Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 71 (1930)
- Issue
- Heft 28 (10.7.1930)
- Date
- 1930-07-10
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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10. Juli 1930 Der Israelit Nr. 28 Seite 11 (Sin unter Leitung des Herrn Köfterich schön gesungenes Rhemlied rief ^eme festliche, der Bedeutung des Tages entsprechende Stimmung hervor. In feiner Rhytmik hörten wir dann Emil Prinz von Schönaichs „O Deutschland" und verheißungsvoll klang Hofmann v. Falterslebens ,.Frühling wird es doch einmal" mit dem Refrain „Alles wird sich schon gestalten". Daran anknüpfend hielt Herr Rektor Stern die Festrede. Er wies auf die Bedeutung des Tages hin, erzählte von Kriegs- und Nachkriegszeit, vom Versailles Friedensvertrag und seinen furchtbaren Bedingungen. Die Lasten der Besatzung der Rheinlands und die Sorgen, welche uns infolge des verlorenen Krieges •> bedrücken, veranlassen böswillige Verleumder, den Juden eine gewisse Schuld beizumessen an der großen wirtschaftlichen Not, unter der wir doch nicht weniger leiden als die anderen, obwohl wir doch mit unseren nichtjüdischen Mitbürgern gemeinsam in schwerer Zeit selbstverständlich die Not des Krieges auf uns genommen haben und die Pflichten der Gegenwart. Jetzt wollen wir erst recht stets unsere Pflicht tun und für das- Vaterland arbeiten, jeder an seinem Platze, unbeiUt von gemeinen Anfeindungen, so wie d i e Männer ihre Pflicht getan haben, derer wir heute besonders gedenken müssen, wenn wir von der Befreiung der Rheinlande sprechen: Erzberger, Rathenau, Friedrich Ebert, Gustav Stresemann sowie der Herr Reichspräsident Hmdenburg, der in hohem Alter noch treulich für Deutschland arbeitet. Nicht ein neuer Krieg ^wäre das Mittel, die Lage zu verbessern, sondern nur in ernster Arbeit, und treuer Pflichterfüllung kann jeder Einzelne von uns mithelfen an dem großen Werke der Wiederaufrichtung des Vaterlandes in Freiheit und Frieden. Zum Abschluß der Feier sang dann der Schulchor unter Leitung des Herrn Katz „Vom Vaterland". ff. ff- Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Ehajim. Samstag nach Schül, Hörfaal Friedberger Anlage, Dinim, Herr Dr. Elieser Posen. — Nachmittag 4‘/4 Uhr im Vereinslokale, Mikro, Herr Dr. Willy Hofmann. Eine Stunde vor Nacht, Midrasch, Herr Rechtsanwalt Jfaac Rosenheim. Sonntag morgen nach Schul (ebenso Mittwoch) im Hörsaale Friedberger Anlage an« "n, Herr S. Schachnowitz, — vormittags 8 Uhr (ebenso Samstag eine Stunde vor Nacht) im Vereinslokale, Gemoro, Herr I. Soffer. — vormittag 91/4 Uhr (ebenso Dienstag nachmittag 1 Stunde vor Mincho) Gemoro, Herr R.-A. G. Posen. Montag morgens nach Schul (ebenso Donnerstag) Mischnalernen der Mitglieder. — abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch früh), Gemoro, Herr Rabb. Dr. Josef Breuer. — abends 8V2 Uhr (ebenso Donnerstag), Gemoro, Herr Dr. Elieser Posen. Dienstag morgens nach Schul (ebenso Freitag), Mischna, Herr Dr. Elieser Posen. Von Sonntag bis einschließlich Donnerstag, jeden Abend 8% Uhr Schaslernen, Herr H. Holpern. Von Montag bis einschließlich Freitag morgens nach Schul im Sitzungszimmer Friedberger Anlage Gemoro, Herr Dr. S. Ehrmann. Jahrzeitsstiftungen. Samstag, 12. Juli, Max Munk. Sonntag, 13. Juli, Lehmann Weil. Montag, 14. Juli, Josef Kösterich. Dienstag, 15. Juli, Loeb Schwab. Freitag, 18. Juli, David Held. Agudas. Jisroel-Jugendgruppe.. Schabbos VU Uhr, Haschkomoh, Schwaneristraße 12, Das Jaumi-Schiur, Herr Herz Holpern, von 12—13, Sonntag von 11—12 Uhr, Montag bis Freitag von 12—13 Uhr, Gelegenheit zum Lernen — täglich von 9—12 Uhr, Schwanenstr, 12. — Gemoroh Bowo Mezio, Vorbereitungsschiur, Dozent: Herr Ch. Liverhant, jeden Schabbos li/4 Stunden vor Nacht, Schwanenstr. 12. (Dieser Schiur ist der Vorbereitungsschiur zu dem Montags und Mittwochs von 201/2—2IV2 Uhr stattfindenden Schiur des Herrn Rabbiner Horowitz ’"J.) — Kizzur Schulchan Aruch-Schiur, Dozent Herr Louis Kahn, nach Schluß der Synagoge, Schwanenstr. 