Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 71 (1930)
- Issue
- Heft 2 (9.1.1930)
- Date
- 1930-01-09
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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(Seite 8 Nr. 2 Der Israelit 9. Januar 1(88) regung bleibt mit Rücksicht aus die minimalen Gehaltseinkünste der Aerzte nicht unwidersprochen, wobei als selbstverständlich vorausgesetzt wird, daß diese Notleidenden und Unbemittelten, fomeit sie Mitglieder der Gemeinde sind, in weitestem Matze entgegenkommen. Auch die numerische Höhe des Pflegamtes (12 Mitglieder, wozu noch Aerzte und Oberschwester kommen) wird beanstandet, do sie unzweifelhaft die Geschäftsführung erschwere. Die Krankenhausordnung wird genehmigt. Der Antrag der Freilassung von Patienten 3. Klasse wird dem Vorstand als Material überwiesen. Den E r w e r b s l o s en , die in dichtgedrängter Menge im Saal anwesend sind,' wird der Beschluß des Vorstandes zur Kenntnis gebracht, Notstandsarbeiten, die noch lange Zeit hatten, sofort ausführen zu lassen und hierfür von der Gemeindevertretung einen Kredit von M. 2000 zu erbitten. Der Vorstand stellt aus Grund der vorgelegten Materialien fest, datz die zuständigen Abteilungen der Jüdischen Wohlfahrtspflege sich mit groher Wärme der Erwerbslosen annehmen. Bis heute sind nach einer vom Initiator und Leiter der I ü d is ch e n W o HIfahrtspslege, über deren Eristenzmöglichkeit, —■ Zweckmäßigkeit und vielleicht auch — Fähigkeit bekanntlich sehr geteilte Meinungen herrschen, Herrn Jules Bloch vorgebrachten Mitteilung für diese Zwecke M. 19 200 verausgabt worden, und zwar an 85 Familien und 115 Ledige. Vorhanden sind 380 Arbeitslose, davon Zweidrittel deutscher, Eindrittel östlicher Nationalität. Besorgt wurden etwa 280 Stellen, davon allerdings 200 nur vorübergehend. (Nebenbei bemerkt, bestreitet die Erwerbslosenkommission die unbedingte Richtigkeit dieser Darstellung.) Die Gemeindevertretung stimmt der Aufwendung von M. 2000 für Notstandsarbeiten zu, wobei die gegensätzlichen Ansichten eines juristischen Eemeindevertreters und des Syndikus hart und ausgiebig auseinanderprallen, ob es statthaft ist, diesen demnächst ja zur Auszahlung gelangenden Betrag erst in den Etat des nächsten Jahres einzustellen. Auch Punkt 5 der Tagesordnug: „Wäschereieinrichtung für den Friedhof" (tatsächlich für alle Wäsche der Gemeindeinstitutionen) mit einer Anforderung von etwa M. 1900, entsasselt die gleiche Debatte. Schließlich werden beide Summen mit der Maßgabe bewilligt, datz sie in den diesjährigen Etat eingestellt werden. Auch wird beschlossen, die vorübergehend gedachte Einrichtung der Kommission für Erwerbslosensürsorge zu einer ständigen zu machen. Der Finanzkommission wird ein Antrag überwiesen, die beiden israelitischen Friedhöfe der Gemeinde N i e - der ho fheim in Stand zu setzen, die dortige — nach Mitteilung des Herrn W r a n k e r völlig verfallene — Synagoge zu verkaufen und aus dem Erlö^ die Instandhaltung der Friedhöfe zu bestreiten. Frau F anz Rösenjweiz stattet brieflich ihren wärmsten Dank für alle Ehrungen aus Anlah des Heimganges ihres verewigten Gemahls ab. Jüdischer Turnerbund E. V. Die verschiedenen Gymnastik- und Turnkurse im Jüdischen Turnerbund E. V. haben am 8. dieses Monats wieder ihren Anfang genommen. — Das vollständige Programm ist Unter der Rubrik „Vereinskalender" in der gleichen Ausgabe dieser Zeitung abgedruckt. Am Sonntag, den 19. dieses Monats, wird eine Wanderung nach dein Hintertaunus gemacht. Treffpunkt um 7,45 Uhr präzise am Hauptportal des Hauptbahnhofes. Im Heim, Langestr. 