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Der Israelit · 1931-01-15 · Heft 3 (15.1.1931) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
72 (1931)
Issue
Heft 3 (15.1.1931)
Date
1931-01-15
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Sekt« 14 Nr. 3 D e r I sr a e l i t 16. Icmilär.1931 die Herreit Fromm und Meyer. Diese Männer — bas wissen wir — würden mit Empörung ein Wort wie das in der Versammlung gefallene zurückweisen, bas ohne jede Kenntnis der n-nnn ->r>i aus rein persönlichen Gründen zum Austritt aus der Religionsgesellschaft aufzufordern wagt! Was -wohl der Würzburger Raw. ^r d azu gesagt hätteder auf der Höhe des Kampfes die Pflicht der Zugehörigkett jedes gesetzestreuen Juden zur Religionsgeselischast betonte? Allein dennoch müssen wir der törichten Legende enrgegentreten, als habe die Religionsgesellschaft irgend eine „Zu fti mm u n g" zur Zählung von Steuergeldern an die andere Gemeinde gegeben. Zunächst sei sestgestellt, daß irgend eine 'Verhandlung über - Steuersragen oder irgend eine Vereinbarung in-diesen Dingen zwischen den beide n G e i m ein den überhaupt nicht stattgefunden hat. Wenn die Religionsgesellschaft den ihr seit vielen Jahrzehnten in Treue -angehörenden Doppelmitgliedern mit der Einführung des öffentlichen Steuerzwanges ein nach der Steuerordnung durchaus zulässiges, immer nur von 'Fall zu Fall gewährtes Zugeständnis gemacht hat, so geschah das ausschließlich in Rücksicht auf ihre eigenen religiösen und materiellen Interessen. Sie durste unter keinen Umständen-diese Mitglieder, die aus Prinzip bei ihr bleiben wollten, die aber unmöglich 40 Prozent Kultussteuern leisten könnten, aus der Kehilloh hinausdrangen, ebensowenig wie-sie ein Machtmittel in der Hand hatte, sie zum Austritt aus der anderen Gemeinde zu zwingen. Im übrigen ist der Vorstand der Religi'onsgesellfchast bei der Reglung der ganzen Angelegenheit nicht etwa nach administrativem -Ermessen -vorgegangen, sondern er hat sein Verhalten ganz auf der gründlichen, eingehend motivierten halachischen Entscheidung seines Rabbinats ausgebaut und ist darum sicher, die Grenze des prinzipiell und halachisch zulässigen, ja halachisch gebotenen Entgegenkommens gegenüber den Doppelmrtgliedern nicht um Haaresbreite überschritten zu haben. Neues aus der Agudas Jisroel-Iugendgruppe E. V. Der Schiur für Jugendliche begann in der vorigen Woche, iftit Mizwas Jischuw Erez Jisroel nach Gemoro Ke suwoth. Es können noch einige Teilnehmer gugelassen. werden. Der Schiur findet statt Montag und Mittwoch um 8.30 Uhr. Auch die Arbeitsgemeinschaft „Die Ideologie der Agudas Jisroel". findet diese Woche Dienstag, 21 Uhr, Eschenheimer Anlage 1 statt.. Die Arbeitsgemeinschaft Jüdische Geschichte unter Leitung von Red. S. S ch a ch n o w i tz findet diesen Mauzoe Schabbos, 8.30 Uhr, statt. Schabbos vormittags 12.45 Uhr findet im Anschluß an . Das Jaumi ein Jahrzeitlernen für S) Seliger s. A. statt. Anfang Februar wird ein Au s f l u g der Ingen dgruPpe nach Mainz veranstaltet. Weitere Berichte folgen. Ab nächste Woche ist -den Mttgliedern der Gruppe Gelegenheit zum Ping Pong-Spiel und Schachspiel gegeben. Aguda-Ausflug. Die Periode reger Tätigkeit, die jetzt in der Jugendgruppe Frankfurt begonnen hat, erstreckt sich nicht allein auf geistige Arbeit, sondern auch auf gemeinfarye