Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 71 (1930)
- Issue
- Heft 25 (19.6.1930)
- Date
- 1930-06-19
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite -6. Nr. .25 D er I s r-o e l Ui 19, Sunt 1930 kommenden Wunsch . des rumänischen Judentums, mit dem heutigen Tage ein Leben des Friedens, des gegenseitigen Verstehens und der Brüderlichkeit zum gemeinsamen Wohl aller in Rumänien beginnen. möge. Die Juden, stets jeder Art Unruhe abhold, sind überzeugt, daß die neue konftltutionelle Ordnung die Ächtung für die Bürgerrechte und für die fündamentalen ^Institutionen des Landes sichern und daß sie alten,. Söhnest'.'des Landes'ohne' Unterschied des Glaubens, und der Nationalität wirklich gleiche' Rechte bringen wird. Wir glauben an König Caröl II. hohes und edles Gefühl, für Gerechtig'- teit und rufen im Namen der jüdischen, Bevölkerung. Es lebe König Caröl! Es lebe Groß-Rumänten!" däßte"rRärv,?HerrRäbbsner Horowitz ,/fernerWolf/Päp-/ p e st.h' t i m:, . Räbb. Beer '.F r i e dm.änn'(Sohn des Tfchörtköwer Rehhen)?ünd Dr.^ D e u t sch l ä n d e r teilnahmen und in der beschlossenwurde, ein großes..Aktionskomitee zu bilden,, dessen. .Aufgabe sein..soll- Mittel und ÄLege zu finden, den begonnenen' N e u b a u d e r Aollendung zu b r i n g e n. Herr Rabbiner 5Dg. Holländer, ein ehemäliger Schüler der JeschiwoA ihat sich;.bexeit,.xrNär^^dse Aktion,.in Westeuropa in bjjb -Wege zuleiten/uäd chat/Derett^j seine Tätigkeit, ausgelstattet mit Den Vollmachten der KerenHatäuroh-Zentrale, sin MünciM-'begönnen/'-^ r-Jty § Bükärest, 12. Juni. / König' Carol enipfing am il. Juni 'abends im .Palais auf der Eälea Bietöriei die 'Vertreker' der.' ausländischest Presse, unter ihnen den Vertreter Der Jüdischen Telegraphen-Agentur, undgab ihnen Erklärungen über seine Politik als konstitutioneller 'König. . Zum Schluß richteten verschiedene Pressevertreter Fragen' all den König,' dieer' einzeln beantwortete? Der Vertreter -der Jüdischen Telegräphen-Ägentür richtete an den König Das Ersuchen,- der amerikanischen' Jüdenheit und 8er Judenheit der übrigen Welt die Versicherung zu geben? daß Ve Juden in- Rumänien Unter seiner Herrschaft gegen antisemitische Hetze und Gewalt geschützt seien und wie in den westlichen Ländern volle Gleichberechtigung gleich den übrigen. Bürgern, genießen werden.. Der König erwiderte: Ich bedaure, daß diesem Frage überhaupt noch besteht. Das rumänische Volk -ist von Natur tolerant. Leider existiert eine kleine antisemitische Partei, die aber von der Regierung in keiner Meise unterstützt wird Ich betrachte die Minderheiten als Rumänen,,, als streue Söhne des Landes, Angehörige: des gemeinsamen Vater landes. Als ich in Amerika,weilte, haben mich dort Tausende Rumänen freundlich empfangen; obwohl dauernd in den Vereinigten Staaten wohnend, halten sie treu zu Rumänien und denken in Liebe an ihr Heimatland. Die Amon rumänischer Inden begrüßt König Carol II. : : ■ Bukarest, 16. Juni. Die Union rumänischer Juden beschloß auf eine unter dem Vorsitz ihres Präsidenten Dr. Wilhelm Finderin a n n ab gehaltenen Plenarsitzung, das folgende Telegramm an König Carol JI. 31t :fenö,en:,.