Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 71 (1930)
- Issue
- Heft 49 (4.12.1930)
- Date
- 1930-12-04
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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4. Dezember 1930 Nr. 49 Seite 9 Der Israelit sv2nviü>'Äo nur immer, etwas füt;bie Jüdischkei!s gleistet werden kann. So - hat er durch jahrzehntelange energische Arbeit erreicht, daß er. dem Einzelnöu, — aus individuelle Art — den richtigen rrvmn *pa tjjeift und sein Wort auch gehört'wird, daß' er „der" Führer, der nMnp Schlüchtern ist, in der die min nicht gedulhetwi'rd, sondern die Herrschaft erlangt hat, daß er schließlich dein lanw» ^2im Laufe der Jahre, sei.es für riia'rP.Jnstitutionen und- Vereine Ungeheueres leistet. Für sich ein a'avp"äx und nxv 'r>:iy ,mxaa papaa ist er der Allgemeinheit aber eine wahre Führerpersönlichkeit. Sein ovn wn’p geht noch über seine Wirksamkeit für' jüdische Dinge hinaus, indem ihn Mitbürger und Behörden als wertvollen Ratgeber und Freund hochschätzen. Uederall aber, in nV>np oder Privatleben, versteht er es — bei seinem,!,friedlichen, liebevollen Wesen — den narr, nicht weniger'als den ai^,. zur Geltung kommen zu lassen. n?apn erhalte ihm uns noch lange, lange Jahre in Gesundheit als Vorbild jedem Einzelnen von uns, als. Vorkämpfer >n zum Wflhle unserer nl"np, als treuen m aax Mo nnia^ -»na» Alzenau, 29. Nov Unsere hiesige Gemeinde hatte innerhalb zweier Tage .zwei Todesfälle zu beklagen. Am 61 November verschied im Alter-' von 74 Jahren nach langem Siechtum Frau Janchen H a m b u r g e r. Die Verblichene war ein tiefreligiös veranlagter Charakter und durchdrungen von aufrichtigem G'ttesvertrauen. Von großer Anspruchslosigkeit für sich selbst, zeigte sie sich stets hilfsbereit -gegen ihre Mitmenschen. Die große Beleih ligung an der am 9i November stattgefundenen Beerdigung war ein beredter Beweis für die Beliebtheit, deren sie sich allseits erfreute. In Abwesenheit des hiesigen! Lehrers lH. Wechsler' hielt als Verwandtem Herr Lehrer Lehmann, Flehingen die Traueransprache, Am 7. November wurde Aron Freude nthal im Alter von 63 Jahren von seinem, qualvollen, schweren Leiden erlöst. Der Dahingeschiedene war beseelt von wahrer Herzensfrömmigkeit und aufrichtigem G'ttvertrauen. non mMaa auszuüben,-- war ihm ein Herzensbedürfnis. Liebe und Güte wärest die Gcundzüge seines' Wesens. Zu allen seinen Mitmenschen war er von gewinnender Liebenswürdigkeit und steter Freundlichkeit. Er erfreute sich der größten Beliebtheit und Wertschätzung. Der Neffe des Verblichenen, Lehrer Lehmann Flehingen, schilderte bei der am 10. November stattgefundenen Beerdigung in beredten Worten die edlen Charaktereigenschaften des Dahingeschiedenen. .roxan- Altengronau, 3. Dez. Freitag vormittag, 8. Kislev wurde auf dem hiesigen Friedhof Frau Mirjam L e o i, die Gattin des vor einigen Jahren verstorbenen Sofer Raphael Levi von hier, wenige Tage vor Vollendung ihres 80. Lebensjahres zu miap gebracht. Ungeachtet der drängenden Zeit hatte sich eine große Zahl ihrer Verwandten und Freunde eingefunden, um ihr das letzte Geleit zu geben. Lehrer a. D. Hirsch Sulzbacher-Eroßbieberau, ein Bruder des Verstorbenen und