Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1931-03-19 · Heft 12 (19.3.1931) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
72 (1931)
Issue
Heft 12 (19.3.1931)
Date
1931-03-19
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2450652-2450664--77740-2535388
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Seite 8 Nr. 12 Vom Kampf gegen dis Etyheitsgemeinde. Der „&o tt serv«tiv-JLdische Gemeind ev er ein" bittet uns um, DeröfftzNtlichüng nachfolgend^ . Zeilen:;■■ir- '".'•••• "■ „In Nummer 11 Ihrer Zeitung berichten Sie vost dem Vortrag, den Herr Rabbiner Dr. Hoffmann über daß Thema „Vom Kampf gegen die Einheilsgemeinde"' geL hcäten hat. Der Aufbau Ihres Artikels ist nicht geeignet, den Lesern den Inhalt der Ausführungen des Redners in ihrer Gesamtheit erkennen zu lassen, vielmehr fordert die Art Ihrer Berichterstattung und Ihrer Bemerkungen em? Entgegnung. Ihre Ausführungen werden in keiner Weife dem Inhalt und der Tendenz des Vortrages, gerecht) Sie heben cats diesem unwesentliche Momente hervor, um an diese ausführliche gemeindepolitische Betrachtungen anzuknüpfen und übergehen dagegen die wichtigsten Betrachtungen des Redners. Dadurch wird ein falsches Bild von dem Vortrag erweckt. Ihr polemischer Artikel erweckt den Eindruck, als handelte es sich um eine Kampfansage, in Wahrheit aber diente der Vortrag dem Frieden. Und es war daher ganz unangebracht, von „Kampfesfanfaren des streitbaren konservativen Gemeinderabbiners" zu sprechen. Noch verwunderlicher und befremdlicher ist es, daß Sie dem Redner Ausführungen und Formulierungen in den Mund legen, die dieser nicht gebraucht hat. So sprechen Sie davon,- Herr Rabbiner Dr. Hoffmann hätte ganz allgemein den Schülern und Anhängern S. R. Hirsch's Unfehlbarkeits-. bewußtfein, Selbstzufriedenheit und Anmaßung vorgeworfen. Das ist nicht richtig, Herr Rabbiner Dr. Hoffmann hat lediglich von der Ueberheblichkeit und Selbstzufriedenheit — das Wort „Anmaßung" ist überhaupt nicht gefallen — einzelner streitbarer Wortführer der Austrittsideologie gesprochen. Daß dies bei einzelnen der Fall ist, wird kein Kenner der Verhältnisse ernstlich bestreiten. Sie vermissen in den Ausführungen des Redners ein „Wörtchen geistiger Anerkennung und brüderlichen Verstehens". In dem Vortrag war von beidem betont die Rede. Herr Rabbiner Dr. Hoffmann sagte u. a. wörtlich „Gäbe es auch nur eine einzige Austrittsgemeinde in der Welt, so hätten wir doch allen Grund, den jüdischen Männern, die aus ihrer religiösen Ueberzeugung oder ihrem religiösen Gefühl heraus, unter persönlichen Opfern sich zu einer Separat-Gemeinde zusammen schließen, um das überkommene Vätererbe rein und unversehrt zu erhalten, mit Hochachtung und Wertschätzung zu begegnen." Andererseits ist es auch weiter unrichtig daß Herr Rabbiner Dr. Hoffmann die Einheit der jüdischen Gemeinschaft durch zionistische Gedankengänge und insbesondere durch die blut- und rassenmäßige Einheit (von Ihnen gesperrt gedruckt) begründet habe. Vielmehr hat der Redner seinen Standpunkt durch religiöse Gedankengänge und aus dem jüdischen Schrifttum heraus gestützt. Es dürfte Ihnen auch bekannt sein, daß die unversehrte Erhaltung und unbedingte Erfüllung des überlieferten Thora-Judentums Herrn Rabbiner Dr. Hofsmann nicht weniger am Herzen liegt als