12. — Tefilloh-Erklärung, Dozent Louis Kahn, nach Beendigung des Schulchan Aruch-Schiurs, Schwanenstrahe 12. — Mischnajaus Schiur, Dozent Herr Dr. Hirsch, von 16V2—17^2 Uhr, Merianstraße 35. Montag abend, Sl/2 Uhr, Schiur über naw ivra^n, Herr B. Rachelsohn (Zeil 2). Dienstags von 21—22 Uhr, Schwanenstrahe 12, Gemoro- Schiur, Dozent: Herr Herman Bing. Kurse, auch in profanen Fächern, Arbeitsgemeinschaften und Schiurim, besonders für Schulentlassene, in der Iugendgruppe der Agudas Jisroel, Frankfurt. Man wende sich an das Büro: Schwanenstrahe 12, Sonntags von lll/2—13 Uhr, oder telefonisch außerhalb dieser Zeit an den Vorsitzenden: Hartog Hartogsohn, Carolus 44368, Ostendstraße 82. Liwjath Chen. Samstag 51/4 Uhr im Hörsaale Friedb. Anlage Vortrag des Herrn S. Schachnowitz über „Aus Jakobs Zelten". Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Montag, den 14. Juli, abends 9 Uhr, Arbeitsgemeinschaft des Herrn Lehrer Hirschberg 012« 'p-w im Hause des Herrn Heinr. Eisemann, Friedberger Anlage 15. Gäste willkommen. Verein zur Pflege der hebräischen Sprache ÖW* Frankfurt a. M. Schwanenstrahe 12 Part. Am Samstag, den 5. Juli d. I. npn 's hielt Herr P. Wollmann ein Referat über die geistige Struktur und Entwicklung des polnischen Judentums in historischer Beleuchtung, worauf sich eine lebhafte Diskussion Über n« rn ny min entfaltete. Samstag, den 12. Juli 's spricht Frl. Sachs aus Jerusalem. ■nmr im- Am Samstag, 'q, hält Herr Abrahami aus Palästinim Hermesweg 7 um 5 Uhr nachmittags die Forta setzung seines Vortrages über Jehuda Halevi. Jüdischer Turnerbund E. V. Sonntag: 8.30—12 Uhr vorm. Sport und Spiel Ostpark (kleine Wiese), für Herren und Jugend. Dienstag: 7—9 Uhr abends Sport und Spiel Ostpark (kleine Wiese, Laufbahn). Mittwoch: 8.30—10 Uhr Turnen Annaschule (Rechneigrabenstraße). Donnerstag: 8.30—10 Uhr Turnen S. R. Hirsch-Schule (Tiergarten 8). Dienstag: 5.30—7 Uhr Gymnastik und Spiel Ostpark (kleine Wiese), für Knaben. Donnerstag: 8.30—10 Uhr Gymnastik und Turnen Annaschule (Rechneigrabenstraße), für Damen. Mittwoch: 7.30—9 Uhr Gesundheitsgymnastik S. R. Hirsch-Schule, (Am Tiergarten 8), für Frauen. Mittwoch: 4.30—7 Uhr Gymnastik und Turnen Annaschule (Nechneigrabenstraße). Abteilung 1 bis 11 Jahre 4.30—5.30 Uhr. Abteilung 2 über 11 Jahre 6.30—7 Uhr, für Mädchen. Gebetzeiten. p^n mp Freitagabend 7.45 Samstag naD^n 6.30 Samstagmorgen 7.45 Samstagnachmittag 1.00 und 5.00 Samstagabend 9.35 . Wochengottesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Tefillin-Legen am Morgen 3.00 Sonntag Nachmittag 8.15 Professor Blum schreibt: In den letzten 6 Monaten hatte ich häufig Gelegenheit, sowohl bei Darmerkrankungen als auch zur Erfrischung bei anderweitigen Störungen den Kefir und späterhin auch Poghurt der Frankfurter Kefir-Kuranstalt zu verordnen. Die beiden Milchgelränke wurden gern und oft mit großem Nutzen genommen. Die n"V2 npn 's p"w glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen in dankbarer Freude an J. M. WEISBEKER und FRAU Minnie geb. Rothschild Frankfurt a. M.-Sprendlingen rrn Die glückliche Geburt <l'b‘ einer kräftigen TOCHTER zeigen an ELKAN LIMBURG und FRAU Gella geb- Liebermann Amsterdam, 7. Juli 1930 Amsteldijk 18 Die Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut1 an VIKTOR WRESCHNER und FRAU Betty geb. Rothschild Breslau XIII, 11. Tammus 5690 Gutenbergstr- 15 StattKarten Ganz außer Stande, jedem Einzelnen für die so außergewöhnlich herzliche und aufrichtige Liebe und Teilnahme, die «ns von allen Seiten in einer uns überaus wohltuenden Weife beim Heimgangmeines lieben Mannes, unseres guten Sohnes und Bruders Herrn Hermann Engel entgegen gebracht wurde, zu danken, möchten wir an dieser Stelle unseren tiefempfundenen und innigen Dank zum Ausdruck bringen. Würzburg, den 8. Juli 1930 Frau Rahel Engel geb. Munk Frau Bertha Engel und Kinder Für die Reise billige Koffer u. Reiseartikel nur beste Qualitätsware Gabrilowitsch Kaiserstraße 55 ratP-Giirtel Leder, für 4 Schlüssel,3.7S^ Latz,Berlin,Oranienbgst.85 Für str. rel. kl. Haush. wird lüekl.Alkeinmü«lek. gesucht. Off. m. Geh.-Ansp. sind zu richt. an S. 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