Oppenheimer- Marktbreit, ein Schwiegersohn, gaben ihren Trauergefühlen beredten Andruck und - entwarfen in geeigneten oovvn ein getreues Lebensbild der Entschlafenen. Mit Frau Levi ist eine jener herrlichen jüdischen Frauengestalten von uns geschieden, wie sie leider in jetziger Zeit immer seltener werden. Als Tochter des R. David Sulzbacher b"X7 von Mergentheim, der in schöner Harmonie nun und .711 p« als Geschäftsmann in sich vereinigte, war sie zeitlebens aufs peinlichste bemüht, die im elterlichen Hause angeeigneten Grundsätze und Lehren in die Tat umzusetzen. Seelenadel, Herzensgüte und Menschenfreundlichkeit spiegelte ihr Gesichtsausdruck wieder. G'ttesfurcht und G'ttesvertrauen, gewissenhaftes Beobachten der Pflichten gegen G'tt und Menschen bildeten den Inhalt ihres Lebens. maxan* Grebenstein, 1. Dez. Am 20 November d. I. starb in Grebenstein Salomou, R 0 ße n b a u m inmitten seiner Tätigkeit. Er bekleidete über 35 Jahre das Amt eines Kreisvorstehers der Israeliten für den Kreis Hofgeismar, bekleidete, außerdem verschiedene öffentliche Ehrenämter Jahrelang, war er Stadtverordneter, gehörte bis.zu seinem- HehMsen^e., dem Vorstayd der Städt. ,Sparkasse an, sowie ,dein. l^teuerausschusse des Kreises. . .In.: den. Nachrufen, ,'dch ihm von verschiedenen- Behörden,^gewidmet wurden/, wütden' seine umfassenden wirtschaftlichen Kenntnisse, sein objektives Urteil heroorg'ehoben, es kam 'dstrin zum Aus-, druck, daß er nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen den Nöten unserer Zeit gerecht zu werden suchte. In 48 jähriger glücklicher Ehe an der Seite seiner ihm würdigen Gattin Flora geb. Wertheim, entsprossen dem Hause drei Töchter, die in echt jüdischer Weise erzogen wurden und mit Männer verheiratet sind, die streng airß dem Boden unserer heiligen Tradition stehen.. . Ehre dem Andenken eines solchen Mannes, den wir mit Stolz als eine Zierde des Judentums betrachten durften.' maxan. Straßburg, 25. Nov. Ein Mann edelsten Gepräges ist,mit Mar G 0 l d s chm i d t heimgegangen. Quelle und Seele seines Lebens waren G'ttesliebe und Menschenlieibe. G'ttesliebe: Er rang unablässig danach, sein jüdisches Gefühl, sein jüdisches Wissen zu vervollkommnen, täglich weihte er dem G'tteshaus Stunden der Andacht, tägljch dm - G'tteslehre Stunden besinnlichen Forschens. Und das, führte ihn wiederum zu. einer feinen, erbarmenden und umfassenden Nächstenliebe, die jeden in jeglicher Not als Bruder betrachtete und' ihn weich und weise betreute.! Ein stolzes, dem-echtesten, weil-jeden egoistischen Mbestgedanken ausschließende Gemiluth chesed schel eines, der Liebe andie Hingeschiedenen:- geWidMetes"'"HtzeAk'' ustid däuernd von seiner rührenden Hingabe an die Sache künden. Seit ihrer Begründung nur Mitglied der E z E h a i m Gemeind e. j reorganisierte er aus freiem Antrieb der Chewra K a discha der großen Gemeinde, wurde Vizepräsident dieser Chewra und schuf ihr die stattliche Anzahl von 430 Mitgliedern. Daß er daneben tapfer bereitwilliges Mitglied der. Chewra seiner Gemeinde war, ist eine schlichte Selbstverständlikeit —. Arm und Reich 'Alt und Jung, Persönlichkeiten aller religiösen Schattierungen geleiteten ihn 'zu-' seiner irdischen Ruhestatlje: Ihre flauer und-,.Berehrung' suchten einen Ausweg in feierlich getragenen und erschütternden Reden der Herren Rabiner Brunswig und Schwartz, von Vorstandoertretern und Verwandten, deren einer, ein 83 jähriger Schwager aus Mannheim, jammernd ausrief: „Gefallen ist die Krone unseres Hauptes." Das Andenken von .Mar Go l d s ch m i.d t .s. - A. ..wird gesegnet bleiben. ~ - maxan- Vermischtes. Gailingen-Randegg, 26. Nov. Das Ortsrabbinat Gailingen-Randegg. (Rabb/ Dr. Bohrer) versendet ein Merkblatt für die Frauen seiner Gemeinde, beim Koscherfleischeinkaus, das' zum Teile auch anderswo zur Beachtung empfehlen-fei: „Deinen Einkauf besorge prinzipiell nur_ persönlich. So wirst du besser und, schneller bedient. Jede Bestellung, die durch einen nichtjüdischen Boten besorgt wird, wird in Zukunft plombiert. Einzig die Koscherplombierung garantiert Koscherfleisch. Weise jeder unplombierte Lieferung prinzipiell zurück! Wässere, das Fleisch immer sofort, ein! So fährst du am, sichersten. Beachte unbedingt .die Verkaufszeiten! Denke, an den Opferwillen und die Gesundheit der Aufsichtsbeamten! Sei bescheiden und nachgiebig in deinen Ansprüchen. Der Mensch lebt nicht, um zu essen. Sei vorbildlich in deiner Rücksichtnahme. Be!- anstandungen und Wünsche richte an den Aufsichtsbeamten oder Rabbiner, sonst an niemand. Denke immer daran, -daß das Kaschrus das Fundament einer jüdischen Gemeinde ausmacht. Bringe freudig ein persönliches Opfer im Dienste der Gemeinde. Das Glück der Gemeinde garantiert auch dein Glück! Denke daran, daß nur durch die restlose Mitarbeit aller die Koscherfleischversorgung ermöglicht wird." Hanau, 28. Nov. In der gut besetzten Aula der Hohen Landesschule veranstaltete der Jüdische Jugendbund, Hanau ein Konzert. Die hervorragenden Leistungen der Künstlerinnen Frl. Minni Rappoport, Frankfurt a. M. (Gesang, Alt), Frl. Selma Lang Hanau (Violine), Frl. Henny Goldschmidt, Frankfurt a. M. (Klavier) wurden durch starken Beifall belohnt. Besondere Beachtung fand die Erstaufführung eines Werkes des anwesenden Leiters des Dr. Hoch'schen Konservatoriums, Herr Direktor Sekles, Frankfurt a. M. und dessen meisterhafte Interpretation durch Frl. Goldschmidt. Der Abend war ein voller Erfolg. Berlin, 2. Dez. Das Patenschaftskomitee des Schulwerks der Adaß Jisroel, Berlin, Neue Schönhauserstr. 13, das seine Aufgabe darin sieht, Gönner für arme Schüler und Schülerinnen zu werben, veranstaltet am Sonntag, den 7. Dezember um 11.30 Uhr vorm, im Mozartsaal am Nollendorfplatz eine Matinee, deren gesamter Reinertrag für die minderbemittelten Kinder der Schulen verwendet wird. Es haben sich für diese Wohltätigkeitsvorstellungen u. a. Fräulein Lily Dymont und die Herren Ludwig Hardt und Paul Graetz zur Verfügung gestellt. Ein Marionetten-Tonfilm, sowie der Kultur-Eroßtonfilm „Am Rande der Sahara" werden das interessante Programm vervollständigen. Die Matinee scheint ein gesellschaftliches Ereignis zu werden. Einige Eintrittskarten sind noch in dem Patenschafts- und Schulbüro, wie auch im Gemeinde-Sekretariat zü haben. - "" ' . . . : H: > ■ - i .