den Anhängern der Austrittsldeologie und daß er sich nicht mit weniger Eifer, Hingebung und Entschiedenheit der Pflege und Verbreitung des gesetzestreuen Judentums widmet. Dieser sein Standpunkt kam auch in diesem Dortrag scharf und klar zum Ausdruck. Cs ist daher unbegreiflich, Sie den Satz nrederschreiben konnten, daß die Ideologie des Redners die Gefahr in sich berge, „die religiösen Gegensätze zwischen Thorajudentum und dem uferlosen Seligmann-Gottschalk'schen Subjektivismus auszutilgen." Falsch ist es auch, wenn Sie behaupten, der Vortrag -hätte „die liberal-orthodore Einheitsgemeinde" idealisiert, (von Ihnen gesperrt, gedruckt). Ging doch aus dem ganzen Vortrag eindeutig hervor, daß der Vortragende jede Abkehr .vom gesetzestreuen Judentum innerhalb der; Gemeinde aufs Tiefste bedauert. Wenn er aber-dennoch aus den von ihm dargelegten Gründen unter bestimmten Vornussetzungen mit aller Entschiedenheit für das Verbleiben und Wirken in den Gemeinden und Verbänden eintrat, so ist das alles andere als eine Idealisierung der dem traditionellen Judentum nicht gerecht werdenden Einrichtungen. Zusammensassend darf also gesagt werden, daß Ihre Stellungnahme zum Dortrag des Herrn Rabbiner Dr. Hoffmann weder dessen Persönlichkeit, noch dessen rabbinischem Wirken gerecht wird, und daß Sie ihm Tendenzen unterschieben, die 'ihm fern liegen. Wohl niemand von den mehr als tausend Zuhörern, der den Vortrag ohne Voreingenommenheit auf sich wirken ließ, hat ihn in dem von Ihnen dargelegten Sinne ausgefaßt." (Wir konnten uns natürlich nur auf den Bericht unseres Referenten stützen, dessen Wunsch und Wille gewiß strengste Objektivität war. Auffassungsunterschiede sind aber bei einem langen Vortrag, der in konzentrierter Form wiedetgegeben werden soll, immer möglich. Red.) Eharauses aus Bne-Vrak. In der Blatter-Beilage der vorigen Nummer finden die Leser einen Aufruf unter dem Titel p-a »aa- Diese kleine Residenz der fünf Thorafürsten spielt eine gewisse Rolle in unserer Pessach-Hagadah. Und nun tritt die gesetzestreue Kolonie des heutigen Bne Brak wieder in eine engere Beziehung zu Pessach und unserer lieben Hagadah. Dort wird nach einem patentamtlichen Verfahren Eharauses hergestellt, welches von der Palästina- Eentrale der A. Im Frankfurt a. M., Schwanenstr. 12 vertreten wird. Das Präparat wird unter Aufsicht der Dr I; s t a $: I i t rvndo Rabbi Kuk. .hergestellt. JW-Mmnutiger^ j'otzberet Verpackung, in ^rpierumhüllung oder Blechdöschen: kann das Eharauses bei .der-P.5E. zum.Pveife von,!0L0 biMvö 19:--März: 1911 0.60-.Mk; soweit her Vorrat ausreicht, bezogenwerdend JahresbÄicht der Jüdischen Fraü^üvereinigung ei XC ~ r . M 1930. -:Jf' ' " ""; (Schluß.) Dieses Werk, das so vielen Kindern durch ihr ganzes Schulleben hindurch Segen spendet, darf durch noch so mißliche wirtschaftliche Verhältnisse nicht gefährdet werden Sehr, große. . Mittel müssen zur Erhaltung aufgebracht werden, aber wir haben:die feste Zuversicht, daß .sie aufgebracht werden, und bitten unsere Gönner aufs innigste gerade diesem Zweig unserer, Wohlfahrtspflege wärmstes Interesse entgegenzubringen. Unser Nachhilfeunterricht für schwächer begabte Kinder funktionierte wie bisher, doch wärenwir sehr dankbar wenn sich noch mehr Damenzur Verfügung stellten, um den Kindern zu