Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 70 (1929)
- Issue
- Heft 52 (24.12.1929)
- Date
- 1929-12-24
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Der I s r a « I i t Nr. 52. Seile 3 24. Dezember 1929___. Buchhändlers Wolf Pafchslss erfreuten. Dieses unter dem Namen „Sippurim" erschienene Werk, das eine Fülle von Volkslegenden aus den Judengassen des Orients «nd Okzidents zusammentrug und .jie in volkstümlicher Weise dem Leser mundgerecht machte, ist jetzt dankenswerterweise einer Neubearbeitung unterzogen worden und liegt in einem schmucken Bande in einfacher aber vornehmer Ausstattung vor. Abgesehen von dem folkloristrschen 'Interesse, das dem Buche inne wohnt, wird es Jung und Alt reiche künstlerische Anregung gewähren und die Liebe zu den religiäsm Gütern und der religiösen Wärme der Heimgegangenen Generationen stärken. Vilderbrbe), Von Otto Geismar - Berlin, Buchhandlung Rubin Matz. Diese- Bilderbibel, die in erster Reihe als Hilfsbuch für den Religionsunterricht gedacht ist, wendet sich mit ihren ganz dem kindlichen Verständnis angepatzten schematischen Strichzeichnungen an das Kindesaller vom 3.—7. Jahre und kann weniger in der Schule, als im Kindergarten wie auch im Hause die passende Unterlage zur Einführung in den biblischen Gedankenkreis gewähren. Das Buch ist auf feinem Zeichsnyapier gedruckt und die leeren Seiten können zum Nachzeichnen verwendet werden. Der Preis M. 3.— für das gebundene Exemplar ist mäßig zu nennen und wird eine starke Verbreitung ermöglichen. Kaufmann Frank, Erzählung von Heinrich K u r tz i g - Leipzig. Verlag Gustav Engel. Das Buch schildert das Leben eines jüdischen Kaufmanns im östlichen Deutschland und kann als wertvolle kulturgeschichtliche Darstellung bezeichnet werden. Das jüdische Milieu der ostdeutschen kleinen Stadt, die eigentlich heute zum völligen Untergang verurteilt ist, weitz der Verfasser in einer reichen Fülle von - Einzelbildern erstehen zu lassen und die Schilderung dieses Milieus wird durch eine unterhaltende Handlung, die das Interesse wach halt, unterstützt. Die Ausstattung ist einfach und vornehm. Petersburg, Roman von Schalom A sch, Berlin 1929, Paul Zsolnay, Verlag. Die ganze Eigenart von Schalom Aschs realistischer Gestaltungskunst spiegelt dieser Roman wieder, der die Einleitung einer Trilogie Petersburg-Warlckmu-Moskau bilden soll. Er führt in das an tragikomischen Gegensätzen, ja an völligen Unmöglichkeiten und Widersprüchen überreiche Milieu der Zarenhauptstadt der Vorkriegszeit hinein, indem er in den Mittelpunkt des Geschehens die charakteristische Gestalt des zu hohem Einfluß gelangten jüdsichen Rechtsanwaltes der Metropole stellt, an den sich die Hilfesuchenden und Unterdrückten aus allen Teilen des großen Zarenreiches wenden. Von der Fülle der Gestalten läßt sich in einer kurzen Besprechung nur schwer ttn Bild geben. Auch wenn man mit den etwas künstlich zugespitzten Verlauf der : Handlung und den familiären Unwahrscheinlichkeiten, in denen sie gipfelt, unzufrieden ist. wird man doch einen hohen ästhetischen Genuß bei dem Nacherleben der Gestalten und ihrer Schicksale empfinden. Das Erve im Blut, Roman von Ludwig L e v i s o h n. Leipzig, Paul List, Verlag. Das Buch ist eine deutsche Uebersetzung eines englischen Romanes