Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 3 (15.1.1931)
- Date
- 1931-01-15
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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ln ' CO CO CD Der Israelit 15. Zanuär 1931 P ff p; ßen den edlen Charakter dieses wackeren Mannes aufs Beste erkennen. Er gehörte aber auch zu den Wenigen unserer Gemeinde, die es verstanden, vorzubeten und aus der Thora zu lesen. Dieses, sein liebevolles, gütiges Wesen kam auch in einem schönen Familienleben voll und ganz zur Geltung. Allerdings wurde dasselbe durch den Verlust eines hoffnungsvollen Sohnes auf dem Felde der Ehre schmerzlich getrübt. In unserer Gemeinde wird dem Dahingega'ngenen ein dankbares Gedenken be- Enkel, Urenkel und Ururenkel zu sehen. Sie war stets eine treu besorgte Mutter, Führerin und Beraterin ihrer Lieben. Ihr regstes Interesse, bis zu den, letzten Tagen ihres Lehens, galt den religiösen Obliegenheiten unserer Gemeinde. . .-raxin. Nachbemerkung der Redaktiön. Wir bedauern außerordentlich, daß der Heidelberger Konflikt in die Oeffentlichkeit hinausgetragen.worden ist. Nachdem nunmehr beide Teile , zu Worte' gekommen sind, schließen wir die Diskussion und; empfehlest dringend, die Angelegenheit, schleunigst durchs ein nach den. Vorschriften des Choschen-mischpot zu bildendes^ Besdin aus der Welt zu schaffen.^ Sprechsaal. Verein geseheskreuer Juden e. V.. Heidelberg. .Hi; i Wien, 5. Jan. Eine Frau aus der guten alten Zeit, Frau Mirjam Fischer, Gattin des vor Jahren verstorbenen Z. Gabriel Fischer, wurde am 10. Teweth zu Grabe getragen. Eine seltene r->pnx die auch mit den schönsten und edelsten jüdischen Tugenden ausgestattet war,, ist mit dieser Frau aus dem diesseitigen Leben geschieden. Sie entstammte einer angesehenen, echt jüdischen Familie und wurde die würdige Schwiegertochter des berühmten Stuhlweißenburger Rabbiners. Ihre heiße Liebe zu nun und ms», wie sie sich ergötzte am Thoralernen ihrer Enkelkinder, und wie sie n^n verehrte, läßt sich in kurzen Worten nicht schildern. Sie hatte es ja sor sich gesehen im Hause ihres Onkels, des berühmten , Suranger Rabbiners Rabbi Feiwel Plaut ^"xi- Mit grenzenloser Aufopferung und Hingebung, nie an sich denkend, war sie einer Mutter der Armen und Kranken, die bei ihr gute und würdige Aufnahme fanden und bic' sie mit Speise und Trank versah. Ihr höchster Genuß und ihre, größte Freude war es, wenn sie andere erfreuen konnte. Was sie auf diesem Gebiete während der Kriegszeit geleistet, wie sie so viele obdachlose Familien, viele rrn monatelang bei sich beherbergte und sie auch mit Nahrung versorgte, ist allbekannt. Im Trauerhause hielt der Schwiegersohn, Herr Rabbiner Schenk, einen ergreifenden .nvvn der die Trauerversammlung zu Tränen rührte, indem er den großen Verlust der Familie und so vieler Armen schilderte. Danach sprach, tief gerührt, der Sohn, Herr Simon Fischer. Möge das 0121 dieser seltenen njnx der trauernden Familie beistehen. n"ax3n Breslau, 5. Jan. Als Nachfolger des in Ruhestand getretenen Direktors Wilhelm Boß wurde für das Israelitische Altersheim in Breslau der Kaufmann Josef Königshöfer (gebürtiger Frankfurter) gewählt. Wenkheim, 3. Jan. Wieder hat der Tod eine Lücke in unsere kleine Gemeinde gerissen. Am 11. Dezember starb Frau Mirjam Grünebaum im Alter von 93% Jahren. Sie war die älteste Frau in Wenkheim. Frau Grünebaum erfreute sich bis zu ihrem Hinscheiden ihrer vollständigen Geistessrsche. Es war ihr gegönnt, Heidelberg. 13. Januar. An die Redaktion des „Israelit", ■ -Sie' veröffentlichtem in Nr. 2 des „Israelit" eine Notiz aus Heidelberg. Wir ersuchen Sie, die nachstehende Erklärung in der nächsten Nummer in gleicher Weise zu veröffentlichen: Der Verein gesetzestreuer Juden in Heidelberg E. V. hat niemals m-m widrige Generalversammlungsbeschlüsfe gefaßt; er hat im Gegenteil jüngst erst wieder in einer Generalversammlung am 4. Jan. 1931 einstimmig eine Erklärung beschlossen, wonach die dem überlieferten Judentum entsprechenden Grundsätze, wie sie in 88 6 und 9 seiner Satzungen sestgelegt sind, unangetastet zu Recht bestehen. Wir verstehen es nichts wie Herr Rabbiner Meyer sich auf das „Einverständnis" orthodoxer Rabbiner berufen kann, nachdem uns die in Frage kommenden orthodoxen Rabbiner ausdrücklich schriftlich bestätigten, daß sie nie einem zugestimmt, sondern nur ein allgemeines Gutachten