erleichtern, das Klassenziel zu erreichen Die Beträge, die wir unserer Blumen- und Tele grammablösung verdanken, werden restlos der Kinfürsorge zugewandt, so daß wir in diesem Jahre 20 Kinder in Erholungsheime schicken -konnten. Die im G o l d e n e n Buch niedergelegten Spenden wurden für ganz diskrete Fälle verwandt. Herzlich bitten wir, dieser unserer Einrichtung bei jeder freudigen Gelegenheit zu gedenken! Aüs hohem Niveau standen die Kurse und Vorträge, die von verschiedenen Herren freundlicher Weise gehalten wurden. Herr Lyzeal-Oberlehrer Karl Ochsenmapn zeigte uns in liebevollem Eingehen auf das altjüdische Schrifttum wie die jetzt auftauchenden Probleme der Schulpädagogik und der häuslichen Erziehung bereits in der damaligen Spruchweisheit eingestreut liegen und daß, wenn wir uns mehr in die alten Schriftschätze vertiefen würden, wir viel leichter den heutigen Anforderungen der Jugend begeg nen können. Herr Redakteur Schachnowitz wußte in seinen Vorträgen in fesselnder Weise der Gestalt der Judith in Geschichte, Sage und Literatur gerecht zu werden, wie auch nach allen Richtungen das Wirken und Schaffen des berühmten Mainzer Rabbiners, Dr. Markus Lehmann uns vor Augen zu führen. : In feinsinniger Weise wußte Herr Direktor Dr. Elias uns die Probleme „Entwicklung, Bildung, Führung" nahe zu bringen und sie in echt jüdischem Sinne zu erläutern Herr Dr. Ehrmann hielt allwöchentlich wie im vergangenen Jahre seine interessanten Sidrohvorträge, die den zahlreich erschienenen Damen sehr wertvolle Anregungen gaben. Die beiden letzten Bortrräge waren der Besprechung von 'Megillath Esther gewidmet. In unseren geselligen Rachmitiagsveranstaltungen hör ten wir fesselnde Referate von Frau Dr. Dora Edinger, Frau Dr. Martha Wertheimer und Frau Margarethe Susmann, die aktuelle Fragen in interessantester Weise besprachen. All den Herren und Damen, die ihre kostbare Zeit so uneigennützig zur Verfügung stellten, sei auch an dieser Stelle wärmster Dank ausgesprochen. .■ Einer dankenswerten Anregung folgend, haben wir in ca. 250 Häusern Bridge-Spiel-Büchsen ausgestellt, um die Damen auch beim Spiel an unser Wohlsahrtswerk zu erinnern. Durch eine Kino-Vorstellung haben wir einen kleinen Kostenzuschuß erhalten wie auch neben den Jahresbeiträgen hauptsächlich die Spenden nns in den Stand setzten, unser Liebeswerk weiter zu führen. Immer wieder danken wir unfern Gönnern herzlichst für. ihre wertvolle Hilfe, immer wieder aber müssen wir die dringliche Bitte und den innigen Wunsch äussprechen, daß sie jederzeit unseres Vereins gedenken möchten, damit wir werter der. großen Rot steuern können. Aus dem Jahresbericht des Talmud Thora-Vereins. Der Vorsitzende, Herr Willy- Mainz, gedachte bei Eröffnung der. schmerzlichen- Verluste, die der Talmud Thorw-Verein im vergangenen Jahre erlitten hatte. 18 langjährige, eifrige Mitglieder wurden dem Verein - durch den Tod entrissen. Vor allem hat der Verein den Verlust seines langjährigen Leiters des Unterrichtswesens, des Herrn Simon Unna s. A. zu beklagen. Die Lücke, die der Verlust dieses seltenen Mannes hinterlafsen hat, wird 'chwer auszusüllen sein. Seiner unermüdlichen, hingebungsvollen Arbeit ist es zu danken, daß der Talmud Thora- Verein einen solchen Aufschwung genommen hat und heute einer der größten Lernverekne Deutschlands ist. Der Name Simon Unna's wird für immer mit der Geschichte des Talmud Thora-Vereins verknüpft sein. Alsdann wurde der Jahresbericht erteilt. Wöchentlich wurden 74 Schiurim erteilt, welche sich wie folgt verteilten: 26 Schiurim für Knaben, 8 für Mädchen, 20 für junge Leute und 19 für Erwachsene. Das Dozentenkollegium bestand aus den Herren: Rabb. Dr. Hoffmann Rabb.