Wanderungen, auf denen man sich mit Muße über die Gedanken und Aufgaben der Agudo aussprechen kann. Diesem Zwecke diente auch der Ausflug am letzten Sonntag. Nachdem in der Woche vorher ein Spaziergang in den Stadtwald die Kleineren versammelthatte, führte dieser Ausflug die Größeren in den Taunus. Es war herrlicher Sonnenschein. Von Hofheim aus gings über den Kapellenberg, am Meisterturm vorbei auf den Lorsbacher Kopf und dann nach Lorsbach herunter. — Nach einer Mittagsrast trennten sich hier einige Teilnehmer von der Gesellschaft, um frühzeitig zurückzufahren, während die übrigen nach Hofheim marschierten. Hier wurde gemeinsam Mincha gebetet und dann am Kapellenberg Geländespiele veranstaltet. Nachdem man sich gestärkt hatte, gings zurück nach Zeilsheim. Es war inzwischen dunkel geworden, doch gerade dieser nächtliche Marsch bildete einen wirkungsvollen Abschluß des schönen Tages. E—e. Neue Balbalim-Schiurim in der Schneider'fchen Jeschiwoh. Die Herren Rabbiner Karpel und Judelewicz haben sich in dankenswerter Weise bereit erklärt, kostenlos Gemoro-Schiurim in den Abendstunden abzuhalten. Der Schiur des Herrn Rabbiner Karpel findet Sonntag, Dienstag, Donnerstag von 8.30—9.30 Uhr und der Schiur des Herrn Judelewicz Montag, Mittwoch, Samstag von 8.30—9.30 Uhr in der Ostendstraße 18 statt. Interessenten, auch junge Leute, wollen sich bei den genannten Dozenten melden. Für den Schiur ist Gemoro Baba Mezia vorgesehen. Auf Wunsch üer Teilnehmer können Aenderungen in der Zeit evtl, vorgenommen werden. Diese neue Gelegenheit zur Förderung des Lernens in unserer Stadt ist sehr zu begrüßen. Es bleibt zu wünschen, daß diesen Schiurim auch allseits das ihnen zukommende Interesse entgegengebracht wird. R. p. Beis-Hamidrafch. Bedingt durch die wirtschaftlichen Zeitverhältnisse und infolge der Abwanderung in ähnliche in letzter Zeit entstandene Institutionen ist die Mitgliederzahl sowie der Besuch des seit ca. 35 Jahren hier bestehenden Rufs.-poln. Beis-Hamidrasch so sehr reduziert, daß dessen Weiterbestand ernstlich in Frage gezogen werden 'mutz. Artt der Schließung dieses einst so Mühenden Beis Hamidrasch, das noch eine größere Anzahl ni-o nsp und o>i3) birgt, vorzubeugen, werden ehemalige Mitglieder, Freunde .und Gönner zu einer Aussprache aus «ra 's 'p rnsr S a m S t a g,: den 2 4. Jan u a r , abends. 8.30 Uhr, im Beis-Hamidrafch, Rechneigrabenstraße 5, 1. Stock, hiermit eingeladen. Hoffentlich kann dadurch eine nun und n^sn Stätte in Frankfurt weiter erhalten bleiben.. Die jüdische Grundschule einst und jetzt. Am Montag, den 12. Januar, sprach Herr Konrektor A. H ir sch b er g über: „Die jüdische Grundschule heute und in der talmudischen Zeit". In anschaulicher und plastischer Form schilderte der Referent ddn Unterschied der Grundschule von vor 80 Jahren und heute. Cs war hoch interessant, an mehreren Beispielen zu sehen, welchen Förtschritt in pädagogischer und hygienischer Hinsicht die Grundschulen gemacht haben und mit welcher Liebe und Lust die Kinder in die Schule gehen und geistig, angeregt spielend lernen. Im zweiten Teile seiner Ausführungen gab Herr Konrektor Hirschberg ein vergleichendes Bild der Grundschulen von vor 2000 Jahren. Wie sah es damals in unseren Chadorim und Bes Hasforim aus? An Hand von alten Schriften zeigte uns der Redner die altjüdische