aus der Feder des bekannten amerikanisch-jüdischen Schriftsteellers Lerisohn, der, ursprünglich ganz in den Gedankengängen der Assimilation erzogen, allmählisch zum Bewußtsein seiner jüdischen Seelenerbschaft gelangte und aus dieser Erkenntnis heraus im letzten Jahrzehnt eine Reihe von Werken jüdischer Selbstbesinnung geschrieben hat. Das Judentum Leoisohns ist nicht das unsrige; der Prozeß seiner Rückkehr zum VStererbe gelangt nicht bis zur Erkenntnis der jüdischen Offsnbarungswahrheit, sondern bleibt mehr oder ■ minder im Rassenmäßigen stecken. Das beeinträchtigt zwar den objektiven Wahrhei'swert seiner zum Teil übrigens autobiographischen Darstellung, nicht aber ihre künstlerische Bedeutung. Die schlichte und lebendige Schilderung der Geschichte einer Judenfamilie in vier Generationen, die Herausarbeitung der Gegensätze, die in der Verschiedenheit des Blutes von Ariern und Juden zweifellos bis zu einem gewissen Grad gegeben sind, packt den denkenden Leser und hält sein Interesse bis zum Ende lebendig. Es ist erfreulich, daß das Buch durch die Uebersetzung auch «mem deutschen Leserkreis zugängig gemacht worden ist. Die Landschaft Babylonien im Zeitalter des Talmuds «nd des Gaonals. Geographie und Geschichte nach talmudischen, arabischen und anderen Quellen. Von Jacob Obermeyer. Mit zwei Landkarten. Schriften der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums Nr. 30. Mit Einführung von I. Clbogen. 4 °. 362. I. Kaufmann- Frankfu rt 1929. Das Lebenswerk eines weitgereisten' Mannes hätte man mit Rosvekt zu begrüßen, wenn der Mann oder das Werk große Mängel oder Unvollkommenheiten aufweisen würde. Hier jedoch liegt ein gewaltiges Standardwerk der selbsterforschten und aus der ganzen bisherigen Literatur über das erforschte Laüd ergänzten und kontrollierten Erdkunde vor, dessen ganzen und wahren Wert gewiß nur der eigentliche Fachmann ermessen kann. Wenn irgendwo, dann gilt bei diesem Buche die talmudische Sentenz, daß man das Gute und Wahre dankbar zu empfangen, von wo es auch kommen mag. Aus seiner von sonstigen Wegen talmudtschen Forschens abgelegenen Art der Studien macht O. kein Hehl', um so freudiger muß anvekannt werden, daß jedes Zugeständnis an dte Vibelkrttik, obgleich oft Gelegenheit gegeben ist, dem Obermeyerschen Buche fernbleibt. Das Hauptoerdienst seines Werks scheint mir zu sein, daß O. ein klares Bild vom Heimatlands des Talmuds entwirft, klar vor allem in der Grenzbestimmung. Orte, die man bisher in Armenien, Palästina, Afrika, ja Spanien gesucht hat, werden mitten im babylonischen Lande entdeckt und mit Sicherheit bestimmt. Die Orts'bezeichnnngen Aram Nachrajim, Babylonien, Mesopotamien und Zweiströmeland, die man bisher, wenigstens als geographisch ungeschulter Talmudbeslissener, für identisch gehalten hat, werden hier in ihrer verschiedenen Begrisssausdehnung und Bedeutung sorgfältig unterschieden. Albe Pilgerstraßen und Wanderungen der Vorfahren beleben sich zu klarster Usbersichtt'ichkM Die geschMichen Zusammenhänge vom Exil bis zur Mongolenzeit, also von 1700 Jahren, erhellen hier sich selbst "und manche talmudische und gaonäische Angabe mit einer bisher ungekannten Klarheit. Keine bedeutsame erdkundlich oder geschichtlich aufschlußreiche Talmudstelle bleibt unerö viert. Man weiß