55, 1. Stock, halten Mittwoch, den 29. dieses Monats, um 8,30 Uhr, abends die Lehrkräfte des Vereins Vorträge über „Sportliche und Turnerische Arbeit im Jüdischen Turnerbund E. V." mit anschließender Diskus,ion. Das interessante und aktuelle Thema dürfte jedem Mitglied und Freund des Vereins seine Teilnahme gebieten. Chanukkahfeler des Kons. jüd. Iugendvereins. Am Mittwoch, den 1. Januar 1930, fand in unseren Klubräbmen Theobaldstraße 6 die Chanukka-Veranstaltung unseres Vereines statt. Gegen 60 Gäste waren der Einladung des Vorstandes gefolgt. Herr R. A. Dr. Frank begrüßte die Erschienenen im Namen des Vorstandes und forderte gleichzeitig zum regen Besuch unserer Vorträge und Arbeitsgemeinschaft auf. Der Vorstand hatte für Unterhaltung und beste Bewirtung gesorgt. Erst lange nach Mitternacht schieden die Teilnehmer hochbeftiedigt über den angenehm verbrachten Abend, um den sich besonders die Herren Akiba Hoffmann und Josef Halberstadt verdient gemacht haben. Konzert der Jüdischen Wohlfahrtspflege Frankfurt a. M. Es ist nachzutragen, daß für das Konzert der Jüdischen Wohlfahrtspflege Frankfurt a. M. Frau Rofy Geiger- Kullmann (Klavier) und Herr Paul M e y e r (Klavier) ebenfalls ihre Mitwirkung bereitwilligst zugesagt haben. Gedetzettea. mrl'niv nstf Lichter anzünden frühestens 4.20 spätestens 4.35 Freitag abend 4.10 Samstag 7.00 Samstagmorgen 8.— Vortrag des Herrn Rabbiners Samstagnachmittag 1.— und 4.— Samstagabend 5.40 TVochengottesdienst: Morgens 7.00 Nachmittags 4.30 nnön mtzw Fastenbeginn 6.22 Fastenende 5.30 , Tefillin-Legen am Morgen 7.00 __ Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Lhchlm. Freitag abend nach Schul, fällt Mikrooorträg aus. Samstag morgen nach Schluß der Synagoge „Diniml^. Herr Dr. E. Posen. — Nachmittag 3U Stunde vor: Mincho, Mikro, Herr Dr. Hofmann. — Eine 7* Stunde nach Nacht (ebenso Sonntag vormittag 8? Uhr),. „Gemoro", Herr Joachim Soffer. Sonntag morgen nach Schluß der Synagoge (ebenso Mittwoch) im Hörsaal, oirr "n, Herr- Redakteur S , Schachnowitz. — Vormittag 9V4 Uhr (ebenso' Dienstagabend 6*', Uhr Vereinslokal) „Gemoro", Herr R-. A. Gerfon Posen. — Abends 6 Uhr Vortragj des? Herrn Rabbiners Jof. Horowitz. Montag morgen nach Schluß der Synagoge (ebenso-Donnerstag), im Hörfaale,. Mischnalernen der Mitglieder. — Zu gleicher Zeit im Sitzungszimmer Friedberger Anlage von Montag bis einschließlich- Donnerstag, „Gemoro", Herr Dr. S. Ehrmann. — Abends? 7 Uhr (ebenso Mittwoch) im Vereinslokale, „Gemoroi". Herr Rabb. Dr. I. Breuer.8l/2 Uhr, (ebenso- Donrnerstag), „Gemoro", Herr Dr. E. Posen. Dienstag morgen, nach Schluß der Synagoge,, (Lbensw Freitag), „Mischna", Herr Dr. E. Posen. Von Sonntag bis einschließlich Donnerstag, abends? 8?/* Uhr „Schaslernen", Herr Herz Holpern. Jahrzeitsstiftungen. rav, 11. Jan. Sara Moos geb. Hirsch-Stiftung» Sonntag, 12. Jan. Justizrat Dr. Naftali Hirsch-Stiftung. Dienstag, 14. Jan. Aron Moses SchwarzschilL-Stistung. Freitag, 17. Jan. Adolf Rosenbaum, Sophie- Leh-nanm, Gabriel Rosenberg-Stistung. Agudas Iisroel-Iugendgriyrpe» Schabbos morgen, 7^2 Uhr Haschkomo, Schwanenstr.1L Daf-Jaumi, Dozent Herr Herz Holpern, Schabbos 12—13. Sonntag 11—12, Montag—Freiing 12—13-, Gelegenheit zum Lernen — alltäglich 9—12 Uhr. (Alle änderen Schiurim wie Mich,), Liwjalh Chen^ Samstag mittag nach Mincho im, Hörsaale Nkebberger Anlage Vortrag des Herrn Schachnowitz.über „die zehn Stämme". Jüdische fFrauenoereinitzyng CL V. Sonntvg, den 12. Jan. nachm. 6 Uhr im Hörsaal Friedb. Anlage Vortrag des Herrn Red. 8^ Schachnowitz: „Die Mendelssohn'sche Bibelübersetzung und der Anbruch der neuen Zeit". Dienstag den 14. Jan. 30. §[/2 Uhr im Hörsaal Friedb. Anlage Arbeitsgemeinschaft unter LÄtrmg des Herrn Zahnarzt Dr. S. Ehrrnonn: Die Sidroh. »05 VERKAUF iaufjautzu und kauf!! 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Berlinger rmnn 'TID^ in Antwerpen sucht erfahrenen Sefmffefiret? der befähigt ist, auch rrivÄ-Unterricht zu erteilen. Briefe, mit Zeugnisabschriften sind zu richten an den Vorsitzenden K. Spira, Charlottelei 30. in Talmud und allen rabbinischen Disziplinen er-!teilt hervorragende jüngere Kraft in Frankfurt a. M. 'Angebote unter 3334c an die Expedition ds Blattes üstevvevsetzung V Unterprimaner erteilt bill. Nachhilfeunterr an Schüler unter. Klassen. O.3330c Exp. KM.. tüa,t. erf. Kraft, mit langjähr. Praxis sucht Betätig, in strg. rel. Haus od. Heim. Off. unt. 3333c an die Exp. tin junges. 23 Jahre alt, welches gut kochen kann und auch Hausarbeit versteht Off. unt. 3338c an die Exp. Nekgiös. Sväufein m 7 jäfir. Jungen füv nachmittags gesucht. Dftlunt. 3335c an die Exp: 111411 8984