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Der Israelit · 1929-12-19 · Heft 51 (19.12.1929) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 51 (19.12.1929)
Date
1929-12-19
Page
– (sequence 8)
Language
German
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S-elHe 8. Nr öl Der Israeli 1. 19. Dezember 1929 Preise von Mk. 34.50 beim Berlage A. H. Hosmann, Franisurt a. M. zu haben. Jüdischer Turnervunv E. V. Wegen der Weihnachjsssenen muh im Turnbelrieb eine Pause bis Anfang Januar 1933 eintreten. — Die Heim- und Spielabende, je veils Montag- und Mittwochabends ab 8,33 Uhr in unserem Hri.n, Langestr. 55, 1. St., sowie der Schwimmkurs Sonntagvormittags ab 6 Uhr im Stadt. Schwimmbad, finden auch während der Ferien statt. — Der Wiederbeginn des Turnbetriebes wird rechtzeitig in dirftr Zeitung besannt gegeben. Wie üblich, veranstaltet auch dieses Jahr der Jüdische T u r n e r b u n d (£. V. eine zweitägige Wanderung. Es ist dieses Mal eine Rhön-Tour mit gleichzeitiger Besichtigung des jüdischen Lehrgutes Rodges beabsichtigt. Interessenten für diese schöne Tour wollen sich zur letzten Besprechung Samstag, den 21. Dezember, abends 8,33 Uhr, im Cafe G.ünebaum, Hanauerlandstrahe einfinden. Gsfekkschastsabend der jüdischen Frontsoldaten. Wie immer, war der Abend des RIF. am Samstag im großen Saal des Zoologischen Gartens ein großes gesellschaftliches Ereignis für dir Frankfurter Mitglieder des Reichsbundes, ihre Familien und Freunde. Eine grohe Reihe künstlerischer Darbietungen und sportlicher Vorführungen hielten die Gäste in bester Stimmung. Für den. größeren Rest des Abends, wohl auch der Nacht, zeigte das Programm Tanz an, worüber wir nichts zu. berichten wissen. Die Einnahmen, welche der Beteiligung nach gewiß reich bemessen waren, flössen dem Kameraden-Hilsssond zu. - Chanukahspiel. „ßerroe spielend, und fpiele l>ern>enid", ist das Ldsunigsmort mobemer PädagoM. Schule mvti Erzieher lassen es sich angeleFen sein,, durch leicht? faßliche und an>vLTende Methoden dem Kinde den spröden« Wissensstoff angenehm zu giestalÄn>. Eine wertvolle Ergiänzung dieser Bestrebuiwgen stellen die modernen^ Methoden dar, welche das kindliche Spiel als Mittel g>estaÄen>, um Erkenntnisse dem jugendlichen Geiste im eigentlichen' Sinne des Wortes „spielend" beizu'bringen. Es ist freudig zu begrüßen, daß gerade auf jüdischem Gebiete in der letzten Zeit eine Reihe neuer Spiele auf den Markt gebracht werden, die in diesem Sinne jüdische Daten und jüdische Nelig-Dnsvorschr-iften in harmlosem Spiele dem Kinde, enimeder als neue Erkenntnisse gebracht werden oder wertvoll das vertiefen, was in Schniie und Haus gelehrt wird. Solche Art Spiele sind sicherlich dile pädagogisch empfehlenswertesten Channkah-GefchLnke für Kinder. Dis Kunftgsrverbestube I. Westheim, Frankfurt a. M., Schwanenstraße 6, bringt neben den bekannten und verbreiteten bös Heringen Spielen auch in diesem Jahre wieder gang neue aus den Markt. Wir können vor allem „Die lustige Reise durchs jüdische Jahr", welche den ganzen jüdischen Kalender umfaßt, empfehlen. Ferner das hebräische VAderlotto „Sabbat und die Feiertage" mit hebräischer deutscher Uebe'rseßnng der Bilder, dann das „Moaus-Zur-Würfelspiel" und eine R«eih«e anderer, die bei einem unverbindlichen' Besuch bei der Ausstellung« der genannten