Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 18 (30.4.1931)
- Date
- 1931-04-30
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seile 3 Nr. 18 Der Israelit 30. April 1930. 4. In erster Reihe muß aber für eine Erziehung der Jugend im Geiste der Thora und Tradition gesorgt sein. Oberrabbiner Kuck wünscht, daß diese Thesen dem nächsten Zionistenkongreß vorgelegt und von diesem zu bindenden Beschlüssen erhoben werden. Die Haltung der Palästina-Regierung zu einer jüdisch-arabischen Verständigung. Jerusalem, 26. April. Des gesamten Jischuw hat sich infolge der von Ben Avi im „Doar Hayom" gegen die Regierung erhobenen Beschuldigung, eine Fühlungnahme zwischen Juden und Arabern sabotiert zu haben, beispiellose Erregung bemächtigt, die auch in der hebräischen Presse aller Richtungen zum Ausdruck kommt. Das Organ der jüdischen Arbeiterschaft, „Dawar", zitiert den im „Doar Hayom" wiedergegebenen Wortlaut des vom Chefsekretär der Palästina-Regierung Poung an Dr. Weizmann gerichteten Briefes, in dem Weizmann aufgefordert wurde, seinen Plan einer Reise nach Transjordanien aufzugeben, und erklärt, die Regierung müsse nunmehr den „Doar Hayom" gerichtlich belangen und die Unrichtigkeit seiner Information Nachweisen, sonst werde sie in der ganzen Welt wegen ihres leeren Geredes von einer Round Table- Konferenz, während sie gleichzeitig die Basis für eine Verständigung zerstört habe, mit Recht der Heuchelei geziehen werden. (ITA.) Beschwerden der arabischen Exekutive vor dem High Lommissioner. Jerusalem, 22. April. Das Präsidium der arabischen Exekutive hat am Mittwoch, den 22. April, beim High Commissioner, Sir John Chancellor, vorgesprochen, um gegen eine nach Ansicht der arabischen Exekutive erfolgte Bevorzugung, der Juden beim Erwerb von Staatsländereien im Peisan-Gebiet zu protestieren. Den Zudem sei Gelegenheit geboten worden, 6000 Dunam zu günstigen Bedingungen zu erwerben, während den Arabern nicht die gleichen Begünstigungen gewährt worden seien. Die Vertreter der arabischen Exekutive behaupteten, daß die Juden ihre Böden unbearbeitet lassen, während die Araber die ihrigen bearbeiten. Weiter erhoben die Vertreter der arabischen Exekutive gegen die im Zusammenhang mit der Verwundung des Wächters von Nahalal erfolgten Verbannung des Scheiks des Dorfes Malul mit der Begründung Einspruch, die Strafe sei verhängt worden, ohne daß dem Scheik die Möglichkeit gegeben worden war, einen Rechtanwalt mit seiner Verteidigung zu betrauen. Schließlich behaupteten die Araber entgegen den im offiziellen Communique der Regierung enthaltenen Feststellungen über den Zusammenstoß zwischen arabischen Hirten und jüdischen Wächtern in Vadi Havarith, daß die Juden bei diesem Zusammenstoß die Angreifer gewesen seien und den Kampf eröffnet hätten, um die Flamme des Hasses gegen die Araber, die, infolge der zionistischen Okkupation hungern, neu zu entfachen. Ein Ab§esandter des Erzbischofs von Lanlerbury bei den religiösen Oberhäuptern des Jischuw. Jerusalem, 19. April. Der Domherr der St. Georgs-Kathedrale in Jerusalem, Danby,'besuchte im Aufträge des Erzbischofs von Canterbury, Oberhauptes der Anglikanischen Kirche, den aschkenasischen Oberrabbiner Kuck, den sefardischen Oberrabbiner Jacob Meir und das Oberhaupt der palästinensischen Aguda, Rabbi Sonnenfeld. Rabbi Sonnenfeld gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Besuch des Erzbischofs im Heiligen Lande zur Förderung des Friedens in der Welt beitragen werde. Oberrabbiner Jacob Meir stattete dem Erzbischof von Canterbury, einen Gegenbesuch ab. Ein Gegenbesuch des Obexrabbiners Kuck mußte infolge der Trauer anläßlich des Tpdes seiner Mutter unterbleiben. < Dem Großmufti von Jerusalem hat der Erzbischof von Canterbury persönlich einen Besuch in der Omar- Moschee abgestattet. (ITA.). Eine „Heilige Allianz". Jerusalem,, ,14; Aprli. Die arabische Zeitung „Cl Carmel" in Häifa nimmt den Besuch des Erzbischofs von Canterbury zum Anlaß, um in einem Artikel anzudeuten, daß die Anwesenheit der Juden in Palästina eine Gefahr für die heiligen Stätten der Christenheit darstelle. Das Blatt bedauert die anläßlich des Besuches des Erzbischofs zutage getretene Rivalität zwischen Protestanten und Katholiken und fordert alle christlichen Bekenntnisse auf, sich mit dem Islam zum Schutze eines mohammedanischchristlichen Palästinas zu vereinigen. Die Mohammedaner mögen bedenken, daß ihnen zwar noch immer Mekka und Medina blieben, wenn Jerusalem verloren ginge, daß aber der Christenheit nach dem Verlust Jerusalems überhaupt nichts bliebe. Wie die ITA. erfährt, dürste das Geheimnis des Ueberfalls. von Padjur in wenigen Tagen eine Aufklärung fnden. Die jüngsten polizeilichen Untersuchungen deuten daraus hin, daß das Verbrechen weder auf politische, noch auf antisemitische Motive zurückzuführen ist, sondern daß die jüdischen Arbeiter durch Zufall die unschuldigen Opfer einer internen arabischen Fehde geworden sind. Ia Silssrahmbutter Schiagrainn - 8,1m Rahmqnark - Siebkäse / Iuracnwuaus HekTzl&Hse in Kisten zu 50 Stück Camembert Hergestellt unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Provinzial- Sal>b. Dr. Cahn, Fulda Nur für Wiederverkäufer und Großverbraucher zu billigsten Preisen A. Mantheim, Frankfurt-M. Pelerssir.4, Telef. 26096 Am trsnn o’snp 'inu p-tp/25. 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