nicht, ob man mehr den, Fleiß des Studiums oder die Präzision der geographischen Angaben bewundern soll. Eine Schilderung jedoch erfüllt das Buch, welche besonders in unserer heutigen Zeit das Herz jedes um das Heil der Gesamtjudenhelt bedachten Juden ganz besonders mit nmm und doch nicht neuartigen Gefühlen erfüllen muß: Die Schilde-rung des von den alten Kulturvölkern in primitivster Zeit aufs Vorzüglichste und Produkt tivste ausgebauben Kanalsystems des Euphrat, das aus einem unbewohnbaren Sumpflande ein blühendes Reich geschaffen hat. Erst von den zerstörungswütigen Ostvölkern im Spätmittelallier 'ist es wieder zur Einöde gemacht worden. Hier ein Hügel, der eine Großstadt war, — dort ein Höhenzug, der ein Kanal war, — und alles war von Juden kultiviertes Land, war Heimat siidischen Lebens und jüdischer Lehre, ungestört und unversolgt, bis Asien sich heranwälzte und alles zerschlug. Diese Verwüstung eines Kanalsystems, das eine gesegnete Gegend einst durchzog, sollte in unserem Zeitalter der vervollkommneten Technik nicht als unabänderliches Fatum angesehen werden. Um so weniger als. wie Obermeyer ausdrücklich berichtet, das Land auch heute nicht völlig dem unerträglichen SumpfMma oerfallen ist, das sonst solche Gegenden befällt und auch die zu drainierenden Teile Palästinas beherrscht. Letzteres ist übervölkert, und oiele andere Mast sensiedlungsgebiete der Judenheit sind gleichfalls übervölkert. Babylonien aber bedarf nur der neuen Bewohner, und es wäre der Welt wiedergewonnen', vielleicht kann auch dem Judentum gerade durch diese Neuaufbauleistung ein großer Rettungsanker zugeworfen werden. Es wäre ein nicht zu unterschätzender Nebenerfollg Obermeyers, wenn sein Werk dieser Erkenntnis allgemeinste Verbreitung verschaffen würde Man beobachte nur S. 239 ff., wiepiele Erwerbszweige jenes Land bietet, wenn es richtig bebaut wird. — Dennoch können wir von diesem Buche nicht scheiden, ohne das eine große Bedenken zu äußern: Es ist O. nicht gelungen, bei den Beziehungen der Ortskunde zur Halacha immer die für letztere nötige hypothetische Form der Folgerung einzuhalten, ohne welche der halbkundige Leser zu leichtfertigen Verallgemeinerungen gelangt. So ist S. 12/3 das Gesetz des Ausschlusses der Moabiter der Mißdeutung ansgefetztz, S. 19 Fußn. Das Wegemaß, S. 243 ein Gesetz üben die Mazzothberettung und 278 ein solches der Reinheit. Zu letzterer Stelle ist der Anschein nicht vermieden^ als sei die in Fußm 2 zitterte Raschi-Stelle eine unter allen Umständen allgemein rezipierte Halacha; auf S. 243 Fußn. 1 fehlt ein Hinweis, daß die geltende Halacha auch für Regenwasser die Uebernachtung fordert. Es ist nicht leicht, dies im Worts „ursprünglich usw." angedeutet zu erkennen. Sprachlich erscheint die Ableitung von wvin (30) von arabisch rimad schwierig, da dies doch („mit Asche bewerfen") mit dem aramäischen und hebräischen pi stammverwandt. Vielleicht ist hierauf Elbogsns Bemerkung über die Transkription zu beziehen. Ausführliche Jndives, auch jeder Talmud- und Jerufchalmi-Stelle, machen die Benutzung des Buchs zu einer angenehmen Hilfe des Talmudstudiums. Darum, vor allem aber, wegen der peinlichen Gewissenhastigkeit, die aus allen Angaben spricht, ist dem Buche allgemeinste Verbreitung in gebildeten Talmudistepkrcisen