Kunstgewerbestube zu« besichtigen sind. Daß die Kunstgewerbestube nicht nur für die Kleinen, sondern auch für di!e Großen Wertvolles bringt, wird man bei dieser Gelegenheit feststellen können-. Der Iazzsänger. Zur Aufführung des jüdischen Singspiels im Ufa--Palast „Es ist eine alte Geschichte, Md sie bleibt doch iimimer mn, und wen sie — von den Autoren— halt trifft, dem bricht sie das Kongept entzwei": dm eine alite und neue Welt, die sich nicht verstehen, sich bekämpfen und befehden, bis die neue Welt M wird >und den Kampf nach unten, mit der neuesten beginnt ... Daß in diesem Singspiel Krnd-esliebei, Pi«e«tät, Heim-atgefühl die Brücke zwischen Alt und Neu bauen, das macht das Spiel jüdisch, mehr als di,e vielen Synagogenbilder, das viele Kol-Nidre, die uns in diesem Zusammen Han ge eher befremden, als daß sie uns anheimelten. Der Vaier ist ein Kantor, ein CHasanalter, guter frommer Art, das Söhnchen hat des Bakers Stimme geerbt, hat seine Melodien im Kopf, aber nicht im Herzen. Varietee und Jazzkapelle sagenihm mehr zu. Der Vater macht von seinem väterlichen Recht, auch von der väterlichen Gewalt Gebrauch. Mutter hat Verständnis für die neue Zeit und ihr derselben in d-iie Arme eilendes Söhnchen. Es mag schon immer so gewesen« sein, d«ah Mütter nicht den« kleineren Anteil an solchem Entwicklungsgang ihrer Kinder hatten«. Jacki Robin (er haL-e von seinem „Rab«M«owitz" den W i tz wegamputiert) verläßt mit dem väterlichen DenkzMel das Haus und wir sehen ihn nach Jahren, fern von der Heimat, aus der höchsten S t u f e der Kunst und ^Kultur (der Autor molut es.ganz ernst): als Jazzfänger einer großen Revue. Daß dieser singende Mlm der guten, alten Welt d«er jüdischen Famine und der Synagoge nichts anderes als höchste Kultur gegen-zubieten weiß, als Revue und Jazz, ist einigermaßen tröstlich, bezeichnenid und wahrschomiLch gut ameri'k-anisch. Als gemachter Mann kehrt der Sohn irn die Heimat, ms Vaterhaus zurück. Die Mutter schließt ihn in die Arme, der Vater weist i«h«n kalt und schroff vonsich. Da wird der albe Chasan- — sehr zur Unrechten Zelt für die Syllagoge, d«enn es ist kurz vor dem V«ersöhn«ungstag — aber just zur richtigen Zelt für den SmgMm schwer krank, und (weife Vorsehung der Regisseiur-e) er stirblt langsam genug, um auf seinem Sberbebet-Le am Abend des Verföhnungstages erst die Stimme seines Sohnes' zu vernehmen, der «in d«er nahegelegenen Synagoge an feiner statt Kol-Nid re singt und die Beter hM-rc«ißt. Am Abend der Premiere, l«i«e«ß sich nämlich der Sohn«/ von Pietät, Mutier und -einem a^ten Onkel bestimmen,, seine ganze Karrlere in Frage zu stellen und d-irekt von der Revue in di«e Synagoge zu ei'kn, um seinen Vater zuvertreten. Wir im alien Europa werden uns bestens bedanken für «einen Kol-Mdre-Chafan, der direkt von Varlvtee,, d«te Spuren der Mgerfchmin'ke auf dem Gesicht, Laherkame. Aber es ist Amerika und, wi«e uns d«er Autor wi-sderholt versichert, der Rhythmus der neuen Ze>W . . . Bleibt er bsi Kol-Nidre oder bei? ... Eine vollkommen überflüssige Schlußszene läßt uns erfteres stark bezweif-elln. Del alldem -ist es ei-n ganz vorzüglicher Film, von einer geradezu unübertroffenen Tech«ulk und- L-sbendigk-M. Man sieht die Gestalten und hört sie, als ständen sie vor MS aus der Bühne. Ein be-kanntes Gesicht lacht uns an, eine bekannte Summe