Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 22 (28.5.1931)
- Date
- 1931-05-28
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Nr. 32 Der Israelit 28. Mai 1931 ANNONCEN-BÜRO JULIUS SCHMIDT FRANKFURTA. M. JETZT HÖIDERLINSTR. 25 DIE N E U E TELEFONNUMMER CAROLUS 45866 (Geburten sind die Kinder aus jüdischen Mischehen zur Hälfte den jüdischen Geburten zugerechnet worden); somit machen die jüdischen Geburten 5,6 Prozent der Gesamtzahl der Geburten aus. In einzelnen Perioden dieses Zeitabschnittes weichen die Ziffern der Geburten von dem für die gesamten 24 Jahre aufgestellten Durchschnitt sehr stark ab: die höchsten Geburtenzahlen weisen die Jahre 1906 bis 1909 auf (durchschnittlich 8458 Geburten pro Jahr), während die Kriegsjahre 1915 bis 1918 mit durchschnittlich 4597 Geburten die niedrigsten Zahlen aufweisen. In den Nachkriegsjahren 1919 bis 1922 ist die Durchschnittsziffer wieder auf 7033 gestiegen. Ein anderes Bild zeigen die jüdischen Geburten; wenn die niedrigste Ziffer auch bei der jüdischen Bevölkerung auf die Kriegsjahre fällt (212 aus rein jüdischen Ehen, 32 aus Mischehen), so wurde die Höchstgahl nicht in den Jahren 1906 bis 1999 (360 rein jüdische Eeburtenn und 49 aus Mischehen), sondern in den Jnflationsjahren 1919 bis 1922 (437 und 53) erreicht. Die hohe Geburtenzahl der Juden in den Jahren 1919 bis 1922 ist wohl auf die Zuwanderung der Ostjuden zurückzuführen. Auf 1000 der jeweiligen Bevölkerung berechnnet, wobei wiederum die Kinder aus Mischehen zur Hälfte den jüdischen Geburten zugerechnet wurdenn, ergeben sich für einzelne Jahre folgende Zahlen: 1906 26,0 Geburten aus 1000 der Gesamtbevölkerung, 17,1 auf 1000 der jüdischen Bevölkerung; 1910 20,9 auf 1000 der Gesamtbevölkerung und 13,5 auf ':QÜD der jqüdischen Bevölkerung; 1929 11,1 und 10,3. Die-" unehelichen Geburten betrugen im Durchschnitt der Jahre 1911 bis 1929: bei der Eefamtbevölkerung 15,3 Prozent, bei der jüdischen Bevölkerung 6.1 Prozent der Gesamtzahl der Geburten; den höchsten Prozentsatz unehelicher Geburten gaben die Kriegsjahre 1915 bis 1918: 17,7 Prozent bei der Gesamtbevölkerung, 8.1 Prozent bei den Juden. Die Durchschnittszahl der Sterbefälle in den Jahren 1906 bis 1929 betrug 5396 pro Jahr, davon 381 Juden (7,1 Prozent), während der Prozentsatz der jüdischen Geburten nur 5,6 Prozent ausmacht. Die Berhältniszahl der jüdischen Sterbefälle war zwischenn den Jahren 1906 und 1927 stets im Steigen begriffen (von 6,2 Prozent in den Jahren 1906 bis 1909 bis auf 8,0 Prozent in den Jahren 1923 bis 1927), sank aber in den letzten Jahren 1928 bis 1929 auf 7,2 Prozent. Auf 1000 der Gesamtbevölkerung betrug die Sterbeziffer im Jahre 1906 15,0 Prozent, auf 1000 Juden 12,5 Prozent;zent; 1910 12,9 und 13,7 Prozent; 1925 10,5 und 13,6 Prozent; 1929 11,4 und 14,5 Prozent. Die Sterblichkeit unter den Juden ist somit bedeutend höher als unter den Nichtjuden, was