Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 25 (18.6.1931)
- Date
- 1931-06-18
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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|;!: \ ' J> ri 111; I " -ij ■Sr I ir; l i k I I i ■?:. > 5f I I I- K s! k! Hi;; i; tl 5 1" kt Seite 6 Nr. 25 Leiden Sie an Asthma Gicht-, Ischias-, Nerven-, Nieren-, Blasen-, Gallenstein- und LebererkranV ungen, Arterienverkalkung, Krampfadern, Unterschenkelgeschwüren sowie Erkrankungen der Atmungsorgane usw. Verblüffender Erfolg in selbst hoffnungslosen Fällen durch die seit 6 Jahren in be- - reits 120 deutschen Städten ausgeübte „Parapack-Behandlung“ Dankschreiben von Geheilten, die in sehr kurzer Zeit von schwersten Leiden befreit wurden; Begutachtungen von Ärzten zur Einsicht. Fachmännisch geleitet Beratung kostenlos! Prospekt kostenlos! Jetzt auch in Frankfurt a. M. im Parapack-Bad und Inhalatorium Jahnstraße 10 Telefon 54437 Straßenbahnlinie 7, 8. 9 und 12 Sprechzeit: von 9-1 Uhr und von 3-7 Uhr täglich PoMstirko. Der Ueberfall auf Tlloza i. 3. 1929 vor Gericht. Jerusalem, 2. Juni. Trotz des zwischen der Kolonie Moza und dem arabischen Nachbardorf Coloniah abgeschlossenen Friedenspaktes Hat der Gencralstaatsanwalt es abgelehnt, das Verfahren gegen die 14 Araber niederzuschlagen, die unter der Anklage stehen, das Haus des Kolonisten Broza während der Augustunruhen im Jahre 1929 angegriffen zu haben. Am 28. Mai wurde die Verhandlung gegen diese 14 Araber eröffnet. Bei der Konfrontierung der Angeklagten mit Vroza und Mitgliedern seiner Familie agnoszierten diese einige von den Arabern als Teilnehmer an dem Ueberfall im August 1929. Nach mehrtägiger Verhandlung wurde am 1. Juni, von Richter Plunkett oas Urteil gefällt. Der Angeklagte Saleh Zier wurde zu 5 Jahren, die Angeklagten Mohammed Khador und Mahamoud Assad wurden zu je 3 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Die 11 übrigen Angeklagten wurde wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. In der Urteilsbegründung erklärte Richter Plunkett, die Familie Broza wäre, wenn sie nicht bewaffnet gewesen wäre, von dem gleichen Schicksal ereilt worden wie die Familie Macleff, dessen sämtliche Mitglieder in den Augustunruhen 1929 niedergemetzelt wurden. Außerordentliche Skeuernachlässe für die palästinensische Landwirtschaft. Jerusalem, 2. Juni. High Commissioner Sir John Chancellor ist am Montag, den 1. Juni, wieder in Jerusalem eingetroffen. Aus diesem Anlaß erschien abends eine Sonderausgabe der „Official Gazette", in der ein weiterer 20prozentiger Nachlaß des Zehents für 1930 außer dem bereits im Juli v. I. gewährten 33prozentigen Nachlaß und gleichzeitig auch für das Jahr 1933 ein ZOprozentiger Nachlaß kundgemacht wurde. Dieser Nachlaß bezieht sich jedoch nicht auf Orangenpflanzungen. Dagegen sind weitere Hilfsmaßnahmen für beide Jahre für Landwirte in Aussicht genommen, deren Ernten durch Heuschrecken, Feldmäuse oder Dürre vernichtet wurden. (ITA.) Der Empfang der Agudo-Delegation beim Emir Abdalla von Transjordanien in Amman. Jerusalem, 9. Juni. Wie bereits telegraphisch gemeldet (aus dem Telegramm schien hervorzugehen, daß der Empfang in Jerusalem stattgesundm habe. Red.) hat Emir Abdalla von Transjordanien eine Delegation der Agudas Jisroel am letzten Dienstag in seinem Palaste in Amman, der Hauptstadt von Transjordanien, empfangen. „Agudas Jisroel hatte sich an dem Leichenbegräbnis des König Hussein Der Israelit 18. Juni 1931 in Jerusalem nicht offiziell beteiligt, weil eine offiziell^ Einladung von