Lehrmethode, die der heutigen modernen Methode in nichts nachsteht und wies nach, welchen großen Wert man schon damals au: die Lehrer und Erzieher der Jugend legte. Nur wer so in die Herzen der Kinder hineingesehen und mit ihren Seelen so verwachsen ist, wie Herr Konrektor Hirschberg, konnte in dem kurzen Rahmen seines Vortrages so viel pädagogisches und wertvolles Material zufammenfaffen. Rabbiner Nobel-Stiftung. Zum neunten Todestage (24. Teweth) erinnert ein Ausruf, an das Werk,'das aus Liebe zu ihm und ihm zu Ehren geschaffen worden ist. Es ist die Nobel- Stiftung,.deren Aufgabe es fein soll, jüdischen Lehrerinnen, die auf dem Boden der Tradition stehen und sich für den R e l i g i o n s u n t e r r i ch t ausbilden wollen, Stipendien zu gewähren. Die zum ersten Jahrzeitstage von einer großen Anzahl von. Freunden und Verehrern gestiftete ansehnliche Summe ist leider sehr bald durch die Ungunst der Zeit entwertet worden. Zu dem 9. Jahrzeitstage werden weitere Spenden für die Nobel-Stiftung auf Postscheck- Konto 46 778 Frankfurt a. M. (Frau Irene Darmstädterangenommen. Frankfurter Vereinskalender. Verein Illetor Chajim. Sonntag morgens nach'Schluß der Synagoge (ebenso Mittwoch) ms "m Herr Red. Schachnowitz — vormittag 8 Uhr (ebenso Samstag eine Stunde vor Nacht), Gemoro Herr I. Soffer — vormittag 9‘/4 (ebenso Montag abends 6l/2 Uhr) Gemoro, Herr R. A. Gerfon Posen. , Sonntag abends 6 Uhr, Vortrag des Herrn B. Rachelfohn über „Die gegenwärtige jüdische Lage im Lichte der Thora". Mmttag morgens nach Schluß der Synagoge (ebenso Donnerstag), Mifchna Mttgliederlernen—abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch), Gemoro, Herr Robb. Dr. Jos. Breuer. Dienstag morgens nach Schluß der Synagoge (ebenso Freitag) Mifchna, Herr Dr. C. Posen'. Freitag abends nach Schul, im Hörsaal, Mikro, Herr Studienrat M. Munk. Samstag morgens nach Schul, im Hörsaale, Dtnim, Herr Dr. Elieser Posen — nachmittag % Stunde vor Mincho im Vereinslokale Melochim, Herr Dr. W. Hofmann — abends l/29 Uhr, Newiim, Herr Studr. Dr. Marcus Lange. Von Montag bis einschl. Freitag morgens nach Schul, im Sitzungszimmer, Gemoro Herr Dr. S. Ehrmann. Jeden abend 8 3U Uhr, im Vereinslokal Schaßlernen, Herr H. Holpern. Jahrzettsstistungen. Mittwoch, 21. Jan. Benny Benjamin, rav, 24. Januar Julius M. Bier. Agudas Jisroel-Iugend- und Mädchengruppe. Sonntag, den 4. Januar 19 Uhr (Friedberger Anlage 4) Arbeitsgemeinschaft „Sefer Chinuch" Leitung, Rabbiner Joseph I. Horowitz. Montag, den 5. Januar 20 Uhr Schiur für Jugendliche '"k air msn (Gemoro 012102) Leitung, Rabbiner Josef I. Horowitz. Dienstag, den 6. Januar 21 Uhr (Eschenheimer Anlage 1) Arbeitsgemeinschaft „Die Ideologie der Agudas Jisroel" Leitung, Dr. Willy Hofmann. Mittwoch, den 7. Januar 20 i,2 Uhr Schiur für Jugendliche '"n aiv xnxn (Gemoro mrna) Leitung, Rebbiner Josef I. Horowitz. Donnerstag, den 8. Januar 20^ Uhr Arbeitsgemeinschaft „Reltgionsphilosophie" Leitung, Studienrat M. Munk. Samstag, den 10. Januar 181/2 Uhr Hebräische Arbeitsgemeinschaft für Damen Leitung, Jakob Landau. — 21 Uhr Arbeitsgemeinschaft Jüdische Geschichte, Leitung Red. S. Schachnowttz. ' Heim: Schwanensttaße 12. Liwjath Chen. (Hörsaal Frieüberger-Anlage.) Samstag 4^ Uhr, Vortrag des Herrn S. Schachnowttz „Das Brüderpaar". Jüdische Frauenvereinigung E. V. Dienstag, den 20. Januar nachm. 