wohl auf die Altersgliederung der jüdischen Bevölkerung Frankfurts zurückzuführen ist. Indirekt wird dies bestätigt durch die Ziffern der Säuglingssterblichkeit, die bei den Juden bedeutend geringer sind als bei den Nichtjuden. Während bei der Gesamtbevölkerung die im Alter bis zu einem Jahr verstorbenen Kinder im Durchschnitt der Jahre 1906 bis 1929 15,0 Prozent der Gesamtzahl der Sterbefälle betragen haben, machen die im Alter bis zu einem Jahre verstorbenen jüdischen Säuglinge nur 4,7 Prozent unter den Sterbefällen bei.den Juden aus. Frankfurter Vereinskalender. Verein 2Nekor Chajim. Samstag morgen nach Schul im Hörfaal: Dinim, Herr Dr. E- Posen. — nachm. 3/4 Stunde vor Mincho im Vereinslokal, Mikro. Herr Dr. W. Hofmann. — 3/4 Stunde vor Nacht im Hörfaal, Midrasch. Herr Kantor S- Steinberger. Sonntag morgens nach Schul (ebenso Mittwoch) tn« "n- Herr Red. Schachnowitz — vormittag 8 Uhr (ebenso Samstag 4 Uhr) Gemoro Herr I. Soffer — vormittag 9l/2 Uhr (ebenso Dienstag abends 6l/2 Uhr) Gemoro, Herr R. A. Gerfon Posen Montag (auch Donnerstag), nach Schul: Mischna Mitgliederlernen —abends 7 Uhr auch Mittwoch), Gemoro, Herr Rabb. Dr. Jof. Breuer, abends 8 i/4 Uhr (auch Donnerstag) Gemoro, Herr Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna, Herr Dr. E. Posen. Von Montag bis einfchl. Freitag morgens nach Schul, im Sitzungszimmer, Gemoro Herr Dr. S. Ehrmann. Jeden abend 8 3/4 Uhr, im Vereinslokal Schaßlernen, Herr H. Holpern. Jahrzeitsstistungrn. Sonntag, 31. Mai. Nanette Isaac geb. Prager-Stiftung. Dienstag, 2. Juni. Falk Goldschmidt-Stiftung. Mittwoch, 3. Juni. Benjamin Roos-Stiftung. Donnerstag, 4. Juni. Moritz Golde-Stiftung. Agudistische Irauen-Ortsgruppe Frankfurt a. 21?. Am Montag den 1. Juni hält Herr Konrektor A. Hirschberg feinen Pirke Owaus Schiur im Haufe von Frau Heinrich Eisemann, Friedberger Anlage 15, abends 9 Uhr. Gäste herzlich willkommen. Aguda» Iisroel-Jugend- und MSdchengruppe. Sonntag, 9—11 Uhr, Gelegenheit zum Lernen. 11—12 Uhr, Daf Jaumi. Dozent Herr Halpern. Montag bis einschließlich Freitag, 9—12 Uhr, Gelegenheit zum Lernen, 12—13 Uhr, Daf Jaumi. Dozent Herr Halpern. — 20l/2—2172 Uhr, Schiur für Jugendliche. Herr Rabbiner Horovitz. — 2OV2—22 Uhr, Hilchaus Schabbos (Privatwohnung Zeil 2). Herr Rachelfohn. — 203/4—22 Uhr, Mischna (Privatwohnung Kantstraße 4). Herr G. Schnerb. Dienstag. 21—22 Uhr, Brochaus, Herr Wollmann. — 20'/2—214/2 Uhr, Bowo Kamo (Privatwohnung Mauerweg 34). Herr Dr. Hofmann. Mittwoch, 203/4—22V4 Uhr, Makkaus. Herr Bing. — 21—22 Uhr, Dinim (Privatwohnung Bärenstraße 12). Herr L. Oppenheimer. naw, IOi/2—111/2 Uhr, Melechim. Dozent Herr Lewin.