Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 71 (1930)
- Issue
- Heft 24 (12.6.1930)
- Date
- 1930-06-12
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2446951-2450600-2450623--77018-2534652- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 2. Nr. 9 allen Thorastätten der Welt täglich in neuer bräutlicher Liebe verbindet. Dieser Siwan-Monat des Jahres 5690, er möge uns zurückführen um 3242 Jahre an den Fuß des Sinai. Damals lagerte das jüdische Volk, „ein Mann, ein Herz", dem Berg gegenüber, von dem ihm das Wort Gottes gereicht wurde. Die große Aufgabe, die Aufgabe, fand ein großes und starkes, in seiner Einigkeit doppelt starkes Geschlecht. Mögen die Siwan-Tage dieses Jahres die Söhne des jüdischen Volkes einig finden, einig und geeint im Hinblick auf die gewaltige Aufgabe, die ihrer harrt: die Jefchiwas Chachme Lublin zu erhalten und nach weiter auszubauen. Nur eine vollkommene mxa bv nnatf gibt es, sagt deriLiv von in einer seiner nisrn: die Freude beim Chinuch einer Sefer Thora.. Jede Mizwoh ist, da wir sie getan haben, vorbei. Die Sefer Thora, im Augenblick da sie zu Ende geschrieben, da wir sie einweihen, da die Mizwo des Schreibens getan ist, da beginnt sie sich erst in ihrem wahren Sinn auszuwirkem da wir die Sefer Thora Nehmen, um ick ihr,' aus ihr zu lernen. Eine wahre mxa bv nn»w fei uns auch in diesem Sinne die Einweihung der Jefchiwas Chachme Lublin. Der Bau steht vollendet. Jünger, fähige, lernfrohe Jünger eilen herbei, die Räume zu füllen. Das Werki st getan, und in Wahrheit: das Werk beginnt erst. In tiefer Dankbarkeit entbieten wir dem Lubliner Raw, Rabbi Meier Schapira, unser aia bw' Indem wir ihm geloben, nach schwacher Kraft, aber Jeder nach seiner Kraft mitzuhelsen, daß das Werk, das er der Gesamtheit geschenkt, durch die Gesamtheit ihm erhalten und gesichert bleibe, beten wir zu G'tt: •*pm niyyaa nraw nmrmw psn \t Wolf S. Jacobson-Hamburg. Mitteilungen der palästina- Eenkrale der Agudas Zisroel. 1. Erez Iisroel-Veranstallungen in Sommerfrischen. Wie im Vorjahre planen wir auch in diesem Jahre in Kurorten, wo sich eine größere Anzahl Agudisten aufhalten, Erez Jisroel-Abende zu veranstalten. Wir bitten unsere Freunde, uns in Kenntnis zu setzen, wo dies erwünscht ist, und stehen wir mit Rednern, Lichtbildern und sonstigem Material gerne zur Verfügung. 2. Rausch Chaudesch-Spende für Siwan. Wir bitten dringend um baldige Einsendung der Rausch Chaudesch-Spende für Siwan, da wir angesichts der wirtschaftlichen Lage auch aus die kleinststen Spenden angewiesen sind, um rechtzeitig den Lehrkräften unseres Schulwerkes ihr Gehalt zukommen zu lassen. 3. Gutachten von Herrn Oberrabbiner Sonnenfeld Wir haben Herrn Oberrabbiner Sönnenseld bezüglich der Verteilung von Keren Hajischuw-Büchsen an Orten, wo andere Büchsen insbesondere R.M.B.H.N.-Büchsen verteilt sind, um eine gutachtliche Aeüßerung gebeten. Dieselbe lautet folgendermaßen: D”n •mn abitnT p"myn a’uaiyx mVnpaV maxi an rn p"rnya nn naw ]v>d unnV 'x av> «r^ya p"nx air rma^ omoa 'tr-raain aunxm D’jain maa •a"a» vniLp^na ''"rr uuyV ^xniy miax 'nan 2 X mm >pa:^> uyun n"x v”> ara aimn aanaa rnsipw 1122N pnva.na 'ibn .nbxiy.n aaip np'y ^a nxa vrapn nt Vy nvx -m» *i^äo’ xV x"yr z^.nyaan pxv 'nvi naai -x"yn aiv'N 'nv-'a auwxnn x^ '^lanv NLip naa vrv ’a f?y moxV na 'a bv aawn nnvab nnyi'a.n npnx bv nvip my bap' X"am p".nxa 'nnnn aitynn pwi bv ix mwa nxann nnnx nsip naa nxxaj m.n wxn bv irpaa ax a"tyaai riQip bipb vby aayV px naa rxty .