in der Voraussetzung.abgegeben haben, daß die Angaben des Herrn Rabbiner Meyer über unsere Beschlüsse den Tatsachen entsprechen. Wir verwahren uns aufs Schärfste dagegen, daß in jener Notiz uns unterstellt wird, wir würden „angeblich" für Zwecke orthodoxen Religionsunterrichtes Mittel erbitten. Die Mittel, die uns : zufließen, dienen tatsächlich der Durchführung eines Religionsunterrichtes im Sinne unserer Ziele, da uns von der liberalen Gemeinde für unseren Religionsunterricht keine Mittel bewilligt werden. Im übrigen erklären wir, daß wir jederzeit — auch hierin enthält jene Notiz eine irreführende Behauptung — bereit sind, in der Angelegenheit und zur Beilegung des iio->rr-Konfliktes uns dem Spruch eines anerkannten n’a zu unterwerfen. Verein gesetzestreuer Juden in Heidelberg, E. G. Der Vorstand. (folgen zwei Unterschriften.) Vermischtes. . Berlin. 12. Jan. Herr Rabbiner Dr. E. Munk schreibt uns: Es ist jpielen vorübergehend ist, Berlin sich Aufhaltenden, insbesondere soweit sie süddeutschen Gemeinden entstammen, vorgekommen, daß sie, durchaus gegen ihren Willen, länger als beabsichtigt, am Freitag Nachmittag in einer oder anderer Hinsicht werktäglich beschäftigt waren. Der von ihnen sehr bedauerte Irrtum beruht auf der Unkenntnis der Ungleichheit der Zeitspanne zwischen Mincha und Nachteintritt, in der sich Norddeutschland, zumindest Berlin, von Suddeutschland unterscheidet. Während, in vielen'süddeutschen Gemeinden Mincha 5 Viertelstunden und mehr vor Nacht gebetet wird, fällt in Berlin der Zeitpunkt in der Regel (äußer lim Hochsommer) mit dem eigentlichen Beginn des Werkverbots zusammen. Für die Unterlassung der Werktätigkeit, also auch dem Tragens, ist demgemäß Ist der Regel der Zeitpunkt des Mincha-Beginns in deil Synagogen anzusehen.? Löln, 13. Jam; Der Weltverbänd für DabbytschUtz, Ortsgruppe Köln, veranstaltet am" Sonntag, den 18. Januar, abends 8 Uhr, im großen Saal der Rheinland- Loge, Cäcilienstraße 18-22, eine öffentliche Kundgebung, bei der Herr Ministerialrat Hans Goslar, Berlin, über: „Sabbat, Judentum, Menschheit" und Herr Rabbiner Dr. Ludwig Rosenthal, Köln, über: „Zur Frage der Kalender-Reform" sprechen.; Alsfeld, 12. Jan. In dem Bericht über die Feier des 25jährigen Jubiläums der hiesigen Synagoge ist versehentlich die überaus verdienstvolle Tätigkeit der 1. Vorsitzenden des Frauenvereins, Frau Auguste Strauß, unerwähnt geblieben. Frau Strauß, die seit Jahren den hiesigen Frauenverein in vorbildlicher Weise führt, hat das Verdienst, durch ihre Sammeltätigkeit es ermöglicht zu haben, daß an diesem Tage unsere Synagoge mit einem neuen künstlerischen Porauches, nebst den zugehörigen Decken und einem schönen Thoraschmuck geziert werden konnte. Möge sie noch recht viele Jahre in die-- ser echt jüdischen Weise in unserer Gemeinde tätig sein. T\"2 Die glückliche Geburt eines Sohnes zeigen hocherfreut an LEON SCHNEEWEISS und FRAU Amalie geh. Nebenzahl Frankfurt a. M. den 9. Januar 1931 Obermainai lage 12 p"tj*» 8"Xin NXv Stau Karten LOTTI MAYER JUSTIN OETT1NGER Verlobte Frankfurt am Main Röderbergweg 39 Hanauerlandstr. 22 Empfang; Samstag, 24. und Sonntajg, 25. Jan. 1931 nur Röder bergweg- 39, 1 Misrachi Ortsgruppe, Frankfurt am Malin O eff entliehe V ers ammlung am Montag, den 19.1 31, abends 8.30 Uhr im großen Saal der Frankfurt-Loge, Eschersheimerlandstraße Thema: Unsere Stellung im Zionismus Referenten: .. Sr.Ehrw. HerrRabb Dr. Jak. Hoffman», Frankfurt-M und Herr Ministerialrat Hans Goslar. Berlin. Freie Aussprache. Gäste willk o mmen. In liama 5® 3„Sabbatta* Jj). II4lllC nenn. perf. Skenotyvisttn, selbst arb., auch als Sekretärin tätig g?w?s., sucht entsprechend Posten Off. unt. 171 ic an d>e ffito. Sehr Itnbeihebendes iüajt. Mädchen sucht Stelle als Kinderfräulein zu 1—5 Kind., ist auch gerne bereit, sich sonst im Hiush zu berät. Fam'l.-Anschlug. Gute Ref. Off. 17i9c Erv. Buchhaltern» gesucht zum baldigsten Etntrirr von Biehhandelsfirma (Deg. Stuttgart) Schreibm. und Stenograph beherrsch., Schabb g schloss. Off. mit Zeugn, Bild, Lebens!, und Gehaltsantpr erbeten unt. 1705c an die Erp. d-. Bl. Streng; fromm, ktnderl. Mithilfe im Haush. g'fucbt Zimmermdch. vorh. Ausf. Lebenslauf, Zeugn. erbet. Dr. Weil. Karlsrühe-B-, Waldhornstr. 13 2. •MMN Ein LOjähr. Mann aus Patrizierfarnilie, vermögend, Exporteur. CS. 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