergab Juwelier Louis Tas, ein bekannter jüdischer Philantrop, dem jüdischen Armenrat den. Betrag von 25.000 holl. Gulden. Der vor kurzem verstorbene H. E. Content hat dem jüdischen Armenrätvon Amsterdam den Betrag von 700.000 holl. Gulden für jüdische Wohlfahrtszwecke testamentarisch hinterlassen. London, 3. Juli. Im Stadtteil Cricklewood ist am Sonntag eine neue orthodoxe Synagoge, auf 1200 Plätze berechnet, vom Chiefrabbi eingeweiht worden. Die Cricklewooder Gemeinde wurde 1922 ins Leben gerufen und hat es durch eifrige Sammlungen zu einem eigenen G'tteshaufe gebracht, dessen Erbauung ungefähr Lst. 40.000 kostete. Tel'Awiw. 6. Juli. Tel-Awiw hat eine neue Sehenswürdigkeit erhalten: das große neuerbaute Druckereigebäude des'Oma nuth-Verlag es von Frau Susann« P e r s i tz. Frau Persitz, die vor etwa 7 Jahren nach dem Tode ihres Gatten nach Erez Jisroel übersiedelte, hat es seitdem verstanden, ihren Verlag und ihre Druckerei derart zu entwickeln, daß jetzt etwa 100 Familien von diesem Betriebe leben. Der neue Bau erinnert an moderne Fabrikbauten in Europa,. paßt sich aber durch seine großen flachen Dächer und Fenstergestaltung dem Mittelmeerklima an. Die Arbeitssäle sind breit und luftig und mit den modernsten Maschinen ausgestattet. Von besonderem Interesse ist die große arabische Abteilung der Druckerei, die in Palästina ziemlich einzig dastehen dürfte. Der Omanuth-Verlag beschäftigt sich hauptsächlich mit der Schaffung guter Jugendliteratur in hebräischer Sprache und zeichnet sich durch die Schönheit und Handlichkeit seiner Bücher aus. Mit dem Verlage ist eine ständige Ausstellung von Lehrmitteln verbunden, die die palästinensischen Schulen beliefert, und stetig ergänzt wird. Frankfurter vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr Dr. E- Posen. — nachm. 3k Stunde vor Mincho im Vereinslokal, Mikro. Herr Dr. W. Hofmann. — 3/4 Stunde vor Nacht im Hörsaal, Midrasch. Herr Julius Lewin. Sonntag morgens nach Schul (ebenso Mittwoch) tns "nvormittag 8 Uhr (ebenso Samstag 4 Uhr) Gemoro Herr I. Soffer — vormittag 9i/2 Uhr (ebenso Dienstag abends 6V2 Uhr) Gemoro, Herr R. A. Gerson Posen. Montag (auch Donnerstag), nach Schul: Mischna Mitgliederlernen— abends 7 Uhr auch Mittwoch). Gemoro, Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer, abends 8 V4 Uhr (auch Donnerstag) Gemoro, Herr Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna, Herr Dr. E. Posen. Von Montag bis einschl. Freitag morgens nach Schul, im Sitzungszimmer, Gemoro Herr Dr. S. EhrMann. Jeden abend 8 3/4 Uhr, im Vereinslokal Schaßlernen, Herr H. Holpern. Jahrzeitsstiftungen. Sonntag, 19. Juli: Siegfried Weil-Stiftung. Montag, 20. Juli: Rabbiner Dr. Salomon Breuer °r-"L7- Stiftung. Mittwoch, 22. Juli: Salomon Rosenbaum-Stiftung. nner, 25. Juli: Lehrer Mathias Apelt-Stistung. Agudas Disroel-Iugend- und Mädchengruppe. Sonntag, 9—11 Uhr, Gelegenheit zum Lernen unter Leitung des Herrn Holpern. 11—12 Uhr, Weltschiur Das Jaumi. Dozent: Herr Herz Holpern. 20ij2 Uhr, Nach vorheriger Ankündigung Ausspracheabende. Montag bis einschließlich Freitag, 9—12 Uhr, Gelegenheit zum Lernen unter Leitung des Herrn Halpern. 12-13 Uhr, Weltschiur Das Jaumi. Dozent: Herr Herz Halpern. 