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Der Israelit · 1931-06-18 · Heft 25 (18.6.1931) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
72 (1931)
Issue
Heft 25 (18.6.1931)
Date
1931-06-18
Page
– (sequence 9)
Language
German
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m 18.;0uni: 1931 D e c I s r a n ( i.t »e. C:ru ■ ' Aktion zur Erhaltung der S. R. Hirsch-Schule. "Eme von veu Gecneindeorganest der ^Synagogengemeinde „Israel. Religionsgeselcschaft" ins Leben ge rufene-xommisslon zar Förderung, ver S. R. .Hicsüj-Schnle veranstalte/. zur Zeit eine umfassende ulnon, um au, dem Wege einer /-. Sammlung unter allen hiesigen und auswärligen Freunden der seit 80 Jahren segensreich wirkenden Anstalt größere Beträge zuzuführen, vre der. Schule ermöglichen sollen, über ule beiden nächsten schweren"IäM hinweDÜlöniinelll 'Die' Aktion würde " am' letzten Saboat durch eine groß angelegte, mct erschütternver Wucht- - und l Wärme - vorgetragene Predigt oes Herrn (öemeinderabbrner Jos. Horo ro i tz eingeleitet. Von dem cm Wochenabschnitt üoerlleserten nationalen Erlebnis des -Aufstandes ausgehend, stellte der Redner die verden Extreme,, die es in unserer schweren Zeit zu! vermeiden 'gilt, die v e rz we is e t n d e Selb st - ausgäbe und die aus äußere Macht sich stützende kle d er s ch'ätzung" d er e ig e neu Ärast einarrder gegenüber und entwickelte an der Hand des n’pyj?>y .yt,n.v,1b,e^,.g,a..y.z auf , G ' t t g e ftütz le n jü.v is ch en Tat. Unter dem Zeichen dieser vei allem Vertrauen das Letzte an e i g en e r Kraft hergedenden' Selbstentäußerung werde es auch gelingen, vie- Schule aus ihrer schweren Not zn retten. „Wenn mir", so rcef der Redner in tiefster Erregung aus, „was G'tt verhüten möge, es in unserer eigenen Atitre zn einem^ neuen L-7p».i öS m,nn kommen ließen, dann wärest: -:wir! unsrer Väter nicht würdig und müßten uns schämen vor unsren Kindern." Unter dem Eindruck der Hinreißenden Rede hat die SäMnilung am' Sonntag mit aller Krafteingesetzt, -und es ist dringend zu wünschen, daß sie zu einem allseitigen Erfolge süyrt. Um weitere; Kreise dafür zu gewinnen findet s. G. w. am D o n n e r s t a g , d e n 2 5. Juni a b e n d s 8 J/2 Ul)i im großenSaale des Jool o gl s ch e n :® a i t e n 5 eine von dein Komitee für die S.' R. Hirsch-Schule einberufeue ö ff entlich e Ver s a m m l u ng statt, bei der die Anwesenheit aller Freunste uttö Freundi n n e n der Schule er w a r t e t w i r d. Rach einer einleitenden Ansprache des Herrn! Gemeinderaboiners Ho ro wih wird Herr Studiendirektor Dc. El i a s das Hauptreferat erstatten. Außerdem sollen weitere Redner zu kurzen Ansprachen das Wort ergreifen. , Bezirkstagung der „Freien Vereinigung für die Interessen des orthvd. Judentums e. B." in Michelstadt. Am Sonntag, den 28. Juni—13. Tammus findet, wie bereits kurz /gemeldet, die Bezirkstagung der Freien Vereinigung in Michelstadt statt. Einem vielfach geäußerten Wunsche entgegenkommend, wird im Anschluß an das Referat von Herrn Schachnowitz ein ge in ein s a m e r B e s?