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Der Israelit · 1931-02-26 · Heft 9 (26.2.1931) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
72 (1931)
Issue
Heft 9 (26.2.1931)
Date
1931-02-26
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seit« 2 Nr. 8 Det Z* t oeilt .__''Ä7'rW^ M. Februar 1931 und Haararbeiten ist Vertrauenssache! E U GEN O C HS Spezialist dafür Moselsfr.16 .Taunus 1593 Unverbindlicher Besuch erbeten mmmmmmmmm fassen jetzt unsere Schulen. Diese beweisen nur, wieviele Tau s e n d e es fern könnten', wenn wir die Räume, die Lehrkräfte und die Lehrmittel, mit einem Worte das G e l d dafür Hätten! Die anderen Schulen können Kindern armer Familien auch leibliche Pflege zükom-men lassen. Es gibt welche, die sogar mit Unterstützungen an die Eltern sich die Seele des Kindes erkaufen. K e r e n Erez Jisroel müßte, mit dem Auftrieb, den ihm die Adar-Aktion gibt, in die Lage gesetzt werden, all diesen Mitteln und Mittelchen der Gegenseite ein Gegengewicht zu bieten, und der Sieg wäre unser! Die Seele ist da, das Menschenmaterial ist da, die Zeit drängt, die geistige No: schreit zum Himmel, und es wäre ein Jammer, wenn Mangel an Opferwilligkeit uns jetzt diese unvergleichlich günstige, vielleicht, letzte Chance aus der Hand spielen würde. Die Männer, die im Aufruf und um den Aufruf sich gesammelt haben, haben Vertrauen'zu uns. Wir wollen es rechtfertigen! Als Mordechai mit der Todesnot seines Volkes im Herzen hinausging, traten ihm muntere Schulkinder in den Weg, und er rief einem jeden zu T»pi02 piDs* Die Bibelverse, die die Kinder chm hersagten, waren Heilsverkündungen, Botschaften der Erlösung aus Kindesmund. Wohl uns, wenn uns in diesen Tagen der bitteren Not Schuljugend mit Bibelversen entgegenlachte! Allein, es kommt auf das ■ -»pios A pios an. Es ist nicht damit getan, daß sie M Schulen, die jenseits von religiösem Gut und Böse stehen, Prophetensätze lernt, wie. man Weisheitssätze aus Shakespeare oder Nietzsche lernt "(siehe Referat Mossinsohn in . einer Lehrerversammlung in Tel-Awiw), es genügt nicht, wenn man jüdischen jungen Menschen j ü d i s ch e W i s s e n sch a f i vorträgt, wie die Wissenschaften fremder Kulturen, losgelöst von ihrem - eigenen Ichvoraussetzungslos und der menschlichen Kritik - unterworfen. Es muß TPios ein Stück von ihnen, die Lehre ihres Lebens sein. Nur dann kann mit einer sogearteten jüdischen Jugend in Palästina ene neue Aera für das Land beginnen, eine Aera des materiellen und g e i st i ge n A u f b a u e s. Und dazu wird nun das gesamte VolkderTH o r a i n der Dia s p o r a a ufgerufen! lvochenrundschau. Das mitzverstanvene Weihbuch. Nach -einem aus begreiflicher Nervosität geborenen Hin und Her von Nachrichten und Gegennachrichten über das Ergebnis der zwischen Agency undbritischem Kabinett geführten Verhandlungen, soll nun endlich durch den in der vorigen Nummer seinem Hauptinhalt nach wiedergegebenen Brief Macdonald§ an W e i z mann der Welt die vorläufig endgültige Stellungnahme der englischen Regierung zu den aktuellen Problemen der palästinensischen Politik und Wirtschaft klar gemacht worden sein. Wenn man den Brief Macdonalds nachdenklich durchlieft und sich insbesondere die darin enthaltenen krampfhaften Bemühungen vor Augen führt, das vielumstrittene Weißbuch um des Himmels willen nicht zu desavouieren, nichtsdestoweniger -aber dieses selbe Weißbuch in seinen zerstörenden Wirkungen a u s d e r W e l 1 zu schaffen, so muß man wirklich sagen, daß der bürokratische Apparat der englischen Regierung, der . hinter den verantwortlichen Ministern waltet, eine in der politischen Geschichte kaum vorgekommene moralische Niederlage erlitten hat. Das, was wirklich passiert ist, wird nicht verraten. Man kann sich die Dinge nur so vorstellen, daß die verantwortlichen Leiter der englischen Politik dem Kolonialamt und zwar nicht einmal dem Koloni-alminister selbst, sondern irgend welchen, wahrscheinlich, etwas judenfeindlich eingestellten Beamten die Abfassung des