20—21 Uhr, Französischer Sprachunterricht. Dozent: Herr Studienrat I. Kaufmann (in der Wohnung-des Dozenten). >20—21 Uhr, Sprechstunde der Stellenvermittlung. 20*/2—21V2 Uhr, Schiur für Jugendliche (Bowo Kamo). Dozent: Herr Rabbiner Horovitz. 201/2—22 Uhr, Hilchaus Schabbos, Herr Rachelsohn (Privatwohnung Zeil 2). 203/4—22 Uhr, Mischna (Seder Maued) Herr Gers. Schnerb (Privatwohnung Kantstr. 4). .21 Uhr, Arbeitsgemeinschaft I. Landau:- „AgudasJisroel" (geschlosst Zirkel). ' Dienstag. 20V4—21 Uhr, Bowo Kamo, Herr Dr. Willi Hofmann (Privatwohn. Mauerweg 34). 20 72—21^2 Uhr, Englischer Sprachunterricht. Dozentin: Frl. Dr. Studienrätin R. Labensky. 203/4—213/4 Uhr, Arbeitsgemeinschaft Dr. W. Hofmann, „Die Ideologie der Agudas Jisroel" (Privatwohn. Mauerweg 34), geschl. Zirkel. 21—22 Uhr, Brochaus, Herr Wollmann. Mittwoch, 11—13 Uhr, Sprechst. der Stellenvermittlung. 2072—2172 Uhr, Stenogrophieunterricht, Herr S. Adler. 261/2—211/2 Uhr, Schiur für Jugendliche (Bowo Kamo), Herr Rabbiner I. Horowitz. 21—22 Uhr, Schulchan Aruch, Herr L. Oppenheimer (Prkoatwohnung Bärenstraße 12). 21—22 Uhr, Makkaus. Herr Herrn. Bing. rniP, 71/4 Uhr, Frühminjan. IO1/2—III/2 Uhr, Schulchan Aruch, Herr Louis Kahn. 12—13 Uhr, Weltschiur, Das Jaumi. Herr Halpern. 15—16 Uhr, Bowo Kamo, Herr Dr. Hofmann. 15—16 Uhr, Brochaus, Herr Wollmann. 15i/2—161/2 Uhr, Schulchan Aruch, Herr Th. Spiegel, (Prioatwohnung Ostendftraße 11). 21—22 Uhr, Xnad), Arbeitsgemeinschaft Gerson Schnerb (in der Wohnung Kantstraße 4). Besondere Veranstaltungen der Mädchengruppe. Mittwoch, 2OV2—217s Uhr Dinim. Dozent: Herr Konrektor Hirschberg (14tägig). Schabbos, % Stunde nach Schul Melochim. Dozent: Herr Julius Lewin. 16—17 Uhr Tauroh. Dozent: Herr Konrektor A. Hirschberg. 16—17 Uhr Jeschajo. Dozent: Herr Studienrat Dr. Markus Lange (i. d. Wohnung Obermainanlage 16). Gebetzeiten. cr-m na» Freitag abend 7.35 Samstag nfövn 6.30 Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 1.00 u. 5.00 Samstag abend 9.25 Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Tefillin-Legen am Morgen 3.15 axn rwtwi Mittwoch nachm. 6.30 Fastenbeginn abends 8.20 nnsra 9.10 Donnerstag morg. 6.10 abends 7.45 Fastenende 9.10 Treibriemen sind unentbehrlich für verschiedene Gewerbe. Pumpen und Schläuche kann soyiohl der Gärtner in seinem Betrieb, nicht entbehren, "alsn auch(cher Metzger, Wurstler ufwi — Auch der Privatgarten bedarf der Erfrischung, alle .einschlägige Utensilien liefert prompt vnd billigst die seit Jahrzehnten bestehende Spezialfirma Schmidt u. Wiechmann', Reue Mainzerstr. 80. (Siehe Inserat.) Ebenso liefert die Firma die besten Gummiplatten in allen Größen und bedient jeden Kunden aufmerksam. Verantwortlich für den allgemeinen Teil und das Feuilleton S. Schachnowitz, Frankfurt a. M.; Inserate i. V.: S. Schach» nowitz, ebenda. — Für die pädagogische Beilage: Lehrer L. Kaufmann, in Sprendlingen (Kr. Offenbach). — Verlag des Israelit und Hermon G. m.' b. H., Frankfurt a. M. — Druck: Hermon-Druckerei. Frankfurt a. M. M. WIRSANSKY u. FRAU Toni geb. Lissek zeigen die Geburt ihrer Tochter au Frankfurt a.M., den 10. 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