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Der Israelit · 1930-03-06 · Heft 10 (6.3.1930) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
71 (1930)
Issue
Heft 10 (6.3.1930)
Date
1930-03-06
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Set 3 st <i;t 111 6. -..mß man sagen rra3 napivwKi «a: Gewiß war der Künstler »>rrVxa oder die Künstler des?"nna gleich dem K’aa. Sowie »dort sich die Sprach- und .'Sprechkraft des Propheten mit »der Offenbarung Gottes zusammenschließt und daraus die »Prophetie in uns vorliegender Form entstehen läßt, so »schließt 'sich die künstlerische Fähigkeit und das künstlerische »Talent des Meisters mit dem geoffenbarten Plan Gottes »zusammen und läßt das jüdische Kunstwerk erstehen, das »unseren Weisenden begeisterten Rus'ientlockt: nm kV® n» Imio) eaVwa iKisa pa .-irr-, kV -u-uaa p"am Und [bas beweist ja gerade, daß es wohl eine gottgeweihte »Kunst gibt; eine Kunst, die dem Wesen des Judentums I nicht nur nicht fremd!ist, sondern mit ihm verwachsen! ist und unsere anun begeistern konnte. Oder hat etwa etwas Wesensfremdes ihnen diesen begeisterten Ruf entlockt? Der Verfasser fährt Tort: „Bezeichnend ist auch das I Verhältnis der Mischen Masse zum Studium des *fs Abgesehen davon, daß es fast gar nicht gepflegt wird, . . ist sogar eine gewisse Zurückhaltung und Scheu bei der (für unsere Beurteilung maßgebenden östlichen) Masse bemerkbar." (S. 176.) Wieder der Beweis von der Müsst! Der Verfasser scheint aber den Grund nicht zu kennen, weshalb man im Osten das y'3 Studium der Jugend (und nur der Jugend) verpönt hat; scheint nicht zu wissen, daß Liese Ablehnung erst seit dem Beginn der Haskalaepoche datiert;. scheint die ganze maskilische Entwicklung und Gefahr, insbesondere die Gefahr der hej bräi's-'che n Liter atur zu der man aber nur durch! T^-Kenntnis'se gelangen konnte, nicht zu kennen. Er! scheint aber auch nicht zu wissen, daß gerade die ostjüdische! Masse viel.'Künstlerisches verrät. Sowohl in der Kleidung! als auch in ihren Schulbauten (etwas woraus ich noch! später zurückkomme), in der offensichtlichen Freude an deinem schönen hebräischen Stil (die sogen. nx-Vn) sowie an den v'viw -(man denke nur an maipn) und vor allem! an den Versuchen, selber hebräische Verse zu machen I (Anwandlungen, die fast jeder Jeschiwabachur einmal hatte, und denen man die meisten modernen' hebräischen Dichter zu verdanken hat). Als einen weiteren Beweis führt der Verfasser an, daß „gewisse Wein- und Liebeslieder mittelalterlicher jüdischer Schriftsteller fast gänzlich unbekannt geblieben sind und auf das Volk nicht den geringsten Einfluß ausgeübt haben." Ja, weil eben Wein- und Liebeslieder nach jüdischer Auffassung wirklich etwas „Wertloses" find, die dem jüdischen Wesen wirklich nichts entsprechen. Sie wären sicher genau so unbekannt geblieben, wenn sie auch nicht dem Kunstgebiete, sondern einem anderen Gebiete — wie Moral und Ethik — angehört hätten. Di.es beweist doch aber nichts gegen „wertvolle" Poesie und Dichtung. Schließlich kommt der Verfasser mit einem. Zugeständnis und sagt: „Wenn man schon geneigt^ ist, gewisse Erscheinungen im Judentum unter dem Aspekt der Kunst zu sehen, ... so ist es dennoch eigenartig und einzigartig, daß sich diese „Kunst" auf dem Gebiete des Religiösen erschöpft hat." (S. 177.) Daß die jüdische Kunstbetätigung sich vorzugsweise