ü ch d e s//—>2,? v o ist V a a l s ch e m er - folgen. Um den Besuchern aus Frankfurt Gelegenheit zu geben, auf billige Weise an der Tagung teil zu nehmen, veranstaltet die Freie Vereinigung eine Autobussahri nach Michelstadt über Babenhausen: — Dieburg — Groß Umstadt,—Höchst i. Odenwald — König — Michelstadt und zurück. Abfahrt 1 Uhr Friedberger Anlage 6. Gesamtpreis Mk. 3.90. Anmeldungen zur Beteiligung, die nur naich, der Reihenfolge berücksichtigt werden können, sind zu richten an das Büro der Freien Vereinigung, Rechneigrabenstraße 10, Telefon C. 47570. Pädagogische Ausstellung. Zu Ihrer Kritik der Pädagogischen Ausstellung anläßlich der Deutscheu Lehrerversammlung zu Frankfurt hat die-jüdische .Mitarbeiterin im Pädagogischen Ausschuß, Dr. Frieda Fuchs, folgendes zu bemerken: Zweck der Pädagogischen Ausstellung war, eine Uebersicht über alle Bildungsbestrebungen und -einrichtungen in Frankfurt - zu geben, von welcher -Seite sie auch ausgehen, zu welchem Ziele sie unternommen werden mögen. Wie: Sie richtig .betonen^ ist der Ausstellungsleitung keinerlei Vorwurf bezüglich ihrer den einzelnen/Konfessionen gegenüber geübte Parität zu machen, denn es war die Absicht des Ausschusses, absolute Parität! gegenüber allen politischen, , sozialen,, konfessionellen Bestrebungen zu üben. Dev „Ausschnitt aus der jüdischen Bildungsarbeit" ist aber keineswegs willkürlich / erfolgt. Die einzelnen Institutionen, die in der Ausstellung nicht vertreten waren, habendies nur. sich allein zuzuschreiben. Erinnernd sei nur bemerkt, daß außer in den Tageszeitungen, in den drei.chier erscheinenden jüdischen Blättern, dem Israelit, dem Hamburger Familienblatt und dem Jüdischen Gemeind eb lütt, bereits Ende November 1930 eine klare Aufforderung an alle von der Ausstellung zu erfassenden Institutionen (einschließlich der Presse) erging, sich in Änbeiracht' der ''-'rWSseiMl'is'eii'''^BedMlun'gE^ eines - solchen! Anlernehmens zü: beteiligen. Erfolg dieser Aufforderung: e i n e Meldung!^ Im Januar und im März 1931 wurde wiederum! gebeten, Material zur Verfügung zu stellen. Keiner! der uns nahestehenden Vereine erklärte sich dazu bereit. Persönlich^ Aufforderungen begegneten einer bewundernswerten Gleichgültigkeit. - Wörtlich feien hier -wiedergegeben Aeüßerungen von Prominenten, wie:: „Wozu sollen wir (. iiits \ überhaupt an einer. solchen Ausstellung beteiligen" oder „die Ausstellung wird ja doch nichts, wie wir irgendwo gehört haben". Die Indifferenz gerade der jüdischen Kreise der Ausstellung gegenüber, spottete jeder Beschreibung. Das kann allerdings nur beur- Nr. 25 Seite 3 Sv steht das Bild einer eolen jüdischen Frau,/ einer rnv« vor uns uns will uns. stärken Und inahUeü zü»l.'. „Harren, .auf den Allgütigen, der . uns nicht/'entläujchen wird." .. / /' ÄemLlndevertretmtg der Israelitischen Gemeinde am 10. Juni. /: Kurzer bewegter Rückblick auf eisten Heichgegastgenest — I I a ac Mainz s. A. Seine äußerorLentliche./Uebe," zur Gemeinde, die auch in interessanten histürischest Dar-' ,reäu.tgett ihren Niederschlag fand, und seine bedeutende Wohtrarlgtelt werden besonders gerühmt. ' : Nochmaliger öffentlicher Glückwunsch an zwei, siebziger — Dir. Eduard Oppenheim und Juslizrat Lr. Blau vom Vorstand. Die/.Empfindungen jür/äen./äur'! bewahrten und .yochoerbienten Vorsitzenden/'Dri' Ä'laü sind veretrs /st^ '.McejsL.n".-.'unü'. äm „GerstelNÜeblylt"/ ausgesprochen worden. . // '/ / / Einige. Bewilligungen. Der M e n fa A c g ö c m i(c a', Judatc-a werden unter,der Bedingung vierwöchiger Kündigung Räume! im Gemeindehaus Gervlnusstratze ' übertagen. — Für die F rieh h.o,fp g ä.r t n e r et wird die Anjchafsung emes Lastautos für Mk. 2500. gestehnugt. Ueber einige Ersatzwahlen , kommt .man zum. wefent- , lichsten Gegenständ: der! B e ratu n g .d es 'H-a'.u.s-.. h altsp lan s 1 9 31/1 932. Sein Werdegang?