^ian riaip nbn ptnb a'XLNn nbx by nana xian nannxi-ai^n snp a'^ys mann^? i"'.n a"ya^ nin^sx ^aa am-? nx nnnv bv ’na rnv' ’"y p",nxa nrnyn^i nmr^ 'nnn aw’a «nipn nanx bv ^>xnV' aw”1? ix vnip.n •pxa ni'ibnn ivnsa a”pb 'brm. mynb rnbn n srnbxVa nvnann npyi vnsa bipiyb anrna ntyx rn'nai nana ^aaw nninn jrx nmrmn nisipn niyap ax 'pnx aaiya uxrai naa Txur 'X"yr rnyaaa bv Wian nDi^iaaa nioaaa Der Isr ae I i t - ... . . B lä tter .... ^X'snbi nxaxbi np?nb-aiV'.n snp npipb dt w imt -bxnV^a vmpn nmay naw b& .nanai aibiö niLirn m ny nvai opvn np^n iimayi aV?ty. npnxn nwB 'Mi ^x'nx p^aai . bxnV' M nvnna Nixnb iai'i abivn '-nainp nyiiyb nanan nnmya D”n *)ÜV Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel Schwanenstratze 12; Postscheckkonto: 53 900. Ein Vajs Iakow-Äbevd in West-London. Im Herzen West-Londons, im Haufe der Lady Sptelmann und in Anwesenheit 'einer Gesellschaft führender Persönlichkeiten der englisch-jüdischen Gemeinschaft versammelte man sich dieser Tage zu einem von Rabbiner Tobias H o r o w i tz, Rzeszow, mit großer Umsicht und beispielloser Hingabe vorbereiteten Teeabend, um einem Referate über das Bajs Jakow-Werk aus dem Munde einer der Führerinnen der Bewegung, Frl. Dr. Judith R o s e n b a u m aus Frankfurt a. M. zu lauschen. Rach herzlichen Begrüßungsworten von Miß Modell, einer der prominentesten Führerinnen auf jüdisch-sozialem Gebiete in England, übernahm.Miß Rettie A d le r^Heine Tochter des Heimgegangenen Ch'iefrabbi Dr. Hermann Adler b^i , Mitglied des Londoner Graffchaftsrates und Fried>ensrichterin, das Präsidium. Sie entschuldigte die Abwesenheit der Lady Herbert Samuel, der Präsidentin der „Union jüdischer Frauen", unter deren Auspizien der Abend stattfinde. Sie entbot der Sprecherin des Abends, Frl. Dr. Judith Rosenbaum, einen herzlichen Willkommensgruß und äußerte ihre Freude über die Gelegenheit, Authentisches über Byjs Jakow zu erfahren-. Frl. Dr. Judith Rosenbaum stellte, teils in englischer, teils in deutscher Sprache, die Entwicklung des Bajs Jakow-Werkes seit dem Beginn durch Sara Schenierer dar, seine rasche Entwicklung aus einer Keimzelle von ein paar auf der Straße aufgelesenen Mädchen bis zu den heute unter dem Banner von Bajs Jakow gesammelten 20 000 Schülerinnen und gab ein anschauliches Bild von dem ungeheuren Segen, d>er aus der Bajs Jakow-Bewegung für den ganzen Osten sich entwickelt hat. Die Bajs Jakow-Zentrale werde mit Briefen überschwemmt, die neue Schulen und neue Lehrer verlangen. Die englische Judenheit solle sich schlüssig darüber machen, ob sie mithelfen wolle, daß das Werk weiterschreitet und das Seminar in Krakau raschest vollendet werden könne. . Die durch eiste Fülle lebendig vorgetragener Einzelheiten aus^d-em privaten und öffentlichen Leben des jüdischen Mädchens im Osten, gestützten Ausführungen der Referentin, die Darstellung seiner geistigen und körperlichen Nöte, die sein soziales Elend illustrierenden furchtbarer! Ziffern machten auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck. Chief-Rabbi Dr. Hertz unterstützte den Appell aufs wärmste. Die osteuropäische Judenheit fei unfähig, sich selber zu helfen. Das ökonomische Elend sei so schrecklich, daß es kaum beschrieben werden kann. Es fei unsere heiligste Aufgabe, unfeven Schwestern zur Seite zu stehen, damit sie nicht den unzähligen Versuchungen zum Opfer fallen, die ihnen von allen Seiten drohen. Rach seiner ganzen Erfahrung kenne er kein Werk, das in der gegenwärtigen kritischen Situation von lebenswichtigerer Bedeutung fei wie das Bajs Jakow-Werk. Er unterstütze die Bewegung aufs wärmste und hoffe, daß ein tatkräftiges Londoner Komitee dafür gebildet werden könne. Chacham Dr. G a st e r schloß sich den Bemerkungen des Chief-Rabbi an. Die Engländer glauben, daß Vorbeugung bester als Heilung fei. Keine bessere Gelegenheit könne sich der englischen Judenheit zu einem solchen Werke der Verhütung 