und in erster Linie auf dem religiösen Gebiet sich vollzogen hat und sich, auch weiterhin — wenn sie echt jüdische Kunst bleiben will — vollziehen m u ß, ist eine Tatsache, die jeder zugibt und die Dr. Birnbaum — gegen den seine Ausführungen gerichtet sind — sogar ausdrücklich betont. Der Verfasser fragt weiter: „Wo ist die jüdische Musik? Viel „Veweismaterial" wird auch hier nicht vorhanden fein. Höchstens jene alte Weife des ’tt Va von der man sagt, sie sei jparcischen Ursprungs, oder die von Wallachen und Zigeunern übernommenen ostjüdischen Melodien, denen' der slavische Zug viel mehr anhastet 'als das jüdische? Alle jüdischen Kunstäußerungen tragen unverkennbar den Stempel des Landes, m dem sie getätigt wurden." (S. 178.) Abgesehen davon, daß die ostjüdischen Nigumm echte jüdische Kunstschöpfungey sind, daß die fröhlichen Melodien dem jüdischen Gefühl von nixa V® nna® .voll und ganz entsprechen, sind selbst die melancholischen Melodien, trotz ihres slavischen Einschlags — die aber rm Kern Und der Nuancierung echt jüdisch sind — stach der eigenen Auffassung d^s Verfassers als reine jüdische Kunstschöpfungen zu werten. . Der Verfasser sagt nämlich in bezug aus nichtjüdische Kunst: „Alle Leistungen des Volkes stammen me allein aus fseinem eigensten, . immer fußen sie auf gewissen, von außen gekommenen Eindrücken. Wenn -man nun aber alle Beeinflussungen und übernommenen Traditionen subtrahiert, dann bleibt noch ein weniges, aber ureigenes Etwas zurück." (S. 177.) Warum soll dies nicht auch für die jüdischen Kunstschöpfungen gelten? Diese Frage gilt aber nicht nur bezüglich der Philosophie und der Architektur, von denen der Verfasser weiter im selben Sinne wie von der Musik spricht. Wenn aber der Verfasser meint, daß man an den jüdischen Synagogenbauten alle möglichen Motive entdecken kann, nur kerne jüdischen, so verweise ich ihn nur aus den im selben Jeschurunheft gedruckten Aufsatz von der I. Carlebach: „Die Architektur der Synagoge",, der ihn eines besseren belehren wird. Der Verfasser weist dort in hervorragende rWeise nach, daß die jüdischen Synagogenbauten aller Zeiten echt jüdische Motioe ausweisen. Tre,- send sind auch die Carlebachschen Ausführungen über die Haltung des Judentums gegenüber der Kunst und zeigen deutlich die Sinnlosigkeit der Forstfchen Behauptung: „Ihm (dem jüdischen Volke) mangelt die Fähigkeit, Schönheit zu gestalten." Merkwürdig, daß diese beiden Aufsätze sich in einem Heft vereinigt haben. Vielleicht ist auch, hier der talmudische Satz anzuwenden: naaV.nKis-i onpa n-apn Was aber dem Ganzen die Krone auffetzt, sind die Worte des Verfassers: „Wenn der jüdische Mensch sich selbst, fein Innerstes mit den Erscheinungen der Kultur, mit Kunst und Wissenschaft, Plastik, Lyrik, Musik usw. konfrontiert, dann fühlt er, daß hier etwas nicht stimmt, daß sich ein Etwas in ihm gegen diese Dinge sträubt, seine Freude durch etwas getrübt ist, mit einem Wort, daß sie zu ihm keine rechte Beziehung haben, daß sie nicht zu ihm gehören." > (S. 179.) Ich möchte nur fragen: Haben womöglich unsere V'tn bei den Aussprüchen: nun kV -sriaa p"ana nsn kV® •>» mu pa NKi kV ormn pa nx-i kV® '» (rr"3 naiv) aVwa ikib» pa fi®Ki riK3 mvi ]n iVk tm V® insn pam-iv n®V® i('t a"a) va*» V® Vip •>®T>a) Vip p *iVk kNK V® injn p’za n®V®; d->ki a'Vai nw (r'3 ma-ia) npi rsaai (-iar ’3’a und bei