Weißbuches überlassen und sich nachher, als es im Kabinett vorgelegt wurde, auf eine formale Bestätigung ohne eigene Nachprüfung des Inhaltes und des Wortlautes beschränkt haben. Wenn es beispielsweise in dem Weißbuch kurzweg heißt, esset nicht möglich, noch irgend welche Landstrecken für jüdische Siedlung zur Verfügung zu stellen, weil sie gegenwärtig von arabischen Bearbeitern besetzt sind, und außerdem weil man Landstrecken brauche, um die jetzt landlosen arabischen Bauern s e ß h a f t z u machen, so bleibt diese brutale Verleugnung der ganzen wirtschaftlichen Voraussetzung des Balfour-Brrefes völlig unvereinbar damit, daß Mn Macdonald in seinem Briefe nun den Satz keineswegs offen und ehrlich zurücknimmt, sondern ihn so „interpretiert",, daß sogar die Zahl der direkt infolge Bode n k a u f s d u r ch I u d e n dislozierten Araberjetzt erst einmal sorgfältig fest ge« st e l l t w e r d e n m ü s s e! Die Interpretation hat mit d em Satz, den sie interpretieren soll, sogut wie gar nichts zu-schaffen. Nicht ganz so kraß, aber ähnlich verhält es sich mit den übrigen „Interpretationen" des Weißbuches, die der Macdonald-Brief auf wirtschaftlichem Gebiet,, d. h. in den Fragen der Ansiedlung, des Bodenkauifs und der Einwanderung gibt. > Es wäre gewiß ohne praktische Bedeutung und daher politisch unzweckmäßig, diese Bloßstellung der englischen Bürokratie ausdrücklich zu registrieren, wenn das Weißbuch nicht durch die^ sagen wir, Ungeschicklichkeit seiner Formulierungen einen so enormen Schaden unwiderruflich angerichtet hätte, der durch noch so entgegenkommende Interpretationen gar nicht mehr aus der Welt geschafft werden kann. Das Weißbuch war nach feinem uninterpretierten sachlichen Wortlaute ein offenes Bekenntnis der Mandat-Regierung zu einer e i n s e i t i g p r o t e k t i o n i st i - schen Politik zu Gun st en der Araber. Die Begehrlichkeiten daher, die durchdieses Dokument in den Köpfen undi Herzen der arabischen PoliMer geweckt werden mußten und geweckt worden sind, können trotz aller „Interpretationen", schwerlichmehr beseitigt werden, und sie könnten das jüdische Volk G. b. teuer zu stehen kommen. Für diese^ Entfesselung aber der chauvinistischen Instinkte der Araber sind und bleiben nicht allein die Verfasser des Weißbuches verantwortlich, . sondern letzten Endes auch die führenden Persönlichkeiten des englischen Kabinetts, die ein fo folgenschwere^ Dokument nicht ohne das Mindestmaß von Nach-. Prüfung in die Welt-gehen lassen durften, die man jedem ehrbaren Kaufmann mit Recht gegenüber feinen Angestellten zur Pflicht macht. Man darf annehmen, daß hochdenkende und gerechte Persönlichkeiten wie Macdvnald, Henderson und Paßfield sich dieses Sachverhaltes bewußt sind und d a n a ch - h a n d> e l n werde n, wenn es nun gilt, den Jischuw gegen die Folgen des verunglückten Weißbuches zu schützen. - Es muß selbstverständlich alles Mögliche versucht werden, um Araber und Juden an einen Tisch zu bringen und dabei die extremen Elemente auf beiden Seiten — Revisionisten und Mufti-Partei — zunächst einmal möglichst auszuschalton. Daß in der bis zur Siedehitze gesteigerten nationalistischen Atmosphäre Jerusalems der „Mrsrachl" es fertig gebracht hat ent gegen a l l e r religiösen Tra- -p®»N '^2 und »7Ä2 ptpan Pa und N21N3 na3 Noch immer gibt nvaipn aanaan bei etwas näherer Untersuchung auf jedem Blatt zu.^,>Entdeckungen" Gelegenheit. Man vergleiche die Anordnung der pv»n Pa in 7i»i-,n 's, bei der zwei aPa, nämlich Wa Und anm naaa fehlen, mit der Stelle nia® 28.4, woselbst die naina naa aufgezählt werden, wo ebenfalls zwei, nnaa, nämlich amaaB und ps nicht aufgeführt sind..^, ' Die Parallelität, die. doch, .wohl kein Zufall, fein kann, gibt zum Nachdenken Anlaß.- Die Anordnung des ii'a folgt erst nach Abschluß der ganzen p®a-Gesetzgebung. nach apptf .mna, 30. 17 ff., die der a'vaaa ebenso erst nach Abschluß der onaa-Anordnung, 2812, . . . ap nwya. Wir finden Hierbei, daß zur Begründung dieser aPs in 28- 43 imb 30. 20,21 bei?