zu wünschen, und vor allem sollte keine rabbinische Lehranstalt länger eines solchen Atlas entraten. — Vielleicht ist es deshalb eine dankbare Aufgabe, Obermeyers Buch in ein für alle Talmudisten leicht lesbares Hebräisch zu übersetzen. Lehrbuch der israelitischen Religion für proselyken. Von Lion Wolfs. Leipzig. Gustav Engel. Der albe Vorkämpfer des jüdischen Lehrerstandes, Lion Wolff. der seit einigen Jahren in Berlin im Ruhestände lebt, hat im Alter von 84 Jahren noch ein praktisches Lehrbuch für den Religionsuntrericht an Proselyten herausgegeben. Um es sogleich vorweg zu sagen: das Buch ist brauchbar und als erstes dieser Art sogar vortrefflich! Ich kann dies wohl behaupten, da ich be-: reits auf diesem Gebiete mehrjährige Erfahrungen gesammelt habe Die genaue Durchsicht des Werkes läßt noch einiges v'ermisien, was vielleicht spater, bei einer! zweiten Auflage, nachgeholt werden kann. Der erste! Teil: „Hebräische Lesefibel" könnte anstatt sinnloser, bezw. ' für den Schüler noch unverständlicher Worte eine ganze .Anzahl Vokabeln aus dem praktischen jüdischen Volks- und P flicht enlebsn bringen, die beim Lesen bereits erklärt werden: z. B. Mizwoh, Mejujoh, Minchoh, Goj,! Scholaum, Ki'ddusch, Zedokoh, Mazzoh usw. Andererseits ist ein großer Teil des systemattichen Vokabulariums! vollständig uberfküssig. da er viel zu schwer und dem ersten Uebersetzungs- oder Anschauungsstoff gänzlich abseits fegt. Von den 205 übersetzten Wörtern sind nur 67 notwendig oder auch nur verwendbar. 'Dagegen ist >die Auswahl der übersetzten Gebete recht geschickt auf! das religiöse Leben zugeschnitten. — Der zweite Teil .handelt von den Quellen der jüdischen Religion und von den 10 Geboten, der dritte Teil von Sabbat und Feiertagen sowie von den praktischen Pflichten. Hier wäre beim Peßachseste noch-eine kleine Zeichnung ratsam gewesen, damit die Proselytin weiß, wie sie den Seder^ tisch zu decken und die Sederschüssel anzuordnen habe. Ganz ausgezeichnet ist der vierte Teil, der als Lektüre gedacht ist und wichtige Wesensunterschiöds zwischen Judentum und Christentum, sowie apologetische Fragen und historische Einzelheitenbringt. Ich hätte noch den Wunsch, daß ein fünfter Teil eine Uebersicht über die Geschichte des jüdischen Volkes, von biblischer Zeit bis zur Gegenwart, darblete. Solange die zweite Auflage diese Uebersicht noch nicht bringt, empfehle ich als zweites Buch die biblische und jüdische Geschichte von Ludwig Stern. — Dem Verlag Gustav Engel, Leipzig, ist Dank und Anerkennung zu zollen für die gute Ausstattung und für die preiswerte Herausgabe des Werk-! chsns, das sicherlich großen Segen verbreiten wird. Dem Verfasser sei besonders gedankt, daß er in objektiver und würdiger Form das positive, traditionelle Judentum zur Darstellung gebracht hat. Auch dieses Lehrbuch wird den Erfolg zeigen, daß gut unterrichtete Pcoselyten häufig die im Glauben geborenen Juden an Ernst und Eifer überragen und sogar beschämen! Rehemiag Anton Nobel, Versuch einer Würdigung' von Oskar Wolfsberg, Frankfurt«. M. 1929. I. Kauffmann. kl. 4° 56. Es ist nicht leicht, eine Würdigung zu würdigen'. Gewiß nicht eine solche, die ein Vertreter einer uns nicht annehmbaren Richtung nach dem Tode aus der Feder eines Gesinnungsgenossen erhallen hat. Was