> 1; Nürnberg, 25. Növ. Vor einigen Wochen wurde in Nürnberg-eist schön' längere Zeit gehegter Traum Währcheih > Mit n Bedauern nahm ein 'Teil der hiesigen ostjüdischen Jugend , wahr, daß viele Kameraden sich ihren Kreisen immer inehr entfremdeten. Kein Wunder! Dey ostjüdischen Jugenb fehlte Mr der Kreis von gleichgesinnten Freundest, um 'gemeinsam positive Arbeit zu leisten.,. Jetzt endlich, wurde ein'Verein ins Leben gerufen, der diesen Idealen dienen sollte. In kurzer Zeit traten bereits ca. 45 Mitglieder bei. Auf der vor 3 Wochen stattgefundenen Gründuygsversammlung, zu der Vertreter von anderen, hiesigen Jugendvereinen erschienen waroft, wurden die Vereinsstatuten geschaffen und das Programm aufgestellt. Letzteres sieht vor: 1. Errichtung von jüdischen Lehrkursen, 2. Oeffentljche Vortragsabende, mit namhaften ' Rednern und eine Vortragsreihe mit Refe-, raten aus Milgliederkreisen, 3. Pflege edler, jüdischer Geselligkeit und Errichtung eines Minjans an jedem Sabattmorgen'im Vereinshause.. Die Wahl ergab zum 1. Vorsitzenden Herrn Heinrich Berger, zu dessen Stellvertreter Herrn Moritz Biegeleisen. Einstweilen kann der , junge Verein schön aus die sehr gut besuchten Freitagabende und Lehrkurse an den übrigen Wochentagen Hinweisen. Die Reihe der öffentlichen Vorträge wird vom kommenden Sonntag durch ein Referat des Herrn Rabb. Dr. Klein über „Chassidismus".,eröffnet werden. Lindenheim (Oberhessen), 25. Nov. In nachahmenswerter Weise ehrte' Mr. Jsack Schuster Danvilee Birg, als ein Sohn der Gemeinde, das Andenken seiner ver-' storbenen, Eltern Feist und Bertha Schuster , geb. Heß. Er liest' den völlig verwahrlosten, jüdischen Friedhof: in Stand setzen und mit einer modernen neu hergerichteten Mauer nebst eisernem Tor umzäunen, welches nun als Wochenkalender. v. 6. — 13. Dez. IM) / v. 16. —.23. Kislew 6681 Samstag 6 i6! ni-V'i Sonntag 7 17i ■ Montag .' Dez. 8 isj Dienstag 9 1^02 19 Mittwoch 10 20 Donnerstag 11 21 Freitag 12 22 eonn -paiaa asr>i Samstag 13 23 Maulsd jSamstQg nachm. 3 Nbr 37 6/,e Minuten ein mustergültiges Werk zu betrachten ist. Auch für die Synagoge zeigte er sich' als Sohn seiner Heimat. Mit einer neuen Sefer beschenkte er die Gemeinde und sicherte sich hierdurch den Dank aller Mitglieder. Sogar für Fulda, die Geburtsstadt seiner Frau, zeigte er besonders Interesse, indem er Geldspenden für Synagoge und Mikwo zukommen ließ. Elberfeld, 25. Nov. Wir berichten schon, daß sich die Konservativen und die Ostjuden zu einer Konservativen Vereinigung zusammengeschlossen haben, um gemeinsam die Interessen der positiv jüdischen Kreise zu vertreten. In der verhältnismäßigen kurzen Zeit ihres Bestehens, sind schon ganz beachtenswerte Erfolge auf dem Gebiete des Kaschrus und der Erziehung ereicht worden. In den Kreisen der lieberalen Gemeinde verschließt man sich nicht der Tatsache, daß die Orthodoxie ein Machtfaktor geworden ist, mit dem man rechnen muß. Dies kam besonders bei den Wahlen zur Gemeindeverwaltung zum Ausdruck. Infolge der augenblicklichen wirtschaftlichen und politischen Lage, nahm man von einem Wahlkampf Abstand und man stellte eine Einheitsliste auf. D.ie „Konservative Vereinigung" verlangte aber infolge ihrer aufsteigenden Tendenz, zu den bisherigen 2 Sitzen der Ostjuden, noch 2 andere Sitze. Nach längerer Beratung verzichteten