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Der Israelit · 1930-07-17 · Heft 29 (17.7.1930) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
71 (1930)
Issue
Heft 29 (17.7.1930)
Date
1930-07-17
Page
– (sequence 15)
Language
German
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iMiiwiffgifwiffsni DES] "f/O jir'Jr mtnfi vnpn ddn'pü Organ des ütcicfisucrbandcs dcufschcr Schochfim Erscheint periodisch als Verlage zum „Israelit" 1. Jahrgang Frankfurt a. M.» den 17. Iuli 193o/21. Tammus 569o Nr. t Zum Geleit! Von G. Neustädter. -127 '71'12 '71112 '1'vn '»b 130X Mit diesem Motto aus dem 50. Psalm treten wir in die Oeffentlichkeit. Was wir lange Jahre geträumt, was viele nicht zu hoffen gewagt, ist Tatsache geworden. Die Schochtim Deutschlands haben sich im „Reichsverband der Schochtim Deutschlands" zu gemeinsamer Arbeit zur Hebung .des ^iv'iV j-idx*?» zusammengeschlossen. In Mainz, in der Stadt, die seit uralter Zeit von großen Männern unseres Volkes ihren Glanz erhielt, wurde am 9. Juni 1930 der Verband gegründet. Kein Verband der Politik, nicht ein Verband des Kampfes, nein, ein Sammelpunkt der Arbeit und des Aufbaues ist der „Reichsverband der Schochtim in Deutschland". Arbeit und Aufbau im Dienste der 712X*?» tsnpn ist unser aller Ziel; in Einklang mit ihrer verantwortlichen harten Arbeit wollen wir bringen die soziale und rechtliche Stellung der Schoch- Lim. Durch unser Verbandsorgan wollen wir allen Kollegen hilfreich zur Seite stehen bei schwierigen Fragen innerhalb des Berufslebens, wollen wir um unser Recht ringen in allen Verhältnissen. Aber nicht nur vom harten Leben des Ve rufes, auch von persönlichen Ereignissen, so weit sie wissenswert für die Kollegen sind, sollen die Spalten berichten; nicht bloß ein Nachrichtenblatt, ein Bindeglied unter den Kollegen muß unser Blatt werden. Darum, Kollegen, versammelt Euch alle, die Ihr Euch berufen fühlet, die iv'm? auszuüben und ihr die ihr gebührende Stellung emzuräumen! — Brüder, tretet in unsere Reihen, tue jeder feine Pflicht, jeder sei an seinem Platze. Seid erfüllt von dem 7112157* Gedanken, den der Verband und sein Organ stärken wollen! Ein Verband der Arbeit und der Segensverheißung, aber auch eine Sammelstelle der Freundschaft und der-Brüderlichkeit soll er sein! Lasset uns zusammen arbeiten im Berufsleben, lasset uns aber auch gemeinsam genießen die Freuden und gemeinsam tragen die Sorgen unserer Kollegen. In diesem Sinne soll unsere Zeitung wirken und hinaustreten mit dem Wunsche: Zum Wöhle der Schechitoh und des Klall! Ein Wort zur Gründung des Reichsverbandes der Schochkim. Wenn bereits von berufener Feder über die Gründung des Reichsverbandes der Schochtim in Deutschland in der alten und angesehenen Stadt Mainz berichtet wurde, sei es dennoch dem Schreiber dieser Zeilen gestattet, auf diesem Wege zu Worte zu kommen. Es wäre angebracht, daß sämtliche Schochtim Deutschlands, aber auch nicht weniger die Gemeinden eine Untersuchung über die Notwendigkeit der Gründung eines solchen Verbandes vornöhmen. Viele Schochtim stehen noch heute skeptisch der Aufgabe des Schochtimverbandes gegenüber, sei es, daß solche Herren auskömmliche Stellungen bekleiden und glauben, daß der Zweck hauptsächlich materieller Art sei. Die Notwendigkeit eines Verbandes wird von vielen Kollegen, aber auch von der Außenwelt verneint, da die Schochtim allein doch nichts gegen ein Schächtverbot auszurichten vermögen. Andererseits wird er von den Gemeinden als Zweckverband angesehen und dte Vorstände solcher Gemeinden zeigen keinesfalls Geneigtheit, wohlwollend die Richtlinien des Verbandes zu verfolgen. Es gilt zunächst festzustellen, wessen Ausgabe es ist, solche Institutionen ins Leben zu rufen. Wenn Herr Rabbiner Dr. Merzbach als Vertreter des Schächtschutzbüros Berlin in seiner Begrüßungsrede erklärt hat, daß iüw als erstes Gesetz zu bezeichnen wäre, ^xiep bnp Vd ithx ivmridaher der Schochet ein n^bur der Gemeinde ist und wir daraus ersehen 1711722 dix bv imVw b"m 1QX»> so wäre es eigentlich Aufgabe des bbo ^XIV' eine Vereinigung der v'viiw' gerade in jetziger Zeit ins Leben zu rufen. Wenn der Reichsverband es sich zur Hauptaufgabe macht, nur ideell zu wirken und die Schochtim als die treuen Wächter des ihnen anvertrauten iiivxi zu bezeichnen, so ist es fast beschämend, daß nebenbei auch ein Passus über soziale Fragen, wie Besoldung und Ruheversorgung, in die Forderungen der Schochtim ausgenommen werden mußte. Unsere min sagt uns D'V?i o^rD*? 