• -/ „Has. Zentralkomitee der llnion - rumänischer. Juden sendet Eurer Majestät-, anläßlich der Thronbesteigung seinen Gruß. Es hofft, daß die Juden . Rumäniens, die. unter dem ruhmreichen. Regime Ihres großen Vaters, König. Ferdinand T, ihre Emanzipation erlangt haben, unter der Negierung Eurer Majestät den Schutz des Gesetzes und der Behörden genießen werden. Wir versichern Eurer Majestät, daß die rumänischen Judenww in der Vergangenheit auch jetzt und; in Zukunft, treue und ergebene, Bürger im Dienste für Thron und Vaterland sein werden. Wir wünschen Eurer Majestät eine lange, ruhmreiche, und glückliche Regierung." : v Dr. Fildermann, der Präsident der Union rumänischer Juden, erschien im königlichen Palast, um König Carol seine Aufwartung zu machen.. Die Union jüdischer Gemeinden Altrumäniens atmete erleichtert auf, als Maniu wieder eine Regierung gebildet hat; man sah nämlsch den Versuchen des als Antisemit geltenden Generals Presan, eine Regierung zu bilden, mit Besorgnis entgegen. General Presan hat . im Kriege als Chef des Generalstabes wahrend des Rückzuges der rumänischen Armee die jüdische Bevölkerung Rumäniens stark verfolgt. Landesrabbiner Senator Dr. Niemirower teilte demgegenüber dem JTA-Vertreter mit, daß General Presan, der wie er Mitglied des Senates Jft, ihm gegenüber wiederholt seinen herzlichen Gefühlen für die Juden Ausdruck gegeben und versichert hat, daß die gegest ihn'"Utzööensn''Beschuldigungen' einer "schlechten Behandlung der jüdischen Bevölkerung in der Kriegszeit den Tatsachen nicht entsprechen. Oesterreich. Für die tzunsdorser Jeschiwoh. Wien, 15. Juni. Am 15. Stimm hielt die Keren H atorah-Zentrale in Wien unter dem Vorsitz des Herrn . Rabbiner I. F ü r st eine Sitzung, an der auch der Frankfur- §??/ MchWyMöDWst?'?? | | Dar Budget der Prager Jüdischen Gemeinde; 8 0i/;!;i2v.Aiuni. | f: Das Budget der Pragep Jüdischen.Gemeinde beträA -ssür das -Jahr r-1930 /insgesamt- -1.810.000- '-Kei (gegH A.769.700:iist Jahre.' st929/)^ EE eütfallest/Mr /kültureH Jind religiöse' Erförderiiifse '/asts./om Öffentlichen Schstlen.und'am-der:.Religionsschute:.der Ge? Ano:nden100;686^ Gemeindebibliöthek! 53:600? davon 12.000 Auf Neuänschäfsnngen', Gememdearchiy 15.000?/Stznagä? Aenersiäktüng 6Ö/o00,/dävl>n/25,000 "für.PestaurierungD- Mrbeiren an der AÜneüschul,. rituelles.Institutionen.. -100.840, fOberrabbinat und Prediger 76.700. Auf dem Gebiete dH: sozialen Fürsorge werden vörgesehem.381-500,/davon fE lArmenfürforge 52,000, Krankenfürsorge 183.400,. Maisest- .fürsorge 87.200, Kränkenhflüsbaufonds und Zinsest. 58.800. Mn Subventionen sind bewilligt 71.300, davon für den Keren Hajessöd -' 5000; für ' Durchwandererfürsorge und jüdische ' Fürsorgezentrale' 18.000, für das jüdische Hanh- Eungsleh'rlingsheim '10.000 Kc, . Die. Verwaltungskosten Der Gemeinde belaufen sich auf: 620.000, .die: Sachaufwenfdungen. Der? allgemeinen Verwaltung auf - 325^182 Kc. % Die' Bedeckung DiHeck Budgets,/ soweit sie. sticht aus Der GemeindHtestex.hetrührst 'beträgt 262.201, davon äst /Erträgnissen aus, beweglichem Vermögen- 11;877> unbe? Möglichem-; Vermögen 64.472, Fonds? Stiftungen,•" Taxen usw. 157,831; Kc. Der effektive,' durch Steuern zu Deckende Abgang /beträgt: demnach i.548.050. Kc. — Groß-Prag beherbergt nach Angaben des Sekretariats der. Prager jüdischen Gemeinde gegenwärtig 31.932 Juden. -(ITA.) Kurse, Die von der 'Jca.m. GeMeistschäft mit astderen Ötblatt" beschweren sich Absolventen dieser Hirse, daß sie Laiidtzuier chinausgeschs^hwürdeN, wo sie weder öen .Sabbast''HÄten/köstnenf nöchf,hie Möglichkeit -,^ch.