— 12—13 Uhr, Daf Jaumi. Herr Halpern. — 10i/2—11V2 Uhr, Schulchan Aruch. Herr Kahn. — 15—16 Uhr, Bowo Kamo. Herr Dr. Hofmann. — 15—16 Uhr, Brochaus. Herr Wollmann. — ' 151/2 Uhr, Schulchan Aruch (Privatwohnung Ostendftraße 11). Herr Spiegel. — 16—17 Uhr, Dinim. Herr Wollmann. — 17—18i/2 Uhr, Makkaus- Herr Bing. Liwjath Chen. (Hörfaal Friedberger-Anlage.) Nach Mincho 5i/4Uhr Vortrag des Herrn S. Schachnowitz „Nafir und Nefirim in Lehre und Geschichte". Ortsgruppe Frankfurt a. 21?. Jüdischen Frauenbund Arbeitssitzung: Montag den 1. Juni, 10 Uhr, Langestraße 3 I. •"“nsn ats>» tmpn pt?V nssn1? man Ntm’ a*i$?a w nytzn ntzns iznip nawa mi 2V7V .55 yDDtnBiPsmx'? "pT^DV' myoa aVixa :xwiin by npoi^a -r na p'-'xa a^a’nn mnnxnn -c>"i2n v'kinix ."]a,na anxai anirrn "N" ta^pana a^nayn a^my^n V^awa a^iynan ^xnir>' rmx" a^ix^ ansra 8 nywn 'x ara xa^> •12 sroaxnaiMsraxntr Verein zur Pflege der hebräischen Sprache «nam atP" Samstag, den 30. Mai, findet im jüdischen Heim, Langestraße 55, ein Referat über: „Die Juden in Deinen und ihre Lage" statte. Referent: Z. Gluska, Vorsitzender der Vereinigung yemenitischer Juden in Palästina. Gäste willkommen. Interessenten für die hebräischen Kurse wollen sich Samstag den 31. Mai, 8 Uhr Abends im Lokal der Agudas-Jisroel Schwanenstraße 12 einfinden. Gebetzeiten. XVi naw Freitag abend 7.40 Samstag naawn 6.30 Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 5.— Samstag abend 9.20 Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Tefillin-Legen am Morgen 2.40 FamUiennachrichken. Geburtstag: Herr Oberkantor a. D. Nathan Jawitz, Breslau 5, Trinitasstr. 7II (früher in Kempen i.P.) feiert am 1. Juni 1931 seinen 75 Geburtstag in voller Frische. Das Hotel Parkhaus in Bad Harzbürg erfreut sich feit Jahrzehnten des besten Rufes, hauptsächlich wegen feiner guten Küche nnd reichlichen Verpflegung. Während der letzten zwei Jahre ist das Hotel vollständig renoviert und modernisiert worden, sodaß das Hotel Parkhaus jetzt mit Stolz den Ruf des führenden rituellen Hotels im Harz trägt. Die Preise sind sehr mäßig gehalten, und jeder Gast kann feiner Erholung in diesem Hotel voll und ganz nachgehen. Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen in dankbarer Freude an Rabbiner Dr. Heinrich Cohn und Frau Lotte geb. Calvary BERLIN NW 87, FIotowstr.3, Sabbath Schowuaus 5691 Künstler-Konzerte 4-12 Uhr KAFFEE HANSELMANN KAISERGARTEN GEGR. 1892 Telefon31421KAISERSTRASSE 34 KAFFEE TEE KAKAO H. HALDEN WANG Fleischerei unter orthodoxer Rabb.-Aufs. Ia Lage, frn Geschäftszentrum einer sächs. Großstadt, neuzeitl. maschinell vorzüglich eingerichtet, beste Existenz bietend. Geschäft mit nachwetsb. gutem Umsatz ist befand. Umstände halber gegen einige tausend Reichsmark Anzahlung »ünstis LU verkaufen. Offerten unter 8388c an die Erped. Der Ausschuß der Amalgamated Hebrew Congregation in Leeds erbittet Bewerbungen für den Posten eines Cftazatis in der neuerrichteten Synagoge in Chapeltown, Leeds. Schriftliche Bewerbungen unter Angabe genauer Einzelheiten und Referenzen erbeten. Alter nicht über 40 Jahre. Bewerber müssen Chor dirigieren können. 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