den unzähligen anderen ähnlichen Aussprüchen auch dieses „Etwas" gespürt, das sich gegen diese Dinge sträubte? Oder haben sie etwa nicht so jüdisch empfunden wie der Verfasser der neuen jüdischen „Wesenhaftigkeit"? Und zum Schluß noch eine Frage: Wie konnten die in Anlehnung an einen pws der min von den Juden verlangen: riK: naiv i'wV n®y ,nixaa v>3aV nnwn ,ini3Ki K m öiaVipa nur v>na i»®V ia awai NK3 rro NK3 NK3 idi® ntw aViV ü"Vp na®) pK3 i,KT,®a iamai jbik nVa^a NK3 wenn sie die Fähigkeit, Schönheit zu gestalten, nicht besitzen? Heißt es doch vnma os '-nnoa rra n-apn p-' Bücherbesprechungen. Pentateuch and Haltorahs. (Lessons; from the Prophets). Edited by the Chief Rabbi. Genesis. London. Oxford University Press. Chief Rabbi Dr. I. Hertz in London hat mit dieser Pentateuchausgabe ein originelles Unternehmen eingeleitet. Es fehlt, der Vorrede nach, den englischen Juden eine brauchbare moderne Uebersetzung, die vor allen Dingen die Teilnahme an der synagogalen Thoravorlesung erleichtert. Diese Lücke soll durch das vorliegende Werk ausgesüllt werden. Das aber, was ihm seine besondere Bedeutung gibt, ist, daß hier das offizielle Oberrabbinat des ganzen Landes allen gewissermaßen eine kanonische Uebersetzung und Erklärung für den Gottesdienst in dir Hand gibt, ein Vorgang von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Es gehörte Mut dazu, den wir gern anerkennen, daß das höchste geistliche Oberhaupt der englischen Juden von seiner wissenschaftlichen Höhe herabsteigt, um für die Notwendigkeiten - der breiten Masse selbst verantwortlich einzutreten. Es ist dabei nicht immer ein Leichtes, dasjenige zii treffen, was für alte brauchbar und wesentlich, vor allen Dingen, was religiös bedeutsam ist, um es in den Vordergrund zu rücken; und natürlich, daß sich über Einzelnes Meinungsverschiedenheiten ergeben können. Ob gs z. B. so sehr schön ist, daß in einem solchen offiziellen Kommentar n i ch t j ü d i s ch e Erklärer herangezogen worden sind, lasse ich dahingestellt. Ich möchte nur es für gewiß ansehen, daß nichtjüdische religiöse Gemeinschaften einen solchen Freimut nicht besitzen. Hertz beruft sich auf das Talmudwort: Nimm die Wahrheit an von jedem, wer immer sie sagen mag! Der Kommentar ist kurz, beschränkt sich zumeist auf sachliche Erläuterungen. Die Uebersetzung ist schlicht genug, daß sie bereits einen halben Kommentar in sich schließt. Nur dort, wo Jrrtümer abgewehrt werden sollen, wird der Kommentar etwas ausführlicher. In den Erläuterungen der Haftauros wird in moderner Weise der Blick historisch orientiert,- in wenigen Strichen ein Bild der Propheten gegeben, damit ihr Wort aus den großen Zusammenhängen der jüdischen Geschichte verstanden werden kann. Ausführlicher wird unser Buch nur an einigen Stellen, , fo am Ende der Sidra Bereschis, um über das Schöpfungskapitel,, das Verhältnis' des Judentums zur Entwicklungslehre, das Paradies und den! Fall Adams eingehender zu sprechen,- wo es offenbar gilt, besondere Mißverständnisse oder Mißdeutungen abzuwehren, ebenso am Ende von Noah, um das Verhältnis des Sintflutberichtes zu dem babylonischen und die bibelkritische Behauptung von dem doppelten Sintslutbericht kritisch - zu beleuchten. Abrahams Erscheinen wird durch eine Vorbesprechung vor der Sidra Lechlecho ins helle Licht gerückt, und bei Gelegenheit der Segnung Jakobs werden