arabischer Seite an jüdische Instanzen nicht ergangen war. Doch sprach die Leitung der Agudas Jisroel auf telefonischem Wege dem Hof in Amman den Wunsch aus, dem Emir Abdalla einen Kondolenzbesuch abstatten zu dürfen. Der Emir erklärte sich >ofort mit Vergnügen bereit, die Abgesandten der Agudas Jisroel nachmittags 3 Uhr zu empfangen. Die Delegation, die ans den Herren Rabbiner I u n g r e i s , Rabbiner A. Eh. Noch ferner als persönlichem Vertreter von Rabbiner Die Woche. Berlin. Versicherungsdirektor Kurt Gonsenheim aus Berlin, der im Hafen von Genua unter eigener Lebensgefahr ein Kind von dem Tode des Ertrinkens gerettet hatte, erhielt von der italienischen Regierung die italienische Rettungsmedaille. Es ist der erste Deutsche und Jude, der seit dem Kriege eine italienische Auszeichnung geworden ist. — In Berlin wird am 21. Juni eine Vorkonferenz zur Vorbereitung eines H e - brätschen Kulturweltkongresses und zur Gründung eines Weltbundes für die Förderung der hebräischen Kultur stattfinden. München. Im Organe der Bayerischen Katholischen Kirche, das in .Regensburg erscheint, wird den katholischen Geistlichen zur Pflicht gemacht, gegen die Verächtlichmachung des Alten Testaments einzutreten. Altona. Nun hat auch Altona eine Fr edhofsschändung. Die Anlagen des jüdischen Friedhofs in der Vismarckstraße sind beschädigt, ein Grabdenkmal vollkommen zertrümmert. Die Kriminalpolizei fahndet nach den Tätern, bis jetzt aber leider ohne Erfolg. Posen. Vor dem Kreisgericht in Posen hatten sich vier bekannte Antisemiten unter der Beschuldigung zu verantworten, daß sie am 8. Juni 1929 antisemitische Unruhen organisiert und in der Posener Altstadt die Fensterscheiben zweier Synagogen und einer großen Zahl jüdischer Geschäfte eingeschlagen haben. Der Schaden betrug viele Tausende Zloty. Der Hauptorganisator des Pogroms, Stefan B o n a c z i k, wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, die übrigen drei Angeklagten freigesprochen. Antwerpen. Nach den bereits gemeldeten Versuchen und Unruhen erging nun von der Antwerpener Kolonialverwaltung eine Verfügung, daß jüdischen Händlern die belgischen Märkte wieder offen st eben und ihnen voller Schutz vor Angriffen geboten werden muß. Lemberg. In einer Generalversammlung der Studentenschaft der Lemberger Universität wurde der Beschluß gefaßt, daß nur Christen oder Mohammedaner, nicht aber Juden oder Judenstämmlinge Mitglieder der Studentenschaft sein können. Da Lemberg bisher die einzige Stadt war, in der Juden und Polen noch in einer gemeinsamen allgemeinen Studenkoporativn vereinigt waren, erscheint nunmehr der Ausschluß der Juden aus den polnischen Studentenverbänden restlos durchgeführt. IZuerws Aires. Auf einem Kongreß in San Salvador ■ faßten die jüdischen Farmer den Beschluß, dem Begründer der JCA., Baron Maurice Hirsch, aus Anlaß der hun. dertsten Wiederkehr seines Geburtstages im Dezember ds. Js. e i n D e n k m a l zu errichten. Ebenso soll aus diesem Anlaß eine umfassende Geschichte der jüdischen Kolonisation in Argentinien mitsamt einem Bilderalbum erscheinen. Durch Schaffung eines großen Fonds sollen kleine Bodenparzellen zur Ansiedlung jüdischer Familien erworben werden. Man sollte glauben, daß Geschichtswerk und Fonds das schönste und sinnigste Denkmal für den großen Philantropen bilden, so daß sich ein Monument aus Erz und Stein erübrigt. habe, mit Vertretern der orthodoren Judenheit, deren Wesensart und deren Organisation, Agudas Jisroel, er genau kenne, empfangen zu dürfen und knüpfte an die Aussprache an, di^ der Heimgegangene König Hussein vor Jahren mit den Vertretern der Agudas Jisroel geführt habe. Der Emir wünschte zu wissen, welche Stellung Agudas Jisroel zu der am gleichen Tage veröffentlichten Entscheidung der Kothel Maarowi-Kommission einnehme, doch konnten die Delegierten daraus keine konkrete Antwort geben, weil der Bericht noch gar nicht zu ihrer Kenntnis gekommen war. Sie sprachen nur die Hoffnung aus, daß die Entscheidung der Kommission zur Herstellung eines wahrhaften Friedens z w i f che n Arabern und Juden beitragen werde. Nach einstü,chiger Unterhaltung trennte man sich mit den üblichen Segenswünschen und der Leibarzt des Emirs geleitete die Herren bis vor die Stadt. Auch dem Emir Ali stattete die Delegation einen Besuch ab. Der Kampf gegen die öffentliche Sabbatentwejhung in Erez Jisroel. I e r u s aa l e m , 11. Juni. Heute begaben sich die Oberrabbiner Sonne n f e l d und K u k gemeinsam in Audienz zum High E o m nl i s s i o n e r , um ein bereits schriftlich eingereichtes Verbot der öffentlichen Fußballspiele am Sabbat durch persönliche Vorstellungen zu unterstützen. Die Tatsache, daß die beiden politisch gewiß nicht übereinstimmenden rabbinischen Führer der aschkenasischen Judenheit hier gemeinsam vor dem obersten politischen Beamten austraten, zeigt die weittragende Bedeutung, die man in allen religiösen Kreisen ohne'Unterschied der Parteirichtung dem jetzt tobenden Entscheidungskampf um die Wiederherstellung der öffentlichen Sabbatruhe beimißt. Vorläufige Einstellung der Sonnabend- Fußballspiele in Palästina. Jerusalem, 15. Juni. Der jüdische Sportverband Makkabi wird auf Ersuchen des Waad Leuini die Fußballwettspiele au Sabbat- Tagen zunächst für die Dauer von 14 Tagen einstellen. Der Waad Leumi hat versprochen, während dieser Zeit zu versuchen, eine Lösung des Problems zu finden. Wegen technischer Schwierigkeiten mutzte ein großer Teil der Korrespondenzen für die nächste Nummer zurückgestellt werden. AamUiennachrtchten. Geburt: Eine Tochter, Vez.-Rabb. Greilsheimer, Mosbach (Baden). Barmizwoh: Fritz, Sohn des Herrn .Salomon Eschwege, Haml urg, Rappstr. 13, p^nmpn 's — Moni, Sohn des Herrn Bez -Rabv. Dr. Gerfon Feinberg, Groß- Strehlitz O S.. p^ai npn 'a — Ernst, Sohn des Herrn Berthold Danzig, Breslau, Hohenzollernstraße 119—21 's 's? 0220. Juni. — Albert Baumann, Zögling der Js. Waisenanstalt, Ffm. Waisenhaus-Synagoge, mp 'a nat? Goldene Hochzeit feiern mp na® in geistiger und körperlicher Frische Emanuel Meyerhof und Ehefrau Hannchen, geb. Hirsch, Heppenheim a. d. Bergstraße. Berichtigung. In der vorigen Ausgabe des „Israelit" wurde üedauerlicherlicherweise der Moled (Neumond) des Monats Tamus falsch angegeben. Das richtige Datum muß heißen: Montag Abend 8 Uhr 111/is Minuten. Briefkasten. —.— Die 120 Trauungen am Lag b'Omer waren für ganz Palästina berechnet. M- L. in Köln. Wir erachten die orthodoxen Rabbiner in Ihrer Gemeinde als die zuverlässigsten Stellen für den Gegenstand Ihrer Frage. Bas Zion: Spende von RM. 1.50 eingegangen. Wochenkalender. o 20. — 27. Jyni 1931 / 6. 12. — Tammus 8691 Samstag 20 ]VD 5 Sonntag 21 6 mp Montag 22 7 ' Dienstag ,23 nnn 8 ° Mittwoch 24 9 1 Donnerstag 25 10 s Freitag 26 11 c Samstag 27 12 Verantwortlich für den allgemeinen Teil und das Feuilleton E. Sch achnowitz, Frankfurt a. M.; Inserate i. V.: S. Schach» nowitz, ebenda. — Für die pädagogische Beilage: Lehrer L Kaufmann, in Sprendlingen (Kr. Offenbach). — Verlag des Israelit und Hermon ®. nt. b. H., Frankfurt a. M- — Druck Hermon-Druckeret, Frankfurt a. M.