umfängt das Ohr: Jofsele Rosenblwtt, mit langem Bart, d«er Kopf von der Kappe ganz bedeckt, steht im Hintergrund und singt etwas. Die Tendenz des Ganzen ist. im Vergleich zu ähnlichen Filmstücken, wie das „Mte Gesetz", „Seine Söhne", durchans sympathisch, alles andere «ist amerikanisch. Der jüdisch e Film ist noch nicht gedreht. frankfurter Vereinskaleuder. Verein Mekvr Ehajlm. Freitag abend nach Schul, im Hörsaale Friedberger Anlage, Herr Studienrat Josef Kaufmann. Samstag morgen nach Schluß der Synagoge „Dinim", Herr Dr. E. Posen. — Nachmittag 3/4 Stunde vor Mincho, (Vereinslokal Langestrahe), Herr Dr. Hosmann. — Eine '/« Stunde nach Nacht (ebenso Sonntag vormittag 8 Uhr), „Gemoro", Herr Joachim Soffer. Sonntag morgen nach Schluß der Synagoge (ebenso Mittwoch) im Hörsaal, cm ”n, Herr Redakteur S. Schachnowitz. — Vormittag 9l/4 Uhr (ebenso Dienstagabend 6* o Uhr Veremslokal) „Gemoro", Herr R. A. Gerson Posen. —, Abends 6 Uhr zweiter Vortrag des Herrn Redakt. S. Schachnowitz über „Moses Mendelssohn bis S. R. Hirsch". „Alter und neuer Hellenismus". Montag morgen nach Schluß der Synagoge (ebenso Donnerstag), im Hörsaale, Mischnalernen der Mitglieder. — Zu gleicher Zeit im Sitzungszimmer Friedberger Anlage von Montag bis einschließlich Donnerstag, „Gemoro", Herr Dri S. Ehrmann. — Abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch) im Vereinslokale, „Gemoro", Herr Rabb. Dr. I. Breuer. — 8‘h Uhr, (ebenso Don» nerstag), „Gemoro", Herr Dr. E. Posen. Dienstag morgen, nach Schluß der Synagoge, (ebenso Freitag), „Mischna", Herr Dr. E. Posen. Von Sonntag. bis - einschließlich Donnerstag abends 83/4 Uhr „Schaslernen", Hrrr Herz Halpern. Jahrzeitsftiftvngen. Donnerstag, 26. Dez. Therese Stern geb. Plaut-Stiftg. Freitag, 27. Dez. Sara Weil geb, Adler-Stiftung. Agudas Iisroel Iugendgruppe. Freitag aheyst (6. Dezember) Vortrag — Bewirtung. Schabbos morgen, Vl2 Uhr Haschkomo, Schwanensir. 12. Daf-Jaumi, Dozent Herr Herz Halpern, Schabbos 12—13. Sonntag 11—12, Montag—Freitag 12—13, Gelegenheit zum Lernen — alltäglich 9—12 Uhr. Probleme der jüdischen Politik, Leitung Herr Jakob Landau, 2. Abend Mauzoe Schabbos, 21 Uhr, Schwa» nenstraße 12. Hebräische Sprache und Literatur, Leitung Herr M. Schächter, Sonntag -.1 Uhr, Schwanenstr. 12. Montag und Mittwoch, 20 /2—2172 Uhr, Gemoro- Bowo l Mezio: Dozent Sr. Ehrw. Herr Rabb. Horowitz. Mauzoe Schabbos I8 /4 Uhr Vorbereitungsschiur: Bowo' Mezioh, Dozent Herr Ch. Liverhant. Sonntag 11—12 Uhr Mischnajoth Nesikim: Dozent Herr Ch. Liverhant. Bürostunden der Leitung der Jugendgruppe allwöchentlich Sonntags von 10—13 Uhr. Außerhalb dieser Zeit nach vorheriger Verständigung mit dem Vorsitzenden, Herrn Hartog Hartogsohn, Ostendstraße 82, Car. 44 368. Schiur: Prophetien des 8. Jahrhunderts, Leitung Herr Dr. Merzbach, Röderbergweg 9. Wöchentlich Donnerstags 7*21—3/422 Uhr. Liwjalh Chen. Samstag nach Mincho im Hörsaal Friedbergeranlage Vortrag des Herrn S. Schachnowitz. Jüdische Frallenvekeittiguttg E. V. Dienstag, den 24. Dez. fällt der Vortrag des Herrn Zahnarzt Dr. S. Ehrmann aus. Jüdischer Turnerbund E. V. Herren: Sonntag, 8—9 Uhr vorm. Schwimmen, Stadt, Schwimmbad, 9—12 Uhr vorm. Sport und Waldläufe, Niederwaldwiese. Donnerstag, 8.30 10 Uhr abends Abt. I. Hallentraining und Turnen, Annaschula, Abt. II. Turnen, S. R. Hirschschule, Am