-Aff. Lipinsky, Rabb.-Asf. Rabb. Kirschbraun Rabb. Donath, Simon Unna, Dr.- S. B. Eschwege, Kantor M. Heß, Rackow, Ringel, -Rosenwasser, Rothenberg, Dr. Schlesinger, Dr. I. Unna- und Vojda. Der Unterricht erfolgt für alle Teilnehmer völlig kostenlos und wird planmäßig nach erprobten modernen Methoden erteilt, sodaß Gewähr vorhanden ist, daß dem Lernenden solide und gediegene Kenntnisse unserer heiligen Lehre vermittelt werden. Die Fortbildungskurse für schulpflichtige Knaben und Mädchen sollen eine Ergänzung des Schulunterrichts sein, da es innerhalb des Schulpensums schwer möglich sein führenden Rabbinen, u. a. Rabbi Ehajim Sonnenfeld dürfte, tiefere und umfaflende Kenntnisse aus den Quellen Gemoro, Schulchmr Aruch, Hebr: Grammatik undchHebr. Schreiben: m! pEußer^den! toylfenden'Schiurimi hielt.-iHerDWchbmer Dr. 'HyffmannaiLrrSamstäg - mach Mincho - L'tzhrvorträge füi? junge Leute im Hörs'cöal' der Synagv ge' am? BörnLplatz über „Die Ethik des Judentums nach Pirke Aboth" und im Wintersemester 14 tägig Thillim-Vorträge in der Synagoge am. Börneplatz. Ferner wurden im. Wintersemester die Freitag Abend-Vortrage veranstaltet, es sprachen: Rabb. Dr. Hossmann, Rabb. Donath,-Ehrenfeld, Dr. Eschwege, Dr. Freimann, I. L. Goitein, Emil Gottlieb, Kantor M. Hes, Dr. König, 'Rabb.-Ass. Rabb Kirschbcmm, I. B. Levy, Dr. I; Unna. Reu eingerichtet wurde in der Krankenhaüssynagoge Gagernstr. 36 ein Gemoro-Schrur und ein Lehrvortrag gm Samstag. Beide Veranstaltungen wurden von Herrn Rabbiner Donath geleitet und erfreuten sich eines regen Besuches. Das Sijum am Erew Pessach sowie das Lernen am Schowuaus und Hauschanorabbo wurden in der üblichen Weise durchgesührt. Der Vorsitzende sprach sämtlichen Dozenten und allen Herren, welche in freundlicher Weise Vorträge übernommen hatten, den herzlichsten Dank für ihre- Mühewaltung aus, insbesondere Herrn Rabbiner Dr. Hofsmann, der Neben seiner Unterrichtstätigkeit im Verein der. Leitung jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht. Es'bedürfte außerordentlicher Anstrengungen, um angesichts.der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse die finanziellen Mitttel die Durchführung des Unterrichtsbetriebes zu beschaffen. Die Vereinsleitung sieht daher dem kommenden Jahre mit Besorgnis entgegen und richtet den dringenden Appell -an alle diejenigen, die. sich der Bedeutung von Limud Thauro für, die Erhaltung des Judentums bewußt find, den/Vdrein ausgiebig zu unterstützen. So.schwer auch die wirtschaftliche Not auf weiten Kreisen unserer Gemeinde lastet, sollte doch Keiner an der geistigen und religiösen Not Vorbeigehen. Nach Erstattung des Jahres- und Kassenberichtes wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Nach Vornahme verschiedener Ersatzwahlen für ausgeschiedene Mitglieder besteht der Vorstand nunmehr aus folgenden Herren: Willy Mainz, 1. Vorsitzender; . Dr. I. Frank, stellv. Vorsitzender; Hermann