- nahe die gleichen Ausdrücke gebraucht werden, fodaß die Entsprechung evident ist. . Beidessind Mittel, die individuelle Unvollkommenheit des sich dem ®ipa und nara Nähernden zu „decken", für sie rnaa.zu erwirken,, bei Mei? düng der Todesfolge; rn bezw. Pari npn. Inwiefern gerade diese beiden oPa diese Bedeutung Haben, bedarf wohl keiner näheren Erläuterung. . Ebenso entsprechen einander auch 3wn naia und die beide der nnsa für die nationale Gesamcheit, vpa nrrviv bezw. D'ünp» nsnio gewidmet sind^ 28.38 und 30.10. Auf dem pt ,V~IPT' *’n (29,6) stand die Aufschrift: '<P snp (28,36), und anm nar» Heißtals einziges der pvvn «np 'nb (30,10). Auch die andern nnv ^2 heißen v'vnp jedoch nid)t mit der Beifügung 'nb und. gewöhnlich mit der ^inzufügung, die wohl auch ein wesentliches Motiv der Bezeichnung darstellt: snp-> -yaun bs; vgl. zu letzterem -’-sn und Hirsch zu 39,37, pavl zu 40,10. ffflan kann nun mit (jawan ’ian am Schluffe; ii'am niivpn naia nai zu Beginn) annehmen, daß die erwähnten beiden ps>an und entsprechend auch die beiden Enp naa nicht zum eigentlichen — nach c-'ai-a den Kosmos bezw. den Menschen darstellenden — Bau des pva bezw. den eigentlichen a-naa gehörten, sondern ihrem Wesen nach vipn bv msa^j bestimmt waren und eben darum bei der ursprünglichen Anordnung fehlen und erst später nachaebracht werden. Die hier bemerkte Parallelität führt naturgemäß dazu, auch die übrigen vtp»n Pr mit den naina »>m zu vergleichen. und finden wir in der Tat auch hier eine völlige Entsprechung. pirr — vvwan pn pirra mniV — D’am a->ms parrv na — aisttn apn D'au ds? n*iD2 onizr ’aa» a» aiarrn msna rjoan J131B — — was mija — asjxa nVisn naia — vaarr Zur Begründung: Bezgl. p™ und mit Inhalt schon durch die Form der Dpa naheliegend. „Die im rinan yns bewahrte mm wird zu ani« und v'an (Erleuchtung und sittlicher Vollkommenheit) in der Brust des jüdischen Menschen und des jüdischen Volkes" (Rabb. Hirsch). Im übrigen, da die Namen der -»aa ent» hiell, eine Bestätigung der Hirsch'schen Ansicht, daß p->rr das jüdische Volk als Träger der min darsteüt. ona tragen den vm, wie t.ss den i®n; daher ganz einander entsprechend die beiden Verbote, 25.15 und 28.28. Nach letzterer Stelle scheint vor allem nsKrt awrr den ona zu entsprechen. Bezüglich anv ->aaa av narrn msna und ama asr maa vergleiche man nur 37.8 und 39.4 sowie Rabb^ Hirsch zu. ersterer Stelle. Da 'aa nivv auf den an® nax eingegraben waren, so scheint dies wieder eine Bestätigung der Hirsch'schen Ansicht zu sein, daß auch o-aia Symbol für das jüdische Volk sind. - Der völlig geschlossene, lang herabwallende i"sa, von dem es heißt: xip' rri>, ü:ennt zwischen den oberen und unteren nana naa, wie nanp zwischen w und ^a’n. Die a’aas?s sollen anscheinend ebenfalls dem Ina selbst und anderen (vgl. z. V. a"acn gu 28.35) den Abstand von dem in den Obergewändern symbolisierten Ideal des ti'Enp ®ap gegenwärtig halten, ebenso wie naiv. ' •jnV® bedeutet unstreitig das Physisch-Materielle, maaadas Geistige. So befindet sich nana unmittelbar auf dem Körper (ist nach unseren Weisena'aa ws® by isaa), während nsasa um den Kopf, den Sitz des Gedankens gelegt wurde. Der über nana gelegte vaarr bedeutet seinem Wesen nach „Gürtung" zur Tat, unter Beherrschung der physischen Kräfte und ist zugleich ai>n nirnn naaa. Beides entspricht dem Gedankenkreis'des nbvt pap, das ebenfalls abn man-n bsn msa bv nsaa ist, dementsprechend auch dem Gedankenkreis des nbayTi naia. Die Reihenfolge der naana naa bei der ersten Aufzählung in 28.4 entspricht genau der räumlichen und auch später stets im Text gegebenen Anordnung der entsprechenden p&nn Pa. Bezüglich anm naia ist nun noch ein Wort zu sagen. Der ganze Abschnitt 30.1 ff. lehrt, daß dieser mapn nach eigentlich zum Kreise des D'np wi? gehört, daß er ^7ähnlich wie wa vor dem Eingang des bam als Voraussetzung für die im ®ip zum Ausdruck gelangenden Ideen — im Vorraum zum D'cnp ttnp steht als Voraussetzung 290903

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