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Der Israelit · 1930-01-16 · Heft 3 (16.1.1930) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
71 (1930)
Issue
Heft 3 (16.1.1930)
Date
1930-01-16
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Nr. 3 D e r Israelit , 16. Januar 1930 Seine Gastfreundschaft, in der er besonders von seiner Gattin unterstützt wird, ist in Köln direkt sprichwörtlich geworden. In den bittersten Zeiten ging kein Armer hungrig aus seinem Hause. Und als ehedem reiche Leute infolge der Schwere der Zeit ihr ganzes Vermögen eknbützten und vor dem Ruin standen, da war es Herr Rabb. Gibermann, der sich für eine Stützungsaktion einsehte und mit seiner schwachen Kraft Tausende und Abertausende von Mark aufbrachte. Seine Aufopferung für Jeschiwaus und Limud Hathauro ist unbeschreiblich. Möge es dem verehrten Jubilar, umgeben von seiner Familie, die in seinen Wegen wandelt, vergönnt sein, noch jahrzehntelang in seinem Kreise zu wirken zum Segen der ihm Nahestehenden, zum Segen von Klall Jisroel. Baden, 1. Jan. Kurz vor Chanucka verstarb Frau Sophie Meier geb. Guggenheim, die unter zahlreichem Trauergeleite vergangene Woche zu dem stillen Ort geleitet wurde, wo schon seit 14 Jahren ihr Gatte, Meier Meier, ruht, mit dem sie in 37jährjger glücklichster Ehe verbunden war. Einem guten jüdischen Hause in Dörnach im Elsaß entstammend, besaß die Entschlafene alle Tugenden des jüdischen Weibes in seltenem Maße: Die tätige, züchtige Hausfrau, die im Heiligtum der Familie ihre Befriedigung findet, die edle Gattin und Mutter, aufgehend in sorgender Liebe und Güte, die aber auch über die Familie hinaus hohe Auffassung über die Pflichten gegen die Mitmenschen betätigt. Für jeden, der ihr begegnete, wußte sie ein liebes, aufmunterndes Wort, Sie durste die Genugtuung erfahren, daß alle ihre Kinder, die sie im Geiste menschenliebender Gesinnung erzogen, im Vereine mit der Schwiegertochter, den Schwiegersöhnen und Enkelkindern wetteiferten, sie zu erfreuen und im Altes zu erquicken. An der Bahre hob der Schwiegersohn, Herr Rabb. Bloch in Mühlhausen, die Verdienste der Dahingeschiedenen hervor, rraxa/v Rabbi Israel Elijahu Benenfohn Bialistock, 1. Januar Einen herben Verlust erlitt unsere Gemeinde und das Thorajudentum in Polen-Litauen mit dem Heimgang Rabbi E. I. Benensohns, der als oberster Leiter der großen Jeschiwa hier wirkte. Rabbi Benensohn kam aus der Woloschiner Schule,' wo er zusammen mit Rabbi Schapiro, dem derzeitigen Kownoer Raw, und Rabbi N. M. Epstein aus Slabodko, zu den besten Schülern Rabbi Naftali Berlins gehörte. Er bekleidete dann rabbinische Aemter und leitete große Lehrhäuser in verschiedenen Städten Litauens. Vom Weltkriege nach dem inneren Rußland verschlagen, hatte er das Rabbinat in S k o p t i n inne. Kaum waren die Wege offen, kehrte er nach Litauen zurück und bekleidete seitdem den höchsten Posten an der größten Jeschiwa von Bialistock. Ein Mann von großer "Gelehrsamkeit und ebenso großer Bescheidenheit war er mit offenem Sinne für alles Große und Erhabene, von einer Geselligkeit und einem goldenen Humor, die ihn zum Freunde aller seiner Schüler und Gemeindemitglieder machten. Ein Leben schwerer Leiden und Prüfungen hatte er hinter sich. Dazu kam noch schwere Krankheit. Im Alter von noch nicht 60 Jahren kehrt er in die Welt, der ewigen Ruhe ein. rraxm» § Geroda (Ufr.), 14. Jan. In voller Rüstigkeit feiert am 21. Januar Frau Fanni Halle, früher wohnhaft in Hanau, im Kreise ihrer Angehörigen ihren 80. Geburtstag. Wir-wünschen der Jubilarin einen recht frohen Lebensabend! n» v'-ivrn nsa ay. Hamburg, 10. Jan. Mit Frau Sophie. M o s e s>xr die in diesen Tagen nach langem Leiden starb, ist eine der wahrhaft edlen, durch selbstloses Liebeswirken und stete Hilfsbereitschaft ausgezeichneten Frauen unseres orthoren Kreises von uns gegangen. Wenn dankbare Erinnerung und Liebe manches Mal dem Toten Tugend und Leistung in erhöhtem Maß zuspricht, so ist am Grabe dieser Frau kein Wort gesprochen worden, das nicht auch zu Lebzeiten ihr zuerkannt worden wäre. Von ihr gesprochen, war das Wort: „Sie hatte keinen Feind und tausend Freunde" blanke Wahrheit, auf sie angewandt, leuchteten die Worte Salomos zum