/Syn-' ditus, Kanzteldirektor und Beamte stellen iyn ln prohl-/ bedacyler und mühsam vollbrachter .Arbeit zusammen, die aus 8 Vorstands- und 9:: Gemeindevertretungsmit-. gliedern - bestehende Gemischte FlnanzkowMlsston, /an. deren Spitze der die Materie unvergleichlich: beherrschend^ meisternde und zur klaren. Darstellung bringende Rechts? anwalt Dr. Rudolf G e i g e,r: stehtz: prüft: monatelang/ alle' Einzelheiten, der Vorstand, verabschiedet, .Und nun/ spricht die Gemeindevertretung. : /Spricht .Mann-, für Mann — de Damen . schweigen diesmal! — in /einer teilen, wer den Betelligungseiser der änderen Kreise aus eigener Anschauung kennen gelernt hat. Derselbe Mangel an Jnterege war auch noch zu konstatieren, als nach dem Adreßouch undnach einer. Aufstellung des Gemeindesekretärs ver I. R. G. einige größere Vereinigungen nochmals einzeln brieflich ausgefordert worden waren. Viele Fragebogen blieoen. unbeantwortet, ihre Zusendung wurde mei,r noch nicht einmal bestätigt. Es liegt sogar ein Schreiben vor, in dein man sich vorsichtigerweise erlunvigt, „zu welchen Zwecken das Biaterial verwendet werven sou, und oaß man einstweilen Bedenken trage der Ängetegenheit näher zu treten." Im Püdägoglschcn Ausschuß wurde man sich — gemeinsam mit den jüdischen Sachberatecn — schließlich darüber klar, daß. man gewaltsam kein Material für die Ausstelmng herausholen könne. Der Bund g e s e tz e S t k e u e r jüdische r L e h rer hat sich mit Recht wohl deshalb nicht gemeldet weil er de facto in erster Linie soziale Zwecke und nicht oicette Biloungsabsichten har. Dazu kommt, daß die Führer des Bundes z. T. in ganz uttnriltslbarer Nähe der Entstehung dieses Teiles der Ausstellung waren, ohne l^aus oen soeoen erwähnten Gründen wohl) sich darnach zu erkundigen. Die Weibliche Fürsorge, oie sich zeitig für die Ausstellung interessierte, kam übrigens wegen ihrer ausschließlich auf sozialem Gebiete liegenden Arveil auch nicht in Frage. Die zur Teilnahme an/ der Ausstellung geeigneten, aver trotzdem nicht erfaßten Institutionen Häven den Ausfall nur sich selbst zuzuschreiven, da sie sich nicht gerührt haben. Demgegenüber kann die paritätische Erfassung des zu der Ausstellung im Schulmuseum nötigen. Materials absolut nicht als eine musterhafte angeführt werden. Da handelte es sich doch bloß darum, von den wenigen jüdischen Unterrichtsanstalten das notwendige Mateeml zu erhalten, düs von den Leitern der bstr. Schulen wohl gerne in. vollständiger Klarheit und Bollstänoigkeit geliefert wurde.. Daß die Beschaffung von. umfangreichem rückhaltlos der Sache chingegebenen . Art; . .manchmal Ausstellüngsmäterial für eine größere'-umsassendere Ausetwas weitschweifiguno ge,rückt, zuweilen etwas extellung:doch größere .Schwierigkeiten bereiter infolge der Eristenz sehr vieler Vereine, uno Vereinchen, dürfte auch dev" Laie, und erst recht ein Kritiker einsehen. Im. übrigen muß oie aus dem Lob für das Schulmuseuin sich notwendig ergebende Schlußfolgerung, als ob bie jüdischen Schulen in der - Pädagogischen Ausstellung verschiedenartig behanveit worden wären, entschieden entgegengefreten werden. Es . war: jeder . Schule — In dein gesteckten i Nahmen — überlassen, was sie zeigen wolste, Es