6^ 2 Uhr im Hörsaal Friedb. Anlage, Arbeitsgemeinschaftunter Leitung des Herrn Dr. S. Ehrmann. Besprechung der Sidröh. Agudistifche Arauenortsgruppe Frankfurt a. M. Am Montag, den 19 Januar, findet kein Vortrag statt. Der nächste Vortrag wird noch bekanntgegeben. ♦nasn Dir* wwn 7)^ nssnV. nnnn jr'ffxia *?a nmana ma->->pria riaann hw rnaoan •55 aina "jnfch" rmoaa - nnaax aa kst rrMp^Miaa ' •"DHannv- Die Arbeitsgemeinschaft des Vereins findet regelmäßig jeden Samstag abend um 9 Uhr in den Räumen der Pension „Rachelsohn" statt. Samstag, 17. Jan spricht Herr Abr. Wagner über „Palästina und die Orthodoxie"^ Schomre Schabbos-Skellenvermittlung Äbt. AG. isr, Fl-ankfurt-M., Schwanenstr. 12. Teb 47324 Sprechstunden: Montag 20—21, Mittwoch 11—13. Verein jüdischer Akademiker. Dienstag, den 20. Jan. 20 l/2 c. t. sindet im Heinrich- Bräu, Gr. Eschenheimerstr. 23 ein öffentlicher Vortrag statt. Es spricht Bundesbruder R-A. Josef Kli banski über „Berufsumschichtung, eine Lösung des deutschen Judenproblems". Zu dieser Veranstaltung sind Gäste, Herren und Damen, herzlichst eingeladen. Gebetzetten, rrirri na^ Freitag ab.end 4.35 Samstag naa^.a 7.00 - Samstag morgen 8.— Predigt Samstag nachmittag 1.— und 4.00 Samstag abend 5.50 Wochengottesdienst: Morgens 6.55 ... Nachmittags 4.30 Tefillin-Legen Mi Morgen 6.55 Schiurim des Gemeinderabbiners. Talmud-Schiur für Fortgeschrittene, amvs ^va Samstag, Dienstag und Donnerstag abends 20^/2 Uhr im Hörsaal Friedb. Anlage. Sefer Chinuch Arbeitsgemeinschaft für junge Leute, Sonntag Abend 7 Uhr im Amtszimmer des Herrn Rabbiner. Aüsgewählte Stücke aus Talmud und Pöfkim. Schiur für Jugendliche 4m Alter von 16 bis 25 Jahren. Montag und Mittwoch 2O V2 Uhr im Vereinslokal der Agudas Jisroel- Jugendgruppe Schwanenstr. 12. . FamMennachrichten. Barmiz w o h: Theo Gabriel, Zögling der Isr. Waisenanstalt. *0 nair Waisenhaus Synagoge. Adolf, Sohn des Herrn Sally Aronsohn, Oberzell, (Kr. Schlüchtern), 24. Jan. «2 'S Synagoge Heubach v. d. R. Paul, Sohn des Herrn Moritz Dlumenthal., Mosbach (Baden), am «2 'q nas?. 24. Jan. Briefkasten. K. K. in K. Den G'ttesnamen in der von Ihnen angedeuteten Form, darf man weder aussprechen noch chreiben. Jüdische Lesebücher, in denen sich der volle Name befindet sollten als Lektüre für die Jugend abgelehnt werden. . j Me Deutsche Bank und Dis conto-Gesellschaft — Filiale Frankfurt a. M. (Roßmarkt.18) eröffnete am 12. Januar 1931 im Stadt. Schlacht- und Viehhos, Obergeschoß, eine neue Zahlstelle Städt. Schlacht- und Vieh Hof, die an den Markttagen Montag und Donnerstag geöffnet ist und sich mit allen bankmäßigen Geschäften befassen"4vird. Diese Neueinrichtung soll Viehhändlern und Metzgern dienen. Weitere Depositenkassen in Frankfurt a. M.: Darmstädter Landtraße 6, Domstraße 12, Großmarkthalle, Hanauer Landtraße 36, Hauptwache (Schillerstraße 2), Kaiserstraße 69, Konstabler Wache (Ecke Fahrgasse), Leipzigerstr. 1, Mainzerlandstraße 139, Platz der Republik 14, Eschenheimer Tor 1. v Wochenkalenver. 0. 17. - 24. Jan. 1931 d. 28. Sehet b. 8. Schebat 8691 Samstag 17 f 28 VINN K1K1 Sonntag 18 - rau 29 Mauled Samstag nachm. 3 Uhr 37-/,»Mtn. . Montag 19 1 Dienstag Jan. 20 2 Mittwoch 21 3 - - Donnerstag 22 4 Freitag 23 5 - - ■ Ä, Samstag 24 6 'K3

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