Liberale und Zionisten auf je 1 Sitz zu ihren: Gunsten, damit durfte wohl für die Zukunft eine gewisse Gewähr gegeben sein, daß weiter^ Fortschritte in positiver Richtung möglich sind. Natürlich hängt die weitere Entwicklung davon ab, wie sich die finanziellen Verhältnisse in der Gemeinde gestalten werden. Die Gemeinde erkennt die Notwendigkeit der Subvention der bestehenden orthodoxen Institutionen ab, und kommt ihrer Verpflichtung bereitwilligst nach. Die N)oche. Fritz Sondheimer Der kurze Freitag hat sich gesenkt und der Sabbat seine Strahlen vorausgeschickt, als wir Fritz Sondheimer zur ewigen Ruhe betteten. Die tiefe Trauer konnte am Grabe keinen lauten Ausdruck finden. In den Institutionen und Häusern, die sein Geist milschuf und in denen seine Hand rastlos waltete, fanden eindrucksvolle Trauerkundgebungen statt. Nach der Trauerfeier in der Thoraanstalt, Theobaldstraße, über die wir bereits berichteten, fand am Dienstag, den . 2. Dezember, eine Weihestunde ehrenden Gedenkens im Kinderheime zu Hofheim statt, dem ein guter Teil seiner Kraft und die ganze Liebe seines Herzens gehörte. Im Trauerhause selbst hielt während der Schiwotage Herr Rabbiner Dr. Jakob H 0 r 0 w i tz eine Gedenkrede, in der er ein Lebensbild des so früh Heimtz gegangenen entwarf. Fritz Sondheimer war ein aaiw ein- Arbeiter! 'sein Lebenlang, der nie aufhörte, an sich selber zu arbeiten und das, was ev<>sich erarbeitet hat, zum Segen der Anderen bereitzustellemSeine 'Träume gingen, wie der Vater Jakobs, dahin^ im Erdleben.die G'tteshöhe zu' erreichen. Er hat sich das Leben, nicht leicht gemacht, so manchen harten Stein genommen, um auf ihn sein Haupt zu legen. Der' Redner schilderte des Heimgegangenen Elternhaus, die von unvergleichlicher Güte und Frömmigkeit beseelte Mutter, die er früh verlor. Der Weg. den er sich nun selber zu suchen hatte, führte aber Nicht vom Hause der Väter weg. Er fand sich selber, indem er im harten Ringen die tieften Quellen seines Lebens fand. Mit Hilfe seiner edlen Lebensgefährtin führte er das Haus, in dem alle guten Geister des Elternhauses ihr sicheres Heim hatten. Sein Lebensinhalt waren Arbeit und Liebe. Von den vielen Freunden, die er sich erwarb, durfte jeder glauben, er. sei sein bester Freund. Ein Mann der Tat, griff er überall, wo er öffentlich mit, arbeitete, tapfer zu und hob so „manchen Stein vom Brunnen", den andere nicht bewältigen zu können glaubten. Mit der Synagoge Unterlindau und der Schule war er in großer-,Liebe verwachsen. Er war innerlich mit dem Klall verbunden, das Leid Israels war sein Leid, das heilige Land war sein Land und die Geschicke Erez Israels 'beschäftigten seinen Sinn. Mit dem ganzen Feuer seines Temperamentes setzte er sich für die Interessen seiner Gemeinde und ihrer Anstalten ein. Er diente dem „Scholaum", im Bewußtsein, daß Scholaum einer der ,Namen G'ttes ist. So unerschrocken ustd unentwegt er auf sein Ziel aüsging, so blieb ihm doch kleinlicher Parterkampf fremd. Derbeste Gatte, dev beste Vater, der hMe Bruder ging, Mit Fritz Sondheimer dahin. In unzähligen Stätten des Wohltuns wird sein Namenfortleben, seine Arbeit fortwirken. Sein Andenken wird uns allen zum Segen gereichen. rvoxa/v