würden keiner Schuch. Vorschriften..gemacht, und es sind keine/ Züruckweijungen erfolgt/ Für Form und Inhalt sind' äusschlletzlich die aussteilenden Schulen. verantwortlich, uno der objektive Beurteiler sah, daß dch Plakate,unserer Schulen neben oeneii der anderen sich wohl sehen lassen konnten,' Es war gut, daß die nichtjüdischen Mitglieder des Pä.eagogischeu Ausschusses gesinnungsmätzig so eingestellt waren, daß. inan ihnen leicht klar machen könnt«- daß nicht aus Viangel an Interesse für ideelle Dinge gerade, die jüdischen Kce.se sich der Ausstellung gegenüber inoisferent verhielten; sehr zustatten dabei kam auch, daß man u. a. mit .vollenr Recht Hinweisen konnte auf das große Entgegenkommen der Schulleiter der drei jüdischen Schulen uno der Jeschiwos, die alle in dankenswerter Weilfe einmandfle/es und vollfländiges Dtaterial. zur Verfügung gestellt haben. Ein Gedenktag. Am zweiten Tag des im‘ unn rsn jährte sich zum h u n d e r t st e n Male der Tag, an welchem Frau Rabbiner Rachel Fromm n"y, eine der seltenen n1, 3. der Weit geschenkt wurde. Wenn wir dieses Tages gedenken und uns damit eine jüdische Persönlichkeit vornehmster Art ins Gedächtnis zurückncfen, so wollen wir UNS in der heutigen so schweren Zeit,, da vielen Üebensnrut fehlt, cm Vorbild unverfälschter Frömmigkeit und wahren G'ttverkrauens vor Augen führen, das uns anspornen und im Kampf des Lebens stärken soll. 2lls älteste; Kind des unvergeßlichen großen Würzburger Raw Seligmann Bär Bamberger nahm die geistig e sehr begabte Tochter die Lehren ,des Elternhauses in idealster Weise In sich aus, um sie. in eigener Häuslichkeit immer mehr zu verwirklichen. An der Seite ihres allbekannten edlen Gatten, des gütigen Rabbiners Seligmann Fromm baute sie. sich ein Leben aus, das auf dem Fundamente selbstloser Pflichterfüllung ruhte. Von der Mühe und Sorge um Pflege und Erziehung einer großen Kinderschar erfüllt, galt ihr höchstes Lebensziel Menschenliebe und der Wohltätigkeit. Wer wollte auch nur in großen Zügen die feine Art schildern, in welcher Frau Rabbiner Fromm m'y in altstidischer Weise nprt übte! Damals gab es noch keine „organisierte Wohlfahrtspflege"; der Unbemittelte kam „ins Häus" und an den Tisch", der Wohltäter besuchte den Bedrückten. Man „analysierte" den einzelnen Fall nicht allzusehr, das Herz trug oft über Systematik den Sieg daoon. Hand lmd Herz vereinigten sich, nur den Armen zu helfen, «o übte Frau Rabbiner Fromm rry an der Seite ihres edlen Gatten von ihm gefördert, Liebe an Mitsammelle, auswiesen. Doch nicht - nur mätsrieli. Bedrückten, sondern' auch seelisch Gebeugten stand sie in edelster Weise zur? Seite, um so manchem Menschenleben neuen Lebensmut zu geben. Tiefe Frömmigkeit mit vorbildlichem/ G't/ver- 'trauen, unendliche' Bescheidenheit verband sich bei großer Gastfreundschaft mit liebenswürdigem Wesen .und zogen Jeden in ihren Bmcn, der die Freude hatte, in ihrer Nahe sein zn dürfen. plosiv, aber im Allgemeinen klug überlegt und kräftig .illotloler i Freilich — die sonst - aufeinanderprasselnden Weltanschaulichen Gegensätze kamen, nur. bei -zionistischen nationalistisch verbrämten Randbemerkungen zürn Vorchein, da, wie bereitsim , Vorberichv:: erwähnt, das Schmerzens- und Sorgenkind PhllaMropin besonderer Beratung Vorbehalten bleibt. Aber man scheint sich^ ieinethülveä oerecls auf gemeinsamer. Basis geeinigt zu