'vt rch 'im Vxiw oy iVmi phn, folglich hat der^xiw' ^2 bemüht zu sein, den im in jeder Weise so zu versorgen, daß ein Schochet, der schon ein mmi X22» 21V' ist, unbedingt sein 1^2X' p!?n2p^n haben soll. Es waren sicherlich viele Kollegen von der Tagung in Mainz enttäuscht, da sie die Gründung des Reichsverbandes bestimmt als baldige soziale Kämpferin vermutet haben, aber es haben auch welche die Ansicht nach Hause nehmen müssen, daß ihre Einstellung in religiöser Hinsicht in den Rahmen eines Schochtimverbandes nicht hineinpaßt. Wenn nun noch viele der Schochtim unserer Sache fern stehen, so ist es außerordentlich bedauerlich, da der Schochet doch heute mehr als je des Rates seiner Kollegen bedarf, sei es im Auftreten im Schlachthofe oder bei Beobachtungen, die er während seines Dienstes macht, damit er zu unserem Nutzen Material sammeln kann. Die Frage der iv'iV ist,jetzt nicht allein Angelegenheit des Schochets, auch wenn er der ausführende Teil ist, sondern des Gesamtjudentums b"ii p2iv *?2i- Es ist selbstverständlich, daß ein jeder Schochet ein w"'i D2i i'v*?7i und mit allen Vorzügen eines echten guten Charakters ausgestattet ist. Dies verlangt der Verband, dies wünschen die v'221 und Gemeinden und ist vor allem eine 12*?1- So konnte man auch die Worte der Begrüßung und der Sympathie in Mainz, aber auch in Bayern, Köln, Emden und Frankfurt bei solchen Tagungen von den Herrn v'221 und sonstigen Vertretern als Echo und Widerhall anfehen. Hoffentlich ist dieses Echo nicht im Saale verklungen! Wenn vorstehende Ausführungen von den Gemeinden, auch von den Schochtim beachtet werden sollten, dann würden Alle dazu beitragen, daß überall, wo noch keine Landesgr^vpe besteht, solche ins. Leben gerufen wird. So würde sich der Schlußsatz des Herrn Rabbiners Dr. Bamberger, Mainz, bewahrheiten: •nx v'hv' i'2'irr llM '3/awi n 2^p'i m nrp 1121a m V. Holzmann, Oberhausen. Was die Kollegen interessiert. Von Metzler in Königstein (Ts.). Unter dieser Rubrik sollen in jeder Nummer unserer Fachzeitung Vereinsnachrichten, Vorgänge und Sonstiges innerhalb unseres Verbandes, Wünsche und Anregungen, welche die iv'iv und die B'tfmtP betreffen, zur Kenntnis unserer Mitglieder gebracht werden. Unsere Kollegen werden daher ersucht, uns mit solchen Mitteilungen zur Hand zu sein. Solchen Kollegen, die uns mit größeren Artikeln für unsere Zeitung diönen können, besonderen 12 127". Zunächst möchten wir unsere Kollegen auf die Wichtigkeit und die hohe Ausgabe unserer Unterstützungskasse für in Not geratene Kollegen aufmerksam machen. Wir bitten unsere Mitglieder, bei freudigen Familienereignissen und Festlichkeiten nach Kräften für unser gutes Werk tätig sein zu wollen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß unsere Anregungen bei dem bewährten Wohltätigkeitssinn unserer Glaubensgenossen und innerhalb unserer eigenen Kreise mit Erfolg belohnt werden. Wir beabsichtigen außerdem sog. Telegramm-Ablösungen zu Gunsten unserer Unterstützungskasse einzuführen. Sämtliche Spenden oder sonstige Gaben für genannten Zweck sind an Kollegen Brünn-Schlüchtern, der die Verwaltung unserer Unterstützungstasse übernommen hat, zu senden. Postscheckkonto wird eingerichtet und Nr. in der nächsten Zeitung mitgeteilt. Telegramm-Ablösungsformulare sind kostenlos durch Kollegen Neustädter zu beziehen. Die Redaktion des „Israelit" teilt uns auf unsere Anregung mit, daß der Verlag in entgegenkommender Weise bereit ist, Mitgliedern unseres Verbandes, die dem „Israelit" als solche von uns genannt werden, eine Ermäßigung auf ihr „Jsraellt"-Abonnement zu bewilligen. Was Inserate anbelangt, so ist der Verlag'bereit, für Inserate von Kollegen, die demselben durch den Verbandsvorstand zugehen, dem 'Verbände eine Provision von 10 Proz. gutzuschreiben. Liebe Kollegen! Werbt für Inserate bei Firmen, lasset Familiennachrichten, wie 3. V. Verlobungs-, Hochzeitsanzeigen usw. durch Euch einsenden. Die Inserate sind nicht teurer wie bei direkter Aufgabe, dagegen stärk Ihr unsere

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