-HueL z^/verM.^en"^''Was/DAen^ stust Die" Jcä 'lmöhstie füMerhkaniÄen^ Oraäüisätiönen,. Die . diele''Kurse 'Ananzierest,. Dazu? ., n ./.; , ’’ Der /KestWävorstänö 'sMeibk/nestn' Neue //'nstmNi 'biv/' Stellen'.su.r /Mätschaü[aus:'Ist Der'^^usttzs Öeß/flirrtmk -1Ö11fJ.2iguba n stustg! , Von jel>er/ Ä'ar / esüblich? m' /gröhest/'GenteiNdeN, sta^ / män/NabbMn1ünsthDäjämm"'Ä Bei-'usUntz äststellte/ 'aus:‘ eiste' PHwällungsän gelegen heit machte. Die ÄgüDä ivürDe -s-iCi?;?• N'.-6 'z^vy-i iir?v; tr^isiCi\y. überstimmt, .;:?,:':?j:?’?,!?15i|»Iett?.???: | Das Kehiüa-Vudget und das Mmsterium. % /:;':'t//v;/’;/i/'-/'?/ ’r;?// Ä a stfch ä.Uä / l5f/Juni. | Nach laiigem Hangen und Pangen .hat das Bildungsfstnnifterium. endlich-stas Gie-m e.i'rvd e buD g etlfüv 1928 Denchnngt.:! Uebevzwet-!Jahre^ haben die 'Aktest aH Btauvträger^istD'er jüDischest Abteilung' W Ministeriums Herumgelegen, /unD/Äe Sorgen /ster - Gemeinde sind ist- Ewischest. ins. Unermeßliche angestiegen^.' 'Wie man höch^ M das-Budget. nichl in 'seiner Utform 'zu /seinen' Eigen- Nmern/zurückgekehrt? sonderst ststttt?!wesentlichen/.Streichungen und Aenderungen?So sind alle/Posten. für Theater, Sport, usw. gestrichenferner - auch die Subventionen für. die Schechitä: und der SScitrog1für; Keren HchessöA Man erinnert sich, daß auch das Budget von/1927. mannigfache Streichustgen stst.Kstltusmiyisterium erfahren hat. Aus der Warschauer kehillä.!! 1 / /?'' ''? W arfch äu? 11. .Juni:? . Die. Versuche, die Schechitä in die Regie des Kehillavorstandes zu nehmen, wogegen? sich' bekanntlich die Orthodoxie aus schwerwiegenden Gründen wehrt, wiederholen sich, aber zum Glück ohne Erfolg. In der Sitzung; die eigentlich eine Trauerfitzung zu:Ehren Rabbi Perl? nurttcrs fein sollte, brachte.- der: Vorsitzende? glelch; nach den Gedenkreden, die Schechitofrage . yuf die/Tggesord? stung. Räbbi/Posster bemerkte, daß der verstorbene Rabbi sich wiederholt gegen die Uebernahme der Schechitä durch Die Gemeinde ausgesprochey hätte und.Daß es daher eine Pietätlosigkeit wärejetzt, /sozusagen im Anblick des grö? ßen Toten (es war am 8lbend vor Der Bestattung), gegen seinen Willen etwas zu unternehmen: und zuh'eschließestf Seine Änregung-^blieb unbeachtet. ./Bei Der Abstimmung standen sich Agudisten und Zionisten mit'je 5 Stimmest Keichmäßi^ gegenüber.^ ,.Acchbi. .,Po.ssttzx^,sostst^Ln,-.dieser SaHe äüf Selten Des" Vorstandes, stimmte aus Opposition gegen die Pietätlosigkeit mit den Ägudamitgliedern und gab den Ausschlag, Daß die Schechitä vom Budget gestrichen wurde. Das Friedhofsbudget wurde ' mit den Stimmen der Zionisten gegen die Äguda angenommen. . Eine großLsAabkmerkonferenz?in: Wilnas??. z. W i l N.L? 12? Juni,-?! :!Zu: einer, großen7.Rabbinerkovferenz'.hatte chch. Wilna feit: langem schon gerüstet. :- Sie ist, in Diner Weise ducchgeführt! worden. Daß man?:sagen -kann,; der Schmerz der jüdischen Volksseele, hatte seinen: DolMetschimridüdiL-wichtigsten-Fragen,Die:-züv'Zeit Das Ostjudentum, beschäftigest, haben,: wenn:auch.wicht ihre Lösung? so.Doch-ihren:Ausdruck?