haben und zu / befriedigendem. Ergebnis gelangt zu sein.. Die Finanzlage?, Man kann sie nicht geradekata- 'irophal äenrien, / über sie ist immerhin an--der-Grenze - ochsen angxlangts' * wks''.für /elü'e s Gemeinde tragbar ist.. Die Steuerkraft der' Gemeinde ist noch ziemlich stark. Trotzdem inan /hie Eingänge üm 20 Protzv -weniger 'chänt als im Vormhr. hält man doch eine Reichsein-/ lommenfteuer der Mllglisder. in' Hohe'Mon M/ '7:200.000! :ür vorhanden, jo ba|j bei dem vorläufig feftgestelltbn> Kultltdftchrerzirschlag' von 15 Proz/ auf eine Einnahmevon M 1,080,000 ver kämet wird. /Ob dieser' Steusreilst gang im Hinblick auf die/fich immer dunkler und' üünber-! ichtlicher gestaltendeWkrtschastslätze'unicht' an' und/- für. ich zu hoch gegriffen ist, ob 'man/ selbst 'den günstigen! Fall des vollen Einganges gefetzt,' d/amit das ganze Jahr! öurchhalten kann, ob man nicht,'wie vorgesehen ist, inf 2. Halbjahr Oktober 31 bis /März '32 Aöch' neue Steuer- - quellen zu erschließen trachten muß —' das sind Fragen/ die nur die Zukunft' beantworten kann.'! Jedenfalls! hat man bereits Vorsorge für /eine - etwa notwendige Abänderung getröffen/'Mnd-äuch' die Fkäge der Einführung, der: Ver m ö g e n s st e u e r' wird erneut soweit .ventilierst daß der Vorstand/ -ersucht/wird, der GämeiNdeoertretung das nötige Material zu unterbreiten^ - v- .'-'Wer. Proz. Des Gesäintetats werden' durch! Besoldungen beanspruchst In Parenthese- — mast! äußert gslegenürch /den lebhaft ten Wunsch, daß die 6 höchstbefoldeten Beamten Syndikus und 5 Rabbiner ^-lfich.fdoch, eines Teiles ihres, Vicht. .PWIy.vsherMtigten. Einkommens freiwillig -ntaüßern ' mochkem "Kist der J'st'LstsH'stn'' W'o h'1 - . a h r ts pf le g e/-ein wenig, auszyhelfen. .cherey Subvention' um' M. 6 0 000 notgedrungen^geÄrKwerden muß. Ueber diese W o h l f.a h r t S p f.l e g e ließe - sich allerlei sagen. Es mag'aNgesichts ihrer augenblicklichen trostlosen Lage deplaziert erscheinen, daran.zu erinne.rn, daß wir v o r der Zentralisierung/der WoMahrtspflege entschieden vor der Zentralsierung in diesest. Blättern warnten. Wir befanden uns mit dieser. Änschastung /damals in der besten Gesellschaft von im Dienstg. h.ingebender und hingegebener jüdischer Liebestätigkeit und özialer Fürsorge ergrauten Männer: und Frauendie mit uns meinten, daß Zentralisierung Dezentralisierung und mächtige, ja bedrohliche Verringerung der! Gaben bedeute. Vielleicht hätte angesichts der-nicht vorauszu- 'chauenden und nun eingetretenen katastrophalen. Wirtchaftslage die Sache bei den Einzelvereinen /astch / dcu. gleichen Lauf genonnnen. Bielleicht. Vielleicht, äirch nicht — zum mindesten kaum ,in diesem Matze ' Längetraße 30, der Sitz der Jüdischen Wohlfahrtspflege, kapituliert vor der immer steigenden und nicht mehr zu bewältigenden Fülle der Ansprüche, die besonders vom verarmten und proietarisierie Mittelstand u b den Erwerbslosen — von denen, wie wir hören-, allerlei Forderungen bevorstehen — erhoben /werden. In. wenigen Wochen entstand notgedrungen ein Defizit von M. 25.000. Der Vorstand der Wohlsahrtspslege bittet, fleht, drängt in einem; erschütternden,; zyr Verlesung gelangenden Schreiben um Hilfe, um Erhöhung der beabsichtigten Subvention von M. 140,000. Er verspricht sogar — was vielleicht nur vom grünen Tisch aus betrachtet, rat-

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