12. Juni 1930 vollendeten geistigen Elends bieteck/ als die Förderung der Bajs Jakow-Bewegung. Ein Midrasch - sagt uns, daß es einzig das Derdijenft der jüdischen Frauen war, das uns die Erlösung aus- Aegypten brachte. Ohne eine wirklich glaubenstreue jüdische Frauenw>elt gäbe es Mch heute keine ' Erlösung aus der Sklaverei, in der wir uns befinden. Mr. Herbert M. Adler, Direktor des jüdischen- Erziehungsverbandes und Mr. Ernst Schiff unterstützten den Appell aufs wärmste. Sie hätten den Vorzug gehabt' mit Rabbi ' To b i a s H o r o v i tz , dessen Persönlichkeit und dessen Arbeit charakteristischer Weise von allen englischen Rednern und Nednerinnen mit besonders ehrenden Worten gedacht wurde, die Bajs Jakow-Probteme durchgufprechen undsie jetzt durch die Referentin erneut entwickelt zu hören. ' Niemals zuvor hätten sie die Notwendigkeit, ein ■ solches Werk zu stützen, so lebhaft empfunden als " in diesem Augenblicke. Mr. H. A. G o o d m a n dankt allen, die heute Abend für das Bajs Jakow-Werk eingetreten feien; als einer, der persönlich die Entwicklung, der Bajs Jakow-Bewegung aus nächster Nähe beobachtet, die Schulen besucht und die neue Generation thoratreuer jüdischer Mädchen kennen gelernt Hube, die aus diesen Schulen hervorgehen, könne er Zeugnis ablegen für die Größe des Werkes, das hier vollbracht wird. Die Zukunft unseres Volkes ruht in den Händen der jüdischen Mütter; sie werden ihre Kinder belehren und inspirieren. An uns liegt es, zu entscheiden, in welchem Geiste diese Inspiration erfolgen wird. Der Redner entbot besonderen Willkommensgruß dem Vertreter des polnischen Gesandten, der durch seine Anwesenheit der Versammlung die warme Sympathie seiner Regierung für die Sache dies heutigen Abends bekundete. Der Attachee der polnischen Gesandtschaft hielt hierauf eine Ansprache an die Versammlung. „Polen," so sagte er, „sei noch ein junges Land und hätte mit vielen inneren Schwierigkeiten zu kämpfen. Diese Schwierigkeiten würden um so leichter überwunden werden, je besser die Erziehung in allen polnischen Kreisen funktioniere. In diesem Sinne begrüße und unterütze er aufs wärmste die Bajs Jakow-Bewegung und freue sich über die Sympathie, die man dem Werke in London offenbar entgegenbringt/ Die Vorsitzende, Miß Nettie A d l e r, appelliert in ihrem Schlußwort an alle Anwesenden um moralische und finanzielle Unterstützung. Sie schlug vor, daß ein Komitee gebildet werde, um das Werk fortzusetzen, so daß die englische Judenbeit dauernd Gelegenheit habe, an der Lösung -d-er^roßest''Aufgabe mitzuwirken. 7 | , Nachschrift der Redaktion: Hie wir erfahrm,^ ist inzwischen die Bildung des Komitees erfolgt. Es gehören chm u. a. an: Miß Modell als Vv^- sttzende, Lady Spielmann, Mrs. Flora Sassoon^ Lady Leopold de Rothschild, Mrs. Schönfeld, die Gattin des Heimgegangenen Ratvs V"XT der Adaß ' Jisroel, Mrs. Ettinghausen und Mr. Harry Goodman.; Eine Beth Zakob-Lehrerinven- - Bildungsanstalk in Men. Die Wiener thovatreue Judenheit und mit ihr die Orthodoxie der ganzen Welt wird die Botschaft von der Gründung einer B e t h I a k 0 b-. L e h r e r i N n e n b i l d u n g s a n st a l t in Wien mit inniger Freude vernehmen.^ Das Schebuothfest, die Wiederkehr des Sinaitages, an dem der g'ttliche Ruf an Beth Jakob, an die jüdische Frau, erging, das Schicksal der Thora auf Erden mitzubestimmqn, wird für uns alle in diesem Jahre mit Rücksicht aus diese Neugründung einen neuem sinnigen Inhalt bekommen. Dem ungeahnten Aufftieg, den dje Beth Jakob-Bewegung in den jüngsten 10 Jahren in Osteuropa genommen hat, entsprechend, soll durch die Lehrerinnenbildungsanftalt in. Wien die Ausbreitung und Befestigung der Bewegung auch in