die Jrrtümer der Christologie entlarvt, die offenbar bei der Betriebsamkeit der englischen Mission noch viel tiefer ins englische Publikum eingedrungen sind als bei uns. Es ist fraglos, daß die Offenheit, mit welcher hier die Angriffe auf die Bibel gekennzeichnet und widerlegt werden, das glücklichste Mittel sind, um die Gespenster der modernen bibelseindlichen Theorien zu zerstreuen. Und diese Auseinandersetzung gewinnt an Kraft, als sie eben gedeckt ist von solch hoher Stelle wie dem Chief Rabbi. Gleichwohl ist es fraglich, ob eine solche Polemik in das Heiligtum eines derartigen dem Gottesdienst gewidmeten -Werkes gehört, ob nicht dort allein die positive Stimme der 'religiösen Darstellung laut werden darf. Aber gewiß denkt der Verfasser dabei an die modernen Besucher des Gotteshauses,' wie mancher bei der Verlesung des Thoraabschnittes mit zweifelnden Gefühlen n,folge der vielen Verunglimpfungen und Angriffe dem Gotteswort zuhört, immer ängstlich, ob es auch das Wort der Ewigkeit und der Wahrheit uns noch sein kann. Und so schaut der Verfasser dem Hörer ins Herz und will ihm seine Bedenken sofort mit ruhigen, sachlichen und eindringlichen Worten zerstreuen. Eigenartig mutet auch die Hmzufügung geographischer Karten des biblischen Orients-und Palästinas an, an Hand deren die Urgeschichte der Noachiden und die Erzählung über die Stammväter verfolgt werden können. Hertz hat es „gewagt mit Sinnen und braucht des keine Reu' zu haben", wir glauben, daß ihm pur ein Dank dafür ausgesprochen werden kann. Wenn wir an den Durchschnittsbesucher der Synagoge denken und seine Hilflosigkeit gegenüber der Thoravorlesung, an Die störenden langen Pausen zwischen den Aufgerufenen,, die immer wieder die Gemeinde zerstreuen und ablenken^ ist solch ein Buch ein Mittel glücklicher Konzentration. Es bietet zu jedem Abschnitt doch immerhin soviel Fesselndes, daß jede freie Minute im Gotteshaus glücklich ausgefüllt werden kann. Es ist ein Vorzug, daß die meisten Erklärungen kurz ausgefallen sind, damit die Orientierung schnell erfolgen kann .Damit soll nicht gesagt sein, daß wir jeder Einzelerklärung zustimmen. So hat uns der Kommentar zur Haftauro wajechi, dem Testament Davids, nicht befriedigt. Hier hat das von Rofenzweig in seinem „Zweistromland" so scharf gekennzeichnete „apologetische Denken" den Verfasser u. E. den falschen Weg geführt. Es ist zweifellos, daß unsere Weisen die Todesstunde Davids als eine Parallele zu der Jakobs gefaßt haben., daß also sein Testament an Salomo nicht von kleinlichem Haß und von Rachgier eingegeben sein kann. Es wäre also Aufgabe gewesen, aus der großen Persönlichkeit des Psalmendichters heraus das Ganze zu begreifen. Wann werden wir in Deutschland uns einmal zu dem unbedingt erforderlichen modernen Bibelkommentar aufraffen? Dr. I. E. Toward Sinai! Sermons and Adresses. By L e o Jung (Ph. D., Rabbi of the Jewish Center N. Y.) Pardes Publishing House, New York 5690 — 1929. In der gewohnten vorzüglichen Ausstattung, die man von Amerika her kennt, legt Rabbiner Dr. Leo Jung eme neue Schrift vor, die Predigten und Ansprachen enthält. Ungleichen Umfanges, aus ungleicher Veranlassung bei verschiedenen Gelegenheiten gehalten, zeigen alle Aufsätze sich darin einig, daß sie dem Sinanvort gelten und eindringlich mahnen „hin zum Sinai". Das Buch gibt dem deutschen Leser Veranlassung