-gesunden.??Es^wurde gleich M-AnfüNtz eist:ProtestP e'tzeWDsts E i irwran d e ist ng-s-ge setz ist P ä l ä-sti nst erhöben, ein eigenartiger Protest - ohne politische ' Spitze? und Mit scharfer -religiöser- -Betonung- Unser Recht auf Palästina, heißt; es darin- -stützt' sich wicht- 'auf irgendwelche- 'Deklärätiosten; -sondern auf göttliche-'Verheißung aus dem Münde feiner Propheten. Das religiöse"Jüdentüm bleibt daher nach wiewor bet seiner Hossnungauf dieErlösung?dievon :Gott':kommt, wenn Jsräel Der -Geula'würdig ist.- - - - Einen- - großen?Räum:lstahmeN - bei irew Verhänölüngen Die Dinge ist .S ö-w sie t-rst tz lä nD^ eist? Es 'würde beschlossen, mit' einem Appell an düs-JüdentUWder DVelt heranzutreten, Den ' russischen - Brüdern mäterielle' - und moralische Unterstützung angedeihen zülässen? - Eine'besondere Hilfsaktion läßt sich die Unterstützung der russi-- schert,-..jR:a;-aWchrge§ sein?;Diese^WonderaWon soll m'erster Reihe duMäMIbst'besteuerung der- R ab,hi u,e n,...außerhalb- Rußlands, auch durch Zu-- rvendungest - Des,. Joint,., zustandekammen, :Die? jüdische- Äuswästd'erüug .aus.. Rsthland,,soll..gefördert.rperhen und den' Hlüchstingen, befotzdres. .äey..pür^Religign^vMfolMstgen flüchtenden,, Pabbinen, soll Der Weg-- chs. Ausländ>ge? ebnet werd/en. /> . .. ........... ,:!,.jVpn,.den?.innKreN::Angelegenheiten:Zentrallitauests D.e-- schästigten. hie-Konferenz Die: Magen, Der Zusammenlegung der. Gemeinden?-und /.Erziehungsfragest.: Gegen, eine z-w awgs-w.eisi,e.. ZmsamMewsiegu-wg;-vom?Gem.e i st dp n, die innerlich wicht zueinander gehören, wurdeschürfster. Protest:eiygelegt, - und, wurdenoch - ein -Beschluß: geloht, .fyi der .Regierung ^zu bewirken-?daß alle.Dereits geWssesten-Maßnahmen rückgängig; gemacht werdest. Im. Zusammenhang; dymib .steht/., auch- Die . Errichtung- Des- OgerrabbinatS, -... womit; - angesehene,) Rabbinen willkür> sich, zu, ,Hilfsrftbbinern" reduziert, averden? Gegen all diese- Verordnungen,: sollen die nötigen/ Schritte,unternommen werden. .;Auf dem Gebiete - der Erz i e h u n g soll die Gründung. von Chedarim und. Talmud Ttzoraschulen in allen Städten: -und / Städtchen: gefördert werden:' Dem'' Räbbiner obliegt es, fär ,die )Entwicklung dieser Schulen zu arbeiten -und , er ist -verpflichtetzu Diesem: Zwecke Dsters in. die Provinz hinauszufahren,' obwaltende Uebel abzüstellgn; und-stberallfür die. Stärkung des' religiösen Gedclnkens. und' die- Hebung - Der religiösen Erziehung zu sorgen,. Ein Desonderes Augenmerk wird' der- T-ö ch-t e r - erziehungzugewandt? -Als: )GrundlagD;siNd Kurse füst Lehrer und Lehrerinnen nötig?- Eine Resolution wünscht die Abschaffung der sogenannten Bildungszensus für MelamdiM-.-. . ... -Beaa-tung fand, ein, Referat von Rabbi K o f o w s k i, Rabbiner, in, Wosiowiski,, über die; Agudath, Harabbänim inZentrallitauen.^Cr. macht: eine Reihe von-Vorfchlägerr u nd legt. ausführliche Gtatuten überDie Stellung ünd Kompetänz des , Aabbinerverbandes-; wie; des; einzelnen- Rabbiners in feiner- Gemeinde. vor>- die?Die Kommissionen bei ihren weiteren. Beratungen.noch,-beschäftigen: werde'w