Ruhm des wackeren Weibes in höchstem Glanz, denn ihr ganzes Leben war in der Tat eine große Mitzwoübung, ihre Welt war aufgebaut auf rr> Liebestat m höchster Vollendung und an allen geübt. Ihr großes» liebereiches Herz gehörte , den Reichen wie den Armen, den Lebenden und den Toten. '"' Sie durfte in den 43 Jahren ihrer Ehe an seiten ihres Galten, unseres frommen und von allen verehrten Jsaac Moses, kaum einen Sabbat gerüstet haben,, ohne ihn zugleich einer armen Familie zu bereiten, kaum einen Werktag gelebt haben, ohne ihm durch ein Werk der Liebe an Waisenkindern, Ortsfremden, Kranken und Siechen seinen Sinn gegeben zu haben. Ihre Ehe war kinderlos, aber durch das Wort rnnVifi p ■$« ms bv rnaiv sicherte sie sich, gemeinsam mit ihrem Mann, eine mit dem Tod nicht abgeschlossene, bis in späteste Zeiten fortwirkende Lxbensleistung. Ihr Tod, trifft er auch ihren nun vereinsamten Gatten am schwersten, trifft uns alle; denn es wurde unserem Kreis ein Vorbild genommen, eine ivi» die der Welt zeigte, wie man, selbst leidend, ganz aufgehen kann in dem Streben, anderer Leid, körperliches wie seelisches, zu mindern; daß sie uns solch ein Vorbild war, darin' liegt aber auch zugleich, für ihren Mann wie für uns alle, der Trost: Solch Beispiel lebt fort, sichert Unsterblichkeit, ewiges Gedächtnis im Kreise der Menschen und ewiges Ruhen und Genießen in jener Welt, die Gott Seinen Frommen bereitet: rraxm. Subotica, 10. Jan. Dir. Heim. Deuts ch, der als Präses des orthodoxen Gemeindebundes bei der Ausarbeitung des neuen jugoslavischen Judengesetzes in' hervorragender Weise tätig war, ist vom König mit dem Sava- Orden ausgezeichnet worden. Kleinheubach a. M., 13. Jan. Das älteste Mitglied der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde begeht am Donnerstag, den 16. Januar, in seltener körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 80/ Geburtstag. Während langjähriger Tätigkeit als Kultusoorstand sowie auch später hat sich der Jubilar das Wohl der Gemeinde sehr angelegen sein lassen und sich große Verdienste hierdurch erworben, die ihm '"vn dadurch lohnen möge, daß er ihn auch weiter gesund und rüstig erhalte ad meo weesrim schonoh. ~ , Für die Bodenpflege! Bohnerwachs weiß u. gelb, Büffelbeize Lobabeize, Kötfolin, Ter pentin, Bohnerbesen, Bohnertücher, Mop, Hand- und - Kehrbesen, Scheuertücher u. s. w. im Farbenhaus HESS Schopenhauerstrasse 7 Telefon Carolus 42930 Inh. Frau Berthold Hess Wwe. Junges zuverlässiges des. Korrespond. u. Buchhaltung nach Frankfurt-M gesucht. ö"’i N2V geschloss. Ausf. Offert, mtt Gehaltsansvrüchen unt. 3388c Exp. Wiesbaden Alleiufteh..8lt. geb. Herr findet schön., gemütl. u. dauernd. Heim als zahlender Gast bei alleiasteh. älterer Dame Off. unt. 3375c a. d. Erp. Für streng frommes intell. und überaus tücht Mädch. 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Mts. verschied unsere verehrte.1 Ehrenvorsitzende Frau Verkha Mayer die unserem Verein nahezu 60 Jahre angehörte und während dieser Zeit in selbstloser Weise und aufopfernder Hingebung sich dem uns zur Pflicht gesetzten Liebesdienst widmete. Die Heimgegangene war unermüdlich in der , Förderung unserer Bestrebungen. - Es wird "uns Ehrenpflicht fein, in ihrem Sinne weiterzuarbeiten. Der Vorstand der Darmstadt o*> iso tum Rabbiner Dr.Minklep, Kopenhagen von der Kritik übereinstimmend als Meisterwerk bezeichnet, enthaltend wichtig. Korrekturen, geistvoll. Anmerkungen, ein verblüffendes Ortshinweismaterial, unentbehrlich für Lehrende und Lernende, für Forscher und Wissenschaftler. Preis GM. 5.- L. SÄNGER VERLAG Frankfurt am Main Zu vermieten: 1-2 Ammer Heizung, mit oder ohne Pension, Nähe Oper, bei guter Familie, streng rit. Off. unt. 3374c an die Erp. Schadchen vermittelt gute Ehen. In wirklich vornehmen streng religiös. Kreisen eingeführt. Str. Diskr. Anfr. unt. B 2 a. d. Exp. 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Januar 1930 imHauseEschersheimer Landslr. 84, Ecke Wolfsgangstr., eine weitere Zweigstelle, unt. der Bezeichnung: Sparkassen-Zweigstelle V „Wolfsgangstraße“ - ' :\ Frankfurt a. M., den 16. Januar 1930 Der Vorstand der Stadt. Sparkasse zu Frankfurt a. M. 1

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