wir aus innerer Verehrung zum Vollendeten übergangen hätten, wird darin lobend hervorgehoben; was wir als Zeichen seiner Zugehörigkeit zum Thorajudentum gewertet haben, wird darin als entschuldbare Irrung und als Ringen um Wahrheit erwähnt oder — verschwiegen. Wer einem Manne wie Nobel Vst nachsagt, er habe das Amt an einer Austrittsgemeinde verlassen (11), wett er nichts mit „Bruderhaß" zu tun haben wollte, — der darf gar nicht den Anspruch erheben, Nobels Geisteskind zu sein und ihn als fein Vorbild zu preisen. Wenn man in Hamburg selber Nobels unnachahmliche Kanzelrednerkunst als Kind bestaunt und nie mehr eins seiner Worte vergessen hat, — dann weiß man, daß außer dem Einen gemeindepolitischen Streitpunkte nichts, aber auch gar nichts ihn bewußt der wirklichen deutschen jüdischen Orthodoxie fe-rrrhiett; alles, was unsere großsprecherische Zeit „schöpferisch" nennt, fehlte seinen Predigten ebenso, wie es der Altmeister der deutschen Orthodoxie als „nichts erbauende Erbauung" weit von sich wies. Cs ist in Nobel etwas lebendig gewesen, das allen seinen parteigenössischen (oder sich dafür haltenden) Trauerrednern entgeht: sein mächtiltzer Wille, die fremdesten Strömungen unter die Herrschaft der Thora zu bringen. Als Jude, der die Juden als Gottes Volk, als Brüder liebt, scheute er jeden Parteistreit über dieses Streben im Judentum; wie tapfer Nobel aber der außerjüdischen Welt und ihrer Moral die Wahrheit zu sagen und wie wirksam er das trotz der Behinderung der öffentlichen Meinung mitten im Kriege in Worte zu kleiden wußte, — das haben alle Hörer seiner Frankfurter letzten Kriegspredigten so deutlich erlebt, daß sie sich sehr darüber wundern werden, wie Wokfsberg (19) auch aus diesem Gebiete gerade das Edelste an seinem Heroen nicht erwähnt. Doch können wir W. ganz in dem beipflichten, was er über Nobels Sprache und dichterisches Moment vorbringt. Auch von Nobels Ged an kenw.elt und seiner Menschenbeeinflussung weiß Wolfsberg das Schönste zu erwähnen, das unser aller begeisterte Zustimmung findet, soweit wir Nobel gekannt und innerlich miterlebt haben. (Des Zeugnisses eines engeren Richtungsgenoffen wie Rubinstem hätte es hierzu vor der Oeffentlichkeit nicht bedurft.) Aus der Präzision und Vollständigkeit, mit der Wolfsbevg Nobels literarische und künstlerische Tätigkeit vorunserem Auge abrollcn laßt, spricht die echte und hingehende Verehrung für d>en Betrauerten, und jedes einzelne Wort würde nur den Eindruck schmälern, den die durchaus zu empfehlend« Lektüre dieser Kapitel hinterläßt. Doch hatten wir alle, die Nobel kannten, die Empfindung, daß auch seine Zugehörigkeit zum Misrachi nur seine Art der Synthese von Bruderliebe und Gesetzestreue, nicht aber Ergebnis der Hoffnung war, „daß die mannigfachen Zäune um das Gesetz sich in Palästina in blühende Hecken verwandet »würden ": solche Stimmungen waren damals im Misrachi so unbekannt wie in der Aguda. Wolfsbergs Werk hinterläßt die tief schmerzende Sehnsucht nach einem Zeitalter, welches wenigstens über dahingegangene Große tn Israel mit einer von Parieihader reinen Liebe sprechen und unter Verschweigen jeder Irrung das Edelste ihrem Wesen ablaufchen wird. Das ändert nichts an dem Urteil, daß sie sich als ergreifender Abschiedsgruß liest Dr. V. Cohen.