zu recht interessanten Beobachtungen: wir erfahren, daß der aufbau der Predigt sich viel weniger als bei uns an einen Midrasch knüpft, daß man sich auch nicht scheut, Nanren aus dem Bereiche der jüdischen Literatur — wie etwa Saadja — und aus dem der Wrltphilosophie und Literatur — wie W. James oder Schiller — oder moderne Bearbeiter jüdischer Stoffe — wie Mendel Hirsch — ohne jede Umschweife zu nennen und ihre Meinungen anzuführen. Ferner: wir sehen, der Kamps gegen die Reform wird scharf auch von der Kanzel her geführt, ferner, Probleme, wie sie die Umwelt stellt, werden zur Sprache gebracht — wie „warum Religion?" Die Predigt dient weniger der gefühlsmäßigen Erbauung, weniger der Wissensverbreitung als vielmehr dem Kampf gegen falsche Aufklärung, gegen Modernisierung, gegen oberflächliches Urteil. Zitate werden nicht zuviel — eher zu wenig — gebracht, an Wissen wird beim Hörer — wie es scheint — nur wenig vorausgesetzt, aber die Fähigkeit, tiefer in eine Frage einzudringen, sie psychologisch und logisch zu erfassen, wird dem Hörer und Leser ohne weiteres zugeschrieben. Wir sehen doch schließlich, daß auch dort über dem weiten Meere den orthodoxen Rabbiner unsere Probleme beschäftigen, daß er auch dort in unserer Weise kämpft, und für unser altes und höchstes Gut das Wort erhebt. Wie dies Dr. Jung tut, das ist das rühmlichste an dem neuen Buche. Um darüber etwas zu sagen, sehen wir von den Unterschieden natürlich ab, die wir glaubten seststellen zu wollen: eine feine und anheimelnde Sprache tritt uns entgegen, eine ruhige und überzeugende Ausdrucksweise, würdig des heiligen Ortes und der weihevollen Stunde, man fühlt, daß sich Niemend für den Augenblick gewiß dem Zauber dieser Sprache und Rede entziehen kann. Da sieht man — und davon kann man noch lernen — wie man die schwierigsten jüdischen Fragen mit Liebe behandeln kann und mit den Worten der Güte und Milde neue Saat in alte Herzen säen kann. So liebevoll sind die Ansprachen an den Barmizwah oder die Trauungsrede; so ausmunternd wirken die Grabreden, so angenehm ist das ganze Buch, das z. T. noch nicht gehaltene Stücke enthält. Schön ist das Bekenntnis des Vorwortes, daß der Verfasser seinem Vater V"xt seinem Lehrer Dr. Hoffmann V"Xlund S. R. Hirsch V"xt dieses Können dankt. Für die Gesinnung sei dieses Zeugnis ausgezogen: The pennies of the poor have mainfained ihe old Yishuv in Palestine — a most eloquent factor in the final achievement of the Balfour Declaration“ (S. 156.) Rabbiner Dr. A. Posner -Kiel. Auf Hiobs Waage, über die Quellen der ewigen Wahrheiten. Von Leo S ch e st o w. Autorisierte Ilebertragung aus dem Russischen. Don R u o f f und W a l t e r, B e r l i n (L. Schneider) 1929. 8°. 573. Auch einem jüdischen Leser könnte es nur zur Stärkung des Ileberzeugungsmutes gereichen, Schestows Abrechnung mit der Selbstgefälligkeit der Philosophen zu lesen und seine Argumente gegen diejenigen zu hören, welche die Offenbarungen Gottes auf der Waage des mit Gott hadernden Hiob wiegen wollen. Dies geschieht bei Schestow gründlich, gemeinverständlich, aufrichtig und oft mit fortreißender Satyre. Selbst vor den Thronen Spinozas und Descartes wird nicht halt gemacht. Die scheinbare mathematische Objektivität des Philosophen wird als Erzeugnis einer lähmenden Angst, eines Ent-

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