Tiergarten 8. Jugend: Donnerstag, 8.30 -10 Uhr abends gemeinsam mit Herrenabt. f, Hallentraining und Turnen, Annaschule, Rechneigrabenstr. Alle Herren: Montag, 8.30—10 Uhr abends, Turnen, Annaschule, Rechneigrabenstr. Knaben: Dienstag, 6-7.30 Uhr abends, Turnen und Spiel, Annafchule, Rechneigrabenstr. Damen: Donnerstag, 8.30—10 Uhr abends, Gymnastik und Turnen, Liebfrauenschule, Schäfergasse. Mädchen: Mittwoch, 5.30-7 Uhr abends, Gymnastik u. Turnen, Abt. I bis 11 Jahre 4.30—5.30 nachm., Abt. II ab 11 Jahre 5.30—7 Uhr nachm., Annafchule, Rechneigrabenstr. Frauen: Mittwoch, 7.30—9 Uhr abends, Gesundheits- Gymnastik, S. R. Hirsch-Schule, Am Tiergarten 8. Sonntags Wanderungen nach jeweiliger besonderer Bekanntgabe. Gebelzelken. n^'i mp Freitag abend 4.— Samstag n»2Wn 7.05 Samstagmorgen 8.— Samstagnachmittag 1.— und 4.— Samstagabend 5.15 lvschengottesdienst: Morgens 7.05 Nachmittags 4.— Tefillin-Legen am Morgen 7.05 Gefchä.tscrö.fnuug. Unter der Firma Schmuck-Moden „Charlotie" ist am Roßmarkt 17 ein Spezialgeschäft für künstlerische Imitationen und modernen Schmuck eröffnet worden. Die Leislungsfähigkcil der neuen Firma beruht auf dem Prinzip, den neuzeitlichen Schmuck, der immer höhere Bedeutung gewinnt, -zu vorteilhaften Preisrn anzubieten. Heute stellt diese große Mode die Forderung, daß zu jedem Kleid der passende Schmuck in harmonischem Einklang zu bringen ist, d. h., daß — je nach Kleitschnitt, Tageszeit und Gelegenheit des Tragens — verschiedenartiger Schmuck getragen werden muß. Die neue Firma präsentiert ihr Lokal in geschmackvollen Formen und- Farben und zeigt am Abend eine ungememi wirkungs-- volle Beleuchtung, die den reichhaltigen und entzückenden Auslagen eine besondere Note verleiht, und deshalb ihre Anziehungskraft auf unsere Frauenwelt nicht verfehlen wird. r i Die grossarligsten ^Neuerungen seit S*P?*^*^ |‘ | ® f Jahrzehnten bringt J ] der neue 6 umwälzende V erbesserungen Besichtigung hochinteressant E, H AGE & Co» Am Eschenheimer Tor 3 SSW TALMUD Komplette, ungekürzte deutsche Uebertiagung. von Lazarus GoldsclimidL Subskriptionsvorzugspreis M. 165.- 11 Lexnenbände.je M. 15.« ■amu Band 2 erscheint s . , innn c .. . , Band 1 bis 2 ist erschienen J ,e ctwa ^000 Seiten stark Alle 3—4 Monate kommt ein Band. Band 1 enthält B*jnT 1*70 mit 7,1212 »2233 sowie ]i2^ 'Oö Band 2 enthält 7121p D2DZ5: und Ü'NVL f'211'Zk nur je M. 15.« Ratenzahlung auf Wunsch ohne Preiserhöhung ngmnMB Verlangen Sie sofort Prospekt von Buchhandlung GRÜHEBAUM, Kassel Goefliestr.l UHREN - GOLD WAREN - JUWELEN :nür gute Qualiiäi - xvi billigen Preisen m Wo findet Dame, Ans. 30, welche geistig regs genug ist. um sich i. jedem Betrieb einzuarb. lohnende Gute Maschinenschreiberin, sehr gut säht«, nach kurzen Angab. felbfiäldig Korrespondenz zu erledigen. B-- Mi’Ö i Samstag frei. Off. unter 3w1e an die Erpevtlion des Blattes. Suche für m. 17jähr, Tocdter, passende Stelle als Haustochter in orthodoxem Saufe. Off. unt. 3218c a. b. Expedition Gesetzestreues Fräulein für Arzthaus im Rh> inld. für Kinder und afs 5lütze im Haushalt sof ges. Hausmädchen vorhanden. Offert, unt. 3225c «. d. Expedition Frommes, junges Mädchen gewandt », fleißig, z. Mith. t Haush u. bet d Kindern gesucht. Hausmädchen vorhad. Meldungen m. Ang v. 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