Rothschild, Kassenführer; Isaac Weil, Schriftführer; Hermann Grünberg, Bibliothekar; Dr. I.' Bick; Dr. E. Freimann; Adolf Dorfzaun; Direktor P. Klibansky; Salo Posen; Josef Strauß; Vertreter der Jugend: Leo Heß; S. Neuland; Josef Una. Nach Dankesworten und Aufforderung an.alle Mitglieder und Freunde, dafür Sorge zu tragen, daß deim Talmud Thora-Verein auch in dieser schwierigen Zeit, die materiellen Mittel zugeführt werden, damit der Unterrichtsbetrieb voll und ganz aufrecht erhalten werden kann, Metz: der Vorsitzende die Versammlung.- purimfeier im Ariedrich-Luifen-Hofpiz in Bad Dürrheim. Es ist allgemein und selbstverständlich, daß man in. einem jüdischen Kinderheim eine fröhliche Purimfeier veranstaltet. Unsere diesmalige war jedoch wirklich originell. Ausgehend von der Idee der Gemeinschaft, verzichteten wir Ganz auf Einzeldarbietungen, schalteten mit Absicht die kleinen Stars, die anwesend waren, aus, um o allen Ändern eine gleiche ungetrübte Pürimfreude zu bieten. Damit diese Idee so recht in Erscheinung trete, trugen alle Kinder hohe mittelalterliche Spitzhüte, Hie nach eigenen Entwürfen von ihnen selbst angefertigt und verziert würden. Speisesaal und Spielsaal waren in ihrer Ausschmückung darauf, abgestimmt. Den Astftakt zu dem Feste bildete,' ein. von .Paul Mayer,7Kärlsrühe, zu dem Text „SchauschanaS Iaakov" komponierter Purimmarsch, dessen eigenartiger RHjythmus ^eme ebensolche tänzerische Gestaltung verlünM./ -Ton-? 'Rhythmus, Text vereinigten sich zu, einer purimnärxischen Harmonie, die sich bei den Kindern-in ÄusgelassenyeWJubW und Begeisterung auflöste. Um -die Idee der Gemeinschaft ganz, lebendig zumachen, war. die Feier nurauf -Mesang, Tanz und Musik eingestelltweil. stch nür so die gleichartige Mitwirkung aller Kinder ermöglichen läßt. . Bis-- zum späten Abend wurde getanzt und gesungen im Sinne )er Bedeutung des Tages. Wir haben Purim immer chön gefeiert, aber solch allgemeine Freude war nochnie wie diesmal, wo jedes Kind Spieler und Zuschauer zugleich war. . - Vortragsabend im Jüdischen Mädchenklub. Im Jüdischen Mädchenklub, Langestr. 3 sprach am Sonntagabend Herr Dr. Leo H a m b u r g e t über den Einfluß der Weltanschauung auf unsere Lebensgestaltung.. Klar zeigte der Redner, welchen Wert Philosophie im Leben des einzelnen Menschen -hat, welchen Einfluß ffe ür die Gemeinschaft hat und welche Bedeutung ihr in der Geschicht oder Zeilen zukommt. Ausgehend von der Religion, zeigte er an dem Beispiel der Griechen, dar Inder und der französischen Revolution, wie dev denkende- Mensch sich mit den Problemen der Menschheit, beschäftigt, und wie er sie zu lösen versucht.'Es wurden Fälle ausgezeigt, in denen die Philosophie das Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft gestaltet und angedeutet, was sie uns heutigen zu geben vermag. Auf die wichtigste Frage nach der Sinngestaltung des Lebens muß sie dem Menschen wertvolle Antwort geben können. Sie muß' dazu verhelfen können» daß bei Konflikten im Leben des Einzelnen das Wesentliche verwirklicht wird, auf daß wir nicht nur unsere wertvollen Ziele zu erreichen suchen, sondern auch Ehrfurcht haben vor den Zielen unserer Mitmenschen. Außerdem must Philosophie uns zeigen, dast wir unser Leben dochstm

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.